Fitnessstudio: Beim Einkauf Kosten sparen

Ausstattung Fitnessstudio

Wer sich selbstständig macht, muss stets seine Finanzen im Blick behalten. Grundsätzlich gilt das für alle Branchen und natürlich auch für den Bereich der Fitnessbranche. Fitnesstrainer arbeiten entweder in festen Studios oder mobil draußen bzw. direkt bei Kunden. Sie benötigen passendes, hochwertiges Equipment, um den Trainierenden das bestmögliche Trainingserlebnis zu liefern. Denn wenn Kunden mit minderwertigem Equipment oder Sportgeräten Verletzungen erleiden, wäre das eine ernstzunehmende Gefahr mit weitreichenden Folgen für die Selbstständigkeit. Wer sich einen Fitnesstrainer leistet, will professionelle Unterstützung und das drückt sich insbesondere in hochwertigem Material der Sportgeräte (z.B. Crosstrainer, Ergometer, Hantelbank, etc.) aus. Gute Verarbeitung, hohe Belastbarkeit, langlebige Materialien und das in möglichst ansprechendem Design - all das erwarten Kunden mindestens.

Deshalb ist es besonders wichtig, mit den richtigen Händlern zusammenzuarbeiten. Bei den passenden Lieferanten erhalten Sie Ihr Equipment in der gewünschten Qualität und zu einem fairen Preis. Worauf Sie beim Händlerkontakt achten und wie sie passende Großhändler finden, erläutert der folgende Beitrag.
 

1. Den passenden Großhändler finden

Vor allem Berufsanfänger, die sich gerade erst selbstständig gemacht haben, sind oft unsicher, wie sie Händler und Lieferanten finden. Die Suche über große Online-Portale ist hier ein guter erster Schritt, um sich einen Überblick zu verschaffen. Es gibt zahlreiche Großhändler, die sich teilweise auf spezielle Teilbereiche fokussieren. Hier gilt es, die passenden Händler zu selektieren. Eine weitere Möglichkeit, mit Fachhändlern in Kontakt zu kommen, sind Fachmessen und Kongresse. Als Fitnesstrainer haben Sie auf diesen Plattformen die Möglichkeit, direkt kompetente Ansprechpartner der Firmen kennenzulernen und so erste Kontakte zu knüpfen. Außerdem präsentieren Sie sich dort selbst und finden möglicherweise spannende Kontakte und hilfreiche Kooperationspartner.

Tipp: Halten Sie Visitenkarten bereit, um sie mit den Mitarbeitern der Lieferfirmen auszutauschen! So haben Sie direkt alle Kontaktdaten ihres Gegenübers – und umgekehrt ebenso.

Lassen Sie sich im Folgenden von vielversprechenden Firmen Kataloge und Angebote zusenden. Auf diese Weise stellen Sie schnell fest, ob der Händler in Ihr Budget passt und ob die Leistungen Ihren Bedürfnissen entsprechen. Praktisch alle Großhändler verfügen über übersichtliche Webauftritte und ermöglichen Ihren Kunden eine Onlinebestellung rund um die Uhr. Bei diesen Firmen können Sie sich auch vorab auf der Homepage über das Angebot informieren. Folgende Großhändler bieten beispielsweise Onlinebestellungen an:

  • Die deutsche Firma Sportona GmbH hat sich auf einen B2B-Onlineshop spezialisiert. Kunden profitieren von über 15 Jahren Erfahrung.

  • Der Großhandel Nutrition best bietet vorrangig Nahrungsergänzungsmittel und Fitnesslebensmittel an. Es gibt zudem eine Auswahl an Sportbekleidung und Trainingszubehör.

  • Die DFG Fitnessgroßhandel GmbH hat sich ebenfalls auf Supplemente spezialisiert. B2B-Kunden erhalten zudem Trainingsequipment und Studioeinrichtung.

  • Der Maxxfit-Großhandel hält eine breite Auswahl an Fitnesszubehör, Nahrungsmitteln und Bekleidung für seine Kunden vor. Zugriff auf das Onlineangebot erhalten hier nur registrierte Kunden.

  • Die Firma Fitnessbedarf.de aus Hamburg versorgt ihre Kunden mit allen Dingen aus dem Fitnessbereich. Neben Studiozubehör und Trainingsequipment gehören dazu auch Büroartikel und Verbrauchsartikel wie Toilettenpapier und Kaffee.

 

2. Richtig verhandeln

Wenn Sie einen oder mehrere passende Großhändler gefunden haben, geht es im nächsten Schritt darum, gute Verträge auszuhandeln. Die veranschlagten Preise müssen in Ihr Budget passen und die Lieferbedingungen mit Ihren Anforderungen vereinbar sein. Deshalb gilt es, bei Verhandlungsgesprächen einige Dinge zu beachten:

  • Wer selbstsicher und professionell auftritt, wird ernst genommen. Halten Sie sich vor Augen, dass Sie genau wissen, was Sie benötigen – und was nicht. Teilen Sie das Ihrem Gegenüber mit.

  • Bleiben Sie stets höflich und freundlich. Ein respektvoller Umgang miteinander ist in jeder Geschäftsbeziehung wichtig!

  • Bereiten Sie sich auf Verhandlungsgespräche gut vor. Legen Sie dar, welche Leistungen Sie benötigen und welchen Preis Sie bereit sind, dafür zu zahlen. Am besten ist es, wenn Sie die wichtigsten Informationen schriftlich vorlegen können.

Tipp: Es ist besonders hilfreich, wenn Sie sich immer an den gleichen Ansprechpartner wenden können. Dieser kennt Ihr Unternehmen und weiß, worauf Sie Wert legen. Das vereinfacht die Kommunikation. Auch bei Fragen und Problemen kann dieser Ansprechpartner schnell und unkompliziert weiterhelfen.

Verhandlungsgespräche werden in Ihrer geschäftlichen Laufbahn immer wieder auftreten. Einerseits verhandeln Sie die Preise, die sie für bestimmte Leistungen bezahlen, andererseits verhandeln Sie ebenso die Rahmenbedingungen für Ihre Lieferungen.

 

Rabatte aushandeln – die Preisverhandlungen

Bei Preisverhandlungen geht es häufig vor allem darum, Rabatte auszuhandeln. Wenn Sie den Großhändler beispielsweise auf einer Messe kennengelernt haben, gewährt er Ihnen auf Nachfrage höchstwahrscheinlich einen Messerabatt. Sobald der erste Vertrag ausläuft, treten Sie wieder mit dem Großhändler in Verhandlungen. An diesem Punkt ist es für Sie wichtig, erneut passende Rabatte auszuhandeln, da Sie nicht mehr automatisch vom Messerabatt profitieren. Manche Großhändler gewähren beispielsweise Sonderpreise für Stammkunden. Auch besonders große Bestellungen sorgen für eine Rabattierung, den Mengenrabatt. Viele Fitnesstrainer vertreiben neben ihrer eigentlichen Tätigkeit Fitnessnahrung oder Supplemente in ihren Studios. Hier können Sie durch Werbung für bestimmte Marken und eben durch Abnahme großer Mengen beim Lieferanten Rabatte erhalten und so bares Geld sparen. Doch achten Sie darauf, stets authentisch zu bleiben, das heißt, keine Produkte zu vertreiben, die Sie nicht selbst nehmen würden und im Grunde schlecht finden. Denn dann machen Sie sich unglaubwürdig, was Kunden mittelfristig damit quittieren, dass sie sich abwenden.

Beispiel: Wenn Sie als Fitnesstrainer vor allem Krafttraining anbieten, ist eine Kooperation mit entsprechenden Herstellern von Aufbaupräparaten stimmig. Liegt ihr Fokus aber auf natürlichem Shaping durch Eigengewichtübungen, wäre dasselbe Präparat ungeeignet und lässt Zweifel an Ihrer grundlegenden Philosophie aufkommen. Das wirkt auf Kunden abschreckend.

 

Die richtigen Rahmenbedingungen schaffen

Auch die Rahmen- oder Lieferbedingungen sind entscheidend bei Verträgen mit Großhändlern. Häufig ist von großer Bedeutung, wie schnell Waren geliefert werden können. Auch zusätzliche Services wie Seminare und Weiterbildungen sind bei manchen Händlern möglich. Der Einkauf dort ist manchmal teurer, doch Sie profitieren im Gegenzug von besonders intensiven Kundenservices und Zusatzleistungen. Hier müssen Sie entscheiden, was für Ihr Business wichtiger ist.

Tipp: Lesen Sie Verträge immer sehr genau! Manche Großhändler bieten ausschließlich Exklusivverträge an. Diese wirken auf den ersten Blick sehr günstig, hindern Sie aber unter Umständen daran, mit weiteren Händlern Verträge abzuschließen.

Auch regelmäßige Lieferungen von beispielsweise Verbrauchsartikeln oder Lebensmitteln sind möglich und können vertraglich geregelt werden. Hier sollte sich die regelmäßige Abnahme im Preis widerspiegeln.

 

3. Regelmäßig neu verhandeln

Abschließend ist zu sagen, dass Verträge mit Großhändlern wichtig sind, um sich ein gut laufendes Unternehmen aufzubauen. Dabei ist nicht nur der Preis entscheidend. Sie müssen zudem die Qualität der Waren und die Rahmenbedingungen im Blick behalten. Aus diesem Grund ist es essentiell, Verträge in regelmäßigen Abständen zu prüfen und gegebenenfalls neu zu verhandeln. Schließlich ändert sich die Marktsituation ständig, so dass es aus kaufmännischer Sicht mehr als ratsam ist, sich permanent die bestmöglichen Konditionen zu sichern.

Was passiert mit meiner Krankenversicherung, wenn ich selbstständig bin?

 

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