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Selbstständig machen mit einem Blumenladen

Blumen zählen zu den schönen Dingen des Lebens. Sie sind Geschenke und Botschafter, erzeugen Aufmerksamkeit, Bewunderung und übermitteln vielfältige emotionale Grüße. Ein Blumenladen ist daher eine einnehmende Gewerbeform, mit der man anderen Menschen Freude bereiten und gleichzeitig Geld verdienen kann.

Natürlich ist die Konkurrenz meist rundum vorhanden. In Baumärkten, Supermärkten, Discountern und Tankstellen, überall werden Blumen angeboten. Aber im Großhandel bleibt die Individualität auf der Strecke, die eben ein kleiner Blumenladen bietet.

Um im Zuge der Existenzgründung mit dem eigenen Blumengeschäft erfolgreich zu starten, muss es sich also von der Konkurrenz erheblich unterscheiden. Als bedeutende Faktoren sind hier eine kompetente Beratung und hervorragende Serviceleistungen zu benennen, die den Blumenladen von der Masse abheben. Natürlich ist auch die Lage alles entscheidend. Sie wird gefolgt von floristischem Wissen und der Bereitschaft, dieses stets mit einem freundlichen Lächeln weiter zu geben.

Wer über keine entsprechende Ausbildung verfügt, aber dennoch einen Blumenladen eröffnen möchte, sollte sich unbedingt Fachwissen aneignen. Die Industrie- und Handelskammern oder Arbeitsämter sind gerne bereit, hier mit entsprechenden Adressen weiter zu helfen. Denn wer mit einer guten Beratung punkten will, muss über umfangreiche Kenntnisse verfügen. Es reicht nicht aus, zu wissen, welche Blumen gut zusammen passen, sondern man sollte auch in der Lage sein, über ihre symbolische Bedeutung, botanischen Namen, ihre Pflege oder die Aussagekraft ihrer Farben Auskunft geben zu können. Kurzum, die Sprache der Blumen beherrschen. Denn alle Kunden, die von einer guten Beratung profitieren, kommen automatisch wieder.

Doch bevor es soweit ist, sollte der Geschäftseröffnung ein Existenzgründungsseminar vorauseilen. Dabei handelt es sich in der Regel um Tagesveranstaltungen, die von Arbeitsämtern kostenfrei angeboten werden und ebenso interessant wie informativ sind. Erst dann muss die alles entscheidende Lage gefunden werden. Für ein Blumengeschäft ist die unmittelbare Nähe zu einem Krankenhaus, Friedhof oder Standesamt ideal. Auch Rehakliniken und Seniorenheime sind stets gute Nachbarn.

Sobald das passende Objekt angemietet wurde, muss eine Gewerbeanmeldung bei der zuständigen Gemeinde erfolgen. Diese stellt einen Gewerbeschein aus und leitet die Anmeldung an alle betroffenen Stellen weiter. Das Finanzamt meldet sich dann ganz automatisch. Doch erst wenn Gewerbeschein und Steuernummer vorliegen, darf mit der Arbeit im Blumenladen begonnen werden.

Für Blumen und Gestecke, Trauerflore, etc. gilt der Umsatzsteuersatz von 7 %. Doch Vorsicht, für Dekorationsartikel, Vasen, etc. müssen 19 % Umsatzsteuer berechnet werden. Bei Unsicherheit ist es ratsam, einmal mehr Rücksprache mit dem Finanzamt zu halten. Oder aber man hat von Anfang an einen Steuerberater zur Seite, der jedoch Geld kostet. Ferner muss für das Blumengeschäft ein separates Geschäftskonto eröffnet werden.



Als Marketingmaßnahmen empfiehlt es sich, vor dem Neustart mit Flyern oder einer Anzeige in der regionalen Zeitung auf die Neueröffnung aufmerksam zu machen. Ein Gläschen Sekt und Eröffnungsangebote wecken das Interesse und die Neugier potentieller Kunden und sorgen dafür, dass man bekannt wird. Die eher geringen Investitionen hierfür können durchaus als Sprungbrett zum Erfolg beitragen.

Ganz wichtig ist ferner die Zusammenarbeit mit Hotels, großen Unternehmen und natürlich Brautmodegeschäften. Auch Mundpropaganda ist immer äußerst werbewirksam. Sie kommt wie von selbst, wenn wunderschöne Blumen und Gestecke eine Feiergesellschaft faszinierten.

Dringend empfohlen wird außerdem eine enge Zusammenarbeit mit Bestattungsinstituten. Schließlich zählt das Sterben als ein unumgänglicher Teil des Lebens, der von Blumen als Form der Würdigung und Abschiednahme begleitet wird.

Ein Blumengeschäft bietet daher zahlreiche Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen. Zudem können dessen Angebote mit Grußkarten zu allen Anlässen, Vasen, Geschenken, Lieferdiensten, Fleurop-Service und der Teilnahme an Wochenmärkten ergänzt werden. Und wer seine Kreativität mit ästhetischer Optik umsetzt, hat schon halb gewonnen.

Schließlich kann auch eine Mitgliedschaft beim örtlichen Gewerbeverein förderlich sein, um von dessen langjährigen Erfahrungen zu profitieren.

Letztendlich sollte man Preise mit Bedacht kalkulieren und alle Ausgaben, insbesondere in der Startphase, so gering wie möglich halten.

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