Ifo: Gibt es 2024 wieder Hoffnung auf ein besseres "Klima"?

Das Geschäftsjahr 2023 wird für viele Unternehmer und Gründer als schwieriges zu Ende gehen: Konsumzurückhaltung, Fachkräftemangel, hohe Energiekosten und politische Unsicherheiten (zuletzt bezüglich der Haushaltskürzungen durch die Ampel) haben für ein nicht wachstumsförderliches Umfeld gesorgt. So verwundern auch keine Nachrichten vom schleppenden Weihnachtsgeschäft 2023 und der Tatsache, dass der Ifo-Index entgegen der Erwartung vieler Experten gefallen ist.
 

Ifo-Geschäftsklima-Index fällt im Dezember 2023

Neueste Daten bzw. die Befragung von 9.000 Führungskräften in deutschen Unternehmen zeichnet ein ernüchterndes Bild: Im Dezember 2023 ist der aussagekräftige Ifo-Geschäftsklimaindex um 0,8 Punkte auf 86,4 gefallen. Der Effekt einer kurzfristigen Stabilisierung ist schon wieder verpufft, nachdem der Index 2023 insgesamt betrachtet auf einem schwachen Niveau lag.

Das spiegelt die pessimistische Einschätzung in vielen Chefetagen wider, die sich nach einem schwierigen Geschäftsjahr 2023 festgesetzt zu haben scheint. Analysten gehen davon aus, dass die deutsche Wirtschaft auch im vierten Quartal sinken wird. Hohe Lohnkosten, eine starke Steuerbelastung und im internationalen Vergleich hohe Energiekosten werden als zentrale Gründe für die schlechte Entwicklung in vielen Unternehmen angesehen. Vor allem energieintensive Betriebe sehen sich vor großen Herausforderungen, zumal mit der anvisierten Klimatransformation in naher Zukunft weitere finanzielle Belastungen entstehen werden.
 

Aussichten auf das Wirtschaftswachstum 2024

Nach einem Rückgang des BIP um etwa 0,3 % im Jahr 2023 wird für das Jahr 2024 allenfalls ein leichtes Wachstum erwartet. Führende Wirtschaftsforschungsinstitute wie Ifo oder das Berliner DIW haben Prognosen für 2024 jüngst gesenkt: Es wird für 2024 nur noch mit einem Wirtschaftswachstum zwischen 0,5 und 0,9 % gerechnet. Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen der Haushaltskompromiss der Ampel auf die wirtschaftliche Entwicklung haben wird. Nicht wenige Experten gehen davon aus, dass einige der beschlossenen Sparmaßnahmen einen wachstumsbremsenden Effekt haben werden.
 

Was planen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2024?

Entsprechend der geschilderten Stimmung agieren viele Unternehmen momentan sehr zurückhaltend: 16 % aller Betriebe planen laut Umfrage für 2024 überhaupt nicht mit Investitionen. 27 % wollen weniger investieren als im Geschäftsjahr 2023. Nur 13 % der befragten Unternehmen planen, die Ausgaben im Jahr 2024 zu erhöhen.
 

Sinkende EZB Zinsen als Wachstumshoffnung für 2024 …

Für 2024 deuten viele Anzeichen darauf hin, dass die Europäische Zentralbank die Zinsen senken wird. Nach Einschätzungen vieler Experten soll auch die Inflation 2024 deutlich zurückgehen wodurch sich der private Konsum erholen sollte. Der Arbeitsmarkt präsentiert sich insgesamt als stabil, sodass auch weiter mit anziehenden Löhnen zu rechnen ist. Viele Tarifabschlüsse haben 2023 für ein kräftige Lohnzuwächse gesorgt. Diese Entwicklung sollte auch 2024 anhalten.

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