So können Blogger und Influencer beim Einkauf Kosten sparen

Der Beruf des Bloggers oder Influencers setzt sich bei jungen Leuten immer mehr durch. Gerade Berufsanfänger träumen dabei von hochkarätigen Kooperationen mit Marken. Diese bringen ihnen im besten Fall besondere Produkte sowie gutes Geld ein. Der Weg hin zu einem gefragten Influencer auf Instagram ist lang und oft steinig. Wichtig ist es deshalb, bereits zu Beginn der Karriere auf die Ausgaben zu achten und Geld zu sparen. Auch „alte Hasen“ im Bloggerbusiness setzen auf Leihgaben, zum Beispiel günstige Gebrauchtwaren und andere gebrauchte Materialien und Vermögensgegenstände, um aktiv zu sparen. Wichtige Tipps, wie Blogger und Influencer Kosten reduzieren können, liefert dieser Beitrag.
 

Sich auf Themen spezialisieren

Gerade in Hinblick auf die Kosten ist es sinnvoll, sich auf wenige Themen zu spezialisieren. Wenn Sie auf Ihrem Blog über alles Mögliche berichten wollen, entwickeln sich die Ausgaben zu einem unüberschaubaren Wust . Stattdessen ist es ratsam, dass Sie nur über eine kleine Bandbreite an Themen schreiben. Ein guter Tipp ist hier, private Hobbys und Interessen zu nutzen. Ein Grundwissen ist dann bereits vorhanden.. Folgende Themen sind für selbstständige Blogger und Influencer spannend:

  • Beauty, Fashion, Lifestyle

  • das Leben als junge Eltern

  • Reisen

  • Interior / Do-it-yourself (DIY)

  • Technik

  • Gaming

  • Kochen und Backen

  • Hochzeiten

Aber auch Nischenthemen wie Gartenarbeit, Pferdehaltung oder Buchrezensionen erfreuen sich großer Beliebtheit. Hier gilt: Erlaubt ist, was dem Blogger gefällt. Je näher Sie am Thema sind, desto leichter fällt es Ihnen, darüber zu schreiben. Auch ist es einfacher, authentisch zu sein und Firmen für den Blog oder den Instagram-Account zu begeistern. So erhalten Sie langfristig Werbepartner.
 

Das richtige Equipment finden

Für Blogger und Influencer ist vor allem Foto-Equipment wichtig. Produkte werden in den sozialen Medien und auf dem eigenen Blog stilvoll oder witzig, spannend oder nostalgisch, rockig oder klassisch in Szene gesetzt, sodass die Leser und Follower sehen, worum es geht. Für Berufsanfänger muss es dabei nicht die professionelle Spiegelreflexkamera sein. Diese schlägt mit mehreren hundert Euro zu Buche, so manche Profi-Kamera kostet sogar einen vierstelligen Betrag. Wenn Sie nicht als Profi-Fotograf arbeiten, ist ein solches Equipment überdimensioniert, insbesondere für den Anfang. Eine gute Handykamera reicht für den Start oft aus. Wenn Sie regelmäßige Einnahmen haben, können Sie diese in weiteres technisches Equipment investieren. In jedem Fall ist es ratsam, bei Herstellern direkt anzufragen, ob diese Geräte auch verleihen. So erhalten Sie ein Gefühl für das Gerät und können es in Ruhe testen. Wenn Sie zufrieden sind, haben Sie im Anschluss die Gelegenheit, dass Equipment zu kaufen. Wenn nicht, haben Sie nicht unnötig Geld ausgegeben. Generell können die benötigten Geräte in drei Gruppen eingeteilt werden, je nach Erfahrung des Bloggers: Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis. So müssen Sie nicht direkt zu Beginn Ihrer Karriere in ein vollständiges Profi-Set investieren.
 

Technik für Einsteiger

Junge Blogger und Influencer, die ein geringes Budget haben, sollten sich über den Umfang ihres Equipments Gedanken machen und zunächst reduziert arbeiten. Ein Handy mit guter Kamera, ein Laptop oder PC für die Bearbeitung sowie ein günstiger Selfiestick reichen aus, um erste Fotos zu schießen und online zu stellen. Anstelle eines professionellen Lichts reicht das Tageslicht oder die Deckenlampe, als Hintergrund wird eine saubere Wand oder eine schöne Umgebung verwendet.
 

Für Fortgeschrittene

Wer sich schon länger mit dem Bloggen beschäftigt, möchte die Technik irgendwann verbessern. Deshalb kaufen sich viele Blogger und Influencer nach einer gewissen Eingewöhnungszeit eine Spiegelreflexkamera, beispielsweise von Nikon oder Canon. Damit lassen sich hochauflösende Bilder schießen, die mit verschiedenen Einstellungen ganz unterschiedlich aussehen können. Ein Stativ und ein Fernauslöser gehören ebenfalls dazu. Statt der Deckenlampe schaffen sich Profi-Blogger eine Softbox oder ein Ringlicht an, um die fotografierten Produkte und Personen perfekt auszuleuchten. Doch Achtung: Das Tageslicht ist in jedem Fall natürlicher und eignet sich gerade für Aufnahmen von Personen besser! Hier können Blogger bares Geld sparen. Als Zubehör zum Laptop sollten Sie sich eine oder mehrere Festplatten kaufen, auf denen Sie Bilder und Daten sichern. Diese gibt es im Elektrofachhandel relativ günstig.
 

Für Profis

Zu einer Kamera gehören oft unterschiedliche Objektive. Diese sorgen für differierende Optik und setzen individuelle Akzente. Objektive sind nicht so teuer wie Kameras, können aber trotzdem viel Geld kosten. Verschiedene Hintergründe für Fotos sowie Gegenstände, die ausschließlich als Dekoration dienen, sind ebenso Teil des professionellen Equipments. Für manche Blogger ist sogar die Investition in eine Drohne lohnenswert, mit der sich Fotos aus der Vogelperspektive schießen lassen. Gerade bei dieser Anschaffung sollten Sie jedoch überlegen, ob Sie sie wirklich benötigen. Eine Drohne ist sehr teuer und der Umgang mit ihr unterliegt bestimmten Regelungen. Für manche Blogger kann die Investition dennoch sinnvoll sein.

Generell sollten Sie darauf achten, ihr technisches Equipment gut zu versichern. So sind Sie im Schadensfall abgesichert und müssen eine Reparatur oder Neuanschaffung nicht komplett selbst bezahlen. Diese wäre häufig teurer als der Versicherungsbeitrag. Manches Equipment können Sie auch gebraucht erwerben, sodass die Kosten geringer ausfallen. Kameras werden häufig schon nach kurzer Nutzungsdauer verkauft. Wenn Sie nicht unbedingt auf das neueste Modell angewiesen sind, können Sie ein Schnäppchen bekommen.

 

Ohne Software geht nichts

Menschen, die mit Blogging oder Fotos ihr Geld verdienen, benötigen Software, um ihre Arbeit umsetzen zu können. Dazu gehört beispielsweise eine Domain mit E-Mail-Adresse. Für einen kleinen Blog reicht es, eine kostenlose Domain beim Webhost zu beantragen und diese mit einer kostenfreien E-Mail zu kombinieren. Je professioneller die Arbeit wird, desto wichtiger ist es, eine seriöse Website ins Netz zu stellen. Je nach Anbieter bekommen Sie eine eigene Domain bereits ab 0,99 Euro pro Monat. Diese Kosten bleiben sich also relativ gering. Anfänger hosten ihren Blog häufig bei großen Anbietern wie Wix, Jimdo oder Wordpress. Die Nutzung ist grundsätzlich kostenlos, allerdings müssen Sie die Einbindung einer eigenen Domain bezahlen. Je professioneller Sie werden, desto wichtiger wird es, dass Ihre Website ebenso professionell aussieht. Die Kosten hier können Gründer zwar vermeiden, langjährige Blogger sollten dennoch investieren. Tipp: Vergleichen Sie verschiedene Anbieter und suchen Sie nach einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Zusätzlich zur Website benötigen Influencer, die vorrangig mit Fotos arbeiten, bestimmte Bearbeitungsprogramme. Dazu gehören unter anderem Photoshop, Adobe Lightroom und Affinity Photo. Die meisten Anbieter solcher Programme arbeiten mit kostenfreien Test- oder Basisversionen. Nutzen Sie diese, um auszuprobieren, was am besten zu Ihnen passt. Wenn Sie mit einem Programm nicht warm werden, müssen Sie nicht die kostenpflichtige Vollversion erwerben. Grundsätzlich sollten Sie ausschließlich mit Programmen arbeiten, die für Sie gut funktionieren. Viele Firmen arbeiten außerdem mit einem Abo-Modell. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, jährlich zu kündigen. Dafür bezahlen Sie jedes Jahr für die Verlängerung eine festgelegte Summe, um das Programm weiter nutzen zu dürfen.
 

Der besondere Einkauf: Ein „Haul“

Der sogenannte Haul - ein Online-Video - kommt vor allem im Bereich Beauty und Fashion vor. Blogger und Influencer kaufen Produkte, testen sie und stellen sie dann per Video auf ihren Seiten vor. Sie zeigen die Produkte, benennen den Preis und erklären Lesern und Followern, wie sie das Produkt finden. Der Haul hat sich nicht nur auf Blogs durchgesetzt, er wird auch auf Instagram und in YouTube-Videos verwendet. Hier ist wichtig, dass Sie günstige Angebote nutzen, um Produkte zu kaufen. Für viele Blogger und Influencer sind Hauls das Sprungbrett zu Kooperationen mit Firmen. Sie hoffen, von Marken wahrgenommen zu werden. So bekommen sie im besten Fall in Zukunft Produkte einfach zugeschickt.

Wichtig: Sowohl auf dem Blog als auch bei Instagram müssen Sie Hauls als Werbung kennzeichnen. Das gilt auch bei selbst gekauften und selbst bezahlten Produkten. Wenn Ihre Follower oder Leser Marken erkennen können, handelt es sich um Werbung. Wenn Sie diese nicht korrekt kennzeichnen, können Sie dafür abgemahnt werden. Diese Abmahnungen gehen im schlimmsten Fall mit hohen Geldbußen einher.


Wo kaufen Blogger ein?

Blogger und Influencer nutzen Technik, die sie am günstigsten direkt beim Hersteller beziehen. Grundsätzlich kaufen Blogger und Influencer Produkte im Einzelhandel, bezahlen also meist den regulären Ladenpreis. Wichtig für Blogger und Influencer ist, die verfügbaren Rabatte und Sonderaktionen in Fachgeschäfte zu nutzen. So lässt sich Geld sparen.
 

Blogger und Influencer arbeiten generell in einem schlanken Geschäftsmodell

Blogger brauchen keine Mitarbeitern, Influencer setzen sich selbst in Szene. Das Geschäftsmodell ist auf ihre Person ausgerichtet und entsprechend schlank konzipiert. Und wo keine großen Investitionen nötig sind ist das Sparpotenzial gering. Sie können immer darauf achten, günstig einzukaufen, wenn es um Produktreviews geht. Schnäppchenjäger sind unter Bloggern und Influencern sicherlich weit verbreitet, solange Produkte im Fokus stehen. Die zweite Möglichkeit zu sparen liegt in der Grundausstattung. Schaffen Sie es clever an und starten Sie langsam. Erst, wenn sie sich eine Fanbase aufgebaut und die Aufmerksamkeit von möglichen Kooperationspartnern gewonnen haben, sind Investitionen in teureres Equipment empfehlenswert.

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