Selbstständig machen mit einem Inkassounternehmen

Mann mit Schild Inkasso

Wer das Wort Inkassounternehmen hört, hat nicht selten Bilder von dubiosen Praktiken im Hinterkopf, die dem konsequenten Eintreiben von Geld dienen. Hier wird schon deutlich, dass diese Branche nicht den besten Ruf genießt, sodass die dieser Faktor bei der Planung und Umsetzung dieser Geschäftsidee behutsam und vorausschauend bedacht werden muss.

Wer sich erfolgreich selbstständig mit einem Inkassounternehmen machen will, muss als seriöses Unternehmen wahrgenommen werden. Denn ansonsten werden säumige Schuldner nicht zahlen und Unternehmen werden wohl kaum mit solchen Firmen kooperieren, wenn sie ihr eigenes Zahlungsmanagement auslagern wollen. Egal, ob Privat- oder Businesskunden: unbezahlte Rechnungen gehören zum Geschäftsalltag. Da Gewinneinbußen und sehr gefährliche Liquiditätsengpässe drohen, muss das Forderungsmanagement von Beginn an auf eine professionelle Basis gestellt werden. Fehlen solche Ressourcen im eigenen Unternehmen, so kommen externe Inkassobüros als spezialisierte Kooperationspartner in Betracht. Denn bevor die Existenz des Unternehmens bedroht wird, werden die meisten Führungsetagen auf ein externes Forderungsmanagement zurückgreifen. Und genau an dieser Stelle werden die Chancen deutlich, sich selbstständig mit einer Inkassofirma zu machen.
 

Inkassounternehmen gründen: Worum es in diesem Beitrag geht

Von Beginn an sollte Klarheit darüber herrschen, dass für die Existenzgründung mit einem Inkassounternehmen ein langer Atem erforderlich ist. Bei dieser Geschäftsidee gibt es zahlreiche Auflagen, die erfüllt werden müssen. Ein Blick auf die Praxis zeigt, dass es von der Idee bis zur Gründung eines Inkassounternehmens oft ein langwieriger Weg ist. Mit einer ganzheitlichen Planung bzw. einem durchdachten Businessplan jedoch lassen sich alle Vorgänge zielfokussiert vorantreiben. Der folgende Beitrag möchte mit den wichtigsten Themen für eine bessere Orientierung sorgen und zentrale Rahmenbedingungen für die Existenzgründung kompakt beleuchten.
 

Existenzgründung mit Inkassounternehmen: selbstständig machen mit Forderungsmanagement

  • Analyse der Ausgangslage

  • Inkasso: das Image als wichtiger Geschäftsfaktor

  • Kunden gewinnen als selbstständiger Inkassounternehmer?

  • Inkassounternehmen gründen: Voraussetzungen

  • Woran verdient ein Inkassounternehmen?

     

Analyse der Ausgangslage

Neben einer konkreten Standortanalyse, die im Businessplan mit Blick auf die Konkurrenzsituation auszuarbeiten ist, sind bei der Bewertung der Ausgangslage für die Existenzgründung mit einem Inkassounternehmen vor allem diese zwei Hauptaspekte von Interesse:

  1. Wie viele Unternehmen nutzen die Dienstleistungen von Inkassounternehmen (potenzielle Nachfrage)?

  2. Wie sieht es um die Zahlungsmoral aus? Ist Inkasso ein tragfähiges Geschäftsmodell?

Um diese zentralen Fragen aussagekräftig beantworten zu können, sollen im Folgenden aktuelle Zahlen und Entwicklungen herangezogen werden. Diese können auch für die Ausarbeitung eines Businessplans als erste Orientierung verstanden werden.

Die Entwicklungen der letzten Jahre lassen klar den Trend erkennen, dass immer mehr Unternehmer –allen voran Online-Händler– säumige Kunden nicht mehr selbst anmahnen. Sie beauftragen die Dienstleistungen von professionellen Inkassounternehmen, um dem wichtigen Forderungsmanagement mehr Nachdruck zu verleihen. Auf diese Weise soll mit effizientem Ressourceneinsatz das Eintreiben von Forderungen sichergestellt werden.
 

Wie stehen Unternehmen zum Thema Inkasso?

Aktuelle Erhebungen zeigen, dass schon mehr als ein Drittel aller Unternehmen in Europa (37 %) mit Inkassodienstleistern zusammenarbeitet, Tendenz steigend. Hieraus lässt sich für die Geschäftsidee ‚selbstständig machen mit einem Inkassounternehmen‘ eine nachhaltige, wachstumstaugliche Nachfrage ableiten. Diese muss, wie angedeutet, für den Standort bzw. Aktionsrahmen im Businessplan konkretisiert werden. Der Vorteil für Unternehmen liegt auf der Hand, sodass er folglich als Mehrwert beim Marketing in den Fokus zu rücken ist: Durch den Verkauf offener Forderungen erhalten betroffene Unternehmen das dringend benötigte Geld, statt einem Zahlungsausfall hinterherlaufen zu müssen. Aktuellen Zahlen zufolge können bis zu 10 % der Unternehmensumsätze durch Inkasso zurückgewonnen werden, womit die wirtschaftliche Bedeutung dieser Geschäftsidee sehr deutlich wird. Zudem geben Firmen, die Dienstleistungen von Inkassounternehmen nutzen, an, dass durch das Auslagern des Forderungsmanagement die Zahlungsmoral insgesamt verbessert werden kann. 70 % der befragten Unternehmen teilen diese Ansicht.
 

Generelle Rahmenbedingungen für die Existenzgründung

Es liegt in der Natur dieser Geschäftsidee, dass die Auftragslage von Inkassounternehmen unmittelbar mit der Zahlungsmoral zusammenhängt. Ist diese schlecht, so ist eine sehr gute Auftragslage zu erwarten. Gerade in wirtschaftlich schlechten Zeiten haben Inkassounternehmen in dieser Hinsicht Hochkonjunktur. Aktuell bzw. in den letzten Jahren insgesamt erweist sich die Zahlungsmoral in Deutschland als gut. Da viele Unternehmen aber international Geschäfte betreiben, muss im Einzelfall ein Blick über die Landesgrenze hinaus geworfen werden. Und dann kann je nach Zielland die Zahlungsmoral eine ganz andere sein. Für die Geschäftsidee ‚selbstständig machen mit Inkassounternehmen‘ wirft das die Frage auf, ob Forderungsmanagement nur für deutsche Kunden oder ggf. auch weltweit angeboten werden soll. Der planerische und ressourcentechnische Aufwand wird je nach Ausrichtung also deutlich höher ausfallen.
 

Businessplan für Inkassounternehmen ausarbeiten

Der Businessplan ist der richtige formale Rahmen, um der Unternehmensgründung in allen Geschäftsbereichen potenzialorientierte Züge zu verleihen. Die wirtschaftlich stabilen Rahmenbedingungen der letzten Jahre lassen sich auch an der sinkenden Anzahl an Inkassounternehmen ablesen. 2017 waren es noch knapp 900, während es vor 10 Jahren noch mehr als 1.000 waren. Schaut man auf die Gründe, aus denen Inkassounternehmen überhaupt gebraucht werden, so rückt die Überschuldungssituation bei Privatpersonen in den Fokus. Geschäftskunden können natürlich genauso säumig sein, sodass die generelle strategische Ausrichtung bzw. die Zielgruppe zu klären ist. Soll Inkasso für private Endkunden und/oder Geschäftskunden betrieben werden? Von dieser Ausrichtung hängt ab, wie viele Unternehmen als Kunden für die Auslagerung des Forderungsmanagements gewonnen werden können. Im Businessplan muss mit wenigen Blicken erkennbar sein, wo die Potenziale der Geschäftsidee ‚selbstständig machen mit Inkassounternehmen‘ liegen. Besonders die Gebühren und die Kostenstruktur rücken in den Fokus, um die Profitabilität des Geschäftsmodells deutlich werden zu lassen. Kosten entstehen vor allem für notwendige Räumlichkeiten, die Gehälter etwaiger Mitarbeiter und Versicherungslösungen, um sich im Falle des Abkaufes von offenen Forderungen strategisch vor finanziellen Risiken zu schützen.
 

Image vs. effizientes Forderungsmanagement: Warum ein Inkassounternehmen beauftragen?

Säumige Zahler sind für Unternehmen nicht nur ärgerlich, sondern betriebswirtschaftlich gesehen eine große Gefahr. Trotzdem zögern viele Betriebe, Forderungen konsequent mit allen rechtlichen Mitteln einzutreiben. Der Grund liegt aber nicht im mangelnden Willen, sondern in den fehlenden personellen Ressourcen. In vielen Unternehmen wird ein Zahlungsverzug bis zu einer gewissen Zeitgrenze geduldet. Zudem fürchten Unternehmen, durch Mahnungen und andere Maßnahmen ihrer guten Ruf aufs Spiel zu setzen. Diese Bedenken gelten umso mehr, wenn das Forderungsmanagement an externe Inkassounternehmen ausgelagert wird. Unternehmen wollen nicht den Eindruck erwecken, dass Geldeintreiber dafür sorgen, offene Rechnungen zu begleichen.
 

Worauf es vor allem ankommt…

An dieser Stelle wird deutlich, dass Professionalität und Seriosität für ein erfolgreiches Inkassounternehmen essenzielle Schlüsselfaktoren sind. Nur so wird es gelingen, Unternehmen als Kunden zu gewinnen und deren Kunden wiederum mit höflicher Bestimmtheit zur Begleichung von Forderungen zu bewegen. Insofern ist es mit einem einfachen Standard-Mahnschreiben eventuell nicht getan. Zu prüfen sind neue, vertrauensfördernde Wege, um die Zahlungsbereitschaft zu erhöhen. Wer nur einen nichtssagenden Standardbrief verschickt, wird eventuell nicht viel erreichen können. Und diese Lösung ließe sich im Unternehmen selbst auch ohne großartige Ressourcen umsetzen. Inkasso muss daher als zielorientierter Prozess für alle Beteiligten gestaltet werden, der von Anfang an auf Vertrauen fußt. Gelingt es, dieses Vertrauen beim Marketing glaubhaft aufzubauen, so sollte die Kundengewinnung angesichts des großen Interesses von Unternehmen für dieses Thema nicht allzu schwer sein. In jedem Fall muss das gesamte Zahlungsmanagement auch im Falle der Auslagerung ganzheitlich organisiert werden. Es darf nie die Übersicht verloren gehen, da sonst letztlich auch alle Mahnversuche zum Scheitern verurteilt sind.
 

Kunden gewinnen nach der Existenzgründung mit Inkassounternehmen

Als Inkassounternehmen Kunden gewinnen gelingt nur mit einem seriösen Image. Dieses wird im Zuge der Digitalisierung immer mehr vom Internet beeinflusst. Bewertungen von Kunden können einen starken Einfluss darauf haben, wie andere das Unternehmen sehen, ohne jemals in Kontakt getreten zu sein. Eine seriöse Arbeitsweise ist die Voraussetzung dafür, dass sich angeschriebene Kunden im Internet nicht massenweise für das Inkassounternehmen beschweren bzw. dessen Ruf beschädigen. Schließlich werden sich potenzielle Unternehmen als Kunden selbst ein Bild vom Inkassounternehmen machen wollen. Treffen sie dabei im Internet auf viel Kritik, werden sie schnell die Finger von dieser Option lassen.

Vielmehr sollte eine moderne, suchmaschinenoptimierte Homepage Einblicke in die Arbeitsweise des Unternehmens bzw. in das Leistungsspektrum geben. Durch die Suchmaschinenoptimierung wird sichergestellt, dass die Internetpräsenz auf relevante Suchbegriffe ausgerichtet wird (Wonach suchen Unternehmen, die sich für professionelle Inkassodienstleistungen interessieren?). Um für Vertrauen und Seriosität im wahrsten Wortsinn zu werben, sollte eine transparente Öffentlichkeitsarbeit betrieben werden. Regelmäßige Pressemitteilungen oder ein thematisch relevanter Blog können dabei helfen, die eigene Bekanntheit und marketingtechnische Reichweite zu erhöhen. Mehr noch: Mit solchen transparenzschaffenden Mitteln gelingt es, aktiv das eigene Image zu verbessern und sich als gefragtes Expertenunternehmen gegenüber der Konkurrenz zu profilieren.
 

Inkassounternehmen gründen: Voraussetzungen

Wer ein Inkassounternehmen gründen möchte, muss zahlreiche Auflagen erfüllen, da es sich um ein erlaubnispflichtiges Gewerbe mit hohen Anforderungen an den Existenzgründer handelt. Um Verzögerungen im ohnehin langwierigen Prozess der Gründung zu vermeiden, sollte alle Voraussetzungen frühzeitig geprüft und Nachweise/Dokumente angefordert werden. Nicht jeder, der es möchte, wird ein Inkassounternehmen gründen dürfen.
 

Existenzgründer müssen ihre Eignung nachweisen

Grundsätzlich muss der Inhaber eine relevante Ausbildung oder ein Studium im Bereich der Rechtswissenschaft nachweisen können. Neben der theoretischen Sachkunde muss auch berufspraktische nachgewiesen werden können. In diesem Kontext wird meistens mindesten eine zweijährige Berufserfahrung im Inkassobereich vorausgesetzt. Ohne relevante Fachkenntnisse wird eine Erlaubnis für ein Inkassounternehmen nicht erteilt. Ferner müssen sich Inkassodienstleister abgesehen von der Gewerbeanmeldung registrieren lassen. Da es sich beim Thema Inkasso um das liebe Geld dreht, müssen Gründer neben der fachlichen auch ihre persönliche Eignung nachweisen. Wer ein Gewerbe für ein Inkassounternehmen anmelden will, muss einen Gewerbezentralregisterauszug und eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Finanzamt vorlegen. Nur wenn sie als vertrauensvoll eingestuft werden, erhalten Gründer in der Regel die Erlaubnis, sich mit einem Inkassounternehmen selbstständig zu machen. Abgesehen von einem einwandfreien polizeilichen Führungszeugnis muss die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Existenzgründer deutlich werden. Es wird vor allem erwartet, dass er keine Schulden hat und keine andere Tätigkeit ausübt, die in Widerspruch zum Inkassounternehmen steht. Zu den sachlichen Voraussetzungen, die im Zuge der Erlaubniserwirkung ebenfalls geprüft werden, gehören die Geschäftsräume als Basis für die gewerbliche Tätigkeit.

Um als Rechtsdienstleister im Inkassobereich tätig werden zu können, ist eine Eintragung im Rechtsdienstleistungsregister bei der zuständigen Zulassungsbehörde vorzunehmen. Eine solche Eintragung ist nur möglich, wenn der Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung nachgewiesen werden kann, deren Mindestsumme bei 25.000 Euro liegt. Je nach Sitz des Inkassobüros sind für die Anmeldung die Präsidenten des Oberlandes-, Amts- oder Landesgericht zuständig.
 

Inkassounternehmen gründen oder strategische Alternative prüfen

Wer nach einer Alternative zur Gründung oder Übernahme eines Inkassobüros sucht, kann mittlerweile auch auf Franchise-Optionen in diesem Bereich zurückgreifen. Die Eröffnung einer Filiale kann so mit einem funktionierenden Netzwerk schnell vorangetrieben werden. Sofern es sich um einen imagestarken Anbieter handelt, sind gute Voraussetzungen für die Selbstständigkeit mit einem Inkassobüro gegeben. Allerdings sind bei einer Franchiselösung ebenfalls die genannten formalen Anforderungen zu beachten. Zudem werden Gebühren und Umsatzbeteiligungen den Umsatz mindern, sodass diese Alternative im wahrsten Wortsinn ihren Preis hat.
 

Verdienst mit einem Inkassounternehmen?

Die Frage ‚Woran verdienen Inkassounternehmen überhaupt Geld?‘ weist unmittelbar auf die potenziellen Verdienstmöglichkeiten hin. Diese lassen sich seriöserweise nicht pauschalisieren, da der Gewinn eines Inkassounternehmens neben der Auslastung und der Kostenstruktur im Wesentlichen von der Höhe der Forderungen abhängt. Je höher die Forderung, desto höher die potenzielle Mahn- bzw. Zusatzgebühr, an der Inkassounternehmen verdienen.
 

Wie lässt sich der Verdienst mit einem Inkassounternehmen kalkulieren?

Um die Verdienstmöglichkeiten mit einem Inkassounternehmen realistisch einschätzen zu können, müssen eine durchschnittliche Forderungssumme und eine durchschnittliche Gebühr bekannt sein. Momentan sind Gebühren von über 10 % in dieser Branche keine Seltenheit. Säumige Schuldner müssen für diese Gebühren aufkommen, wenn alle Mahnstufen in rechtlich korrekter Weise durchgeführt werden. Ist eine Rechnung von 500 Euro offen und wird eine Marge von 10 % angesetzt, so würde das Inkassounternehmen etwa 50 Euro verdienen. Das erscheint nicht wenig, schließlich sind viele Prozesse und Schreiben standardisiert. Prozesse und Abläufe müssen so effizient wie möglich gestaltet werden: Je mehr zeitlicher Aufwand pro Forderung eingesetzt werden muss, desto weniger bleibt von den beispielhaften 50 Euro als potenzieller Verdienst übrig. Wer mit einem Inkassounternehmen gut verdienen will, ist auf eine professionelle Organisation und eine schlanke Kostenstruktur angewiesen. Aber Achtung! Zu hohe Gebühren werfen schnell ein schlechtes Licht auf das Image des Inkassodienstleisters. Online haben Kunden auf Portalen die Möglichkeit, sich über erhöhte Gebühren zu beschweren. Wer ein nachhaltig funktionierendes Geschäftsmodell aufbauen möchte, sollte mit seinem Inkassounternehmen möglichst tunlichst nicht oft genannt werden.
 

Preisfindung im Inkassobereich?

Generell gibt es im Inkassobereich keine feste Gebührenordnung, sodass die Unternehmen recht frei in ihrer Gestaltung sind. Trotzdem sollte eine Orientierung am Marktüblichen erfolgen, um nicht sofort negativ aufzufallen. Sobald der Eindruck entsteht, es handele sich nur um pure Geldmacherei, wird ein Inkassobüro schnell in eine zwielichtige Ecke gestellt, aus der es nur schwer wieder herauskommen wird. Bei allen betriebswirtschaftlichen Entscheidungen, die zu treffen sind, muss das Image als wichtiger Vertrauensfaktor immer mit berücksichtigt werden. Nicht wenige Anbieter versuchen, über Wucherpreise ihren Verdienst zu maximieren. Generell werden die Preise für Inkassodienstleistungen nicht vom Markt her bestimmt bzw. ausgehandelt. Von den drei am Inkassoprozess Beteiligten bestimmten die Inkassofirma und das Unternehmen als Gläubiger den Preis. Der säumige Kunde, der diesen zu zahlen hat, bleibt außen vor. Gerade diese Intransparenz ist es, die schnell ein Licht der Willkür auf solche Geschäftsmodelle wirft. Wer dauerhaft erfolgreich mit einem Inkassounternehmen sein möchte, sollte diesen Eindruck auf keinen Fall aufkommen lassen.
 

Zusammenfassung für die Geschäftsidee ‚selbstständig machen mit Inkassounternehmen‘

  1. Offene Rechnungen und Zahlungsausfälle können für Unternehmen schnell zu einer finanziellen Gefahr werden: Es besteht Handlungsbedarf!

  2. Aktuelle Zahlen belegen, dass fast jedes dritte Unternehmen in Europa schon die Dienste von Inkassounternehmen nutzt, Tendenz steigend

  3. Das Geschäft von Inkassounternehmen wird von der Zahlungsmoral und somit auch direkt von der Konjunktur beeinflusst

  4. In den letzten Jahren ist die Zahl der Inkassounternehmen leicht rückläufig

  5. Da es sich um ein sehr heikles Thema handelt, spielen Vertrauen und Transparenz wichtige Rollen für Erfolg

  6. Ein professionelles Inkassounternehmen darf sein Image nicht aufs Spiel setzen und mit unseriösen Praktiken verbunden werden, zumal sich diese über das Internet wie ein Lauffeuer verbreiten können

  7. Wer sich selbstständig mit einem Inkassounternehmen machen will, muss die Erlaubnispflicht für dieses Gewerbe beachten. Nachzuweisen sind insbesondere die persönliche und fachliche Einigung. Darüber hinaus müssen sich Rechtsdienstleister in diesem Bereich registrieren lassen.

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