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Betriebskosten senken durch günstigeren Stromanbieter

Energieverbrauch Strom Thermostat Geld

Die Liste der Betriebskosten für einen Unternehmer kann ganz schön lang sein. Personal- und Materialkosten, Instandhaltungskosten, Raum- und Energiekosten sind hierbei nur die gängigsten Faktoren. Erstmals in den Fokus tritt das Thema der Betriebskosten bei der Erstellung des Businessplans. Dabei geht es um Kostenschätzungen. Im laufenden Betrieb jedoch sind Sparpotentiale zu eruieren. Betriebskosten zu senken durch einen günstigen Stromanbieter soll Thema dieses Ratgebers sein.
 

Sparpotentiale finden und Maßnahmen umsetzen

Der Stromverbrauch in einem Betrieb hängt stark von der Branche ab, in dem das Unternehmen agiert. Vor allem im herstellenden Gewerbe wird häufig enorm viel Strom benötigt, um die Ware zu produzieren. Die Herstellung von

  • chemischen Erzeugnissen,
  • Gummi,
  • Metall,
  • Mineralöl,
  • Glas,
  • Papier,
  • Nahrungs- und Futtermitteln,
  • Kraftfahrzeugen und deren Teilen sowie
  • Holz- und Korkwaren

benötigt im Vergleich zu anderen Produkten wesentlich mehr Energie. Nicht nur Strom, auch der Verbrauch von Wasser, Heiz- und Kälteenergie und anderen Ressourcen rangiert im produzierenden Gewerbe weit oben.

Doch auch im Dienstleistungsgewerbe gibt es einen großen Posten an Betriebskosten für Strom. Der Grund ist jedem klar: Computer, Drucker, Faxgeräte, Telefonanlagen, Server, Klimaanlagen und viele weitere technische Geräte werden tagtäglich viele Stunden genutzt und verbrauchen Energie. Ähnlich wie im Privatbereich vergleicht auch der kostenbewusst agierende Unternehmer die Preise und nutzt dazu Vergleichsportale. Zwischen Privatpersonen und Unternehmern gibt es lediglich einen Unterschied: Während die Privatperson nach einem Anbieter für Privatstrom sucht, vergleicht der Unternehmer die Preise von Gewerbestrom – vorausgesetzt, er kommt für den Tarif infrage.

Dazu muss ein Betrieb bestimmte Kriterien erfüllen. Zum einen muss es sich um eine laufende Firma handeln (egal, in welcher Rechtsform), zum anderen muss ein Mindestverbrauch erreicht werden, der vom Anbieter vorgegeben wird. Dieser liegt bei einigen wenigen Anbietern zum Beispiel bei 10.000 kWh und spricht damit kleinere Betriebe an. Gängig sind Bezüge zwischen 30.000 und 50.000 kWh pro Jahr. Zum Vergleich: Bei einem Vier-Personen-Haushalt gehen Vergleichsportale von 5.000 Kilowattstunden jährlich aus. Also muss zunächst die Hürde der Mindestabnahme gestemmt werden, um prüfen zu können, ob Gewerbestrom in Frage kommt.

Ab einem Jahresverbrauch von 100.000 kWh bauen Stromanbieter einen Lastgangzähler ein. Dieser dient dazu, den Strombezug aufzuzeichnen und zu regulieren, damit bei einem plötzlichen, hohen Strombezug die umliegenden Abnahmestellen in Privathaushalten und Firmen nicht schlagartig ohne Strom dastehen, weil alle Kapazitäten vom „Extremverbraucher“ abgezogen werden.
 

Gewerbestrom muss nicht die beste Wahl sein

Gewerbestrom muss nicht zwingend die günstigste Lösung sein. Das ist in aller Regel vom Stromanbieter abhängig. Die Idee, Betriebskosten durch einen günstigeren Stromanbieter zu senken, funktioniert also nur, in dem beide Stromvarianten durchgerechnet werden – die Privatstrom- und die Gewerbestromvariante. Beim Gewerbestrom gibt es

  1. einen allgemeinen Tarif, der in Arbeits- und Leistungspreis gesplittet wird,
  2. Tarife mit einem Sonderabkommen, bei denen es möglichst ist, Spitzenwerte separat abzurechnen, wenn eine Mindestmenge an Strom abgenommen wird, und
  3. Sonderverträge, die hauptsächlich mit Industrieunternehmen und größeren Gewerbebetrieben geschlossen werden.

Die Größe des Unternehmens kann sich auf das Versorgungsnetz auswirken, denn während das produzierende Gewerbe direkt am Hochspannungsnetz (10.000 bis 20.000 Volt Lieferspannung) hängt, werden kleinere Gewerbe oft am Niederspannungsnetz (230 bis 400 Volt Lieferspannung) angeschlossen. Die Firmen bemerken davon im laufenden Betrieb allerdings nichts, für sie ist Strom gleich Strom.
 

Betriebskosten senken durch günstigen Stromanbieter

Über 900 Stromanbieter und über 7.000 verschiedene Tarifoptionen lassen viele Betriebsinhaber hoffen, denn: Unter all diesen Anbietern wird es sicherlich auch eine günstige Variante geben, die die Betriebskosten sinken lässt. Zudem gibt es – analog zum Privatbereich – die Möglichkeit, Strom aus regenerativen Energiequellen zu nutzen. Auch das weist der Stromvergleich transparent aus und ermöglicht so nicht nur Betriebskosten durch einen günstigeren Stromanbieter zu sparen, sondern auch Ökostromanbietern Raum am Markt zu gewähren.

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