Home-Office: Wohlfühlen und effizient arbeiten

Der Schritt in die Selbstständigkeit ist meist auch mit der Schaffung eines eigenen Büros verbunden. Dabei geht es nicht allein darum, Wert auf eine funktionale Einrichtung zu legen. Die Arbeit wird viel leichter von der Hand gehen, wenn auch auf die Wohlfühlatmosphäre am Arbeitsplatz geachtet wird. Mit folgenden Tipps und Ratschlägen gelingt es Ihnen, im eigenen Zuhause eine angenehme Büroatmosphäre zu schaffen und entspannt und konzentriert zu arbeiten.
 

Die besten Voraussetzungen für ein Wohlfühlklima am Arbeitsplatz

Die Organisation des Home-Office hängt von verschiedenen Faktoren ab. Um die Vorteile des Büros in den eigenen Vierwänden nutzen zu können, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein.
 

Ruhe

Wer konzentriert arbeiten möchte, braucht Ruhe. Es gilt, den Arbeitsbereich vom lebendigen Mittelpunkt der Wohnung abzugrenzen und sich selbst einen Bereich zu schaffen, wo allein die Arbeit im Vordergrund steht. Produktiv arbeiten können Sie nur, wenn Sie sich nicht ablenken lassen und voll und ganz auf Ihre Arbeit konzentrieren.
 

Motivation

Das Chaos eines unaufgeräumten Schreibtisches vertreibt die Lust am Job. Ordnung zu halten und das Büro entsprechend der Anforderungen einzurichten und zu organisieren, sind Grundvoraussetzungen für effizientes Arbeiten. Hierzu zählen praktische und funktionale Büromöbel ebenso wie genügend Stauraum und Übersicht in den Akten und Büromaterialien.
 

Wohlfühlen

Wohlfühlen im Home-Office beginnt dort, wo eine kreative und individuelle Arbeitsumgebung geschaffen wird, welche ein konzentriertes wie produktives Arbeiten möglich macht. Jeder hat andere Vorstellungen von sich wohlfühlen. Mit liebgewordenen persönlichen Gegenständen, Fotos der Familie, Grünpflanzen oder einer Tasse Kaffee am Morgen gelingt der Start in einen entspannten Arbeitstag.

Führen Sie sich zunächst die Vorteile vor Augen, welche die Arbeit im Home-Office zu bieten hat. Zunächst werden Zeit und Geld eingespart. Am Morgen muss keine Hektik herrschen und bei Stau oder glatten Straßen können Sie ganz entspannt bleiben. Sie sind auch nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Ist die Arbeit geschafft, kann unmittelbar in den Feierabend gestartet werden, denn dieser beginnt oft nur eine Tür weiter.

Stress und Hektik in Großraumbüros sind vergessen. Kein Chef tritt an Sie heran, weil Arbeiten dringend erledigt werden müssen und auch von permanent klingelnden Telefonen und Kollegen mit einem nie enden wollenden Kommunikationsbedürfnis werden Sie nicht von der Arbeit abgelenkt.

Ein häusliches Arbeitszimmer kann steuerlich geltend gemacht werden. Die benötigte Ausstattung lässt sich ebenso von der Steuer absetzen wie dies unter bestimmten Voraussetzungen für die anteiligen Mietkosten möglich ist.
 

Die Wahl des Arbeitszimmers

Den Schreibtisch in Küche oder Wohnzimmer zu integrieren, ist weniger vorteilhaft. Mit der Schaffung eines eigenen Arbeitsbereichs sollte die Abgrenzung vom übrigen Teil der Wohnung einhergehen. Damit es leichter fällt, Berufliches und privates voneinander zu trennen, ist ein eigenes Arbeitszimmer die beste Wahl. Wer kein eigenes Zimmer für sein Home Office erübrigen kann, sollte zumindest versuchen, durch Abgrenzung einen eigenen Bereich zu schaffen. Raumteiler, größere Pflanzen oder eine separate Farbgestaltung der Wände können hierbei von Vorteil sein.
 

Die passenden Möbel auswählen

Ist das Arbeitszimmer, bzw. der Standort des Home-Office gefunden, muss die passende Büroeinrichtung gefunden werden. Beim Kauf von Büromöbeln zählt nicht nur die Optik. Wichtig ist eine funktionale wie ergonomische Gestaltung, schließlich verbringen Sie täglich mehrere Stunden am Schreibtisch und nur wer dort auch bequem sitzt und alle Arbeitsgeräte bequem erreicht und bedienen kann, wird sich in seiner Arbeitsumgebung wohlfühlen.

Der Schreibtisch wird zum zentralen Element der Bürogestaltung. Passend dazu muss ein Schreibtischstuhl gefunden werden, welcher eine optimale Sitzhöhe bietet und die Wirbelsäule entlastet. Damit der Schreibtisch nicht zur Ablagefläche wird, ist für ausreichend Unterbringungsmöglichkeiten für Akten, Ordner und Büromaterialien zu sorgen.
 

Die Gestaltung des Arbeitsplatzes

Nun gilt es, die erworbenen Möbel den Gegebenheiten im Raum anzupassen. Zunächst wird der Schreibtisch nach den erforderlichen Lichtverhältnissen ausgerichtet. Schreibtische sind möglichst nahe am Fenster zu platzieren. Bei Bildschirmarbeitsplätzen ist darauf zu achten, dass das Licht nicht direkt auf den Bildschirm fällt, sondern besser von der Seite kommt.

Befürworter des Feng-Shui halten eine Wand im Rücken und alle Türen und Fenster des Raumes im Blick für Voraussetzungen einer entspannten Arbeitsatmosphäre.
 

Bitte nicht stören!

Der größte Nachteil der Selbstständigkeit im Home-Office sind die ständigen Störfaktoren. Diese gehen nicht nur von anderen aus, sondern kommen auch direkt von Ihnen selbst. Eigentlich hätte die Wäsche noch in die Maschine und das Geschirr aus dem Spüler gemusst. Weiterhin ist es nur schwer möglich, konzentriert zu arbeiten, wenn im Fernsehen die Lieblingsserie läuft oder sich der Appetit auf Kaffee oder Eis meldet. Es gehört eine Menge Selbstdisziplin dazu, sich nicht von den üblichen Dingen des Alltags ablenken zu lassen.

Fernseher, Handy oder das Lieblingsbuch sollten sich möglichst außer Reichweite befinden. Allen Familienmitgliedern sollten Sie klarmachen, dass es sich um einen Arbeitsbereich handelt und Störungen nicht erwünscht sind.
 

Wohlfühlen im Home-Office - weitere Faktoren

Folgende konkrete Tipps helfen Ihnen dabei, Ihre persönlichen Vorstellungen von einem Wohlfühlklima am Arbeitsplatz umzusetzen.
 

Raumklima verbessern

Die Temperatur im Büro beeinflusst das Arbeitsklima mehr als Sie zunächst vielleicht annehmen würden. In einem überhitzten Raum werden Sie sich kaum konzentrieren können und ermüden schnell. Ebenso sind kühle Temperaturen keine Lösung. Wer friert, wird schnell unruhig und damit ebenfalls unkonzentriert. Als ideale Arbeitstemperatur im Büro werden Werte zwischen 20 und 24 Grad betrachtet.

Regelmäßiges Stoßlüften sorgt für einen Luftaustausch und versorgt Sie mit ausreichend Sauerstoff. Meist ist die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen zu niedrig. Neben Grünpflanzen helfen mechanische Luftbefeuchter, eine angenehme Arbeitsumgebung zu schaffen.
 

Die Beleuchtung

Die richtigen Lichtverhältnisse sorgen für Durchblick auf dem Schreibtisch. Fällt nicht genug Tageslicht ins Zimmer, sinkt schnell die Motivation, Müdigkeit und Trägheit machen sich breit. Mehrere Lichtquellen im Raum und Lampen mit Dimmer sorgen dafür, dass die Lichtverhältnisse individuell angepasst werden können. Eine Schreibtischlampe ist ein Muss. Diese sollte dezentes wie blendfreies Licht erzeugen. Zu starke Kontraste zwischen den einzelnen Lichtzonen am Arbeitsplatz sind möglichst zu vermeiden. Die Augen werden dadurch schnell überfordert.
 

Richtig sitzen

Der Schreibtischstuhl sollte zur übrigen Einrichtung passen, in erster Linie aber ausreichend Sitzkomfort bieten. Entscheidend ist die richtige Sitzhöhe. Wenn Sie aufrecht sitzen, die Füße auf dem Boden aufstellen und die Unterarme locker auf die Schreibtischplatte auflegen, sollten Knie und Ellbogen einen Winkel von 90 Grad bilden.

Unser Körper ist nicht dafür geschaffen, ganztags still auf einem Fleck zu sitzen. Stehen Sie daher häufiger auf oder verändern zumindest öfter die Sitzposition. Wer regelmäßig mehrere Stunden täglich im Büro verbringt, ist mit dem Kauf eines ergonomischen Schreibtischstuhls gut beraten.
 

Blickfänge schaffen

In einer eintönigen und sterilen Umgebung lässt die Motivation ebenfalls schnell nach. Der Kreativität bei der Einrichtung des Home-Office sind keine Grenzen gesetzt. Übertreiben sollten Sie jedoch nicht, denn ein mit Nippes und Kleinkram überladenes Büro verkörpert schnell Unruhe und lenkt vom konzentrierten Arbeiten ab.

Entscheiden Sie sich dagegen für mit Bedacht ausgewählte persönliche Gegenstände, welche zur gewählten Einrichtung passen. An weißen Wänden machen sich Bilder der Familie oder Landschaftsfotografien besonders gut. Auch inspirierende Zitate können der persönlichen Motivation dienen. Generell gilt: „Weniger ist mehr“.
 

Grünpflanzen einsetzen

Grünpflanzen lockern das Ambiente auf und bieten einen Blickfang, der beruhigend wie motivierend wirkt. Der positive Nebeneffekt von Pflanzen im Büro bezieht sich auf die Verbesserung des Raumklimas. Pflanzen gelten als Sauerstofflieferanten und verdampfen das aufgenommene Wasser. Weiterhin binden Zimmerpflanzen Staub und Schadstoffe.
 

Folgende Zimmerpflanzen eignen sich besonders gut:

  • Efeu

  • Gummibaum

  • Einblatt

  • Drachenbaum

  • Monstera

Für die genannten Pflanzen brauchen Sie keinen grünen Daumen und haben eine Möglichkeit gefunden, für ein angenehmes Raumklima zu sorgen.
 

Pausen einhalten

Zur Arbeitsdisziplin im Home-Office zählt auch, sich ausreichend Pausen einzuräumen. Um die Energie-Depots wieder aufzufüllen, benötigt der Körper Energie. Mehrere kleinere Pausen am Tag helfen, den Kopf freizubekommen. Ein kleiner Spaziergang und leichte und vollwertige Snacks helfen, anschließend wieder konzentriert und effektiv weiterzuarbeiten.
 

Fazit

Sie haben im Home-Office alle Möglichkeiten, für ein Wohlfühlklima zu sorgen. Eine individuelle Arbeitsumgebung wirkt sich positiv auf die Motivation und das Arbeitsergebnis aus. Die Grundlagen werden mit praktischen wie ergonomischen Möbelstücken geschaffen. Die richtige Beleuchtung und das Raumklima bestimmen die Arbeitsatmosphäre. Mit kleinen Pausen motivieren Sie sich selbst.

Frau am Schreibtisch im Homeoffice

Was passiert mit meiner Krankenversicherung, wenn ich selbstständig bin?

 

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