Zahlen Existenzgründer in Zukunft mit digitalem Euro?

In den letzten Jahren haben Kryptowährungen wie Bitcoin eine beachtliche Entwicklung durchlaufen. Insgesamt ist mit den technologischen Fortschritten auch die Akzeptanz für digitale Zahlungen deutlich gestiegen. Im Lebensalltag spielt Bargeld eine weniger greifbare Rolle. Vor diesem Hintergrund ist es als konsequent und zukunftsorientiert anzusehen, dass die Europäische Zentralbank Pläne für einen digitalen Euro konkretisieren will. Die Europäische Zentralbank selbst vertritt die Auffassung, ein „digitaler Euro wäre ein Stabilitätsanker für unser Geld im digitalen Zeitalter“.

Werfen wir hier einen Blick auf die wichtigsten Fakten und Potenziale für Existenzgründer.

Was ist der digitale Euro?

Dabei soll es sich um ein elektronisches und sehr sicheres Zahlungsmittel handeln, das im gesamten Euroraum zum Einsatz kommen kann. Möglich wäre es damit auch weiterhin, mit Karte oder per App zu bezahlen. Wie konkret der digitale Euro aussehen soll und ob er überhaupt eingeführt wird, steht Stand Dezember 2023 noch nicht fest.


Warum soll der digitale Euro eingeführt werden?

Im Grunde handelt es sich um eine konsequente Entwicklung, die der Digitalisierung im Zahlungsverkehr Rechnung trägt. Kryptowährungen zeigen in diesem Kontext, was bereits geht und wie gesellschaftsfähig solche Zahlungsmittel sind. Der Zahlungsverkehr könnte effizienter und so insgesamt wettbewerbsfähiger werden. Die EZB formuliert die Ziele, die Stabilität des Euros zu erhöhen und die geldpolitische Souveränität des Euroraums zu stärken.
 

Digitaler Euro: Wie ist der aktuelle Stand?

Im Oktober 2021 wurde eine Untersuchungsphase eingeleitet, die bis Oktober 2023 läuft. Dabei werden das Aussehen eines digitalen Euros sowie mögliche Marktauswirkungen genau untersucht. Erst nach dieser Phase soll entschieden werden, ob mit der Entwicklung des digitalen Euros begonnen wird. Die Einführung wird also noch mindestens 2 Jahre dauern, falls es zu dieser Entscheidung kommt.
 

Welche Vorteile bietet der digitale Euro Unternehmen?

Die genauen Vorteile werden von der Beschaffenheit des digitalen Euros und den Eigenarten eines jeden Geschäftsmodells abhängen. Grundsätzlich zeichnen sich aber die folgenden Vorteile ab.

Die Liquiditätsverwaltung in Unternehmen könnte besser werden, was für den gesamten Zahlungsverkehr gilt. Unternehmen könnten einen besseren Überblick haben und von gesteigerten Transaktionsgeschwindigkeiten in Zukunft profitieren. Durch Automatisierung lassen sich Ressourcen einsparen.

Experten sehen einen weiteren Vorteil darin, dass Banken bei vielen Transaktionsprozessen als Zwischeninstanzen wegfallen könnten, was zu erheblichen Kosteneinsparungen führen würde. Je nach Geschäftsmodell könnte der digitale Euro einen nennenswerten Beitrag zur Senkung der gesamten Unternehmenskosten leisten. Wie groß dieser Effekt sein wird, hängt aber von der genauen Ausgestaltung der Konditionen ab.

Auslandsgeschäfte sollten sich in digitaler Zahlungszukunft schneller bzw. im Idealfall in Echtzeit abwickeln lassen. Durch direkt geführte Konten könnte eine Umrechnung in Fremdwährungen entfallen. Denkbar ist es auch, bestimmte Zahlungen mit Zollbestimmungen zu verknüpfen, um Prozesse ganzheitlich zu optimieren.

Insgesamt werden die Zahlungsmöglichkeiten mit dem digitalen Euro neben PayPal, Debit- und Kreditkarten sowie Google Pay und Co. noch größer. Wer bestimmten Varianten skeptisch gegenüberstand als Kunde, kann sich mit dem digitalen Euro eventuell für ein „offizielles“ Zahlungsmittel begeistern.
 

Fazit: Wann kommt der digitale Euro nach Deutschland?

Laut Europäischer Zentralbank soll der digitale Euro ein elektronisches Zahlungsmittel sein, das frühestens ab 2026 im Euroraum genutzt werden kann. Gründer, Selbstständige bzw. Unternehmer sollten die Entwicklung genau verfolgen, um frühzeitig notwendig Maßnahmen ergreifen zu können. Denn die skizzierten Vorteile eines digitalen Euros können für Unternehmen im internationalen Wettbewerb eine wichtige Rolle spielen.
 

…und was bedeutet der digitale Euro für Existenzgründer?

Existenzgründer bzw. Selbstständige sollten den digitalen Euro auf der Rechnung haben, da er in wenigen Jahren bereits ein zugelassenes und stark akzeptiertes Zahlungsmittel (nicht nur in Deutschland) sein könnte. Zu prüfen ist frühzeitig, welche Vorteile bzw. Potenziale ein digitaler Euro für das eigene Geschäftsmodell mitbringen würde. Mit Blick auf die steigende Akzeptanz digitaler Bezahlverfahren ist auch zu prüfen, ob und inwiefern Kryptowährungen eine Rolle für das eigene Geschäftsmodell spielen können.

Wer sich jetzt oder in absehbarer Zeit selbstständig machen will, sollte zukunftsorientiert denken und digitale Bezahlmethoden bereits im Businessplan (https://www.selbststaendig.de/wissen/businessplan) zum Thema machen. Gründer zeigen so, dass sie zukunfts- und potenzialorientiert denken und neue Möglichkeiten gezielt als Chancen nutzen. Genau das macht einen überzeugenden Businessplan aus!
 

Was ist jetzt zu tun?

In jedem Fall sind die weiteren Entwicklungen genau zu beobachten, da noch keine finale Entscheidung für den digitalen Euro gefallen ist. Stehen die konkreten Bedingungen fest, können auch die Auswirkungen für die eigene Geschäftsidee konkretisiert werden.

 

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