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Smart Buildings – Zeit- und Kostenersparnis durch Technologie

Smart Home Controlling Pad

Die Leittechnik in den meisten Gebäuden ist heute noch sehr heterogen und setzt sich aus vielen Einzelsystemen zusammen. Das System ist historisch gewachsen, doch integriert und miteinander vernetzt ist wenig. Datennetzwerke, das Telekommunikationssystem, die gesetzlich vorgeschriebenen Brandschutzvorrichtungen, das Videoüberwachungssystem, Eingangskontrolle oder die Beleuchtungsanlage funktionieren zwar alle einwandfrei, aber jedes System läuft alleine für sich. Jedes einzelne hat sein eigenes Managementsystem, über welches es bedient wird. In der Praxis führt diese veraltete Gebäudeleittechnik zu einem erheblichen Aufwand für die Bedienung, was entsprechend hohe Betriebskosten zur Folge hat.
 

Intelligente Automationslösungen überall im Unternehmen

Das Gegenbild zu diesem Szenario sind integrierte Gesamtlösungen. Sie beruhen auf einer gemeinsamen Übertragungsstruktur. IP-basierte Konzepte ersetzen nach und nach die herkömmlichen Anlagen und Automationssysteme. Moderne und intelligente Gebäude bieten Mitarbeitern neue Möglichkeiten in Bezug auf Energieeffizienz, Ergonomie und Komfort. Vereinheitlichte Management- und Monitoringprozesse begrenzen einerseits den zeitlichen Aufwand und senken auf der anderen Seite die laufenden Kosten. Hinzu kommen Synergieeffekte, die ein Gebäude erst zu einem Smart Building machen, weil sie intelligente Automationslösungen möglich machen. Intelligente Automationslösungen beschränken sich in der Regel nicht auf das Gebäude. Auch in der Produktion, überall in einem Unternehmen können diese innovativen Technologien Einzug halten. Auf der Messe elektrotechnik, die bald wieder in Dortmund stattfindet, können Besucher sich über die aktuellsten Innovationen aus den Bereichen Gebäude-, Industrie-, Energie- und Lichttechnik informieren.
 

Beispiele für integrierte, intelligente Systeme

Wenn in Ihrem Unternehmen Zutrittskontrolle und IP-basiertes Datennetzwerk vernetzt sind, können Ihre Mitarbeiter wertvolle Rüstzeit einsparen. Denn dann ist es möglich, dass der Arbeitsplatz des gerade in der Tiefgarage eintreffenden Mitarbeiters automatisch gestartet wird, mit individuellen Nutzerrechten und persönlichen Einstellungen während er noch am Check-in ist. An jedem Arbeitsplatz lassen sich Beleuchtungssysteme realisieren, die genau an die Tageszeit, den jeweiligen Arbeitsschritt und die individuellen Vorlieben des Mitarbeiters angepasst sind. Eine Kombination aus intelligenter Netzwerktechnik und Datenmanagement-Software macht dies möglich. Dadurch, dass nur so viel künstliche Beleuchtung geschaltet wird, wie notwendig ist, ergeben sich hohe Einsparpotenziale - auf das gesamte Unternehmen gesehen. Sobald ein Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz verlässt, schaltet sich das Licht automatisch aus.
 

LED-Leuchten – hohes Einsparpotenzial

Schon allein der Austausch von herkömmlichen Leuchtstoffröhren gegen LED-Leuchten hat eine Reduzierung des jährlichen Energiebedarfs um bis zu 50 Prozent zur Folge, erläutert das Umweltbundesamt. Eine intelligente Beleuchtungssteuerung bringt weiteres Einsparpotenzial von bis zu 30 Prozent mit sich. Die Grundidee dabei ist folgende: Die LED-Leuchten sind besonders sparsam, wenn sie nur bei Bedarf eingeschaltet werden und wenn sie nur so stark leuchten, wie es notwendig ist. Teure Dauerbrenner in ungenutzten Räume, Hallen, Gänge oder Tiefgaragen gehören dann der Vergangenheit an. Durch intelligente Netzwerktechnik, Sensoren und Aktoren kommen die LED-Leuchten punktgenau zum Einsatz. Der Anwender kann die gesamte Beleuchtung über dezentrale Switches mit kleinen Steuerprogrammen in Form von Apps bedienen. Auf diese Weise lässt sich nicht nur die Beleuchtung handhaben. Auch komplexe Gebäudeautomatisierungsanwendungen sind über das Netzwerk umsetzbar. Statistiken liefern Informationen zu Energieverbrauch und Raumbelegung. Neben der Energieersparnis entstehen weitere positive Effekte, nämlich eine bessere Produktivität und eine höhere Mitarbeiterzufriedenheit. Denn bestmögliche Lichtverhältnisse führen dazu, dass Mitarbeiter sich wohlfühlen und ihre volle Leistungsfähigkeit entfalten.
 

Internet of Things (IoT) für intelligente Vernetzung

Digitale Steuerungs- und Automatisierungstechnologien schaffen ideale Bedingungen für effizientes Wirtschaften. Dabei geht es nicht um Insellösungen, wie das Abschalten der Heizung, wenn jemand ein Fenster öffnet. Intelligente Systeme der Zukunft denken mit. Ganzheitliche, digitale Lösungen ersetzen analoge Steuerungsmechanismen. Funktionen lassen sich dank Internet-of-Things-Technologien an die individuellen Nutzergewohnheiten anpassen. Abläufe werden automatisiert und einzelne Funktionen zusammengefasst, sodass sie über eine zentrale, netzbasierte Plattform über mobile Endgeräte steuerbar sind. Digitales Gebäudemanagement trägt nicht nur zu mehr Komfort und Sicherheit bei. Es fördert darüber hinaus die effiziente Energienutzung und hilft Ihnen im Unternehmen sowohl Kosten wie auch Ressourcen zu sparen. Das Internet der Dinge ist in fast allen Lebensbereichen zu finden und ist laut Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur Grundlage für Industrie 4.0 und Digitalisierungsprozesse in der Wirtschaft.

Vor allem die Sensortechnik eröffnet dabei eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten. Die organisatorische Vorbereitung eines Konferenzraums lässt sich damit automatisieren. Die Haustechnik passt je nach Wetter und Tageszeit Beleuchtung, Belüftung und Temperatur an die Mitarbeiterzahl an. Dadurch entsteht ein optimiertes Arbeitsklima, das die Produktivität steigert. Durch die ständige Datenerfassung im Smart Building und deren Visualisierung auf einer netzbasierten Oberfläche haben Anwender Energieverbrauch, Nutzungszeiten, eventuelle Störungen oder Wartungsarbeiten für bestimmte Gebäudeteile sofort im Blick und können frühzeitig reagieren. Damit erhöht sich nicht nur die Sicherheit. Gleichzeitig entstehen geringere zusätzliche Kosten, weil Ausfälle verhindert werden können.
 

Auch nachträgliche Umstellung auf smarte Technologien möglich

Im Idealfall entstehen intelligente Smart-Building-Lösungen beim Neubau eines Gebäudes. Das ist jedoch nicht immer möglich. Auch eine schrittweise Modernisierung ist denkbar. Bestandsgebäude mit intelligenter Leittechnik ausgerüstet machen die Gebäude sicherer und energieeffizienter. Darüber hinaus wird der Aufenthalt in so ausgestatteten Gebäuden komfortabler. Die Modernisierung als umfassende Komplettlösung zu realisieren, wäre der Idealfall. Doch in vielen Unternehmen machen Budgetbeschränkungen diese Lösungen unmöglich. Für den Einstieg in die intelligente Gebäudeautomation gibt es deshalb frei wählbare Anwendungsbereiche. So können Unternehmen selbst entscheiden, welchen Bereich sie als Nächstes angehen. Sie könnten zuerst die gesetzlich vorgeschriebene Brandschutztechnik einbauen, in einem nächsten Schritt unternehmensweite Analyse- oder Videoüberwachungssysteme montieren und alles ist miteinander vernetzen. Was für den gesetzlich vorgeschriebenen Brandschutz in Unternehmen genau notwendig ist, hat der Bundesverband der Brandschutz-Fachbetriebe e.V. in einem Artikel zusammengefasst.
 

Weitere smarte Ideen für unterschiedliche Branchen

Sensorische Fußböden können im Gesundheits- und Pflegebereich die Patientensicherheit erhöhen, wenn sie mit einem integrierten Notrufsystem verbunden sind. Im Energiesektor können vernetzt Strom-, Gas- und Wasserzähler – sogenanntes Smart Metering – die Interaktion mit dem Gebäude vereinfachen. Nutzer und Anbieter können die Geräte einfacher per Fernüberwachung auslesen und energieeffizienter wirtschaften.

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