Einfach selbst gemacht – mit DIY Tools zum erfolgreichen Videomarketing

Mann hält Handy mit Play Button

Videos sind aus den Strategien der modernen Online-Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Besonders seit dem „Web 2.0“ greifen immer mehr Firmen auf die Möglichkeit, mit Videos zu werben, zu verkaufen oder spezielle PR-Aktionen in Gang zu bringen, zurück. Ziel soll es sein, bei vielen Personen aus der Zielgruppe Interesse für die eigenen Projekte zu wecken. Das erste eigene Video aufzunehmen gestaltet sich oftmals nicht einfach, wenn das entsprechende Grundlagenwissen fehlt.
 

Die Vorteile des Video-Marketings

Im Videomarketing setzen Selbstständige online wie offline mithilfe von Bewegtbildern kommunikative und werbliche Ziele um. Daraus ergeben sich im Vergleich zu anderen Marketingstrategien einige Vorteile. Videoinhalte sind, wenn sie richtig aufbereitet werden, leicht verständlich und orts- und zeitunabhängig abrufbar. Sie sprechen durch ihre große Reichweite ein breites Publikum an und können auf unterschiedlichen Wegen viral oder durch „Likes“ und Kommentare geteilt werden. Weiterhin lassen sich Videos auf Google hervorragend verbreiten, da die Suchmaschine Seiten mit Videoinhalten bevorzugt behandelt. Ein weiterer Bonuspunkt liegt in der Kosteneffizienz. Die notwendigen Tools zur Aufnahme von Videoinhalten sind überschaubar und vergleichsweise günstiger als andere Marketingstrategien.
 

Verschiedene Videoarten und Tools

Der erste Schritt zu einem erfolgreichen DIY-Video besteht für Selbstständige darin, sich über ihre Strategie im Klaren zu sein. An welches Publikum richtet sich das Video? Welche Inhalte möchte die Zielgruppe zu sehen bekommen? Welches Ziel verfolgt das Video? Welche Emotionen soll das Video bei den Zuschauern hervorrufen?

Anschließend gilt es die entsprechende Video-Art mit dem zielgruppenrelevanten Inhalt zu synchronisieren. Während Werbespots überwiegend verkaufsfördernd fokussiert sind und ein Angebot anpreisen, wirbt ein „Image-Film“ eher für das Unternehmen an sich. Eine besondere Rolle nehmen die sogenannten Erklärvideos ein, welche gezielt über bestimmte Sachverhalte informieren und sie für die Interessenten verständlich erklären. Um die Erklärvideo Tools zu nutzen, sind keine aufwendigen oder kostenintensiven Anschaffungen vonnöten. Einige Unternehmen haben sich auf Erklärvideos spezialisiert und stellen ein eigens konstruiertes Online-Tool bereit, mit dem sie die Videos produzieren und kundengerecht aufbereiten.

Ein Erklärvideo ist allerdings klar von einem „How-To-Do“-Video abzugrenzen. Während letztere demonstrieren, wie ein Produkt funktioniert oder ein Webshop benutzt wird, möchte das Erklärvideo lediglich Informationen zielgruppenorientiert weitergeben. Dazu sind verschiedene Tools notwendig, um die Inhalte entsprechend zu visualisieren. Neben den expliziten Gestaltungsmitteln (Texte, Bilder, Musik oder Offline-Kommentare) beziehen die Erklärvideos zusätzlich grafische Darstellungen oder Zeichnungen ein.
 

Technische Tools für das perfekte Video

Neben den professionellen Möglichkeiten gibt es einige interessante und mitunter kostenlose Tools. Diese sind auf dem Smartphone oder stationären Computer installierbar. Für das Betriebssystem Android stehen beispielsweise die mobilen Apps „Open Camera“ sowie „Premiere Clip Adobe“ bereit. Nutzer des iPhones erhalten beispielsweise „Clips“ oder „Splice“. Für die Aufnahme eines Videos mit dem Handy empfehlen sich in Verbindung mit den genannten Programmen zusätzliche „Tools“.

  • Oftmals reichen die modernen Mobilfunkgeräte aus, um ein einfaches Video aufzunehmen. Für professionelle Zwecke empfiehlt sich eine leistungsstarke Kamera mit Video-Funktion. Sie macht es möglich, die Aufnahmen in bestmöglicher Qualität abzuliefern. Weiterhin bringt sie modellabhängig ein Schraubgewinde mit, an dem sich ein Stativ anbringen lässt.

  • Beim Filmen gilt, eine ruhige Hand zu haben. Das Video sollte idealerweise im Querformat aufgenommen werden, denn auf diese Weise lässt es sich später an jedem beliebigen Bildschirm abspielen. Zoomen erzeugt unruhige Wackler, die ein Filmer vermeiden oder professionell nachbearbeiten sollte.

  • Neben den technischen Gerätschaften stellt die richtige Beleuchtung, welche die Personen im Video ins rechte Licht rückt, ein wichtiges „Tool“ dar. Falls die Aufnahme des Videos im Innenraum erfolgt, sollten sich die Personen nahe dem Fenster aufhalten oder im richtigen Winkel bei Tageslicht gut ausgeleuchtet sein.

  • Ein weiteres „Tool“ auf dem Weg zum erfolgreichen Videomarketing ist das eigene Grundgerüst. Das aufgenommene Video besteht aus einer bestimmten Struktur. Beginnend mit einer Einleitung, folgt die Eingliederung des Themas, der Hauptteil und zum Schluss ein Cliffhanger mit dem Call to Action. Da die Aufmerksamkeitsspanne der Zuschauer nach wenigen Minuten rapide abnimmt, ist es sinnvoll, das Video möglichst kurz zu halten. Abhängig vom gewählten Thema beträgt die Länge des Videos zwischen zwei und zwanzig Minuten.
     

Töne und Bilder ansprechend einbinden und editieren

Zum erfolgreichen Onlinemarketing-Video gehört ein ansprechender Sound, der mit dem gewählten Thema harmoniert. Vor der eigentlichen Aufnahme am Smartphone oder Computer bietet es sich an, ein bis zwei Probeaufnahmen mit dem Mikrofon zu machen. Die Aufnahme erfolgt optimalerweise in einer ruhigen Location, sodass keine externen Störquellen zu hören sind. Eine hilfreiche Alternative zum internen Mikrofon ist ein kleines Ansteckmikrofon, das in vielen Shops günstig erhältlich ist.

Bilder lassen sich aus angebotenen Stockfotodatenbanken beziehen und in das Video einbinden – entweder auf einem Flipchart oder einer großen Tafel, wo sie gut sichtbar für die User sind. Dasselbe gilt für Fotos und Grafiken. Es gibt spezielle Programme, welche diese einfach und unkompliziert in wenigen Schritten zum Video hinzufügen. Bei der Verwendung von fremdem Material ist der etwaige Marken- und Patentschutz zu berücksichtigen. Im Zweifelsfall ist es angebracht, das unbefristete Werknutzungsrecht schriftlich bestätigen zu lassen.

Das aufgenommene Video lässt sich mithilfe von professionellen Tools bearbeiten und auf die gewünschten Maße anpassen. Zu den gängigen Anbietern gehört der Magisto Video Editor. Die userfreundliche Plattform eignet sich auch für Anfänger zum Schneiden, Betexten und Zusammenfügen der einzelnen Sequenzen. Die App filtert zudem die emotionalsten Momente im Video heraus. Eine andere Option ist das auf geschäftliche Projekte ausgelegte und kostenlos verfügbare Adobe Spark. Die übersichtliche Plattform bietet den Nutzern elegante Layouts und Designs an, um die Videos grafisch zu optimieren. Bei dem Tool namens „iMovie“ lassen sich die Videos auf dem Smartphone direkt editieren. Schöne Spezialeffekte wie Bild-in-Bild oder exotische Hintergrundmontagen erstellt die App ebenso wie hochauflösende Filter, die eine kinoähnliche Atmosphäre simulieren.
 

Video auf einer branchenspezifischen Plattform uploaden

Nach dem erfolgreichen Editieren ist das Video auf einer der zahlreichen Video- und Onlineplattformen einstellbar. Die Video-Plattform YouTube ist die weltweit zweitgrößte „Suchmaschine“ und verzeichnet mehr als 3,3 Milliarden Stunden Video-Aufrufe im Monat. Ein wesentlicher Vorteil ergibt sich bei YouTube in dem integrierten Video-Editor. Facebook ist eine weitere große Plattform, die Selbstständigen eigene Unternehmensseiten anbietet und Videos automatisch abspielt.

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