Nachhaltige Messegestaltung - Inspiration und Input für Aussteller

Grüne Pflanze als Chart

Während der eigenen Lebenszeit etwas für die Zukunft der Erde zu tun, liegt immer mehr Menschen am Herzen. Zielloser Konsum kommt genauso aus der Mode wie häufiges Autofahren, viel Fleisch auf dem Teller und Plastiktüten. Auch auf Messen suchen Verbraucher gehäuft nach Unternehmen, die dem Nachhaltigkeitsgedanken folgen. Konsequenz bestimmt hier über Erfolg.


Nachhaltigkeit: Mehr als nur Trend

In Medienberichten wird deutlich, dass Umweltschutz und Nachhaltigkeit keine vorübergehenden „Launen“ sind. Wie wichtig ein achtsamer Umgang mit Natur und Klima ist, beweisen auch die zahllosen Schüler und Schülerinnen, die sich aktuell im Rahmen der „Fridays for Future“ Demonstrationen für einen besseren Klimaschutz einsetzen. Dass diese Demonstrierenden die B2C Zielgruppe von morgen sind, liegt auf der Hand.

Auch das Umweltbundesamt verweist auf eine Umfrage aus 2016, in der es um Umweltschutz ging. 21 Prozent der Befragten erachteten ihn als eines von zwei der größten Probleme. Und auch das persönliche Bewusstsein wächst. „Nur 36 % waren 2016 der Meinung, die Bevölkerung täte genug für Umwelt- und Klimaschutz.“ (Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/daten/private-haushalte-konsum/umweltbewusstsein-umweltverhalten#textpart-2)

Mehr tun wollen viele. Kein Wunder, dass Messen zum Thema Nachhaltigkeit, Fairness und Umweltschutz in den vergangenen Jahren steigende Besucherzahlen verzeichneten. So kamen zur FAIR FRIENDS in 2018 rund 15 Prozent mehr Menschen als noch im Vorjahr. Die Messe wird 2019 ab dem 5. September in Dortmund stattfinden und am Donnerstag mit einem Fachbesucher-Tag starten.
 

Das Standkonzept: Nachhaltigkeit muss nicht teuer sein

Wer sich als nachhaltiges Unternehmen positionieren und dieses Bewusstsein auch am Messestand unterstreichen will, kann viel richtig machen. Das beginnt bereits mit den Materialien, aus denen der Stand letztlich bestehen soll. Wie der Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. berichtet, spielen wiederverwendbare Materialien eine wichtige Rolle. Können Standelemente über Jahre hinweg genutzt werden, reduziert dies nicht nur die Ausgaben, sondern auch die Emissionen, die bei der Produktion und Lieferung entstehen.

Gute Bodenbeläge, die länger halten, sind beispielsweise aus

  • Sisal

  • Bambus

  • Kautschuk

  • Oder Kork.

Ein Material für den Bau von Messeständen, das von der schweizerischen MCH Group hervorgehoben wird, ist „ECOR“. Es besteht aus Zellulosefasern, lässt sich recyceln und ist schadstofffrei. Mit ECOR können Messestände kreativ gestaltet werden, ohne auf umweltschädlichere Alternativen wie Holz setzen zu müssen.

Werbebanner verursachen unter Umständen ebenfalls viel Müll. Das gilt besonders für jene aus Kunststoff, die nur für die einmalige Verwendung bestellt werden. Unternehmen sind besser beraten mit der Entwicklung von Bannern und Plakaten, die sich lange nutzen lassen und ihre Aktualität nicht verlieren.

Auf der Messe selbst spielt auch die Ausstattung der Mitarbeiter eine Rolle. Im Kontakt mit dem Besucher hat Papierlosigkeit eine starke Wirkung, denn sie lässt sich auch im Gespräch thematisieren. Wer keine Mappen, Flugblätter und Infozettel verteilt, spart Ressourcen und Geld. Die einfache Alternative stellen Tablets oder Notebooks dar, mit deren Hilfe Messebesucher informiert werden können. Gäste, die sich Informationen für zu Hause wünschen, können sich diese beispielsweise per Mail zuschicken lassen, oder auf einen Downloadlink hingewiesen werden.
 

Testen am Stand: Plastik meiden

Dieser Punkt ist vor allem für Unternehmen interessant, die auf Messen Nahrungsmittel anbieten. Ob Proteinshake, Trockenobst, Schokolade oder Energydrinks: Der Besucher kauft nur, was er vor Ort kennenlernen kann. Bietet ein Aussteller keine Proben an, wird er folglich weniger verkaufen.

Die üblichen Hilfsmittel für das Verteilen von Proben aber sind wenig umweltfreundlich: Plastikbecher und -teller, Löffel sowie Gabeln aus Kunststoff benötigen nach der Verwendung auf der Messe mehrere hundert Jahre, um von der Erdoberfläche zu verschwinden. Mehr Nachhaltigkeit entsteht mit alternativen Materialien. Besteck aus Bambus beispielsweise, Becher aus Pappe und kleine Teller aus Zuckerrohrfasern dürften positive Aufmerksamkeit wecken. Gleiches gilt für Einweg-Artikel aus PLA. Bei diesem Kunststoff handelt es sich um ein zu einhundert Prozent biologisch abbaubares Material, das aus Maisstärke hergestellt wird.
 

Give-Aways, Transporthilfen nachhaltig gestalten

Auf Messen haben Unternehmen einen Vorteil, die potenzielle Kunden mit einem kleinen Reminder nach Hause schicken. Der Wiedererkennungswert steigert sich, was insbesondere angesichts der vielen Eindrücke auf einer Messe sehr sinnvoll sein kann. Später kann der Besucher seine „Beute“ noch einmal sichten und wird sich an all jene besser erinnern, die ihm etwas in die Hand gegeben haben.

Auch bei kleinen Give-Aways gilt: Nachhaltigkeit ist oberstes Gebot. Werden sie in Plastik verpackt, leidet das Vertrauen des Konsumenten in die Konsequenz des Unternehmens und er wird eine erneute Kontaktaufnahme weniger wahrscheinlich in Betracht ziehen. Sind Give-Aways jedoch aus nachhaltigen Materialien gefertigt – beispielsweise Kugelschreiber aus Pappe – schafft das Kongruenz in der Außenwirkung.

Besteht die Möglichkeit, am Messestand einzukaufen, sind nicht alle Besucher gleichermaßen gut vorbereitet. Sobald sie eine Tüte benötigen, zeigt sich an vielen Ständen ein neuralgischer Punkt. Plastiktüten nämlich sind die Achillesferse einiger Aussteller, die sonst so konsequent auf Umweltschutz achten. Wer es besser machen möchte, bietet Stofftaschen zum Kauf an, oder setzt alternativ auf Papiertüten, die sich später im Alltag wiederverwenden lassen. Tragetaschen gibt es inzwischen ebenfalls auf Maisstärke-Basis. Sie stellen eine Alternative dar, die sich zudem leicht transportieren und auch in größeren Stückzahlen mitnehmen lässt.

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