Social-Media-Strategie: Die Basis muss stimmen!

Geschäftsmann vor Schachbrett

Um ein Haus zu bauen, braucht es einen durchdachten Plan. Würden sie nach Gutdünken irgendwo und irgendwie eine Mauer setzen, ohne das große Ganze im Blick zu haben, würde ihr Haus am Ende vollkommen verwinkelt, ineffizient und nicht besonders komfortabel werden. Mit einem festen Plan jedoch gelingt das Arrangement der Räume inklusive Belichtung und Beheizung optimal.

So ähnlich funktioniert es auch mit der Social-Media-Strategie. Bevor Sie sich an die Ausgestaltung des Eingangsbereichs (Website) machen, müssen Sie dafür sorgen, dass dieser optimal in der Gesamtplanung platziert ist. Vom Eingangsbereich geht es in die verschiedenen (Social-Media) Räume. Brauchen sie Twitter oder Facebook? Ist Google AdWords das Mittel der Wahl oder sollte Instagram im Zentrum des Interesses stehen? Welche Social Media Rooms Sie nutzen, hängt maßgeblich von Ihren Kunden respektive Ihren Besuchern ab.

Sie sehen, es gibt viel zu bedenken, wenn Sie sich über die Social Media Strategie Gedanken machen. Dieser Beitrag startet die Serie zum Thema Social Media Strategie.
 

Social Media: Was steckt eigentlich dahinter?

Alle reden von Social Media, doch nicht jeder weiß, was sich dahinter verbirgt. Wenn wir von Social Media sprechen, dann umfassen wir die folgenden Bereiche, die zu einem ausgewogenen Marketingmix gehören.

Brand Awarness: Hier geht es darum, die Bekanntheit ihrer Marke im Netz zu steigern.

Brand Loyality: Die Markenloyalität soll gestärkt werden.

Brand Advocacy: Mit diesem Begriff ist gemeint, einen Influencer bzw. Markenbotschafter zu gewinnen, der als Fürsprecher der Marke aktiv ist.

Empfehlungsmarketing: Mundpropaganda als wirkungsvolles Marketinginstrument.

Content Marketing: Durch passende Textinhalte Zielgruppen im Internet gewinnen und binden.

Community Engagement: Gemeint ist die Interaktion mit der Community in den sozialen Medien.

Reichweite: Sie können ihre Reichweite erhöhen, indem sie verschiedene Kanäle und Kommunikationswege nutzen. Dadurch erschließen sie auch neue Zielgruppen.

Viral Branding: Mit diesem Marketinginstrument verbreiten sie Kampagnen im Internet, um die Bindung zur Marke zu stärken.

Online Reputation Management: Es geht darum, das Unternehmen durch positive Reputation darzustellen und negative Reputation zu vermeiden.

Online Relations: Die Zusammenarbeit mit Journalisten und Bloggern forcieren.

Marktforschung: Mit diesem Tool gewinnen sie wichtige Insider Informationen über Ihre Kunden oder Ihre Konkurrenten.

Kundenservice: Die Investition in den Kundenservice sorgt für höhere Kundenzufriedenheit – ein wichtiges Element in einer Social Media Strategie.

E-Commerce: Im Social Web Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen gelingt zum Beispiel mit Social Commerce, Mobile Commerce, Facebook Commerce.

Produktpolitik: Im Netz lassen sich durch Crowdsourcing mit Hilfe vieler Interessierter (Community) Produktideen kreieren.

Preispolitik: Crowdfunding ist ein Weg, um Projekte mit der Unterstützung einer Community zu finanzieren.

Die genannten Instrumente lassen sich allerdings nur dann erfolgreich benutzen, wenn Sie folgende Anforderungen berücksichtigen und erfüllen:

  • Sie spüren Ihre Zielgruppe im Netz auf.

  • Sie reservieren Manpower für die Social-Media-Aktivitäten.

  • Ihre Firmenphilosophie lässt sich mit den Social-Media-Aktivitäten in Einklang bringen.

Es reicht nicht, einfach nur im Netz präsent zu sein und irgendwo oder irgendwie mitzumischen. Das Gegenteil ist der Fall, denn wenn Sie es falsch anfangen, verschenken Sie viel Zeit und Geld. Gehen Sie effizient und effektiv vor und starten Sie mit dem ersten Schritt: Entwickeln Sie die passende Strategie für Ihr Unternehmen!
 

POST-Framework: Die 4-Schritte-Planung

POST ist eine Kurzformel für eine relativ einfache und vielfach erfolgreich angewendete Methode zur Strategieentwicklung im Social Media Bereich. Die Abkürzung steht für:

P wie People - Sie analysieren die Individuen bzw. die Gruppen = Zielgruppenanalyse

O wie Objectives - Sie konzeptionieren die Zielsetzungen und die beabsichtigten Wirkungen

S wie Strategy - Sie entscheiden über Beziehungen, Regeln und Laufzeit.

T wie Technology – Sie wählen Funktionen, Anbieter und Plattformen aus.

Es geht also darum, zuerst die Zielgruppe zu analysieren, die Ziele zu entwickeln, die Strategie zu definieren und erst dann die geeigneten Tools auszuprobieren. Daraus lässt sich ableiten, dass die Zielgruppe und ihre Social-Media-Ziele entscheidend bei der Strategieplanung sind. Das Tool ist nur Mittel zum Zweck, aber niemals der Hauptdarsteller.

Ihre Ziele ergeben sich im Prinzip aus der genauen Zielgruppenanalyse. Sie müssen sich fragen, wer Ihre Produkte oder Ihre Dienstleistungen kauft. Sie müssen herausfinden wo die Zielgruppe sich im Netz aufhält. Um das zu ermitteln könnten Sie beispielsweise das Social Web nach entsprechenden Einträgen durchsuchen, Kontakt zu Ihren Bestandskunden aufnehmen und sie befragen oder verfügbare Statistiken auswerten.
 

P wie People – Ihre Strategie beginnt bei Ihren Kunden

Überprüfen sie den aktuellen Kundenstamm und filtern Sie Ihre „Wunschkunden“ heraus. Sie wollen überwiegend mit jungen Existenzgründern arbeiten? Oder haben Sie die dicken Fische im Teich im Blick? Egal, wie Ihr Wunschkunde aussieht, es liegt nun die Aufgabe vor Ihnen, diesen genau zu untersuchen. Fragen wie diese helfen dabei:

  • Wo und wie agieren Ihre Kunden Social Web?

  • Sind Ihre Kunden in sozialen Netzwerken aktiv?

  • Posten sie Blogbeiträge oder schauen sie sich lieber Videos an?

  • Wie informieren sich ihre Kunden über interessante Angebote?

  • Welche Informationen brauchen die Kunden, um eine Kaufentscheidung zu treffen?

  • Wo tauschen sich ihre Kunden aus? In Foren, auf Foto- oder Videoportalen?

Betreiben Sie diese Recherche sehr sorgfältig, denn in diesem Zusammenhang erfahren Sie, wo und wie Sie die potentiellen Kunden ansprechen sollten.

Sie brauchen gutes Know-how, um überhaupt herauszufinden, wo Ihre Zielgruppe im Web agiert. Kennen sie Alter, Geschlecht und Einkommensstruktur? Welche Interessen haben Ihre Kunden? Generell lässt sich sagen, dass die Zielgruppendefinition im B2C-Bereich (Business-to-Consumer, Zielperson ist privater Endverbraucher) einfacher ist, als im B2B-Bereich (Business-to-Business, Zielgruppe besteht aus Unternehmen).

Da B2B und B2C sich klar voneinander unterscheiden, betrachten wir beide getrennt voneinander. So haben Sie den größtmöglichen Nutzen von den Beiträgen dieser Strategie-Serie. Der nächste Teil beschäftigt sich mit der Zielgruppenanalyse von B2B-Kunden, der übernächste macht mit der Zielgruppenanalyse von B2C-Kunden weiter.

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