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Selbstständig machen als Friseur

Es gibt viele Menschen mit Haaren, die eine neue Frisur benötigen, aber es gibt auch viele Friseurgeschäfte. Daher muss man sich, will man sich als Friseur selbständig machen und nicht mehr im Angestelltenverhältnis sein Geld verdienen, von der breiten Masse der vielen Friseurläden abheben und unterscheiden. Gut ist es dann, wenn man weitere, spezielle Fachkenntnisse besitzt, wie etwa in Wellness, Beauty und Kosmetik. Denn das reine Haareschneiden war gestern. Heute möchten viele Kunden mehr als das, wenn sie einen Friseurladen aufsuchen.
 

Benötigt man seinen Meister für einen eigenen Laden?

Man muss nicht Meister sein, um einen Laden zu eröffnen, auch als erfahrener Geselle kann man einen eigenen Laden haben, dann darf allerdings nicht ausgebildet werden. In diesem Fall benötigen Sie zudem eine sogenannte "Ausübungsberechtigung" nach §7 HwO oder eine "Ausnahmebewilligung" nach §8 HwO, beide über die Handwerkskammer unter bestimmten Voraussetzungen zu bekommen. Will man als selbständiger Geselle auch Auszubildenden eine Chance im eigenen Laden geben, den Beruf zu erlernen, muss zwingend ein Friseurmeister/in eingestellt werden. Aber natürlich kann man als berechtigter / bewilligter Friseur im eigenen Laden auch die Kunden ohne Auszubildende betreuen und somit auch das teure Gehalt für einen Meister/in zumindest am Anfang sparen.
 

Am Anfang auf Personal verzichten

Hat man seinen Laden gerade gegründet und die Selbstständigkeit gerade erst begonnen, sollte man auf weitere Mitarbeiter verzichten und versuchen, den Friseurladen alleine zu führen. Denn nur so kann man am Anfang, wenn noch nicht so viele Kunden den Weg in das neue Geschäft gefunden haben, die Mitarbeiterkosten so gering wie möglich halten. Bereits vor der Eröffnung muss kalkuliert werden, wie hoch die Kosten für Ladenlokal und Betriebskosten ausfallen. Geht man von einem mittleren Jahresumsatz eines Friseurgeschäftes von circa 77.000,00 Euro aus, kann man sich nicht viele Mitarbeiter leisten, auch wenn das Gehalt für Friseure nicht sehr hoch ist. Es bietet sich allerdings an, für Stoßzeiten, in denen mehr Kunden kommen, geringfügig Beschäftigte einzustellen, die zur Hand gehen können. Am besten ist es, wenn man alleine arbeitet, immer Termine zu machen.
 

Die Kundengewinnung und die Kundenbindung

Wie kann man Kunden gewinnen, wenn man einen neuen Laden aufgemacht hat. Hier ist es gut, wenn bereits vorher ein großer Bekanntenkreis bestanden hat, denn viele Bekannte können auch weiterempfehlen. Mit einem guten Standort, zum Beispiel in der Fußgängerzone, erreicht man viel Laufkundschaft. Macht man sein Geschäft in einer Wohngegend auf, dann kann man die umliegenden Nachbarn als dauerhafte Kunden gewinnen. Bietet man dann noch verschiedene Bereiche aus dem Bereich Wellness, wie eine Kopfmassage, Beauty und Kosmetik an, werden noch mehr Kunden den Weg in das Geschäft finden. Auch Diplome von Fortbildungen oder Wettkämpfen, die man selbst mitgemacht und vielleicht sogar auch gewonnen hat oder Fotos der neuesten Trends in Sachen Haarmode an den Wänden im Eingangsbereich des Ladens werden die Kunden interessiert aufnehmen.
 

Was ist bei der Gewerbeanmeldung zu beachten

Jeder, der sich selbständig machen will und hierfür auch einen Laden eröffnet, muss zwingend einen Gewerbeschein beantragen. Dieser ist die Grundvoraussetzung, dafür, dass das Gewerbe überhaupt ausgeübt werden darf. Der Schein wird bei der für den Sitz des Geschäftes zuständigen Stadt beantragt. Hierzu werden folgende Tipps gegeben: Viele Gemeinden und Städte bieten bereits die Möglichkeit an, den Gewerbeschein über das Internet zum Ausfüllen downzuloaden oder aber das Gewerbe direkt online anzumelden. Hierzu sollte man auf die Internetseite der zuständigen Gemeinde schauen und kann sich somit lästige Wege ersparen. Die Anmeldekosten für ein Gewerbe sind ebenfalls von Stadt zu Stadt unterschiedlich und bewegen sich in einem Rahmen zwischen 15,00 und 60,00 Euro, hinzu können weitere Zusatzkosten kommen.
 

Bei der Kostenberechnung Hilfe einholen

Bevor man das Gewerbe anmeldet und ein passendes Ladenlokal gefunden hat, muss man sich Gedanken über die anfallenden Kosten machen. Wie viel Erspartes steht zur Verfügung, wie viel Kredit muss man aufnehmen und ist es dann auch gewährleistet, dass die monatlichen Raten pünktlich zurückgezahlt werden können? Eine Existenzgründung ist nicht einfach, für die genaue Planung was alles benötigt wird und wie hoch die Kosten hierfür wahrscheinlich werden, sollte man sich auf jeden Fall professionelle Hilfe einholen.


Rechtzeitig auch um die Krankenversicherung kümmern

Wenn Sie sich mit einem Friseurbetrieb selbstständig machen, entfällt Ihre Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse. Sie müssen hier nun einen Antrag auf "freiwillige Versicherung" stellen und Ihr Einkommen zur Beitragsberechnung schätzen. Dies führt jedoch nicht selten zu hohen Nachforderungen am Ende eines Geschäftsjahres. Alternativ haben Sie nun auch die Möglichkeit, in die Private Krankenversicherung zu wechseln. Der Versicherungsschutz als "Privatpatient" ist bekanntlich weitaus umfangreicher und in vielen Fällen für Selbstständige kostengünstiger. Die Beiträge richten sich hier nicht nach Ihrem Einkommen. Tipp: Kostenlosen PKV-Vergleich anfordern >>>

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