Selbstständige Ernährungsberater: So sparen Sie beim Einkauf!

Beraterin mit Tablet bei Kundin zuhause

Auch selbstständige Ernährungsberater benötigen Materialien, um Ihre Tätigkeit ausführen zu können. Dazu zählen unter anderem Broschüren, Formulare und Flyer. Auch eigene Arbeitsmaterialien sowie Werbemittel sind unabdingbar. Damit diese stets in ausreichender Anzahl zur Verfügung stehen, schließen die meisten Gründer spezielle Verträge mit Großhändlern ab. Doch worauf sollten Sie bei der Wahl des Großhändlers achten und welche Tipps gilt es, bei Preisverhandlungen zu beherzigen?
 

Verschiedene Großhändler zur Auswahl

Je nach Produktkategorie stehen Ihnen vielfältige Lieferanten zur Auswahl. Um den richtigen Händler für Ihre Materialien zu finden, legen Sie zunächst genau fest, welche Dinge Sie in welcher Anzahl benötigen. Folgende Fragen können dazu als Hilfestellung dienen:

  • Wie viele Patienten werden pro Monat betreut?

  • Welche Leistungsumfänge sind im Angebot und welche Formulare oder Broschüren werden dafür benötigt?

  • Wie ist der Ablauf einer typischen Ernährungsberatung?

So ist es einfach, die benötigten Mengen und somit auch die Lieferabstände einzuschätzen. Im zweiten Schritt legen Sie Ihre Ansprüche an einen Händler fest. Kalkulieren Sie Ihr monatliches Budget für Einkäufe und entscheiden sie verbindlich, welche Art von Kundenservice Sie sich wünschen. Auch die Qualität der eingekauften Produkte sollte zu Ihren Ansprüchen passen. Das macht das Auffinden eines geeigneten Großhändlers wesentlich einfacher.

Die Suche nach passenden Händlern gestaltet sich heutzutage denkbar einfach. Online gibt es eine Vielzahl an möglichen Lieferanten und Online-Shops. Auch manche Verbände für Ernährungsberatung bieten Formulare als Vorlage an. Diese können Sie dann entsprechend Ihrer Bedürfnisse erweitern und bei einer entsprechenden Firma in Druck geben.
 

Wichtig: Arbeiten Sie als zertifizierter Ernährungsberater nicht ausschließlich mit einzelnen Konzernen zusammen, die Lebensmittel herstellen oder vertreiben! Sie sind verpflichtet, unabhängig zu beraten und Ihren Klienten objektive Kriterien zur Auswahl geeigneter Lebensmittel an die Hand zu geben. Auch der Einkauf von Lebensmitteln oder Nahrungsergänzungsmitteln erübrigt sich, da Sie diese nicht verkaufen sollten. Bleiben Sie Berater und werden Sie nicht zum Produktverkäufer. Die Erfahrung zeigt, dass diese Vermischung die Objektivität negativ beeinflusst.
 

Mögliche Lieferanten von Broschüren, Flyern und Co.

Als Ernährungsberater arbeiten Sie hauptsächlich mit Papier – Formulare, Flyer und ähnliches benötigen Sie daher immer wieder. Sie machen typischerweise eine Anamnese mit einem passenden Bogen und beraten Ihre Klienten zu Hause oder in Ihren Räumlichkeiten. Hier benötigen Sie passende Drucksachen. Online gibt es unzählige Firmen, die Ihre Papeterie drucken und verschicken. Dank umfassender Kundenservices helfen Ihnen die Mitarbeiter auch bei der Gestaltung Ihrer Drucksachen. Einige Beispiele für entsprechende Shops sind:

  • PrintPrinz mit Sitz in Berlin. Der Shop beliefert ausschließlich Business-Kunden.

  • Vistaprint aus den Niederlanden. Diese Firma bietet sowohl Services für Privat- als auch für Geschäftskunden an.

  • Print24 mit Sitz in Radebeul. Dieser günstige Shop hat einen schnellen Kundenservice, falls Fragen entstehen.

  • Die britische Firma Moo. Sie hat sich auf hochwertige Drucksachen spezialisiert und bietet umfassende Zusatzservices.

Natürlich lohnt sich ebenfalls der Gang zur lokalen Druckerei. Oft bieten diese kleineren Unternehmen für Firmen besonders günstige Preise an. Vergleichen lohnt sich in jedem Fall.

 

Verhandlungen mit dem Großhändler

Unabhängig davon, ob Sie einen ersten Vertragsabschluss planen oder bereits lange mit einem Lieferanten zusammenarbeiten: Regelmäßige Verhandlungen sind das A und O. Sowohl Preise als auch Rahmenbedingungen lassen sich neu festlegen, sodass Sie erneut Geld sparen können. Bei Bedarf ist es zudem möglich, den Händler zu wechseln, um einen besseren Deal zu bekommen. Folgende Dinge sind bei Verhandlungen zu beachten, um zum Erfolg zu führen.
 

Rabatte aushandeln

Wenn Sie einen Großhändler auf einer Fachmesse oder einem Kongress kennenlernen, besteht die Möglichkeit von Messerabatten. So können Sie bei Ihrem ersten Vertragsabschluss direkt bares Geld sparen. Doch auch im späteren Verlauf können Sie Rabatte bekommen. Sonderpreise für große Abnahmemengen oder Prämien für Weiterempfehlungen sind in der Branche keine Seltenheit. Es kann überdies zu Vergünstigungen kommen, wenn der Händler eigene Werbung auf die verkauften Produkte drucken darf. Diese Rabattmöglichkeit sollten Sie in Betracht ziehen, wenn Sie ein knappes Budget für Ihre Einkäufe haben.

Extra-Tipp: Fragen Sie gezielt nach Rabatten! „Können wir da etwas am Preis machen?“ ist nicht unhöflich und der Gesprächspartner ist in der Regel bereit, auf die Frage einzugehen.
 

Die richtigen Rahmenvereinbarungen

Neben dem Preis sollten auch die vereinbarten Leistungen zu Ihren Ansprüchen passen. Wann benötigen Sie Warenlieferungen? Sollen die benötigten Materialien immer zur gleichen Zeit geliefert werden oder nach Bedarf? Wie schnell können einzelne Broschüren nachgeliefert werden? Diese Fragen sind im Verhandlungsgespräch zu klären. Wenn Sie bei reinen Online-Shops bestellen, gibt der Vertragspartner die Rahmenbedingungen vor. Wenn Sie allerdings einen persönlichen Ansprechpartner haben, können Sie Einfluss auf diese Bedingungen nehmen. Nutzen Sie deshalb die Möglichkeit eines Kundenservices und sprechen Sie persönlich mit den Mitarbeitern der Firma.
 

Allgemeine Tipps für Verhandlungsgespräche

Sowohl bei Preisverhandlungen als auch in allen anderen Arten von Verhandlungsgesprächen beachten Selbstständige einige grundlegende Dinge. Dazu zählt die richtige Vorbereitung ebenso wie unabdingbare Soft Skills. Mit Blick darauf geben wir folgende drei Tipps:

  1. Richtig vorbereitet sein

Wer sich gut auf ein Gespräch vorbereitet, wirkt professioneller. Zudem können Sie im entscheidenden Moment genau sagen, welche Leistungen Sie sich wünschen oder ob ein Preis außerhalb Ihres Budgets liegt. Zur Vorbereitung gehört, sich mit den benötigten Waren auseinanderzusetzen und eine genaue Kalkulation zu machen. Diese können Sie bei Bedarf Ihrem Gegenüber vorlegen und so demonstrieren, welche Leistungen Sie benötigen – und welche Sie bezahlen können und wollen.
 

  1. Das richtige Auftreten

Professionalität ist, wie bereits erwähnt, sehr wichtig. Zudem sollten Sie freundlich und respektvoll mit Ihrem Gesprächspartner umgehen. Er soll Sie ernst nehmen und sehen, dass Sie wissen, worüber Sie sprechen und was Sie wollen. Treten Sie selbstsicher auf! Das sollte mit der richtigen Vorbereitung kein Problem darstellen. Erklären Sie, welche Materialien Sie benötigen und weichen Sie davon nicht ab. Einzige Ausnahme: Die Lieferbedingungen kennt der Händler besser als Sie. Vertrauen Sie ihm in diesem Bereich.
 

  1. Einen passenden Ansprechpartner finden

Falls Sie vorhaben, längerfristig mit einem Großhändler zusammenzuarbeiten, sollten Sie einen bestimmten Ansprechpartner haben. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, stets auf die gleiche Person zuzukommen. Das könnte beispielsweise notwendig werden, wenn Probleme auftreten oder Sie etwas an einem bestehenden Liefervertrag ändern möchten. In diesem Fall können Sie einfach Ihren Ansprechpartner anrufen und alle Fragen klären.

 

Wenn Sie sich abschließend noch weiter zum Thema informieren möchten, finden Sie online unter https://www.akademie-sport-gesundheit.de/magazin/anamnesebogen-ernaehrungsberatung.html sowie unter https://www.bzfe.de/inhalt/tipps-fuer-die-ausstattung-einer-ernaehrungspraxis-3363.html weiterführende Hinweise.

Was passiert mit meiner Krankenversicherung, wenn ich selbstständig bin?

 

Ernährungsberater

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