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Selbstständig machen als Immobilienmakler

Wer sich in Deutschland als Immobilienmakler selbstständig machen möchte, muss keine großen Qualifikationen vorweisen. Am Anfang reicht es aus, einen Gewerbeschein und eine Gewerbeerlaubnis zu beantragen, und sich bei der IHK anzumelden. Den Gewerbeschein kann man bei der örtlichen Gemeinde bekommen und für die Gewerbeerlaubnis wird ein polizeiliches Führungszeugnis benötigt. Damit sind die gesetzlichen Vorgaben für den Start als Immobilienvermittler erfüllt, der Weg zum Erfolg aber noch nicht geebnet.


Voraussetzungen für eine Selbstständigkeit als Immobilienmakler

Um als Immobilienvermittler erfolgreich tätig sein zu können, sollte man nicht nur eine gute Menschenkenntnis und ein sympathisches Äußeres besitzen, sondern auch vom Bauwesen etwas verstehen. Interessenten für Immobilien fühlen sich bei einem Immobilienmakler gut aufgehoben, der gut "beraten" kann. Dies ist nur möglich, wenn der Immobilienvermittler detailliert die Vor- und Nachteile einer Immobilie herausstreichen kann. Zudem sollte sich ein Immobilienmakler mit den gängigen Umbaumöglichkeiten auskennen. Nicht jede Immobilie gefällt potenziellen Käufern auf den ersten Blick. Ist ein Immobilienvermittler dann aber in der Lage den interessierten Käufern die möglichen Umbaumöglichkeiten, die zusätzlichen Kosten und Abschreibemöglichkeiten aufzuzeigen, kann das anfängliche Interesse an der Immobilie intensiviert werden.


Die Verdienstmöglichkeiten

Ein Immobilienmakler verdient nur dann eine Vermittlungsprovision, wenn es wirklich zum Verkauf einer Immobilie kommt. Alle anderen, erfolglosen Bemühungen, werden in keiner Weise honoriert. Der Immobilienvermittler schließt zumeist mit dem Verkäufer und dem Käufer einen Vermittlungsvertrag. Die Höhe der Vermittlungsprovision liegt in der Regel zwischen 3 und 5 Prozent der Kaufsumme (zahlbar vom Verkäufer und Käufer zu beiden Teilen). Auf die Verkäuferprovision wird die anfallende Mehrwertsteuer noch hinzugerechnet, die nach Zahlung vom Immobilienmakler an das zuständige Finanzamt abgeführt wird. Die Höhe der Vermittlungsprovision, die ein Immobilienvermittler berechnen kann, ist nicht immer gleich hoch. Sie wird bei jedem Vermittlungsauftrag neu vereinbart und danach, entsprechend der Vereinbarung, im Kaufvertrag notariell fixiert.


Ein Steuerberater ist empfehlenswert

Ein Immobilienmakler ist verpflichtet, seine Einnahmen selber zu versteuern, und seine Sozialabgaben zu zahlen. Damit ein Immobilienvermittler steuerlich gut beraten ist und keine Fehler in seiner Buchführung macht, ist die Einschaltung eines fachkundigen Steuerberaters empfehlenswert. Dadurch, dass ein Immobilienmakler nicht nur seine Einnahmen versteuern muss, sondern ach die anfallenden Mehrwertsteuern abzuführen hat, kann die Beratung durch einen Steuerberater viel Zeit und Ärger sparen.


Ein Immobilienvermittler sollte gut vernetzt sein

Jeder, der sich für den Maklerberuf interessiert, kann sich als Immobilienmakler selbstständig machen. Damit aber nicht nur Kosten produziert werden, sondern auch Einnahmen zu verzeichnen sind, sollte ein Immobilienvermittler gut vernetzt sein. Ein hoher Bekanntheitsgrad vereinfacht es, von Immobilienbesitzern, die eine Immobilie veräußern wollen, kontaktiert zu werden. Der Kontakt zu den potenziellen Kunden wird dann meist über Anzeigen in Tageszeitungen und über das Internet geschaffen.

Wer als Neueinsteiger als Immobilienmakler tätig sein möchte, muss diese Hürde nehmen. Um den Einstieg in den Beruf zu erleichtern, kann man sich auch großen Maklerbüros anschließen und für diese freiberuflich tätig sein. Dies hat am Anfang den Vorteil, dass auf ein "vorhandenes" Netzwerk zurückgegriffen werden kann, die Verdienstmöglichkeiten sind allerdings geringer, da auch das Hauptmaklerbüro von einer erfolgreichen Vermittlung finanziell profitiert und die Provision aufgeteilt wird.


Von wo aus sollte ein Immobilienmakler tätig sein?

Grundsätzlich kann ein Immobilienmakler von jedem Standort tätig sein. Das Internet macht es möglich, auch für Vermittlungen in Ballungsgebieten beauftragt zu werden, wenn man auf dem Land wohnt. Um in diese Position zu kommen, muss man sich allerdings schon einen Namen bei Bauträgern und Immobilienbesitzern gemacht habe. Statistisch gesehen werden in Großstädten und Ballungsgebieten mehr Immobilien verkauft und vermietet, als auf dem Land. Wer als Immobilienvermittler neu startet, sollte daher eher in Gebieten mit großem Vermittlungsbedarf starten.


Kundenkontakte erfolgreich ausbauen

Damit ein Immobilienmakler seine Kundenkontakte erfolgreich nutzen kann, sollte er mehrere Fähigkeiten besitzen. Nicht jeder Immobilienbesitzer stellt dem ausgewählten Immobilienvermittler ein perfektes Exposé der Immobilie zur Verfügung. Der Immobilienmakler sollte dies dann bei Bedarf überarbeiten können. Das bedeutet, dass die Fotografien der Immobilie ansprechend und detailliert sein müssen, die Beschreibung der Immobilie aufschlussreich und leicht verständlich. Um dies gewährleisten zu können, sollte ein Immobilienvermittler gut formulieren und fotografieren können. Erst wenn diese Grundvoraussetzungen erfüllt sind, lohnt es sich, eine Anzeige zu schalten oder ins Internet zu setzen. Je ansprechender eine Immobilienofferte von einem Immobilienmakler gestaltet wird, desto eher melden sich Interessenten.

Ein guter Immobilienvermittler führt eine ausführliche Kundenkartei. Er sollte nicht nur Immobilienbesitzer und Bauträger listen, sondern auch Interessenten, denen er bisher nicht weiterhelfen konnte, weil die passende Immobilie nicht im Portfolio war. Diese können dann aber direkt kontaktiert werden, wenn dem Immobilienmakler eine Immobilie zum Verkauf angeboten wird, die vorhandenen Kundenwünschen nahe kommt. Ein Immobilienvermittler muss aufmerksam sein, und gut zuhören können, wenn er auf Dauer seine Kunden zufriedenstellen will.


Immobilien erfolgreich vermitteln

Die Hauptaufgabe des Immobilienmaklers besteht darin, ansprechende Präsentationen für die zu verkaufende Immobilie zu erstellen (Exposé). War bis vor einiger Zeit das Hauptaugenmerk auf die Schaltung von Zeitungsanzeigen gelegt, so liegt dieses heute fast ausschließlich in der Online-Vermarktung. Hier bieten spezielle Immobilienportale dem Makler die Möglichkeit, eine deutschlandweite Reichweite zur Vermarktung zu erzielen. Denn fast jeder verwendet für die Suche nach Immobilien mittlerweile das Internet.


"Der richtige Schlüssel", das gilt auch für Ihre persönliche Absicherung!

Als selbstständiger Immobilienmakler besteht für Sie im Krankheitsfall keine Absicherung mehr über die "Lohnfortzahlung" und das "gesetzliche Krankengeld". Bei weiterlaufenden Kosten kann so auch schon eine leichte Erkrankung zu einem schweren finanziellen Problem führen. Abhilfe schafft hier ein "Krankentagegeld", welches im Rahmen Ihrer Krankenversicherung abgesichert werden sollte. Viele Selbstständige haben dies in der privaten Krankenversicherung optimal und kostengünstig bereits getan. 
Was kostet die private Krankenversicherung mit Tagegeld?

Abb. 2 © Stocksnapper - fotolia.com

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