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Impressum auf der Webseite: Das muss drinstehen

Paragraphen-Symbol in Zimmer

Die Mehrzahl aller Unternehmer betreibt eine eigene Webseite. Dabei spielt es grundsätzlich keine Rolle, welche Form des Internetauftritts sie gewählt haben: Denn ob Firmenhomepage, Blog, Onlineshop und sogar eine private Webseite mit simplem Werbebanner – sie alle unterliegen der sogenannten Impressumpflicht. Wer sich nicht daran hält oder nicht die nötigen Pflichtangaben macht, läuft Gefahr, eine Abmahnung zu erhalten. Diese kann schlimmstenfalls mit hohen Kosten in Form von Strafgeld einhergehen. Um dies zu vermeiden, erfahren Sie hier, welche Angaben in einem Impressum Pflicht sind.
 

Was ist ein Impressum überhaupt und wer braucht es?

Ein Impressum oder auch Anbieterkennzeichnung genannt ist eine Unterseite auf der Homepage, die wichtige Daten über den Betreiber beinhaltet. Der Grund dafür ist denkbar einfach: Die Webseitenbesucher sollen wissen, mit wem sie es hier zu tun haben. Relevant ist hierfür, dass die Seite schnell und einfach von den Besuchern gefunden werden kann.

Grundsätzlich ist für jede Webseite das Führen eines Impressums Pflicht. Unter § 1 Absatz 1 des Telemediengesetzes ist Folgendes festgehalten:

„Dieses Gesetz gilt für alle elektronischen Informations- und Kommunikationsdienste, soweit sie nicht Telekommunikationsdienste nach § 3 Nr. 24 des Telekommunikationsgesetzes, (…) sind.“

Im Klartext bedeutet dies, dass alle Webseiten die Kennzeichnung benötigen, sofern es sich nicht um ausschließlich private Webseiten handelt. Privat wäre in diesem Sinne beispielsweise eine Person, die Bilder und Reiseberichte nur für ihre Freunde und Familie online stellt. Die Homepage darf in diesem Fall weder Werbebanner noch Affiliate-Links beinhalten.

Selbst Werbemails wie der Firmennewsletter und Social-Media-Profile wie die Unternehmerseite bei Facebook müssen mit dem Impressum gekennzeichnet sein. Unternehmer, die gegen diese Regelung verstoßen, können schlimmstenfalls mit Geldbußen bis zu 50.000 Euro rechnen. Was es darüber hinaus beim Aufbau einer Mailinglist zu beachten gilt, verrät dieser Artikel.
 

Was muss ein Impressum beinhalten?

Das Telemediengesetz regelt nicht nur wer eine Anbieterkennzeichnung benötigt, sondern auch was diese beinhalten muss. Zusammengefasst besagt § 5 des TMG, dass folgende Inhalte in dem Impressum anzugeben sind:

  • Name und Anschrift der verantwortlichen Person oder des Unternehmens.
    Selbstständige müssen sowohl die Firmenbezeichnung wie auch die Rechtsform darlegen. Zudem ist die vertretungsberechtigte Person anzugeben.
     
  • Kontaktdaten: Neben einer gültigen E-Mail-Adresse ist auch die Angabe der Telefonnummer Pflicht.
     
  • Registernummer, sowie der Ort des Registers. Es ist ratsam, auch die zugehörige Kammer oder den Berufsverband und die zuständige Aufsichtsbehörde anzugeben.
     
  • Umsatzsteuer-Identifikationsnummer und Wirtschaftsidentifikationsnummer falls vorhanden.

Freiberufler mit besonderen Regelungen wie Anwälte und Notare müssen neben der zugehörigen Kammer auch die gesetzliche Berufsbezeichnung angeben. Außerdem ist anzugeben, wo ihnen diese Bezeichnung verliehen wurde. Webseiten, die journalistische Inhalte beinhalten, müssen zudem den Verantwortlichen im Sinne des Presserechts ausweisen.

Vor allem in Bezug auf die Anschrift ist wichtig, die gesamte Adresse anzugeben. Es ist nicht ausreichend nur die Straße oder gar den Ort zu nennen. Auch ein Postfach ist nicht zulässig und kann abgemahnt werden.
 

Wo muss das Impressum untergebracht werden?

Nicht nur fehlende Angaben, auch eine fälschliche Unterbringung des Impressums kann zu einer Abmahnung führen. Denn generell gilt: Die Anbieterkennzeichnung muss schnell und ohne Umschweife aufzufinden sein. Wer beispielsweise das Impressum unter dem Kontaktformular oder den AGB unterbringt, da es thematisch grundsätzlich passt, begeht einen unter Umständen teuren Fehler.

Aus diesem Grund sie die meisten Webseitenbetreiber dazu übergegangen, den Link zum Impressum in den Footer oder den Header der Homepage zu integrieren. Dadurch ist es von jeder Unterseite mit nur einem Klick erreichbar, wodurch der Betreiber seine Pflicht erfüllt.

Wichtig ist auch zu wissen, dass die Anbieterkennzeichnung direkt auf der Webseite vorliegen muss. Dies bedeutet, dass es sich weder um ein PDF noch um eine Bilddatei handeln darf!

Neben dem Telemarketinggesetz müssen Unternehmer mit einer firmeneigenen Webseite zusätzlich in regelmäßigen Abständen einen Blick auf die Datenschutz-Grundverordnung, kurz DSGVO werfen. Jährlich gibt es neue Änderungen, die eine Überarbeitung der Homepage nötig machen. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf dem offiziellen Internetauftritt der DSGVO: dsgvo-gesetz.de

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