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Geld sparen für Gründer – die 3 wichtigsten Tipps

Sparschweine werden immer größer

Gründer sind meist sehr ambitioniert, sie haben große Pläne und ein kleines Budget. Das macht jedoch nichts, denn wie ein bekannter Buchtitel verspricht, schlägt der Kopf das Kapital. Gute Ideen sind die wichtigste Währung auf dem Weg zum Erfolg. Um einige Investitionen kommt man jedoch nicht herum, gerade dann, wenn man Kundenkontakt hat. Wir haben die wichtigsten Spartipps zusammengetragen.
 

Spartipp für Gründer Nr. 1: Das Büro

Manchem Gründer gefällt die Idee, zu Hause arbeiten zu können, doch das hat nicht nur Vorteile. Einerseits ist man sehr isoliert und es fehlen die Kollegen und der soziale Austausch, andererseits ist die WG-Küche für ein Meeting mit einem potenziellen Kunden oder Investor überhaupt nicht geeignet. Ein eigenes Büro zu mieten kann jedoch die eigenen Ressourcen übermäßig belasten. Und es lohnt sich gerade am Anfang nicht unbedingt, denn weder braucht man es täglich, noch kann man sich die Räume mit einer guten Adresse zu Beginn seiner Karriere leisten. Das Zauberwort lautet Sharing! In allen großen Städten schießen die Co-Working Spaces wie Pilze aus dem Boden. Hier finden Gründer kreativen Austausch, sehr guten Kaffee und auf Wunsch einen Arbeitsplatz mit oder ohne Hardwareausstattung. Wer gerne allein vor sich hin werkelt und selbst großartigen Kaffee kochen kann, kann solche Sharing-Büros auch auf andere Weise nutzen. Er kann, wie etwa im Herforder Denkwerk, eine Geschäftsadresse mieten und damit nach außen eine geschäftliche Präsenz zeigen, die von der guten Adresse des Denkwerks profitiert. Diese Möglichkeit ist nicht nur interessant für Gründer, die aufgrund der niedrigen Gewerbesteuer ihr Unternehmen in Herford anmelden wollen, sondern auch für Blogger und YouTuber, deren private Adresse vor der Öffentlichkeit verborgen bleiben soll.

Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass in Co-Working Spaces meist Tagungsräume gemietet werden können, die etwa für das Meeting mit einem Investor oder eine größere Präsentation weitaus besser geeignet sind als der heimische Schreibtisch unter der Dachschräge. So können Gründer von Beginn an professionell auftreten, ohne sich in Unkosten zu stürzen.
 

Spartipp für Gründer Nr. 2: Die Hardware

Apropos Unkosten, als Gründer, gerade im IT- oder Dienstleistungsbereich, ist die Anschaffung professioneller Hardware natürlich unverzichtbar. Die Ansprüche an Rechenleistung und Sicherheit steigen mit den Aufgaben; niemand möchte durch seine Geräte ausgebremst werden. Notebooks, PC, Monitore, Server – heute können Gründer getrost auf gebrauchte und aufbereitete Hardware zurückgreifen, die sogenannte „refurbished IT“ ist salonfähig geworden und punktet mit einer möglichen Ersparnis von rund 50% - bei gleicher Leistung.

Eine weitere günstige Alternative ist das IT-Outsourcing, das sich besonders dann lohnt, wenn mehrere Geräte gebraucht werden. Dabei fallen weder Anschaffungs- noch Wartungskosten an, sondern nur eine monatliche Servicepauschale. Der größte Vorteil bei dieser Variante liegt darin, dass sich ein professioneller Dienstleister um die Wartung und Aktualisierung der Geräte kümmert. So ist der Gründer technisch immer auf dem neusten Stand und wird nicht ausgebremst. Das Schöne ist, dass diese Dienstleistungen stark skalierbar sind, sodass die Hardware mit dem Unternehmen wachsen kann.
 

Spartipp für Gründer Nr. 3: Die eigene Homepage

Ganz gleich, in welchem geschäftlichen Bereich man sich selbstständig machen möchte, ohne eine eigene Webseite hat man in der heutigen digitalisierten Zeit kaum eine Chance, auf sich aufmerksam zu machen und Kunden zu finden. Das Internet hat nicht nur die Branchenverzeichnisse auf Papier abgelöst, es ist in vielen Fällen auch effektiver als die unverzichtbare Annonce in der Zeitung. Nun gibt es mehrere Wege, wie ein Gründer an eine Website kommen kann: Entweder er nutzt einen Dienstleister, oder er gestaltete die Seite selbst. Die erste Variante ist nicht nur deutlich kostenintensiver, sie hat auch den Nachteil, dass man bei jeder geplanten Änderung den Dienstleister kontaktieren und für jede Handlung auch vergüten muss. Da scheint es deutlich einfacher, seine Webseite selbst zu gestalten, und tatsächlich gibt es zahlreiche Anbieter von sogenannten Homepage-Baukästen, die ein tolles Ergebnis mit wenigen Klicks versprechen. Auf diese Weise erstellte Seiten sehen auch nicht schlecht aus, sie kosten jedoch einerseits jeden Monat Geld und sind andererseits in Bezug auf bestimmte technische Gegebenheiten stark eingeschränkt. Das betrifft zum Beispiel die Suchmaschinenoptimierung.

Die SEO (Search Engine Optimization) ist ein unverzichtbares Werkzeug, um in der Google-Suche bei der Eingabe bestimmen Begriffe an prominenter Stelle auftauchen zu können. SEO erfordert dabei nicht nur bestimmte technische Gegebenheiten der Seite, wie etwa eine schnelle Ladezeit und die optimale Darstellbarkeit auf allen mobilen Endgeräten, sondern auch die Optimierung von Inhalten auf bestimmte Keywords.

Es gibt eine Software für Webseiten, mit der SEO sehr gut funktioniert. Sie ist kostenlos und erlaubt unzählige Modifikationen: Wordpress. Wordpress zählt nicht nur bei Gründern zu den beliebtesten Anwendungen, mehr als 30% aller weltweit vorhandenen Webseiten laufen mit dieser Software, die beständig weiterentwickelt wird.

Wordpress bietet tolle Designs, Tausende Erweiterungen und ist für die mobile Nutzung sowie verschiedene SEO-Maßnahmen optimiert. Zahlreiche kostenlose Onlinekurse erklären die Anwendung, die den meisten Gründern leicht von der Hand gehen sollte. Der Vorteil: auch wenn man zunächst Zeit investieren muss, kann man die Pflege einer Wordpress Seite jederzeit in professionelle Hände legen, denn durch die starke Verbreitung des Systems gibt es unzählige Dienstleister in den verschiedensten Preisklassen. Wordpress selbst ist kostenlos, alles, was man braucht, ist eine eigene Domain, die man bei einem Webhoster mieten kann. Viele Hoster bieten die Möglichkeit, Wordpress mit einem Klick zu installieren – am besten fragt man nach dieser Dienstleistung, bevor man sich für einen Anbieter entscheidet.

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