Sie sind hier

Wie sicher sind Banking-Apps eigentlich?

Frau hält Handy und Geldkarte in Händen

Das Smartphone ist längst zum Allrounder geworden. Sie lesen dort Ihre E-Mails, kommunizieren via Messenger, telefonieren, koordinieren Ihre Termine und nutzen Apps, um unterwegs zu arbeiten, zu planen oder zu delegieren. Beim Mobile Banking jedoch scheiden sich die Geister. Groß ist die Scheu davor, Banking-Apps zu benutzen. Unklar sind die Sicherheitslücken. Wie sicher die Apps wirklich sind und worauf Sie achten sollten, zeigt dieser Beitrag.
 

38 Banking-Apps im Test. Ein uneingeschränktes „Sehr gut“ gab es nicht

Das ist das Ergebnis der Finanztest-Tester, die für die Ausgabe 06/2015 Banking-Apps auf Herz und Nieren geprüft haben. Auf dem Prüfstand kamen sowohl Applikationen für Android als auch iOS-Varianten. Um einen validen und vor allem aussagekräftigen Test durchführen zu können, standen diese Parameter und Prüfkategorien im Fokus:

  • Funktionen. Unter dieser Kategorie standen die Features der App im Fokus. Das Ausführen von Überweisungen im In- und Ausland, die Bearbeitung von Daueraufträgen, Filter-, Speicher- und Druckfunktionen flossen in das Ergebnis ein. Bestnoten gab es für die Android-Apps Sparkasse und Sparkasse+, jeweils mit der Note 1,6. Die iOS-App Outbank DE bekam die Note 1,4.
     
  • Nutzerfreundlichkeit. Die Usability der Apps stand dabei im Fokus. Dabei ging es nicht nur um die reine Benutzung der Banking-App, sondern auch um den Test der Funktionsweise. Auch die Frage, was passiert, wenn während der App-Anwendung ein Anruf eingeht, war besonders interessant. Der überlegene Sieger bei den Android-Apps war die VR-Banking mit einer Note von 1,1. Bei den iOS-Apps standen VR-Banking und PSD-Banking, jeweils mit der Note 1,7, auf dem Siegertreppchen.
     
  • Sicherheit. Das Thema Sicherheit ist für alle Anwender der wichtigste Punkt. Die Anforderungen an das Passwort sowie die Änderungsoptionen standen an dieser Stelle im Fokus. Transparente Datenschutzbestimmungen sowie ein automatischer Logout nach einiger Zeit der Inaktivität sind an dieser Stelle entscheidende Details. Auch die Dokumentation der Nutzer via Cookie oder Social-Media-Anbindungen standen auf der Prüfliste. ING-DIBA Banking und Brokerage sowie Targobank Mobile Banking bekamen die besten Noten in der Riege der Android-Apps. Targobank Mobile Banking siegte in dieser Kategorie auch bei den iOS-Apps mit derselben Note. Sie alle erhielten eine 1,8.
     
  • Datenverkehr. Ob das Datensendungsverhalten eher kritisch betrachtet oder bedenkenlos zu nutzen ist, hängt in erster Linie von der Verschlüsselung der Verbindung ab. Ebenfalls geprüft wurde, wie schnell die sichere SSL-Verschlüsselung zu haken war. Ein Detail war an dieser Stelle entscheidend, denn: Ein Datenversand, um die ureigene Funktion auszufüllen, ist nötig. Unnötige Daten zu versenden, stellt hingegen ein Sicherheitsrisiko dar.

Das Gesamtergebnis des Tests: Fürs Android-Betriebssystem war die beste Note die Note 2,1. Diese „Bestnote“ heimsten die Banking-Apps Sparkasse und Sparkasse+ ein. Auf Rang 3 folgte mit einer Gesamtnote von 2,6 die Banking-App VR-Banking. Mit iOS-Betriebssystem pirschten sich immerhin drei Banking-Apps an die Note 1 heran. Für Outbank DE gab es die Note 1,7. Für die Banking App Sparkasse – Ihre mobile Filiale gab es die Note 1,8. Auch die Banking App Sparkasse + Alle Finanzen mobil im Griff bekam die Note 1,8.
 

Tipps der Test-Redaktion

Neben transparent aufbereiteten Ergebnissen des Tests liefert die Finanztest-Redaktion auch einige Praxistipps, die einen sicheren Umgang mit der Banking-App ermöglichen sollen:

  • Je nachdem, ob Sie zu verwaltende Konten bei einer Bank oder bei mehreren Banken haben, begrenzt dies die Wahl der möglichen Banking-App bereits. Outbank DE sowie Sparkasse + sind die Banking-Apps, die am besten abgeschnitten haben und als Multibanking-App gelistet sind.
     
  • Ein umsichtiger Umgang beim Mobile Banking sollte ebenso die Praxis auszeichnen wie der umsichtige Umgang im Online-Banking. Betriebssysteme sollten aktuell sein. Öffentliche WLAN-Netze sind tabu. Ist die Anwendung „anders“ als gewohnt, sollten Sie den Vorgang abbrechen und überprüfen, ob es sich um eine reguläre Aktualisierung handelt. Das Passwort sollte möglichst komplex sein.
     
  • Programme, die dem Schutz der Software dienen, gibt es nicht nur für die Desktop-Variante. Auch für das Smartphone sind sie grundsätzlich zu empfehlen – und spätestens dann, wenn die Banking-App zur Installation ansteht.

Aktuelle Medienberichte zeigen erneut, dass Banking-Apps teilweise sehr anfällig sind. So konstatierte die Süddeutsche Zeitung erst im November 2017, dass 31 Banking Apps nur unzureichend gegen Hackerangriffe geschützt seien. Betroffen waren unter anderem Comdirect, verschiedene Stadtsparkassen und die Fidor Bank. Nutzen Sie eine Banking-App der genannten Banken? Dann sollten Sie sich auf Basis der Informationen der Süddeutschen Zeitung am besten mit Ihrem Anbieter kurzschließen, um den Status Quo zu erfragen.

Was passiert mit meiner Krankenversicherung, wenn ich selbstständig bin?

Als Selbstständiger sind Sie nicht mehr ohne weiteres in Ihrer gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert. Sie müssen sich dort nun auf Antrag befreien lassen. Die künftige Beitragshöhe richtet sich hier nach Ihrem Einkommen. Die Kosten für Selbstständige betragen in 2018 zwischen ... [ weiter... ]

Weitere Artikel zu diesem Thema