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Neues Jahr, neue Chancen: Förderprogramme in 2016

Für viele angehende Existenzgründer stellt insbesondere die Ausarbeitung eines Businessplanes eine große Herausforderung dar, die nicht selten einer professionellen Beratung bedarf. Im Vorfeld der Gründung sind Selbstständige buchstäblich gut beraten, solche Beratungsgespräche in Anspruch zu nehmen, um sich wertvollen Input von außen zu holen und mit einem hervorragenden Businessplan die Weichen auf einen nachhaltigen Geschäftserfolg zu stellen. Die Bundesländer bieten diesbezüglich einen Zuschuss oder sogar eine kostenfreie Beratung an, wobei sich ab Januar 2016 Änderungen ergeben.
 

Neues Förderprogramm ab Januar 2016: Förderung unternehmerischen Knowhows

Durch das besagte Förderprogramm, das auch Anhänger der Freien Berufe nutzen können, werden die bisherigen Förderprogramme wie ‚Gründercoaching Deutschland‘ oder ‚Turn-Around-Beratung‘ zusammengefasst. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist für die Umsetzung des neuen Förderprogrammes verantwortlich.
 

Wer kann die Förderung unternehmerischen Knowhows beanspruchen?

Das ab Januar 2016 in Kraft tretende Förderprogramm richtet sich an junge Unternehmen, die noch nicht länger als 2 Jahre am Markt etabliert sind. Auch Bestandsunternehmen (ab dem dritten Jahr der Gründung) sowie Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten dürfen die Förderung grundsätzlich nutzen. Bei Unternehmen, die sich derzeit in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden, soll die Wettbewerbsfähigkeit langfristig wieder hergestellt werden. Eine Grundvoraussetzung ist, dass die Unternehmen der Mittelstandsdefinition der EU für kleine und mittlere Unternehmen entsprechen. Für Jungunternehmen erstreckt sich der Förderzeitraum auf 6 Monate. Bestandsunternehmen dürfen pro Beratungsschwerpunkt maximal 5 Tage beanspruchen.
 

Welche Arten von Beratung werden unter welchen Voraussetzungen gefördert?

Im Mittelpunkt der Förderung unternehmerischen Knowhows stehen allgemeine Aspekte in Bezug auf wirtschaftliche, personelle, finanzielle und organisatorische Aspekte der Unternehmensführung. Mit Blick auf mögliche strukturelle Ungleichheiten können auch weitere, speziellere Beratungsleistungen gefördert werden. Zu denken ist in diesem Zusammenhang etwa an die Einbindung von Migranten, die Gleichbehandlung von Frauen, die gezielte Gewinnung von Fachkräften, die altersgerechte Gestaltung von Arbeitsplätzen sowie die Zukunftsthemen Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Es ist möglich, mehrere Anträge auf diese Förderung zu stellen, bis die maximal förderfähige Summe erreicht ist. Eine wesentliche Voraussetzung ist, dass die Fördermaßnahme eine Einzelberatung darstellt und es sich nicht um Seminare oder Workshops handelt. Auch muss die erbrachte Beratungsleistung vom jeweiligen Berater mit einem Bericht dokumentiert werden. Nicht gefördert werden Beratungsmaßnahmen, die bereits mit anderen öffentlichen Mitteln finanziert oder bezuschusst werden.
 

Neues Jahr, alte Erfolgsrezepte: Nur wer geschäftliche Chancen ganzheitlich beleuchtet, kann sie nachhaltig ergreifen!

In diesem Sinne sollte diese sinnvolle Fördermöglichkeit von Existenzgründern auf jeden Fall im Jahr 2016 genutzt werden, zumal auch Bestandsunternehmen und solche in einer wirtschaftlichen Schieflage durch beratenden Input von außen profitieren können. Durch die Zusammenfassung unter dem neuen Förderprogram ergibt sich ein klareres Bild mit eindeutigen Zuständigkeiten. Die Höhe der Förderung variiert je nach Bundesland und Art des Unternehmens: Bei jungen Unternehmen liegt der förderfähige Höchstbetrag bei 3.200 Euro. Diese doch beträchtliche Summe sollte für die Chance einer nachhaltigen unternehmerischen Weichenstellung nicht versäumt werden. Anträge können direkt online auf der Plattform des BAFA gestellt werden.

Titelbild: Marco2811 - fotolia.com

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