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Studie: Bonität von kleinen und mittleren Unternehmen hat sich verbessert

Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise der Jahre 2008/09 hat viele kleine und auch mittelständische Unternehmen in eine finanzielle Schieflage gebracht, unter der auch die Bonität gelitten hat. Diese ist mit Blick auf Kreditvergaben in der Wirtschaftspraxis von großer Bedeutung. Eine nun durchgeführte Studie von Creditreform und KfW Research belegt nun, dass sich die durchschnittliche Bonität von kleinen und mittleren Unternehmen wieder verbessert hat. Auf der anderen Seite aber lässt sich gleichzeitig ein Anstieg von Unternehmen mit schwacher Bonität verzeichnen.
 

Ein Blick auf zentrale Details der Studie zur aktuellen Unternehmensbonität

Die erhobenen Zahlen legen nahe, dass vor allem mittelständische Unternehmen mit mehr als 50 Angestellten ihre Bonität in den Jahren nach der großen Krise steigern konnten. Besonders der Anteil von Unternehmen mit guter oder sogar sehr guter Bonität konnte bis 2014 um 7,5 % zulegen. Besonders in der Baubranche, im Handel und verarbeitenden Gewerbe sind deutliche Hinzugewinne zu verzeichnen. Kritisch betrachtet wird in der Studie allerdings die Entwicklung, dass die Bonität von Unternehmen mit weniger als 10 Mitarbeitern sich verschlechtert hat. So wiesen am Ende des Jahres 2013 fast 10 % aller Kleinunternehmen eine ungenügende Bonität auf. Aufgrund der guten konjunkturellen Lage konnte diese Zahl auf 7 % sinken, was aber laut Experten immer noch zu hoch ist.
 

Rolle der Bonität mit Blick auf Unternehmensfinanzierung

Die Bonität ist ein entscheidendes Kriterium bzw. Argument für Unternehmen, um bei Kreditverhandlungen erfolgreich agieren zu können. Eine mangelnde unternehmerische Bonität kann insofern gravierende Folgen für die Geschäftsentwicklung haben: So können notwendige externe Finanzierungsmittel nicht genutzt werden, womit erfolgskritische Investitionen für den angestrebten Wachstumskurs verwehrt bleiben. So haben 2014 beispielsweise weniger als ein Drittel der Unternehmen mit schlechter Bonität Investitionen getätigt. Zum Vergleich: Bei den Unternehmen mit guter Bonität ist Anteil gut doppelt so hoch.
 

Bonitätseinfluss: Ein Blick auf die Praxis der Vergabe von Krediten

Beispielhaft sei hier auf den angesehenen Bonitätsindex der Creditreform verwiesen, der in der Wirtschaftspraxis eine große Rolle spielt und daher auch in der angesprochenen Untersuchung Erwähnung findet. Es handelt sich um nicht weniger als ein gängiges Informationsinstrument, das Banken für die Kreditvergabe nutzen. Der angesprochene Bonitätsindex erlaubt eine schnelle Einschätzung im Einzelfall mit Blick auf die interessierende Ausfallwahrscheinlichkeit. Er besteht aus 15 Merkmalen, die allesamt bonitätsrelevanter Natur sind. Somit liefert der Index ein aussagekräftiges Urteil in Bezug auf Zahlungsfähigkeit von Unternehmen. Neben der Rechtsform, die per se einen direkten Einfluss auf die Finanzierungsmöglichkeiten hat, spielen das Alter und die Entwicklung des Unternehmens eine wichtige Rolle. Darüber hinaus wird die Branche samt Auftragslage berücksichtigt. Auch die Anzahl der Mitarbeiter bzw. der Umsatz sowie Bilanzdaten und die Eigenkapitalquote fließen in den Bonitätsindex mit ein. Insofern wird deutlich, wie komplex letztlich die Unternehmensfinanzierung ist und dass gerade Existenzgründer in dieser Hinsicht nichts dem Zufall überlassen sollten.

Titelbild: motorradcbr – fotolia.com

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