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So begeistern Sie Ihre Mitarbeiter!

Team Mitarbeiter klatscht Hände

Der Kunde ist König. Diese grundlegende Marschroute ist jedem Selbstständigen geläufig. Ebenso wichtig – um den König überhaupt hofieren zu können – sind allerdings die Mitarbeiter eines Unternehmens. An dieser Stelle werden die Unternehmensphilosophie und deren Kraft, die Mitarbeiter zu begeistern, zur entscheidenden Stellschraube. Welche Einstellungen erfolgserprobt sind, zeigt dieser Beitrag.
 

Die Grundbausteine einer leistungsstarken Mitarbeiterschaft

Aus der Personal- und Organisationsentwicklung heraus stammt die Annahme, dass die Mitarbeiter eines Unternehmens grundsätzlich leistungsbereit sind. Ist dies nicht der Fall, haperte es vermutlich schon im Auswahl- und Einstellungsprozess. Im Fachjargon wird diese im Inneren verwurzelte, positive Einstellung zur Leistungsbereitschaft als „intrinsisch“ bezeichnet. Das heißt: Diese Einstellung stammt aus der Person – und ist nur schwer antrainierbar. Wer grundsätzlich leistungsbereite Mitarbeiter hat, darf dann allerdings nicht die Hände in den Schoß legen.

Die Aufgabe des Selbstständigen ist es nun Möglichkeiten zu schaffen, die der Leistungsbereitschaft Raum geben. Raum, um sich zu entfalten und Leistung zu erbringen. Achtung: Ein extrinsisches Belohnungssystem kann langfristig nicht zu einem zufriedenen Mitarbeiterpool führen. Anreize und Belohnungen schüren lediglich den Wunsch nach mehr. An Ehrlichkeit, Transparenz und Kommunikation hapert es hingegen oft. Allerdings sind diese Faktoren die wichtigsten Bausteine zu einer begeisterten Mitarbeiterschar.
 

So steigern Sie die Begeisterung Ihrer Mitarbeiter

Die Faktoren, die nötig sind, um eine begeisterte, leistungsfähige Mitarbeiterschaft zu haben, sind schnell umrissen:

  1. Identifikation darf nicht länger eine wohlklingende Utopie bleiben. Identifikation bindet, begeistert und hilft dabei, dass sich die Mitarbeiter im Betrieb wohlfühlen – und entsprechend gute Leistungen erbringen. Darunter fallen Angebote der Work-Life-Balance ebenso, wie ein Vertrauensverhältnis im Unternehmen und zu den Kunden.
     
  2. Motivation zeigt sich, wenn es klare Formulierungen für Aufgaben und Ziele gibt. Auch deutliche, transparente Informationen sowie die Chance zur Mitgestaltung und Weiterbildung steigern die Motivation der Mitarbeiter. In die Rubrik der „guten Führung“ fällt auch die ehrliche Anerkennung der geleisteten Arbeit – von Führungsseite und von Kundenseite. Ein gutes Betriebsklima rundet die Unternehmensphilosophie in punkto Motivation ab.
     
  3. Zufriedenheit stellt sich ein, wenn die Rahmenbedingungen passen. Das bedeutet, dass die Arbeitsumgebung ebenso angenehm sein muss wie das Betriebsklima und die Sicherheit, einen Job zu haben, um den man nicht kontinuierlich bangen muss. Zufriedene Kundenstimmen sowie eine angemessene, finanzielle Honorierung der Leistungen tragen zur Zufriedenheit der Mitarbeiter bei.
     

Ideen aus der Praxis. So funktioniert’s mit der Begeisterung der Mitarbeiter

Zugegeben, Identifikation, Motivation und Zufriedenheit muten manchmal etwas abstrakt an. Deutlich griffiger sollen nun die folgenden Best-Practice-Beispiele werden, die alle eine Gemeinsamkeit haben: Der Mitarbeiter wird als Mensch wahrgenommen – mit seinen Emotionen und in seinem persönlichen Sozialgefüge.

  • Das persönliche Umfeld des Mitarbeiters aktiv ins Unternehmen zu integrieren, bindet die Mitarbeiter an den Betrieb – und zwar aus purer Begeisterung fürs Unternehmen. Einige Praxisbeispiele sind denkbar simpel. Wer für die Kinder der Belegschaft eine Nikolausfeier organisiert oder einen „Ferientag im Unternehmen bei Mama und Papa“ initiiert, präsentiert sich als Unternehmen familienfreundlich. Und das kommt an. Umgekehrt funktioniert das übrigens ebenfalls: Dürfen die Azubis ihre Eltern mit in die Firma bringen, sorgt das nicht nur für Begeisterung bei den jungen Menschen – sondern auch für positive Mundpropaganda über das Unternehmen.
     
  • Kleine Überraschungen erhalten die Freundschaft – und auch die Begeisterungsfähigkeit der Mitarbeiter. Es geht bei Weitem nicht darum, regelmäßig einen großen Geschenkkorb auf dem Schreibtisch zu platzieren. Es geht um die kleinen Feinheiten im Unternehmensalltag, die Wertschätzung zeigen. Bekannte kleine Überraschungen sind der Tee im Winter und das Eis im Sommer. Doch auch der persönliche Geburtstagsgruß oder eine Welcome-Back-E-Mail nach dem Urlaub sind Gesten, die ankommen.
     
  • Herausforderungen für Azubis motivieren. Doch wie können diese Herausforderungen aussehen? Im Kleinen kann es der regelmäßige Austausch mit einer Führungskraft sein, die dem Azubi zeigt: Die Nachwuchskräfte werden gehört. Ihre Meinung ist wichtig. Tun sich dabei gute Ideen hervor, kann die Motivation der Fachkräfte von morgen mit Einzelprojekten gefördert werden. Je nach Unternehmensstruktur kann es dabei um ein Projekt oder um eine Hospitanz in einer Niederlassung im Ausland gehen.
     
  • Es gibt Alternativen zur Weihnachtsfeier – und die versprechen ehrlich Spaß. In vielen Betrieben ist die alljährlich stattfindende Weihnachtsfeier lediglich ein Pflichttermin im Kalender. Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, lohnt es sich, alternative Feieroptionen auszuloten, die zum Unternehmen und zur Belegschaft passen. Ob es sich dabei um eine Rafting-Tour handelt oder um ein Kochseminar, muss die Unternehmensführung mit Blick auf die Belegschaft selbst entscheiden.
     

Recherchetipp:

Details zur Personal- und Organisationsentwicklung von Kereen Karst sind unter http://kereenkarst.de/mitarbeitermotivation/ nachzulesen.

Ralf R. Strupat, Redner und Experte in punkto Mitarbeiterbegeisterung, formuliert seine außergewöhnlichen Ideen, um Mitarbeiter glücklich zu machen unter https://www.begeisterung.de/glueckliche-mitarbeiter/.

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