Nachhaltigkeit im Büro – das moderne grüne Office

Ökologischer Besprechungsraum

Klima- und Umweltschutz sind genau wie soziale Gerechtigkeit die großen Themen des 21. Jahrhunderts. Mehr und mehr Menschen legen großen Wert auf Nachhaltigkeit und so ist es keine Überraschung, dass dieses Konzept längst im Arbeitsalltag angekommen ist.

Insbesondere Unternehmer haben eine große Verantwortung diesbezüglich, da in der Wirtschaft und Industrie riesige Potentiale zum Umweltschutz bestehen. Spätestens in Zeiten, in denen unsere Jugend im Rahmen der von der 15-Jährigen Greta Thunberg in Leben gerufenen „Fridays For Future“ weltweit für Klimaschutz und Nachhaltigkeit demonstriert, müssen auch Arbeitgeber über diese Themen nachdenken, um langfristig geschäftsfähig zu bleiben.

Dies sorgt auf der einen Seite dafür, dass man für junge Menschen als Arbeitgeber attraktiv bleibt – auf der anderen Seite werden die angebotenen Produkte und Dienste für Kunden interessanter, wenn sie mit nachhaltiger Firmenphilosophie in Verbindung gebracht werden. Mit den folgenden einfachen Tipps lässt sich das direkte Arbeitsumfeld „grüner“ gestalten und so den Mitarbeitern und der Umwelt etwas Gutes tun.
 

Recycling-Produkte im Büro

Die offensichtlichsten Gebrauchsgegenstände im Büro eines jeden Unternehmens sind natürlich Papierwaren wie Kopier- und Briefpapier und Umschläge. Der moderne Ansatz des papierlosen Büros ist zwar die optimalste Lösung, welche auf lange Sicht auch angestrebt werden sollte – heutzutage findet die Korrespondenz mit Kunden und Partnerfirmen zum Großteil digital statt.

Doch für manche Zwecke ist noch das klassische Papier notwendig. Dabei kann man dann ganz einfach zu Produkten aus schonend chlorfrei gebleichtem Recycling-Papier greifen.

Beim Einkauf einfach darauf achten, dass das Papier mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ versehen ist – dieses bedeutet, dass es aus 100 Prozent Altpapier ohne Verwendung aggressiver Chemikalien hergestellt wurde. Die Ressourceneinsparung ist dabei enorm und das Papier oft günstiger.

Firmen, die einen großen Wert auf eine hohe Papierqualität legen, oder deren angestammte Designs auf klassischem Altpapier nicht richtig wirken, können zu einem leichten Aufpreis zu Papier mit einem Weißegrad von 100 Prozent greifen. Dann bleibt die attraktive Optik trotz der ökologischen Vorteile von Recyclingpapier bestehen.

Auch bei anderen Gebrauchsprodukten im Büro kann man darauf achten, dass sie recyclebar oder besonders umweltfreundlich sind. So gibt es auch Büroelektronik wie Drucker und Kopierer, die bei Erfüllung von Kriterien wie Energieverbrauch, Langlebigkeit und Reparaturfähigkeit das Umweltzeichen tragen.

Ein weiterer Punkt, um Druckvorgänge für Korrespondenz und die Archivierung von Dokumenten naturfreundlicher zu gestalten ist, die Geräte mit Recycling-Tonerkartuschen oder nachfüllbaren Tintenpatronen zu betreiben. Diese sind bei den meisten Anbietern und Online-Shops von Druckerzubehör verfügbar.

Eine besonders tolle Möglichkeit, die die richtige Entsorgung von Toner und Tintenpatronen leicht macht, ist die CaritasBox. Diese ist für Unternehmer kostenlos bestellbar und macht die umweltfreundliche Entsorgung sehr komfortabel – die volle Box wird einfach abgeholt und noch funktionsfähige Kartuschen werden wieder befüllt.
 

Tasse statt To-Go-Plastikbecher

Die Vermeidung von Plastikmüll ist vielleicht eines der heißesten Themen im Bereich Umweltschutz. Das Interesse hat sich gegen Ende des Jahres 2018 laut der Trends in Google-Suchen mehr als vervierfacht. Plastikmüll fällt leider überall in großen Mengen an – das Büro ist dabei keine Ausnahme.

Mit der EU-Verordnung, die ab 2021 zur einmaligen Nutzung bestimmte Plastikprodukte verbietet, werden bereits Strohhalme, Plastikteller und ähnliche Gebrauchsgegenstände aus Kunststoff verboten. Der Müll wird durch diese Regelung stark reduziert beziehungsweise durch recyclebare Materialien ersetzt werden.

Ganz im Sinne dieser Bestimmung sollten Büros und Arbeitsräume schon jetzt entsprechend eingerichtet werden. Werden für die Mitarbeiter Getränke bereitgestellt, sollte man zu Glasflaschen oder einem Wasserspender mit Trinkgläsern greifen.

Produkte wie Kugelschreiber, die in sehr großer Zahl verbraucht werden, sind problemlos aus biologisch abbaubaren Materialien verfügbar. Besonders Holzkugelschreiber mit Einzelteilen aus Bio-Kunststoff (beispielsweise aus Maisstärke gewonnen) sind eine perfekte Alternative. Andere Schreibwaren wie Filzstifte oder Textmarker sind häufig nachfüllbar.
 

Der Mensch als Ressource – mit fairen Konditionen nachhaltig denken

Das moderne Stichwort hier ist „Corporate Social Responsibility“. Als Unternehmer formt man eine Umgebung, in der Menschen einen großen Teil ihres Lebens verbringen. Gepaart mit der Tätigkeit an sich und Belastungen und Stress, die damit in Verbindung stehen, hat der Arbeitsalltag einen spürbaren Einfluss auf das Gemüt und letztendlich die Gesundheit.

Schon seit einiger Zeit sind uns Begriffe wie Burnout-Syndrom vertraut und damit die Verantwortung, die Arbeitgeber gegenüber der Belegschaft haben. Selbst wenn man als Unternehmer die Angestellten als Ressource sieht, ist es besonders in Zeiten von Fachkräftemangel natürlich wesentlich wirtschaftlicher, langfristig zu denken.

Ein angenehmes Arbeitsumfeld, das entstehenden Stress minimiert und mit guten Konditionen soziale Fairness hochschätzt, wird nicht nur von Arbeitskräften bevorzugt, was zukünftige Einstellungen vereinfacht – auf lange Sicht bleiben sie motiviert und können so auf nachhaltige Weise der Unternehmung ihr Know-How zur Verfügung stellen.

Besonders in Startups oder wachsenden Unternehmen kann es häufig zu Phasen kommen, in denen eine höhere Belastung aller Beteiligten unvermeidbar ist. Es gibt mehrere Möglichkeiten, als Arbeitgeber sicherzustellen, dass die Angestellten dann auf Dauer nicht überstrapaziert werden:

  • Entsprechende Ausgleichsprogramme wie Feiern, Firmensport oder abwechslungsreiche Schulungen helfen dabei, Mitarbeiter zu entlasten.

  • Zusatzleistungen: Gesunde Frühstücksbüffets, Arbeitshandys, Firmenwagen, Möglichkeiten zu Gleitzeit und Home-Office kommen Arbeitnehmern direkt entgegen. Natürlich auch für die Öffentlichkeitsarbeit eine tolle Grundlage.

  • Boni: Vielleicht die naheliegendste Option – Finanzielle Leistungen zum Ausgleich von Mehrarbeit sollte im Interesse der meisten Arbeitnehmer sein.

  • Ein ergonomisch eingerichteter Arbeitsplatz sichert, dass man sich über die ganze Arbeitszeit hinweg körperlich wohl fühlt.

  • Konstante Kommunikation bezüglich arbeitsintensiver Phasen und Ausgleichsleistungen sichern das positive Gefühl am Arbeitsplatz.

Mit einem umweltfreundlichen Vorgehen und sozialer Verantwortung kann man als Selbstständiger positiv auf die Belegschaft und Öffentlichkeit wirken. Besonders, da Umstellungen sehr schwierig sind, sollte möglichst von Anfang an Nachhaltigkeit bei Unternehmern im Fokus stehen.

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