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Selbstständig machen als Autohändler

Einen Autohandel oder einen Gebrauchtwagenhandel zu gründen, ist nicht schwer. Doch eine genaue Planung und ein überlegte Vorgehen ist unabdingbar, damit das Geschäftsvorhaben auch gut läuft. Auch wenn es selbstverständlich sein sollte, muss es noch einmal gesagt werden: Nur wenn mit dem Handel mit Kraftfahrzeugen ein ausreichender Gewinn erwirtschaftet wird, kann der Autohändler die laufenden Kosten tragen und vor allem seinen Lebensunterhalt finanzieren. Zu den Betriebskosten zählen neben den Kosten für die Anmietung einer geeigneten Halle oder Verkaufsraum auch
- Mietnebenkosten
- Personalaufwendungen
- Versicherungsbeiträge für rotes Kennzeichen
- Haftpflicht- und Inventarversicherung
- Steuerberater
- Werbungskosten (z.B. verkaufsfördernde Maßnahmen)
 

Die Gewerbeanmeldung

Die rechtlichen Voraussetzungen für die Tätigkeit als Autohändler oder Gebrauchtwagenhändler sind recht einfach zu erfüllen. Man muss ein Gewerbe beim Gewerbeamt der zuständigen Stadt anmelden, in dem man den Autohandel eröffnen möchte. Durch die Anmeldung wird ein ganzer Marathon weitere Behördengänge notwendig, denn auch das Finanzamt und die Industrie- und Handelskammer werden den Kontakt zum Gründer suchen. Die Mitgliedschaft in der IHK (Industrie- und Handelskammer) ist Pflicht. Das Finanzamt erwartet fortan eine ordentliche Steuererklärung.

Informationen rund um das Thema "Gewerbeanmeldung als Autohändler" finden Sie hier.
 

Steuerfragen 

Die Einkünfte / der Gewinn aus dem Auto- und Gebrauchtwagenhandel müssen natürlich versteuert werden. Es fallen in Wesentlichen Gewerbesteuer und Einkommenssteuer des Autohändlers an. Zudem sollte sich der zukünftige Autohändler sehr frühzeitig mit der Problematik der Umsatzsteuer befassen, die dem Verbraucher vor allem unter dem Namen Mehrwertsteuer bekannt ist. Unterschiedliche Steuerregelungen können besonders bei An- und Verkauf von Fahrzeugen greifen. Bei einem Regelsatz von 19 Prozent sollte man diese Frage ernst nehmen, um nicht viel Geld zu verschenken oder auf einmal hohen Steuerforderungen vom Finanzamt gegenüberzustehen.


Vor dem Steuerzahlen steht natürlich die große Frage, wie man möglichst in den ersten Jahren kostendeckende Einnahmen durch den Verkauf von Fahrzeugen erzielt. Denn nur wer Geld verdient, "darf" oder "muss" auch Steuern zahlen.


Der Standort ist das A und O

Der Autohändler und Gebrauchtwagenhändler kämpft heute auf zwei verschiedenen Vertriebswegen. Neben den traditionellen Autohandel mit festen Standort ist der Internethandel getreten. Immer mehr Autoverkäufe werden online eingefädelt und abgewickelt. Existenzgründer sollte sich von vornherein eine Strategie überlegen, wie sie den Handel in der digitalen Welt mit dem Handel in der

realen Welt verbinden können. Oftmals ist die Kombination aus beidem eine sinnvolle Geschäftsstrategie. In großen Internetportalen, wie z.B. autoscout24.de kann man Fahrzeuginserate aufgeben und hier eine deutschlandweite Zielgruppe ansprechen. 

Dennoch bleibt die Wahl des Standorts eine wichtige Frage. Denn wenn niemand zum Autohandel kommt, kann auch der beste Autohändler und der überzeugendste Gebrauchtwagenhändler keine Autos verkaufen. Auf den ersten Blick mag es sinnvoll erscheinen, den Autohandel dort zu eröffnen, wo es noch keine Autos gibt. Die Erfahrung zeigt aber, dass diese Annahme falsch ist. Am meisten werden Autos dort verkauft, wo auch andere Händler sind. Der einfache Grund: Hier sind nicht nur Händler, sondern auch die Kunden. Kundengewinnung Wenn der Kunde erst einmal da ist, gelingt es leicht, in durch ein gutes Auftreten der Verkäufer, eine überlegte Marketingstrategie und vor allem ein gutes Angebot zum Kaufen zu bringen.


Was passiert mit meiner Krankenversicherung?

Wenn Sie sich mit einem Autohandel selbstständig machen, sind Sie nicht mehr Kraft Gesetzes in Ihrer gesetzlichen Krankenkasse versichert. Sie müssen sich dort nun auf Antrag befreien lassen. Für viele Selbstständige ist die Private Krankenversicherung jedoch die günstigere Alternative, da die Beiträge nicht von Ihrem Einkommen abhängen. In der gesetzlichen Krankenversicherung hingegen wird Ihr Kassenbeitrag jährlich neu festgesetzt. Dies hat unter Umständen hohe Voraus- und Nachzahlungen am Ende eines Jahres zur Folge, was letztlich zu Lasten Ihrer Liquidität geht. 

Tipp: Nutzen Sie unseren kostenlosen PKV-Vergleich und erfahren Sie, welche Krankenversicherung für Sie am günstigsten ist. Lassen Sie sich auch ein Krankentagegeld mitberechnen, damit Ihr Einkommen im Krankheitsfall abgesichert ist.

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