Selbstständig machen mit Hausmeisterservice

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    Wer sich mit einem Hausmeisterservice selbstständig machen möchte, sollte wissen worauf er achten muss, damit dieses Vorhaben von Erfolg gekrönt wird. Die folgenden Tipps dienen zur Orientierung und können dabei helfen effektiv vorzugehen.
     

    Mögliche, sinnvolle Tätigkeiten des Hausmeisterservices

    Als Hausmeister kann man für Wohnungs- und Hauseigentümer oder auch Hausverwaltungen tätig werden. Der Aufgabenbereich ist breit gefächert und erstreckt sich von allgemeinen Aufgaben, wie ganzheitliche Objektbetreuungen, Winterdiensten, Grünanlagenbetreuung, Entrümpelungen über das Kontrollieren eines Mieterwechsels, Übergabeprotokolle, Zählerstandsüberwachungen- und ablesungen, Beauftragung und Kontrolle von Handwerkern, Überprüfung von Aufmaßen und mehr.


    Die Voraussetzungen und Qualifikation für Hausdienstleistungen

    Da die Tätigkeit des Hausmeisterservices in Deutschland kein Ausbildungsberuf ist, kann prinzipiell jeder Mensch Hausdienstleistungen erbringen. Die Bezeichnung Hausmeister ist rechtlich nicht geschützt. Jedoch gibt es im Bereich des Hausmeisterservice mittlerweile einige Seminare, Lehrgänge und weitere Informationsbesprechungen. Diese sollen zur Unterstützung beziehungsweise zur Weiterbildung im Bereich der Hausdienstleistungen dienen. Wer einen Lehrgang oder ein Seminar erfolgreich abschließt, erhält teilweise sogar einen staatlich anerkannten Abschluss als Hausmeister. Von Vorteil ist es mindestens einen, besser mehrere handwerkliche Berufe ausüben zu können, wenn im Hausmeisterservice gearbeitet werden soll. Hausdienstleistungen setzen handwerkliches Geschick voraus, da auch Reparaturen zum Aufgabenbereich gehören.
     

    Rechnungsstellung - was muss man beachten?

    Zu einer selbstständigen Tätigkeit gehört auch die Rechnungsstellung an den Auftraggeber. Hier ist das Handels- und Steuergesetz maßgeblich. Die Rechnung sollte unbedingt folgende Angaben und Voraussetzungen beinhalten:

    • Name und Anschrift des Rechnungsstellers- und empfängers
    • erbrachte Leistungen, gelieferte Waren mit Nettobetrag
    • Liefer- Rechnung- und Leistungsdatum
    • Umsatzsteuerbetrag
    • Bruttobetrag
    • Steuersatz
    • Zahlungskonditionen
    • fortlaufende Rechnungsnummer
    • die betriebliche Steuernummer
       

    Anmeldemodalitäten für das benötigte Gewerbe

    Zwar herrscht in Deutschland Gewerbefreiheit, allerdings ist jede Durchführung einer selbständigen Tätigkeit meldepflichtig, auch die der Hausdienstleistungen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Tätigkeit haupt- oder nebenberuflich erledigt wird. Selbst wenn ein bestehender Betrieb übernommen wird oder weitere Filialen eröffnet werden, muss dies gemeldet werden. Steuerlich nicht anzeigepflichtig sind unter anderem die Arbeiten als Freiberufler, der Land- und Forstwirtschaft oder die Verwaltung des eigenen Vermögens. Da das geltende Recht der Bundesländer unterschiedlich ist, sind auch die Gewerbeordnungen in ihren Einzelheiten teilweise verschieden. Dem jeweiligen Gewerbeamt muss die Absicht mitgeteilt werden ein Gewerbe anzumelden. Dies kann durch das Internet oder durch einen persönlichen Besuch des Amtes ausgeführt werden. So bald die Anmeldung bestätigt ist, wird ein Gewerbeschein ausgestellt. Die Gewerbeanmeldung wird auch weiteren Ämtern, wie dem Finanzamt, der Krankenkasse oder der Arbeitsagentur mitgeteilt. Je nach betrieblichem Schwerpunkt bekommt auch die Industrie- und Handelskammer eine Meldung des neu eingetragenen Gewerbes.


    Der Standort der Tätigkeit des Hausmeisterservice

    Wer Hausdienstleistungen selbständig erbringen möchte, sollte auf einen strategisch günstigen Standort achten. In Großstädten gibt es selbstredend größere Tätigkeitsalternativen, als es in kleineren Städten der Fall ist. Große, aber auch mittelständische und kleine Unternehmen bieten zahlreich Positionen für Hausmeisterservice und Hausdienstleistungen an. Auch Wohnungsverwaltungsgesellschaften lassen Hausdienstleistungen gerne von einem Service übernehmen.


    Die Kundengewinnung

    Um Kunden für das eigene Unternehmen zu gewinnen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Man kann Werbung in schriftlicher Form per E-Mail oder Briefpost versenden. Auch das Verteilen von Flyern auf der Straße hat sich vielfach bewährt. Oder aber man nutzt das Internet und Plattformen wie www.MyHammer.de

    Besucher von Fachmessen können direkt über das Tätigkeitsfeld und den Hausmeisterservice informiert werden. Ebenso sind Vertreterbesuche oder telefonische Akquise eine lohnenswerte Methode für den Hausmeisterservice zu werben. Weitere Maßnahmen zur Kundengewinnung sind Werbebanner im Internet, Einträge in relevanten Suchmaschinen, Verlinkungen auf den Homepages von Herstellern oder bereits gewonnenen Kunden. Im Internet können auch soziale Netzwerke, wie Xing, Linkedin oder Twitter genutzt werden. Als ebenso hilfreich, wie effektiv haben sich die Werbung in regionalen oder überregionalen Zeitungen bewiesen. Eine kostenstarke, allerdings auch lohnenswerte Werbung, ist die Möglichkeit den Hausmeisterservice in Rundfunk und Fernsehen bewerben zu lassen. Ebenso kann Plakatwerbung die erwünschte Auswirkung für die Hausdienstleistungen erbringen.

     

    Ohne Ihre Arbeitskraft geht nichts.
    Was, wenn Sie einmal krank werden?

    Mit Ihrem eigenen Hausmeisterservice sind Sie zu 100% auf Ihre körperliche Gesundheit angewiesen. Wenn Sie einmal durch einen Unfall oder eine Erkrankung zeitweise ausfallen, sollten Sie deshalb auch Ihre Arbeitskraft finanziell abgesichert haben. Denn bei wegfallenden Einnahmen laufen die Unkosten ungehindert weiter. Mitarbeiter und Angestellte kommen in den Genuss einer gesetzlich geregelten Lohnfortzahlung mit anschließendem Krankengeld. Für Sie als Selbstständiger gibt es diese wichtige Versorungsform nicht! Abhilfe schafft hier eine "Krankentagegeldversicherung", die viele Selbstständige über eine Private Krankenversicherung abgesichert haben. Zwar gibt es auch die Möglichkeit, ein Krankentagegeld gesondert zu versichern, für viele Selbstständige ist die Kombination mit einer PKV jedoch die günstigere Alternative zur gesetzlichen Krankenversicherung.

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