Selbstständig machen als Elektriker

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    Wer sich als Elektriker selbständig machen möchte, möchte für seine künftigen Kunden meistens die Hausinstallation der elektrischen Anlagen übernehmen. Dafür braucht man grundlegende Kenntnisse über Elektrostatik und Elektrodynamik. Für einen Elektriker ist die Meisterprüfung der erste Schritt, der in Richtung Selbstständigkeit geht. Erst danach kann es um die Gründung des eigenen Unternehmens gehen. Die zuständige Handwerkskammer informiert gerne, was vor der Gründung alles zu beachten ist und gibt viele nützliche Tipps, wie Förderprogramme, die man zur Unterstützung in Anspruch nehmen kann.
     

    Das Geschäft solide aufbauen

     Wer sein Geschäft auf eine solide Basis stellen möchte, muss bereits in der Planungsphase sorgfältig arbeiten. Dabei hat es ein Elektriker, der sich selbständig machen möchte, nicht einfach: Die Konkurrenz ist groß und so ist der Aufbau des eigenen Unternehmens nicht überall einfach. Auch die Familie stellt oft weitere Ansprüche. Bleiben diese zu lange unerfüllt, läuft der Existenzgründer Gefahr, dass er irgendwann alleine steht. Wer es schafft, die Anforderungen für die Existenzgründung mit den Forderungen der Familie zu vereinen, kann sich besser behaupten und schafft für seine Existenz eine Sicherheit.
     

    Neue Kunden gewinnen - langfristig

    Handwerker werden in Deutschland vor allen Dingen nach den Empfehlungen von Bekannten oder nach guten Bewertungen im Internet ausgewählt, sagt eine Studie. Werbung, die in Zeitungen oder auf Webseiten veröffentlicht wird, bringt dagegen recht wenige Kunden. Grundsätzlich gilt: Ein Kunde, der von sich aus und aus eigener Überzeugung kommt, ist der Beste. Dazu kommt: Wer von anderen Menschen empfohlen wird, hat dafür keine eigenen Kosten.
    Besonders zu Beginn der Selbstständigkeit erweist es sich als gute Möglichkeit, Aufträge über das Internet einzusehen und anzunehmen. Eine seriöse Plattform hierfür ist das Portal myhammer.de. Hier können Sie Ihr Unternehmen mit einer elektronischen Visitenkarte präsentieren und an potentielle Auftraggeber (Neukunden) gelangen.


     

    Formalitäten bei der Gewerbeanmeldung

    Weil die Hürden manchmal nicht leicht und zudem unbekannt sind, gibt es in jedem Bundesland ein Portal, auf dem alle Informationen über die Anforderungen und notwendigen Genehmigungen zu finden sind. Ein einheitlicher Ansprechpartner informiert, in welcher Behörde welche Genehmigung erteilt werden. Wer sein Unternehmen von seinem eigenen Wohnhaus aus betreiben möchte, sollte sich erkundigen, ob das nach dem Flächennutzungsplan der Gemeinde überhaupt möglich ist.
     

    Fachkenntnisse, Ausbildung, Mitarbeiter

    Der Meistertitel im Elektrohandwerk setzt eine bestandene Gesellenprüfung voraus. Somit hat der künftige selbständige Elektrounternehmer umfangreiche Kenntnisse, sowohl über die Elektrostatik, als auch über die Elektrodynamik. Die örtliche Handwerkskammer informiert gerne über die Voraussetzungen zur Meisterprüfung. Die Eignung als Ausbilder ist dabei eingeschlossen: Der Meister darf Auszubildende ausbilden.
     

    Kostenplanung - was wird benötigt

    Zwar braucht ein selbständiger Elektromeister neben seinem Werkzeug, seiner Arbeitskleidung und einem Firmenwagen zunächst nicht viel, doch bereits der Meistertitel ist eine hohe Investition in die eigene Selbstständigkeit, die bereits bis zu 15.000 Euro kosten kann. Mit dem Meisterbrief verbinden vor allen Dingen die Kunden in Deutschland hohe Erwartungen an die Qualität der handwerklichen Leistungen. Da lohnt sich die Investition in die eigene Ausbildung wirklich, bevor es ans Geld verdienen geht. Viel Unterstützung kann die örtliche Handwerkskammer bieten: Diese Hilfe sollte sich kein junger Unternehmer entgehen lassen. Wer zunächst alleine seine Aufträge erledigt, hat weniger Kosten, kann relativ günstig arbeiten und den Kunden niedrigere Preise bieten. Werden die Aufträge mehr und können nicht mehr alleine bewältigt werden, wird es oft komplizierter: Wer Mitarbeiter beschäftigt, arbeitet selten vor Ort mit, sondern kümmert sich im Büro um die Organisation und Akquise.
     

    Was es sonst noch zu beachten gilt

    Oft reißt die Arbeit gerade in der Phase der Existenzgründung nicht ab. Da wird auch einmal durchgearbeitet, und die Nacht zum Tag gemacht. Trotzdem sollte jeder daran denken, dass er auch Pausen und Erholung braucht. Auch sollte noch ein wenig Zeit für die Familie bleiben. Ein professionelles Coaching, das von der Handwerkskammer gesponsert wird, hilft immens dabei, die Herausforderungen der Gründungszeit gut zu meistern.

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