Auf dem Weg in die Selbstständigkeit: Was Gründer im Vorfeld beachten müssen

Gründer bei der Planung

Deutschland entwickelt sich immer mehr zu einer Gründungswüste. Haben laut Statistiken im Jahr 2004 noch rund 572.000 Menschen den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt, sank die Zahl in diesem Jahr auf ein Rekordtief von nur noch 557.000. Gründe für diese Entwicklung sind in erster Linie die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt und zum anderen Angst und Ungewissheit, die bei einer Gründung oft mitschwingen. Doch wer eine zündende Idee hat und für diese brennt, muss sich vor einer Unternehmensgründung nicht fürchten. Mit diesen zehn Tipps legen kreative Köpfe die Grundsteine für ein erfolgreiches Business.
 

  1. Einen Businessplan aufstellen

Er ist quasi das Herzstück jedes Jungunternehmens, denn er enthält grundlegende Fakten wie:

  • Unternehmensidee

  • Standortfaktoren

  • Marktanalysen

  • Produktpalette

  • Leistungen

  • Finanzierung

Damit legt der Businessplan die grundlegenden Gründungsschritte fest und dient somit als Handlungsleifaden auf dem Weg zum eigenen Unternehmen. Zudem ist der Plan ein wichtiges Dokument bei Verhandlungen mit möglichen Investoren. Was einen überzeugenden Businessplan sonst ausmacht, zeigt dieses Online-Tool für Gründer.
 

  1. Bürokratische Hürden meistern

Für viele ein leidliches Thema, doch wer Durchhaltevermögen beweist, kann diesen Punkt zügig abhaken. Um einen Besuch bei den folgenden Behörden kommt man nicht herum:

Daneben spielt die Wahl der Rechtsform eine wichtige Rolle. Mit ihr gehen für Gründer diverse juristische sowie steuerrechtliche Vorschriften und Pflichten einher. Welche Form sich für die eigene Gründung anbietet, ist in diesem Überblick zusammengefasst.
 

  1. Wo liegt der Arbeitsplatz?

Viele erfolgreiche Unternehmen haben vom Wohnzimmer oder der Garage aus die Welt erobert. Doch irgendwann reicht der Platz zu Hause nicht mehr aus. Businessneulinge müssen deshalb darüber nachdenken, ob ein eigenes Büro vor allem aus finanzieller Sicht Sinn macht oder ob das Home-Office vorerst nicht doch ausreicht.
 

  1. Wird Personal gebraucht?

Am Anfang eines Startups steht meist ein kreativer Kopf, der auf sich alleine gestellt ist. Mit der Zeit muss er jedoch zusätzliche Aufgaben übernehmen. Irgendwann ist jedoch der Punkt erreicht, um Aufträge zu delegieren und schließlich abzugeben. Und dann ist zuverlässiges Personal gesucht. Um die Rekrutierung sollten sich Jungunternehmer rechtzeitig kümmern und das am besten immer in Abstimmung mit möglichen Partnern.
 

  1. Finanzierung

Die nötige Hardware, Büroräume und Mitarbeiter – das alles kostet Geld. Und das ist gerade bei jungen Unternehmen eher Mangelware. In den meisten Fällen führt kein Weg an der Beantragung von Fördermitteln vorbei. Den begehrten Gründungszuschuss der Bundesregierung gibt es jedoch nur noch in Einzelfällen. Banken und Kreditinstitute sind deshalb häufig die ersten Adressen. Daneben gibt es weitere Fördermöglichkeiten für Existenzgründer, um finanzielle Starthilfe zu bekommen. Der neuste Trend in Sachen Starkapital ist übrigens Crowdfunding. Hier können fremde Menschen über eine Internetplattform in neue Geschäftsideen investieren, an die sie fest glauben.
 

  1. Auf Kundenfang gehen

Die Unternehmensidee ist gut durchdacht und die Förderung steht? Dann geht es im nächsten Schritt darum, mögliche Kunden auf das eigene Unternehmen aufmerksam zu machen. Am besten geht das natürlich mit Eigenwerbung. Für Branchenneulinge bietet sich da unter anderem Werbung in sozialen Netzwerken an. Sie ist im Vergleich zu anderen Marketinginstrumenten recht günstig, bringt eine hohe Reichweite und der vernetzte Freundeskreis kann die Werbebotschaft zusätzlich pushen. Ansonsten eigenen sich für Gründer diese Möglichkeiten:

  • Messebesuche

  • Anzeigenwerbung

  • Eigene Firmenwebseite

  • Gründungsevent

Die Wahl der Werbeplattform hängt dabei immer vom anvisierten Zielpublikum ab.
 

  1. Die Finanzen im Blick haben

Kommen die ersten lukrativen Aufträge herein und herrscht auf dem Konto endlich keine Ebbe mehr, kann das bei manchen Jungunternehmern für einen Höhenflug sorgen. Natürlich darf man sich für die eigene Arbeit auch einmal belohnen. Auf dem Geschäftskonto sollte trotzdem immer Ordnung herrschen, um bei den Bilanzen immer auf dem aktuellen Stand zu sein.
 

  1. Professionelle Hilfe holen

Aller Anfang ist schwer und es ist noch kein Existenzgründer vom Himmel gefallen. Vor allem zu Beginn warten auf dem Weg zum eigenen Unternehmen viele Fallstricke und ungeahnte Hürden. Hier können Gründerzentren weiterhelfen. Berater dort haben häufig das Gleiche durchgemacht und bieten gerne Schützenhilfe an.
 

  1. Aus Niederlagen lernen

Zündet die Geschäftsidee nicht so wie sie soll oder kommen einfach keine Aufträge herein? Alles halb so schlimm, denn gerade Tiefpunkte sind gute Möglichkeiten, um an bestimmten Unternehmensstellen noch einmal zu feilen oder Entscheidungen noch einmal zu überdenken, um schließlich durchzustarten.
 

  1. Das Privatleben nicht vergessen

Besonders Familie und Freunde bieten in stressigen Zeiten Rückhalt und Kraft. Darum sollte man seine Liebsten trotz geschäftlicher Verpflichtungen nicht völlig vernachlässigen.

Noch mehr Tipps gefällig? Dann hält dieser Blogbeitrag für Existenzgründer weitere Ratschläge parat, durch die sich der Sprung in die Selbstständigkeit auszahlt.

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