Die Ausstattung für das eigene Startup: Woran zu denken ist

Kartons im leeren Büro

Gründer, die gerade begonnen haben, ein Startup aufzubauen und zu etablieren, konzentrieren sich anfangs oft vor allem darauf, einen passenden Standort zu finden und die richtigen Mitarbeiter auszuwählen. Nicht zu vergessen ist allerdings, dass auch die Ausstattung des Startups so bald wie möglich anzugehen ist. Denn ohne sie kann schließlich kaum gearbeitet werden. Bei der Ausstattung kommt meist doch einiges zusammen und junge Gründer verlieren oft schnell den Überblick. Die richtige Organisation und einige Überlegungen sind vorab entscheidend, um nicht in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten. Der Beitrag fasst zusammen, an was die meisten Startups zu denken haben und gibt Tipps zur passenden Ausstattung, deren Beschaffung und vieles mehr.
 

Die Geschäftsausstattung für neue Unternehmen

Ohne die Geschäftsausstattung geht in einem neuen Unternehmen im Grunde gar nichts. Weder können Aufträge ordentlich akquiriert werden, noch lassen sich Kunden bedienen. Neben etwa Maschinen oder Anlagen und anderen Dingen, die unmittelbar in der Produktion oder im Verkauf eingesetzt werden, gehören somit natürlich auch noch andere Dinge zur Geschäftsausstattung. Einer oder mehrere Firmenwagen etwa oder die Hard- und Software, die zur Arbeit oder etwa für eine ordentliche Buchhaltung benötigt wird.

Existenzgründer haben in jedem Bereich der Geschäftsausstattung unzählige Möglichkeiten, was etwa die Einrichtung der einzelnen Räume des Büros, eines Ladengeschäfts für Händler, oder das Warenlager für Produzenten betrifft. Überall müssen Entscheidungen getroffen werden, was nicht immer einfach und innerhalb weniger Tage stattfinden kann und sollte. Außerdem muss sich jede Entscheidung im Finanzplan des Startups widerspiegeln.

Wer beispielsweise ein Restaurant oder Café eröffnet, ist sich sicherlich bewusst, dass es einiges an Einrichtung bedarf: Einer Theke etwa, einer Kasse, einer Kaffeemaschine, Stühlen, Geschirr usw. Allerdings benötigen natürlich auch Gastronomen ein Büro. Hier gilt also das gleiche, wie für die grundsätzliche Einrichtung einer Geschäftsausstattung. Diese endet wiederum nicht beim Mobiliar, denn auch elektrische Geräte, wie PC, Telefon, Druckerpaper und vieles mehr stellen wichtige Teile der Geschäftsausstattung dar. Schnell wird klar: es ist nicht ganz so einfach.
 

Kaufen oder mieten

Egal, ob es sich um Möbel handelt, um Technik, Software oder sonstiges Büromaterial: All diese Dinge können natürlich neu erworben werden. Die Fülle an Anbietern dieser Geschäftsausstattung ist zahlreich. Die Ausstattung ist dann aber unter Umständen sehr teuer und gerade für Startups mit geringem Eigenkapital ist diese Summe am Anfang oft kaum zu stemmen.

Daher ist es überlegenswert, Teile der Geschäftsausstattung bei diversen Anbietern gebraucht zu erwerben. In Lager-Abverkäufen oder auch bei Geschäftsauflösungen lassen sich oftmals günstige Teile für deutlich weniger Geld erwerben, womit sich eine Geschäftsausstattung zusammenstellen lässt. Natürlich dauert dieser Prozess meist deutlich länger als ein Neukauf, bei dem man recht bald alle nötigen Dinge beisammenhat.

Zu guter Letzt besteht auch die Möglichkeit, Teile der Geschäftsausstattung zu mieten. Das kann sich unter anderem lohnen, wenn mehrere Projekte, bzw. Startups gleichzeitig in Angriff genommen werden und das Ziel gar nicht unbedingt ist, alle zu etablieren, sondern sich nach kurzer Zeit schon nur noch auf die schneller wachsenden zu konzentrieren. Wichtig ist auch hier, verschiedene Anbieter zu vergleichen.

Achtung: Ein Aspekt, der bei gemieteter und gebrauchter Ausstattung meist wegfällt, ist der des optimalen Designs. Denn dieses ist bestenfalls im Sinne und Stil einer starken Corporate Identity gehalten, um für einen nachhaltigen Eindruck zu sorgen und damit Widererkennungswert zu generieren. Bei neuer Ausstattung kann oft direkt mit Werbeagenturen oder Grafikern zusammengearbeitet werden, um die Geschäftsausstattung von vornherein passend zum Startup zu halten.
 

Die beiden wichtigsten Dinge


1. Das Büro einrichten

Bei der Einrichtung des Büros geht es nicht nur um Möbel. Denn sobald mit der Arbeit richtig begonnen werden soll, muss auch alles andere, von Stiften, über Küchengeräte bis hin zu Druckerpapier vorhanden sein. Selbst die Tapete und das Licht im Büro sind natürlich wichtige Details. Doch wo soll eigentlich angefangen werden? Was ist unbedingt zu bedenken? Statt konkreten Ausstattungstipps wollen wir im Folgenden ein paar Punkte aufzählen, die bei der grundsätzlichen Entscheidungsfindung zu berücksichtigen sind:

  • Die Beleuchtung in den Büroräumen

Von Anfang an entscheidend: Gründer müssen daran denken, dass die richtige Beleuchtung nicht nur für eine gute Atmosphäre im Büro sorgt. Gutes und angenehmes Licht ist auch wichtig für die Augen, was zur Gesundheit aller Mitarbeiter beiträgt. Lampen, die ein kaltes, weißes Licht werfen, sind, so gut es geht, zu meiden. An Schreibtischen, an denen beispielsweise Schneidearbeiten oder Detailarbeit auf Papier ausgeführt werden muss, kann natürlich mit kräftigen Tischlampen nachgeholfen werden.
 

  • Das Thema Farbe

Knallbunte und durchgestylte Büros kennt man zwar vielleicht aus Design- oder auch aus Startup-Blogs und Magazinen, mit Farbe ist aber im Allgemeinen eher sparsam umzugehen. Denn wer sich etwa für eine Trendfarbe entscheidet oder einer spontanen Laune nachgeht, riskiert, sich in kurzer Zeit an dem Extrem sattgesehen zu haben. Eine komplette Umgestaltung des Büros ist dann nicht nur teuer, sondern auch nervig und zeitaufwendig. Gewissen Accessoires aber einen spannenden Touch zu verleihen oder mit dem Corporate Design zu spielen ist natürlich immer möglich.
 

  • Gesund sitzen

Über jegliche Branchen hinweg sind heutzutage fast die Hälfte aller Erwerbstätigen in Deutschland mit einem Computerarbeitsplatz ausgerüstet. Tendenz steigend. Wer täglich einige, mitunter sogar die vollen acht Stunden einer 40-Stunden-Woche auf den Bildschirm schaut, freut sich nicht nur über angenehmes Licht im Büro und Pausen, in denen die Augen sich entspannen können. Genauso wichtig, wenn nicht sogar noch wichtiger, sind gute Schreibtischstühle und passende Schreibtische, die ergonomisch wirken und den Rücken unterstützen. Ebenfalls empfehlenswert: Ein Sessel oder eine Lounge, auf denen vielleicht sogar gearbeitet werden kann. Das fördert die Kreativität und bringt Abwechslung.
 

  • Wichtig für größere Büros

Gerade bei Großraumbüros ist es wichtig, sich Gedanken über die richtige Anordnung des Mobiliars zu machen. Denn Trennwände und eine symmetrische Anordnung der Arbeitskabinen wirken mitunter abschreckend und können dafür sorgen, dass die Mitarbeiter sich eher unwohl fühlen. Die Symmetrie lässt sich aber auch ganz einfach brechen: Eine Sofaecke, ein Bereich mit Stehpulten und viele weitere, simple Ideen sorgen für eine Abwechslung alleine schon fürs Auge und natürlich auch beim Arbeiten selbst.
 

  • Die Privatsphäre wahren

Selbst in Großraumbüros, oder gerade dort, ist es wichtig, auch ein Stück Privatsphäre für alle Mitarbeiter zu gewährleisten. Schon bei der Ausstattung ist daran zu denken. So können Sichtschutzinstallationen oder ein Geräuschschutz an bestimmten Stellen der Büroräume sinnvoll sein. Auch Schließfächer für die Mitarbeiter können eine sinnvolle Maßnahme sein. Am besten ist es, sich früh mit Mitarbeitern kurzzuschließen und direkt bei diesen nachzufragen, ob diese in Sachen Privatsphäre bestimmte Vorstellungen oder Ideen haben. So lässt sich die Mitarbeiterzufriedenheit am unkompliziertesten und nachhaltigsten sicherstellen.
 

2. Die richtige IT-Ausstattung anschaffen

In der heutigen Zeit kommt im Grunde kein Startup mehr ohne moderne IT-Ausstattung, das heißt moderne Hardware und Software, aus. Nicht zu unterschätzen sind die Anschaffungskosten hierfür. Je nach Branche können sie einen großen Anteil des Finanzaufwands einer neuen Geschäftsgründung ausmachen. Oft vergessen werden auch die Service- und Instandhaltungskosten für Hard- und Software. Gerade der Service, also der IT-Support, kann oftmals die Anschaffungskosten sogar beträchtlich überschreiten.
 

Die Hardware

Bei der Anschaffung der Hardware kommt es natürlich zunächst auf die Anforderungen der Branche an. Deshalb kann hier schlecht verallgemeinert werden. Was aber jede Branche gemeinsam hat: Es wird ein Computersystem benötigt, das jegliche Teile eines Computers, also zumindest immer den PC selbst, die Maus, Tastatur und den Bildschirm umfasst. Neben den PCs und/ oder Laptops für die Arbeitsplätze ist an Multifunktionsgeräte, also zum Beispiel Drucker, Scanner, Kopierer usw. sowie an Netzwerke und Server zur Datenspeicherung oder zum Hosting der eigenen Website des Startups zu denken.

Darüber hinaus sind die Embedded Systeme zu nennen, also Rechner, die in einer bestimmten Umgebung eingebettet sind und die, von dort aus, ganz bestimmte Aufgaben erfüllen. In Produktionsanlagen oder Firmenfahrzeugen etwa sind sie meist zu finden. Vor der Anschaffung der Hardware ist es also entscheidend, sich an den branchenspezifischen Anforderungen zu orientieren.
 

Die Software

Bei der Software müssen deutlich stärker, als bei der Hardware, firmenspezifische Entscheidungen getroffen werden. Denn jedes Startup stellt seine eigenen Anforderungen an die Möglichkeiten der Betriebssysteme, Programme und Anwendungen, die zur Organisation eines reibungslosen Geschäftsablaufes eingesetzt werden sollen. Das Spektrum für Software ist vielfältig, zu den wichtigsten Bereichen zählen für Gründer allerdings sicherlich folgende:

  • Adress- und Kontaktmanagement, zur Speicherung von Adressen, der Dokumentation von Kontakten zu Kunden, Lieferanten usw.

  • Büroanwendungen zur Erstellung von Dokumenten, Präsentationen, Kalkulationen

  • Büroverwaltungssoftware, mit der Rechnungen erstellt werden können, die Buchhaltung gemacht wird, die Steuererklärung bewerkstelligt und etwa Fahrtenbücher geführt werden

  • Datenbanken

  • Projektmanagement

  • Verknüpfung von Geschäftsprozessen zur Koordination von Bestellung, Produktion und Vertrieb

Zunächst können Gründer natürlich auf „Standardsoftware“ zurückgreifen, also herkömmliche Schreib- und Bürosoftware kaufen, die jeder gut sortierte Softwarefachhandel im Angebot hat. Doch sobald die Anforderungen individueller werden, kann es helfen, sich maßgeschneiderte Software persönlich entwickeln zu lassen. Derlei Auftragsprogrammierungen haben den Vorteil, dass das Startup hinterher in der Regel alle Rechte an der Software besitzt. Beim Kauf standardisierter Software hingegen erhalten Gründer lediglich Nutzungsrechte für die Software, also Lizenzmodelle. Bei einer Betriebserweiterung kann die Software dann nicht beliebig multipliziert werden.
 

Lässt sich Geld sparen?

1. Bei der Hardware

Gerade Klein- und Kleinstbetriebe können vor allem was die Hardware angeht eine Menge sparen. Denn bei normalen PCs und Notebooks sowie bei Multifunktionsgeräten sowie Netzwerkprodukten und Servern können Gründer ohne Probleme auf den Gebrauchtmarkt zurückgreifen. Die Abnutzung speilt bei Hardware eine kleinere Rolle, als bei Software.

Dienstleister mit großer Kundenbasis oder Produktionsbetriebe, die schnell ein großes Wachstumspotential aufweisen, können bei der Hardware durch eine weitere Methode Geld und Kapazitäten sparen: Mittels einer Hardware-Outsourcing-Lösung. Beim IT-Outsourcing spart sich ein junges Unternehmen nicht nur die direkten Anschaffungskosten, sondern ebenfalls die Betriebskosten der Hardware. Gerade beim Servicepersonal kann eine Menge gespart werden, da zum Beispiel lästige Wartungsarbeiten an der Hardware vom Dienstleister erledigt werden. Die Hardware wird darüber hinaus stets auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

Eine weitere Möglichkeit bildet das Leasing für Hardware jeglicher Art. Hierbei kann schon in den Verträgen festgelegt werden, dass die Hardware regelmäßig ausgetauscht wird und somit immer auf dem neuesten Stand bleibt. Die Leasingraten werden als Betriebsausgaben im Jahresabschluss erfasst. Fachleute, wie Anwälte und Steuerberater vor dem Vertragsabschluss hinzuzuziehen, ist gerade für unerfahrenere Startups sicher keine schlechte Idee.
 

2. Bei der Software

Firmeneigene Software ist teuer. Lizenzmodelle können, gerade bei schnellem Wachstum des Unternehmens, ebenfalls ins Geld gehen. Doch auch hier gibt es Alternativen, von denen sich manche mehr und manche weniger empfehlen.

Oft kommt bei Neugründungen das Thema gebrauchte Software auf den Tisch. Leider verhält es sich hiermit nicht ganz so einfach, wie mit gebrauchter Hardware. Denn der Markt ist bei gebrauchter Software nicht immer ganz transparent. Es kommt nicht selten vor, dass es sich bei gebrauchter Software um Raubkopien handelt, die illegal als rechtmäßige Gebrauchtsoftware verkauft werden. Auch kann es sich um Academic- oder Education-Lizenzen handeln, die besonders günstig erworben wurden und dann an Unternehmen verkauft werden. Hierbei handelt es sich dann um eine Grauzone und semilegale Geschäfte, von denen Startups lieber die Finger lassen sollten.

Es empfiehlt sich stattdessen, bei Software auf Nummer Sicher zu gehen und sich an renommierte Anbieter zu wenden. Wer die Augen offenhält, findet auch hier preisliche Unterschiede und Vorteile bei bestimmten Händlern. Mitunter werden etwa Bonusprogramme angeboten, bei denen Kunden bei jeder Bestellung automatisch Punkte auf ihr Konto gutgeschrieben bekommen. Gerade für Unternehmen, die sich eine Menge Software anschaffen müssen und die davon ausgehen, dass in Zukunft auch noch weitere Software hinzukommt, lohnen sich solche Systeme in der Regel.

Weiterhin kann über Open Source Software und Software as a Service (SaaS) nachgedacht werden. Bei ersterer handelt es sich um frei zugänglich Software, die sich je nach Lizenzbestimmung auch beliebig verändert oder entwickelt und kopiert werden kann. Für Gründer mit breitem IT-Fachwissen ist sie sicherlich eine gute Alternative. SaaS wiederum stellt einen Dienstleistungsbereich des Cloud Computings dar. IT-Dienstleister bieten hier jegliche Art von Software an, auf welche Unternehmen via internetfähigem PC zugreifen können. Die Kosten für die Nutzung der Software über die Cloud werden entweder pro Zugriff auf die Software oder per Zeiteinheit (in der Regel pro Monat) abgerechnet.
 

Firmenwagen als Teil der Ausstattung?

Der Firmen- oder Dienstwagen

Für Gründer und eventuell auch einige Mitarbeiter sind Firmenwagen unverzichtbar. Sie werden etwa bei der Akquise, für Kundenbesuche, Messeteilnahmen oder Treffen mit Geschäftspartnern benötigt. Natürlich können Termine etwa auch mit der Bahn wahrgenommen werden, doch mit zumindest einem eigenen Firmen- oder Dienstwagen ist man einfach flexibler. Natürlich ist ein guter Firmenwagen in vielen Branchen auch als Prestigeobjekt nicht zu unterschätzen.

Gründer stellen sich meist die Frage, wie ein Firmenwagen zu versteuern ist. Grundsätzlich gilt, dass die Kosten für die Anschaffung, Haltung und Nutzung des Wagens als Betriebsausgaben abzugsfähig sind. Das gilt jedoch nur, wenn der Firmenwagen als notwendiges Betriebsvermögen eingestuft wird. Hierbei kommt es vor allem auf die Aufteilung zwischen privater und betrieblicher Nutzung an: Wird der Wagen zu mindestens 50% der Fahrten betrieblich genutzt, zählt er auch zum betrieblichen Vermögen. In diesem Fall können die Kosten vollständig als Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Bei privater Nutzung ist dann die Methode der Besteuerung zu wählen (dazu gleich mehr).

Wird der Firmenwagen zu weniger als 50% betrieblich genutzt, ist ein lückenloses Fahrtenbuch zu führen. Es bildet dann die Grundlage für das Hinzurechnen der Betriebskosten des Firmenwagens anteilig den Betriebsausgaben.
 

Die 1%-Regelung und/ oder das Fahrtenbuch

Bei der 1%-Regelung wird vom Neupreis des Firmenwagens als Grundlage ausgegangen. 1% dieses Werts werden schließlich monatlich als geldwerter Vorteil angerechnet, wobei gegebenenfalls noch die Fahrt vom Wohnort zur Arbeit hinzukommt.

Gründer, die keine pauschale Besteuerung wollen, haben ein lückenloses Fahrtenbuch zu führen. Auf Grundlage des Fahrtenbuchs kann dann der tatsächliche Anteil der Privatnutzung des Firmenwagens festgestellt und für die Besteuerung zugrunde gelegt werden.

Wenn Mitarbeiter den Firmenwagen zur privaten Nutzung nutzen möchten, gilt bei der Versteuerung ebenfalls der geldwerte Vorteil, denn die Versteuerung stellt einen Vorteil für den Arbeitnehmer dar. Auch Mitarbeiter müssen also die 1%-Regelung anwenden. Der geldwerte Vorteil wird dann monatlich in der Lohnabrechnung berücksichtigt. Allerdings zählen die Kosten, die das Fahrzeug diesbezüglich verursacht, vollumfänglich zu den Betriebsausgaben für das Startup. Wird der Wagen dem Mitarbeiter in seiner Freizeit ausschließlich entgeltlich überlassen, wird mit Hilfe des Fahrtenbuchs abgerechnet. Hier trägt der Arbeitnehmer private und geschäftliche Wege getrennt ein, sodass der Firmenwagen auf diese Weise versteuert werden kann.
 

Den eigenen Laden ausstatten

Individuell oder genormt?

Je nach Geschäftszweig gehört zur Ausstattung eines Ladens alles Mögliche an Mobiliar sowie Einrichtungsgegenstände und diverse Utensilien, die für den Geschäftsbetrieb benötigt werden. Die Ladenausstattung dient außerdem auch zur Präsentation der Waren und ist somit durchaus auch als Marketinginstrument zu betrachten.

Je nach Branche steht die Frage im Raum, ob man sich als Startup für eine individuelle oder eine genormte Lösung entscheidet, was die Ausstattung des eigenen Ladens betrifft. In beiden Fällen ist es wichtig, die Ladenausstattung bei der Ausarbeitung des Businessplans zu berücksichtigen und sie von Anfang an mit in die Entwicklung der Geschäftsidee miteinzubeziehen.

Wer sich etwa mit einem Franchisesystem selbstständig macht, hat als Gründer meist keinen Einfluss auf die Ladenausstattung. Ebenfalls müssen Gründer, die als Nachfolger in einem Unternehmen beginnen oder die ein bestehendes Unternehmen kaufen damit leben, dass bereits eine bestimmte Ladenausstattung vorhanden ist. In beispielsweise der Gastronomie wiederum gibt es etwa auch Brauereien, die Startups die Ladenausstattung bereitstellen, wobei dann meist das Bier über einen gewissen Zeitraum hinweg zu bestimmten Konditionen bezogen werden muss.

Wer jedoch eine eigene Geschäftsidee hat, die einer Verkaufsfläche bedarf, sollte sich auf jeden Fall auf eine individuelle Ausstattung konzentrieren. Wichtig ist, sich effektiv von der Konkurrenz abzuheben, auch, wenn einen das sicherlich einen ordentlichen Teil des Startkapitals kosten kann. Gebrauchte Ladenausstattung ist natürlich auch eine Option. Wichtig in jedem Fall: Am besten mit Spezialisten, wie Innenarchitekten und Dekorateuren zusammenarbeiten, um optimale Ergebnisse zu erzielen und die richtige Zielgruppe zu erreichen.
 

Wichtige Punkte

Wichtige Punkte bei der Ladenausstattung sind unter anderem Folgende:

  • Die Ladenausstattung transportiert immer ein Image. Dieses wird durch die Einrichtung sowie etwa die Wahl der Wandfarbe, Tapeten usw. an Kunden vermittelt.

  • Welche Ausstattung sorgt bei den Kunden für den bestmöglichen Wohlfühlfaktor?

  • Anhand der Liquiditäts- und Finanzplanung ist ein genaues Budget für die Ladenausstattung festzulegen. Ansonsten kann sich hier schnell einmal verkalkuliert werden.

  • Eine Rangfolge bei der Ausstattung kann dabei helfen, eher unwichtige Dinge zu streichen und somit bares Geld zu sparen, das anderweitig sinnvoller eingesetzt werden kann.

  • In der Gastronomie spielt neben den herkömmlichen Ausstattungsartikeln vor allem die Hygiene eine große Rolle. Leise und geruchsdichte Tretabfalleimer aus Stahl, Händetrockner sowie Seifen-, Handtuch- und Toilettenpapier-Spender sowie stets saubere Schwämme, Lappen und Reinigungsmittel sind beispielsweise Pflicht, wenn es darum geht, einen guten Eindruck bei Kunden zu hinterlassen.
     

Wenn Maschinen und Anlagen benötigt werden

Startups, die im produzierenden Gewerbe tätig sind oder tätig werden, benötigen in der Regel einen großen Teil ihres Kapitals für Anlagen und Maschinen, die angeschafft und erhalten werden müssen. Wer noch dabei ist, einen Businessplan zu erstellen und sich nicht sicher ist, wie die benötigten Maschinen zu bewerten sind, wirft am besten einen Blick auf die Konkurrenz. Gibt es Unternehmen mit ähnlichen Produkten und falls ja, welche Anlagen benutzen diese und welche Hersteller sind beliebt? Beim Erwerb sind schließlich diverse Anbieter zu vergleichen und es ist unbedingt auf die Garantie sowie die Servicevereinbarungen zu achten.

Der Erwerb von Maschinen und Anlagen wird auch gefördert, wobei es sich dann meist um eine Zusammensetzung aus Darlehen und Förderung handelt. Ebenfalls in Betracht kommen eventuell auch Garantien in Form einer Bankbürgschaft. Schließlich können sich auch Lieferanten und Abnehmer am Kauf von Maschinen und Anlagen in Form einer Bürgschaft beteiligen.

Nicht nur die Länder und der Bund bieten unzählige Förderprogrammen. Auch die EU stellt über den „European Investment Fund“ Kapital zum Erwerb von Maschinen und Anlagen zur Verfügung. Hier kommt es immer darauf an, in welcher Branche das Startup angesiedelt sein wird.

Auch können Maschinen und Anlagen geleast oder gebraucht gekauft werden. Der größte Vorteil beider Varianten ist wohl der deutlich geringere Kapitalaufwand im Vergleich zum direkten Kauf. Nachteile beim Leasing sind, dass die Maschinen zum einen nicht automatisch dem Leasingnehmer gehören und das Startup dadurch keinen festen Gegenwert für die aufgebrachte Summe in den Händen hält. Zum anderen sind beim Leasing etliche individuelle und meist komplexe Vertragsbedingungen zu beachten. Beim Gebrauchtkauf wiederum ist wohl das größte Risiko, dass Gründer wenige Sicherheiten in Bezug auf Garantie und Wartung haben. Zudem können verdeckte Mängel in den Maschinen und Anlagen stecken und die Lebenserwartung ist naturgemäß auch geringer, als bei der Neuanschaffung.

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