"Schluss mit langen Wartezeiten": 7 Tipps, wie Selbstständige mit der PKV viel Geld sparen

Familie im Wartezimmer beim Arzt

Anders als Angestellte sind Selbstständige kraft Gesetzes von der Versicherungspflicht befreit, und können in die private Krankenversicherung wechseln. Wir zeigen Ihnen 7 Tipps auf, die Sie vor einem Wechsel in die PKV beachten sollten, und mit denen Sie sogar noch viel Geld einsparen.

Viele Selbstständige haben sich bereits für die private Krankenversicherung entschieden. Und das aus gutem Grund. Anders als im gesetzlichen Krankenkassensystem kommen Sie mit der PKV in den Genuss der hierzulande besten medizinischen Versorgung. Und weil die Beiträge in der PKV nicht jedes Jahr wie in der gesetzlichen KV anhand Ihres Einkommens neu ermittelt werden, sparen viele Selbstständige als Privatpatienten oftmals ohnehin sehr viel Geld. (Zum Vergleich: Selbstständige zahlen in der gesetzlichen Krankenversicherung "einkommensabhängige" Beiträge zwischen etwa 165 und über 800 € monatlich - Stand 2019 - Mindest- und Höchstbeitrag) Dennoch sind die Beitragsunterschiede bei identischen Leistungen von Anbieter zu Anbieter teils enorm. Gleich, ob Sie in die private Krankenversicherung wechseln möchten, oder einen Wechsel zu einem anderen Anbieter in Erwägung ziehen - mit unseren 7 Tipps sparen Sie garantiert viel Geld:
 

1. Erkundigen Sie sich nach der Beitragsstabilität

Versicherer, denen es wirtschaftlich gut geht und die über konstante oder sogar wachsende Marktanteile verfügen, haben es tendenziell leichter, stabile Beiträge im Zeitablauf zu gewährleisten, angemessene Leistungen zu bieten und Belastungen aufzufangen. Erfragen Sie daher, wie sich die Beiträge des Anbieters in den letzten Jahren entwickelt haben, um Rückschlüsse auf die Zukunft zu ziehen.
 

2. Vorsicht bei günstigen Einstiegstarifen

Mancher Anbieter wirbt interessante Neukunden mit sehr günstigen Einstiegstarifen. Diese „Lockangebote“ sollten Sie besonders kritisch prüfen. Oft müssen dafür erhebliche Leistungseinschränkungen in Kauf genommen werden. Beim späteren Wechsel in den Haupttarif wird der Versicherungsschutz dann unter Umständen deutlich teurer. Einige Anbieter verzichten inzwischen ganz auf Einstiegstarife, weil diese in die Kritik geraten sind. Auf jeden Fall empfiehlt sich hier immer ein Blick ins „Kleingedruckte“ und auf die späteren Kosten des Haupttarifs.
 

3. So vermeiden Sie Risiken bei der Gesundheitsprüfung

Als Neukunde kommen Sie bei der privaten Krankenversicherung nicht um eine Gesundheitsprüfung herum. Damit schätzt der Versicherer sein Risiko ein, wenn er Sie versichert. Bei „riskanten“ Vorerkrankungen werden entweder Risikozuschläge verlangt oder der Versicherungsschutz wird sogar ganz abgelehnt. Oft wird das auch an ein zentrales Register weitergemeldet, so dass Sie dann auch bei anderen Anbietern „schlechte Karten“ haben. Das können Sie vermeiden, wenn Sie über einen Versicherungsmakler eine Risikovoranfrage stellen lassen. Der Makler nutzt Ihre Daten anonymisiert für unverbindliche Abfragen bei unterschiedlichen Anbietern.
 

4. Selbstbehalte reduzieren Beiträge

Die meisten Versicherer ermöglichen bei ihren Tarifen die Vereinbarung von Selbstbehalten. Dafür gibt es unterschiedliche Modelle: oft ist eine prozentuale Selbstbeteiligung (zum Beispiel 10 Prozent) vorgesehen oder es werden Absolutbeträge (bis 100 Euro oder 500 Euro) vereinbart. Tarife mit Selbstbehalt sind generell günstiger als solche ohne. Dennoch sollten Sie darauf achten, dass eine absolute Höchstgrenze vereinbart ist (z.B. bis 2.000 Euro Behandlungskosten)
 

5. Tarife mit Beitragsrückerstattung bieten Vorteile

Viele private Krankenversicherungen zahlen ihren Versicherten Beitragsrückerstattungen, wenn sie Leistungen über längere Zeiträume (in der Regel mindestens ein Jahr) nicht in Anspruch nehmen. Die Rückerstattung macht bis zu drei Monatsbeiträge - also ein Viertel des Jahresbeitrags - aus. Es kann sich daher lohnen, die Abrechnung mit der Versicherung erst einmal zurückzustellen. Fragen Sie, ob der Anbieter eine Beitragsrückerstattung gewährt, und wie hoch diese in den letzten Jahren ausgefallen ist.
 

6. Sinnvolle und weniger wichtige Zusatztarife in der PKV

In der privaten Krankenversicherung gibt es eine Vielzahl an wichtigen und weniger wichtigen Zusatztarifen. Für Selbstständige stellt die Krankentagegeldversicherung ein absolutes Muss dar. Hiermit schützt man die existenziellen Risiken im Falle einer längeren Krankheit. Üblich und kostensparend ist es, hier eine Karenzzeit von 20-43 Tagen zu vereinbaren. Zu weiteren, eher wichtigen Zusatztarifen zählen z.B. Zahnzusatzversicherungen oder (ergänzende) Kostenübernahmen für Heilpraktiker und Psychotherapeuten. Andere sind mehr eine Frage des gewünschten Komforts, Behandlungsniveaus und -spektrums, zum Beispiel die Einbett- oder Mehrbettzimmerwahl im Krankenhaus. Verzichtbar ist dagegen eine Krankenhaustagegeldversicherung. Bei Zusatzversicherungen sollten Sie sich beraten lassen, da es auch bei den einzelnen Versicherungsprodukten erhebliche Unterschiede bei Preisen und Leistungen gibt.
 

7. Durch einen Vergleich viel Geld sparen

Ein reiner Beitragsvergleich wie z.B. in der KFZ-Versicherung ist in der privaten Krankenversicherung nicht möglich. Denn die Annahme und die Beitragshöhe richtet sich in der PKV nach Ihrem Gesundheitszustand, dem Alter und Ihrer persönlichen Situation. Und weil es als Laie eher schwierig ist, sich mit den Tarifen, Fristen und Voraussetzungen der jeweiligen Anbieter auseinander zu setzen, sollten Sie immer auf einen unabhängigen Versicherungsmakler zurückgreifen. Dieser spricht zuvor telefonisch oder persönlich Ihren Bedarf durch, und kann eine Vorab-Einschätzung vornehmen, bei welchem Anbieter sie das beste Preis- / Leistungsverhältnis finden.
 

Tipp: Nutzen Sie für diesen Zweck unser Anfrageformular für einen kostenlosen und unverbindlichen PKV-Vergleich

 

 

 

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