Keine Ahnung von der Zeugnissprache? Vorlagen für ein Arbeitszeugnis nutzen

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    Haben Selbstständige irgendwann Mitarbeiter eingestellt und über einen längeren Zeitraum beschäftigt, so kommt im Falle einer Kündigung oder des Auslaufens des Vertrages eine neue formale Pflicht als Arbeitgeber auf sie zu: die zeitnahe Ausstellung eines Arbeitszeugnisses! Dazu ist der Arbeitgeber verpflichtet, wenn der Arbeitnehmer dies verlangt. Doch die Zeugnissprache ist wirklich sehr komplex und setzt im Grunde genommen ein fundiertes Fachwissen voraus. Das, was sich auf den ersten Blick wie ein Kompliment liest, kann in Wirklichkeit als Kritik verstanden werden. Insofern sollten Selbstständige professionelle Vorlagen nutzen, um wirklich eine entsprechende Bewertung der Arbeitsleistung auf Papier zu bringen. Denn wer den formalen Grundlagen und Inhalten eines qualifizierten Arbeitszeugnisses nicht entspricht, macht sich als Arbeitgeber angreifbar. Kosten- und zeitintensive Rechtsstreitigkeiten sollten in jedem Falle vermieden werden, zumal auch das so wichtige Image als guter Arbeitgeber in Gefahr ist. Arbeitnehmer können immer Rechtsmittel ergreifen, wenn sie mit der Bewertung ihrer Arbeitsleistung nicht zufrieden sind. Gerichte entscheiden sehr mit Blick auf den Einzelfall.
     

    Die Sprache in Arbeitszeugnissen kennt ihre eigenen Gesetze

    Wer ohne Fachwissen ein Arbeitszeugnis liest, wird kaum Nuancen geschweige denn Kritik ausfindig machen können. Wer ohne fundiertes Wissen ein Arbeitszeugnis schreibt, wird kaum die gewünschte Note durch passende Formulierungen ausdrücken können. Grundsätzlich muss ein Arbeitszeugnis immer wohlwollend verfasst sein. Trotzdem lassen sich Abstufungen vornehmen, wenn eine Arbeitsleistung als sehr gut, gut oder eben nur befriedigend oder ausreichend bewertet werden soll. Um dies zu tun, müssen bestimmte Formulierungen verwendet werden, die erfahrene Personaler entschlüsseln können. Der Unterschied zwischen einer sehr guten und einer befriedigenden Arbeitsbewertung kann sich in kleinen sprachlichen Nuancen ausdrücken, die Arbeitgeber kennen sollten. Tun sie dies nicht, gibt es keine Alternative zu professionellen Vorlagen für ein Arbeitszeugnis. Auch wenn das Zeugnis klar und deutlich bzw. ohne geheime Formeln formuliert sein muss, so sind gewisse Wendungen längst mehr oder weniger standardisiert.
     

    Wer Vorlagen für ein Arbeitszeugnis nutzt, spart Zeit und genießt mehr Rechtssicherheit

    Welcher Selbstständige findet schon im hektischen Geschäftsbetrieb die Zeit und Lust, sich stundenlang in die Materie einzuarbeiten, um dann letztlich doch ein unvollkommenes Schriftstück zu produzieren, das angreifbar macht? Mit einer Vorlage können Selbstständige schnell ein professionelles Arbeitszeugnis verfassen, das Hand und Fuß hat bzw. die gängigen Standards sowie inhaltlichen Vorgaben berücksichtigt. Durch die Wahl einer Vorlage für eine bestimmte Note können Arbeitgeber sicherstellen, die Arbeitsleistung mit den angemessenen Worten zu beschreiben. Durch die Nutzung von höchst kosteneffizienten Vorlagen für ein Arbeitszeugnis muss nicht lange recherchiert und verfasst werden: wenige Angaben reichen zur Individualisierung aus. Mit einer Vorlage können auch unerfahrene Selbstständige ihren formalen Pflichten als Arbeitgeber professionell und zeitsparend nachkommen. Jede Vorlage enthält Textstücke zu den vorgesehenen Bewertungsbereichen Arbeitsleistung, Motivation, Engagement sowie Sozialkompetenz (hierbei spricht man auch von einem qualifizierten Arbeitszeugnis). Die Formulierungen in professionellen Mustern für Arbeitszeugnisse sind dabei so gewählt, dass sie für unterschiedliche Branchen/Tätigkeiten passend sind.
     

    Selbstständig den Arbeitgeberpflichten nachkommen: Vorteile von Vorlagen für ein Arbeitszeugnis

    • Auch unerfahrene Arbeitgeber können zeitsparend ihrer Pflicht nachkommen, ein wohlwollendes Arbeitszeugnis zeitnah auszustellen
    • Die Sprache in Arbeitszeugnissen erfordert ein fundiertes Fachwissen, da selbst kleine Nuancen einen großen Unterschied ausmachen können
    • Obwohl ein Arbeitszeugnis per se wohlwollend sein muss, können Arbeitgeber mit Blick auf die Arbeitsleistung Abstufungen vornehmen => hierbei helfen die vorgegebenen Formulierungen in Vorlagen
    • Durch die Nutzung schnell individualisierbarer Vorlagen genießen Selbstständige in ihrer Rolle als Arbeitgeber mehr Rechtssicherheit, da sie sich weniger angreifbar machen (viele Arbeitnehmer gehen gegen vermeintlich schlechte Arbeitszeugnisse vor)
    • Sehr gut, gut, befriedigend oder nur ausreichend? Durch Vorlagen für unterschiedliche Noten im Arbeitszeugnis können Selbstständige eine bestimmte Bewertung konsequent mit zielführenden Worten darlegen

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