Sie sind hier

So sehen größere Unternehmen Start-ups

Junge Gründer halten Sprechblasen vor Gesichter

Viele Existenzgründer sehen trotz sorgfältiger Planung einer ungewissen Zukunft entgegen. Niemand kann genau sagen, wie sich die Nachfrage bzw. die gesamtwirtschaftliche Lage entwickeln wird. Daher sind gerade kleine Unternehmen bzw. Start-ups gut beraten, durch Kooperationen eine verlässlichere Handlungsbasis anzustreben, die sich positiv auf die Unternehmensentwicklung ausübt. Von daher dürfte es auch von Interesse sein zu wissen, wie andere Unternehmen über Start-ups denken. Eine aktuelle Untersuchung zeigt nun, dass viele Unternehmen gerade kleinere Start-ups nicht beachten.
 

Viele Unternehmen kooperieren nicht mit Start-ups

Aktuelle Zahlen des Digitalverbandes Bitkom zeigen, dass rund zwei Drittel aller Geschäftsführer bzw. Vorstände von Unternehmen mit mindestens 20 Mitarbeitern nicht mit Start-up-Unternehmen zusammenarbeiten. Grundlage dieser Zahlen ist eine repräsentative Umfrage, bei der mehr als 500 Unternehmen befragt wurden, und zwar branchenübergreifend. Nur 8 % dieser Unternehmen geben an, sich an Start-ups finanziell beteiligt zu haben. Gleichwohl arbeiten knapp 30 % der Unternehmen mit Start-ups auf alternativen Wegen zusammen, so etwa vor allem mit Blick auf beliebte Gründerwettbewerbe. Wirklich interessant aber ist die Feststellung, dass nur knapp 15 % der befragten Unternehmen mit Start-ups zusammenarbeiten und in dieser Hinsicht gemeinsam Dienstleistungen oder auch Produkte auf den Markt bringen.
 

Welche Gründe lassen sich für diese Zurückhaltung anführen?

77 % aller Unternehmen, die nicht mit Start-ups kooperieren, geben als Grund an, keinen Kontakt zu Gründern zu haben. Mehr als jedes zweite befragte Unternehmen gibt an, in solchen Kooperationen keinen wirklichen Mehrwert zu sehen. Der Faktor ‚fehlende Zeit- und Geldressourcen‘ für solche Kooperationen spielt für immerhin 40 % der Unternehmen eine entscheidende Rolle. Die Initiatoren der Untersuchung kommen zu dem Schluss, dass es keinen Grund für größere Unternehmen gäbe, nicht zumindest mit Start-up-Unternehmen zu sprechen. Ob und welche Formen der Kooperation sich daraus ergeben, kann ja von Beginn an für beide Seiten offen gehalten werden. Letztlich könnten auch eingesessene Unternehmen von der neuen Innovationskraft profitieren, die gerade Start-ups im Bereich Internet/neue Medien mitbringen.
 

Was Existenzgründer daraus folgern können…

Der Tatsache, dass viele Unternehmen offenbar keinen Kontakt zu Gründern haben, sollten diese proaktiv begegnen, indem sie sich ein reichweitenstarkes Netzwerk aufbauen und so für eine gute Vernetzung in der relevanten Branche sorgen. Die aktuelle Untersuchung belegt ja nicht, dass größere Unternehmen per se keinen Kontakt zu Start-ups wollen. Vielmehr sind fehlende Vernetzungen der Grund für einen offenbaren Nachholbedarf in diesem Bereich.

Wie bei jeder Existenzgründung ist Geduld gefragt, schließlich braucht es seine Zeit, bis sich ein neues Unternehmen einen Namen am Markt erarbeitet hat. Ist eine gewisse kritische Wachstumsgröße erreicht, wird aus dem anfänglichen Start-up ein ernstzunehmender Geschäftspartner. Von der Dynamik einer geschäftlichen Kooperation und möglichen Synergieeffekten können beide Seiten nachhaltig profitieren. Insofern sollten Gründer diese Zahlen mit Gelassenheit sehen, da die Start-up-Phase ja zeitlich begrenzt sein wird. Nach einer erfolgreichen Platzierung am Markt werden sich neue Chancen für Kooperationen ergeben. Genutzt werden sollten aber trotzdem alle Möglichkeiten, um in Kontakt mit anderen Unternehmen zu kommen. Dies kann neben möglichen Vertragsverhandlungen in der Startphase der Unternehmensgründung vor allem durch die bundesweite Initiative Digital Hub geschehen.

Was passiert mit meiner Krankenversicherung, wenn ich selbstständig bin?

Als Selbstständiger sind Sie nicht mehr ohne weiteres in Ihrer gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert. Sie müssen sich dort nun auf Antrag befreien lassen. Die künftige Beitragshöhe richtet sich hier nach Ihrem Einkommen. Die Kosten für Selbstständige betragen in 2018 zwischen ... [ weiter... ]