Mitarbeiterführung: Die Vorzüge des demokratischen Führungsstils

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Für eine Führungskraft kann die Kommunikation mit den Mitarbeitern eine Herausforderung sein. Die Art und Weise, wie gesprochen und gehandelt wird, ist jedoch ausschlaggebend für die Stimmung am Arbeitsplatz. Zudem bestimmt sie, in welchem Verhältnis Angestellter und Vorgesetzter zueinander stehen. Das kann vertrauensvoll sein oder auch missbilligend. Wer bei der Mitarbeiterführung auf demokratische Mittel setzt, kann sein Team jedoch zu produktivem Selbstbewusstsein verhelfen.
 

Die Führungsstile nach Max Weber

Der Soziologe Max Weber systematisierte schon vor einigen Jahrzehnten die seiner Meinung nach existierenden Führungsstile. Diese Einteilung ist nicht in Stein gemeißelt, gibt jedoch eine Idee davon, welche Wege sich zu beschreiten lohnen – oder eben nicht.
 

Der autokratische Führungsstil

Chef gleich Alleinherrscher. Es klingt so archaisch, wie es ist. Der Vorgesetzte übt seine Macht zum Zweck der hierarchischen Struktur aus. Das bedeutet, er orientiert sich nicht an den Bedürfnissen seiner Mitarbeiter. Kreativität, Flexibilität und Kritik sind hier nicht erlaubt.
 

Der patriarchalische Führungsstil

Auch hier haben Kritik und Kreativität keinen Platz. Ebenfalls ist die hierarchische Struktur so starr und heilig wie bei einem Autokraten. Der Unterschied ist die Intention: Eine patriarchalische Führung handelt im Interesse der gesamten Belegschaft, berücksichtigt aber trotzdem keine individuellen Bedürfnisse.
 

Der charismatische Führungsstil

Der Vorgesetzte setzt ein Mittel ein, die auch Sektenführer und Diktatoren schon nutzten: Bestechendes Charisma. Dabei wird es stets dafür eingesetzt, die Belegschaft zu Handlungen zu bewegen, die dem Unternehmen einen Vorteil verschaffen. Es handelt sich hierbei um Manipulation.
 

Der bürokratische Führungsstil

Der Bürokrat ist austauschbar. Denn eine solche Führungskraft bringt keinerlei persönliche Note in die Team-Politik. Er handelt gemäß Statuten und ist immer auf die Einhaltung von Vorgaben und Richtlinien bedacht. Das bringt ein sehr geringes Maß an Flexibilität und Individualismus mit sich. Höchstens, soweit es die Vorschriften erlauben.
 

Eine bedeutende Frage: Was lässt diese Aufstellung vermissen?

Max Webers Sicht auf die Welt muss relativ düster gefärbt gewesen sein. Seine Führungs-Kategorien erlauben scheinbar keinerlei freundliches und mitfühlendes Verhalten. Dabei ist genau mit diesen Mitteln eine nicht nur funktionale, sondern auch nachhaltig positive Kommunikation möglich.
 

Die Antwort: Einen demokratischen Führungsstil

Eine demokratisch gefärbte Mitarbeiterführung dagegen eröffnet der Belegschaft Optionen dafür, sich in interne Prozesse einzubringen, zu einem gewissen Maß an der Unternehmenspolitik teilzuhaben und Verantwortung für mehr als nur ihren Arbeitsbereich zu übernehmen.

Die Idee hinter dieser Kategorie stammt von Kurt Lewin. Der Einschluss der Belegschaft in zum Beispiel Entscheidungsprozesse führt allerdings nicht selten zur zeitlichen Ausdehnung ansonsten kürzerer Entscheidungswege. Jedoch stärkt die Teilhabe das Selbstwertgefühl der Belegschaftsmitglieder und wertet die Position jedes Mitarbeiters auf.

 

Lob, Kritik und Problemlösung im Kontext eines demokratischen Führungsstils

Einen wesentlichen Bestandteil der internen Kommunikation stellen Lob, Kritik und Problemlösungen. Alle drei Bereiche angemessen umzusetzen, ist das Ziel und eine Herausforderung.
 

Kritik fair und sinnvoll kommunizieren

Der Begriff der konstruktiven Kritik wird oft verwendet, wenn es um Mitarbeiter-Kommunikation geht. Er bedeutet, dass auf einen Mangel hingewiesen wird, ohne dabei verletzend zu werden und gleichzeitig zur Beseitigung des Mangels zu motivieren.

Ein Fehler bei der Ausübung von Kritik ist, starken Druck aufzubauen. Konstruktiv wäre der Hinweis, dass eine bestimmte Gegebenheit nicht dem Ideal entspricht oder sich diesem nicht annähert und man nun zusammen eine Lösung dafür überlegen muss. Es ist sinnvoll, auch Positives zu erwähnen.

Aggressive oder umgangssprachlich formulierte Kritik , die herabwürdigt, motiviert dagegen nicht, sondern schüchtert ein und führt im schlimmsten Fall zu einer Abwehrhaltung des Mitarbeiters.
 

Lob einbringen und im richtigen Maß motivieren

Lob ist eine einfache Art der Wertschätzung und immer angebracht, wenn es darum geht, die Moral zu verbessern. Jedoch sollte es in einem angemessenen Rahmen ausgerufen werden. Alltägliche und einfache Aufgaben, die in der Regel dauerhaft funktionieren, sollten nicht inflationär gelobt werden. Lösungen für besondere Herausforderungen dagegen sollten anerkannt und das dann auch kommuniziert werden

Die Art zu loben, spielt eine entscheidende Rolle. Es kann zu einer missgünstigen Stimmung führen, einzelne Mitarbeiter zu beschenken. Verbales Lob dagegen ist angebrachter. Wenn der Jahresabschluss zufriedenstellend war, spricht nichts gegen ein kollektives Lob und eine große Schachtel Schokolade für alle Mitarbeiter.
 

Wege zu einer konstruktiven Problemlösung

Die Probleme der Belegschaft werden immer erst dann relevant, wenn sie sich auf Qualität oder Quantität der Arbeit auswirken. Auch nur dann sollte ein Vorgesetzter eine Lösung anbieten. Dabei ist es wichtig, der betroffenen Person nicht das Problem abzunehmen, sondern zu versuchen, eine angenehme Umgebung zu schaffen. Das kann so geschehen:

  • Gespräche anbieten

  • Nach den Bedürfnissen fragen und wie sie erfüllt werden können

  • Erfahrung teilen

Während es für Führungskräfte ungesund sein kann, sich zu intensiv mit den persönlichen Problemen der Mitarbeiter zu befassen, ist es für Letztere auch nicht zielführend, wenn ein vollkommen Unbeteiligter die Problemlösung übernimmt. Es gilt, Grenzen klar abzustecken. Die Kommunikation sollte daher nicht zu freundschaftlich und angemessen distanziert sein.
 

Fazit

Ein demokratischer Führungsstil bringt eine Menge Herausforderungen mit sich. Dennoch lohnt es sich, die eigene Belegschaft respektvoll und wertschätzend zu behandeln. Natürlich sind auch dabei Grenzen zu wahren. Werden Lob, Kritik und Problemlösungen jedoch angemessen kommuniziert, kann das Potential jedes Mitarbeiters besser und auf eine gesunde Art ausgeschöpft werden.

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