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Einfacherer Zugang zu Kapital für KMU?

Euro-Münze EU

Zu den Eigenarten von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gehört es, dass sie je nach Rechtsform schwieriger an Geld vom Kapitalmarkt kommen als große, börsennotierte Aktiengesellschaften. Nun das die neue Bundesregierung einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, der kleineren und mittleren Unternehmen den Weg zum Kapitalmarkt vereinfachen soll.
 

Worum es genau geht…

Konkret geht es um die Prospektverordnung, die innerhalb der EU neu geregelt wurde. So kann jeder Mitgliedsstaat bis zum 21.7.2018 entsprechende Regelungen einführen. Grundsätzlich ist es im Sinne der Transparenz und des Verbraucherschutzes so, dass bei einem Börsengang ein Wertpapierprospekt mit allen relevanten Informationen vorgelegt werden muss. Durch die Gesetzesinitiative in diesem Bereich ist vorgesehen, dass im Falle der Wertpapieremission bis zu einer Summe von 8 Millionen Euro kein solcher Prospekt mehr erstellt werden muss. Besonders kleine Unternehmen sparen dadurch Geld und Ressourcen, die für diese formalen Vorgaben ansonsten aufgebracht werden müssten. Ein Wertpapierprospekt hat in kompakter und sehr übersichtlicher Form die Aufgabe, Investoren über potenzielle Risiken zu informieren. Peter Altmaier, der neue Bundeswirtschaftsminister, betont, man habe einen Kompromiss aus der Notwendigkeit des Anlegerschutzes und des unbürokratischen Zugangs zu frischem Kapital für kleine Unternehmen geschaffen. Diese könnten sich in Zukunft durch die Ausgabe von Wertpapieren frisches Kapital für den angestrebten Wachstumskurs einholen.
 

Welche Unternehmen profitieren inwiefern?

Diese Gesetzesinitiative spricht vor allem Unternehmen an, die ein breiteres Spektrum an Investoren erreichen wollen, um letztlich mehr Finanzierungsoptionen ausschöpfen zu können. Ganz in diesem Sinne dürfte auch das eine oder andere Start-up von den neuen Möglichkeiten der Finanzierung profitieren (sofern der Gesetzentwurf auch tatsächlich umgesetzt wird). Hintergrund für diese Notwendigkeit ist vor allem, dass die klassische Finanzierung über Banken infolge der Schuldenkrise zusehends schwieriger geworden ist, gerade für kleine Unternehmen. Vorgesehen ist, dass unterhalb eines jährlichen Emissionsvolumens von 8 Millionen Euro kein Wertpapierprospekt mehr zu erstellen sein wird. Dafür aber sollen auf der Homepage des Unternehmens relevante ‚Ersatzinformationen‘ mit Blick auf den Jahresabschluss veröffentlicht werden. Es ist auch vorgesehen, die Höhe der Kapitalanlage mit Blick auf die individuelle Vermögenssituation auf bis zu 10.000 Euro zu begrenzen.
 

Fazit: erfolgreiche Existenzgründer gehen neue finanzielle Wege…

In vielen hier auf selbststaendig.de vorgestellten Geschäftsideen wird schon darauf eingegangen, dass und wie Existenzgründer alternative Formen der klassischen Bankenfinanzierung nutzen sollten. Insofern finden angehende Gründer sowohl in den Geschäftsideen (‚Womit selbstständig machen?‘) als auch auf dem Portal generell praxisorientierte Hilfestellungen zu modernen Finanzierungsformen. Generell sollten diese schon in der Frühphase ganzheitlich ausgelotet und konsequent genutzt werden, um die finanziellen und somit letztlich auch unternehmerischen Handlungsspielräume nutzen zu können.

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