Selbstständig machen mit einem Inkassounternehmen

Mann mit Schild Inkasso
Zuletzt aktualisiert: 02.07.2026

Wer das Wort Inkassounternehmen hört, hat nicht selten Bilder von dubiosen Praktiken im Hinterkopf, die dem konsequenten Eintreiben von Geld dienen. Schon hier wird deutlich, dass diese Branche nicht den besten Ruf genießt – ein Faktor, der bei der Planung und Umsetzung dieser Geschäftsidee behutsam und vorausschauend bedacht werden muss.

Wer sich erfolgreich selbstständig mit einem Inkassounternehmen machen will, muss als seriöses Unternehmen wahrgenommen werden. Andernfalls werden säumige Schuldner nicht zahlen, und Unternehmen werden kaum mit solchen Firmen kooperieren, wenn sie ihr Zahlungsmanagement auslagern wollen. Egal ob Privat- oder Geschäftskunden: unbezahlte Rechnungen gehören zum Geschäftsalltag. Da Gewinneinbußen und gefährliche Liquiditätsengpässe drohen, muss das Forderungsmanagement von Beginn an auf eine professionelle Basis gestellt werden. Fehlen die nötigen Ressourcen im eigenen Unternehmen, kommen externe Inkassobüros als spezialisierte Kooperationspartner in Betracht. Bevor die Existenz bedroht wird, greifen die meisten Führungsetagen auf ein externes Forderungsmanagement zurück. Und genau an dieser Stelle werden die Chancen deutlich, sich mit einer Inkassofirma selbstständig zu machen.

Inkassounternehmen gründen: Worum es in diesem Beitrag geht

Von Beginn an sollte Klarheit darüber herrschen, dass für die Existenzgründung mit einem Inkassounternehmen ein langer Atem erforderlich ist. Bei dieser Geschäftsidee gibt es zahlreiche Auflagen, die erfüllt werden müssen. Ein Blick auf die Praxis zeigt, dass es von der Idee bis zur Gründung eines Inkassounternehmens oft ein langwieriger Weg ist. Mit einer ganzheitlichen Planung beziehungsweise einem durchdachten Businessplan lassen sich alle Vorgänge jedoch zielfokussiert vorantreiben. Der folgende Beitrag sorgt mit den wichtigsten Themen für eine bessere Orientierung und beleuchtet die zentralen Rahmenbedingungen für die Existenzgründung kompakt.

Analyse der Ausgangslage

Neben einer konkreten Standortanalyse, die im Businessplan mit Blick auf die Konkurrenzsituation auszuarbeiten ist, sind bei der Bewertung der Ausgangslage vor allem zwei Hauptaspekte von Interesse:

  • Wie viele Unternehmen nutzen die Dienstleistungen von Inkassounternehmen (potenzielle Nachfrage)?
  • Wie sieht es um die Zahlungsmoral aus – ist Inkasso ein tragfähiges Geschäftsmodell?

Die Entwicklungen der letzten Jahre lassen klar den Trend erkennen, dass immer mehr Unternehmer – allen voran Online-Händler – säumige Kunden nicht mehr selbst anmahnen. Sie beauftragen professionelle Inkassounternehmen, um dem Forderungsmanagement mehr Nachdruck zu verleihen. Auf diese Weise soll mit effizientem Ressourceneinsatz das Eintreiben von Forderungen sichergestellt werden.

Wie stehen Unternehmen zum Thema Inkasso?

Das Auslagern des Forderungsmanagements ist in der Wirtschaft längst etabliert: Ein erheblicher Teil der Unternehmen arbeitet mit Inkassodienstleistern zusammen, Tendenz über die Jahre eher steigend. Hieraus lässt sich für die Geschäftsidee eine tragfähige, wachstumstaugliche Nachfrage ableiten, die für den eigenen Standort beziehungsweise Aktionsrahmen im Businessplan zu konkretisieren ist. Der Vorteil für die Auftraggeber liegt auf der Hand und gehört als Mehrwert in den Fokus des Marketings: Statt einem Zahlungsausfall hinterherzulaufen, erhalten betroffene Unternehmen mit professioneller Hilfe einen größeren Teil ihrer offenen Forderungen zurück. Welchen wirtschaftlichen Stellenwert die Branche hat, zeigt der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU): Seine Mitglieder führen nach Verbandsangaben jedes Jahr Forderungen im Milliardenbereich in den Wirtschaftskreislauf zurück.

Generelle Rahmenbedingungen für die Existenzgründung

Es liegt in der Natur dieser Geschäftsidee, dass die Auftragslage von Inkassounternehmen unmittelbar mit der Zahlungsmoral zusammenhängt. Ist diese schlecht, ist eine gute Auftragslage zu erwarten – gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten haben Inkassounternehmen Hochkonjunktur. Da viele Auftraggeber international Geschäfte betreiben, muss im Einzelfall auch ein Blick über die Landesgrenze hinaus geworfen werden, denn je nach Zielland kann die Zahlungsmoral eine ganz andere sein. Für die Geschäftsidee wirft das die Frage auf, ob Forderungsmanagement nur für deutsche Kunden oder auch grenzüberschreitend angeboten werden soll. Der planerische und ressourcentechnische Aufwand fällt je nach Ausrichtung deutlich höher aus.

Businessplan für das Inkassounternehmen ausarbeiten

Der Businessplan ist der richtige formale Rahmen, um der Unternehmensgründung in allen Geschäftsbereichen potenzialorientierte Züge zu verleihen. Bemerkenswert ist, dass die Zahl der Inkassounternehmen über die Jahre eher rückläufig war, obwohl das Forderungsvolumen hoch bleibt – ein Hinweis auf Konzentration und Professionalisierung der Branche. Schaut man auf die Gründe, aus denen Inkassounternehmen überhaupt gebraucht werden, rückt die Überschuldungssituation bei Privatpersonen in den Fokus. Geschäftskunden können genauso säumig sein, sodass die strategische Ausrichtung beziehungsweise Zielgruppe früh zu klären ist: Soll Inkasso für private Endkunden und/oder Geschäftskunden betrieben werden? Davon hängt ab, wie viele Auftraggeber für die Auslagerung des Forderungsmanagements gewonnen werden können. Im Businessplan muss mit wenigen Blicken erkennbar sein, wo die Potenziale liegen. Besonders die Gebühren und die Kostenstruktur rücken in den Fokus, um die Profitabilität deutlich werden zu lassen. Kosten entstehen vor allem für Räumlichkeiten, die Gehälter etwaiger Mitarbeiter und Versicherungslösungen, um sich beim Abkauf offener Forderungen vor finanziellen Risiken zu schützen.

Wer den Kapitalbedarf der Anlaufphase – Geschäftsräume, IT, Versicherung und Personal – nicht allein aus Eigenmitteln stemmen kann, sollte vor dem Bankgespräch prüfen, welche öffentlichen Zuschüsse und Förderkredite infrage kommen:

Passende Fördermittel für die Gründung finden

Parallel dazu steht am Anfang die formale Pflicht jedes Gewerbes – die Anmeldung beim Gewerbeamt:

Gewerbeanmeldung fürs Inkassobüro Schritt für Schritt vorbereiten

Inkassounternehmen gründen: Voraussetzungen

Wer ein Inkassounternehmen gründen möchte, muss zahlreiche Auflagen erfüllen, denn es handelt sich um eine erlaubnispflichtige Rechtsdienstleistung mit hohen Anforderungen an den Gründer. Maßgeblich ist das Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG). Um Verzögerungen im ohnehin langwierigen Gründungsprozess zu vermeiden, sollten alle Voraussetzungen frühzeitig geprüft und Nachweise rechtzeitig angefordert werden. Nicht jeder, der möchte, darf ein Inkassounternehmen gründen.

Existenzgründer müssen ihre Eignung nachweisen

Inkassodienstleister müssen sich nach § 10 RDG im Rechtsdienstleistungsregister registrieren lassen; ob ein Anbieter registriert ist, lässt sich dort kostenfrei online prüfen. Für die Registrierung verlangt § 12 RDG drei zentrale Nachweise:

  • Persönliche Eignung und Zuverlässigkeit: keine einschlägigen Vorstrafen, geordnete wirtschaftliche Verhältnisse (also insbesondere keine eigene Überschuldung).
  • Theoretische und praktische Sachkunde: Die theoretische Sachkunde wird in der Regel über ein Zeugnis eines anerkannten Sachkundelehrgangs nachgewiesen, hinzu kommt praktische Inkasso-Erfahrung (üblicherweise mehrere Jahre).
  • Berufshaftpflichtversicherung mit einer Mindestversicherungssumme von 250.000 Euro je Versicherungsfall (§ 12 Abs. 1 Nr. 3 RDG in Verbindung mit § 5 RDV).

Daneben ist – wie bei jeder gewerblichen Tätigkeit – das Gewerbe anzumelden; im Zuge der Zuverlässigkeitsprüfung sind regelmäßig ein polizeiliches Führungszeugnis, ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister und eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts vorzulegen. Auch geeignete Geschäftsräume gehören zu den sachlichen Voraussetzungen, die geprüft werden.

Die folgende Checkliste dient als unverbindliche Orientierung für die Gründungsvorbereitung und ersetzt keine rechtliche Beratung im Einzelfall.

  • Theoretische Sachkunde über einen anerkannten Inkasso-Sachkundelehrgang erwerben.
  • Praktische Berufserfahrung im Inkasso-/Forderungsbereich sammeln.
  • Persönliche Eignung sichern: einwandfreies Führungszeugnis, geordnete Finanzen.
  • Zielgruppe festlegen: B2B, B2C oder beides.
  • Businessplan mit Standort-, Wettbewerbs- und Gebührenkalkulation ausarbeiten.
  • Geeignete Geschäftsräume und IT-/Prozessstruktur planen.
  • Berufshaftpflichtversicherung mit mind. 250.000 € je Versicherungsfall abschließen.
  • Eigene Kranken- und Altersvorsorge regeln.
  • Gewerbe anmelden.
  • Registrierung im Rechtsdienstleistungsregister nach RDG beantragen.
  • Erforderliche Nachweise (Sachkunde, Versicherung, Register­auszüge) einreichen.
  • Seriöse, suchmaschinenoptimierte Online-Präsenz aufbauen.
  • Transparente Gebühren- und Kommunikationsstandards festlegen.
  • Erste Auftraggeber und Referenzen gewinnen.

Inkassounternehmen gründen oder strategische Alternative prüfen

Wer nach einer Alternative zur Gründung oder Übernahme eines Inkassobüros sucht, kann mittlerweile auch auf Franchise-Optionen zurückgreifen. Die Eröffnung einer Filiale lässt sich so mit einem funktionierenden Netzwerk schneller vorantreiben. Handelt es sich um einen imagestarken Anbieter, sind gute Voraussetzungen für die Selbstständigkeit gegeben. Allerdings gelten auch bei einer Franchiselösung die genannten formalen Anforderungen. Zudem mindern Gebühren und Umsatzbeteiligungen den Ertrag, sodass diese Alternative im wahrsten Wortsinn ihren Preis hat.

Image vs. effizientes Forderungsmanagement: Warum ein Inkassounternehmen beauftragen?

Säumige Zahler sind für Unternehmen nicht nur ärgerlich, sondern betriebswirtschaftlich eine echte Gefahr. Trotzdem zögern viele Betriebe, Forderungen konsequent mit allen rechtlichen Mitteln einzutreiben. Der Grund liegt meist nicht im fehlenden Willen, sondern in fehlenden personellen Ressourcen. In vielen Unternehmen wird ein Zahlungsverzug bis zu einer gewissen Grenze geduldet. Zudem fürchten manche, durch Mahnungen und andere Maßnahmen ihren guten Ruf aufs Spiel zu setzen. Diese Bedenken gelten umso mehr, wenn das Forderungsmanagement an externe Inkassounternehmen ausgelagert wird: Unternehmen wollen nicht den Eindruck erwecken, dass „Geldeintreiber" für offene Rechnungen sorgen.

Worauf es vor allem ankommt

An dieser Stelle wird deutlich, dass Professionalität und Seriosität die essenziellen Schlüsselfaktoren eines erfolgreichen Inkassounternehmens sind. Nur so gelingt es, Unternehmen als Kunden zu gewinnen und deren Schuldner mit höflicher Bestimmtheit zur Begleichung von Forderungen zu bewegen. Mit einem einfachen Standard-Mahnschreiben ist es daher oft nicht getan – eine solche Lösung ließe sich auch ohne externe Hilfe umsetzen. Inkasso muss vielmehr als zielorientierter Prozess für alle Beteiligten gestaltet werden, der von Anfang an auf Vertrauen fußt. Gelingt es, dieses Vertrauen glaubhaft zu vermitteln, sollte die Kundengewinnung angesichts des großen Interesses der Unternehmen nicht allzu schwerfallen. In jedem Fall muss das gesamte Zahlungsmanagement auch bei Auslagerung ganzheitlich organisiert werden, damit nicht die Übersicht verloren geht.

Kunden gewinnen als selbstständiges Inkassounternehmen

Kunden gewinnt ein Inkassounternehmen nur mit einem seriösen Image, das im Zuge der Digitalisierung immer stärker vom Internet geprägt wird. Kundenbewertungen können erheblichen Einfluss darauf haben, wie andere das Unternehmen sehen, ohne je in Kontakt getreten zu sein. Eine seriöse Arbeitsweise ist die Voraussetzung dafür, dass sich angeschriebene Schuldner online nicht massenhaft beschweren und den Ruf beschädigen. Potenzielle Auftraggeber machen sich selbst ein Bild; treffen sie auf viel Kritik, lassen sie schnell die Finger von dieser Option.

Eine moderne, suchmaschinenoptimierte Homepage sollte daher Einblicke in Arbeitsweise und Leistungsspektrum geben. Über Suchmaschinenoptimierung wird sichergestellt, dass die Internetpräsenz auf relevante Suchbegriffe ausgerichtet ist. Um für Vertrauen und Seriosität im wahrsten Wortsinn zu werben, empfiehlt sich eine transparente Öffentlichkeitsarbeit. Regelmäßige Fachbeiträge oder ein thematisch relevanter Blog erhöhen Bekanntheit und Reichweite – und helfen, das eigene Image aktiv zu verbessern und sich als gefragtes Expertenunternehmen zu profilieren.

Was kostet Inkasso – und wie sind die Gebühren gedeckelt?

Ein zentraler Punkt, den Gründer kennen müssen: Die Inkassokosten sind heute deutlich strenger reguliert als früher. Mit dem Gesetz zur Verbesserung des Verbraucherschutzes im Inkassorecht (in Kraft seit dem 1. Oktober 2021) wurden die erstattungsfähigen Gebühren spürbar abgesenkt und gedeckelt. Wichtige Eckpunkte:

  • In einfachen Fällen, in denen der Schuldner eine unbestrittene Forderung schon nach der ersten Zahlungsaufforderung begleicht, ist nur noch eine reduzierte Geschäftsgebühr (0,5) erstattungsfähig.
  • Für Kleinforderungen bis 50 Euro sind die erstattungsfähigen Kosten gedeckelt (statt früher höherer Beträge).
  • Auch die Einigungsgebühr bei Ratenzahlungs- oder Stundungsvereinbarungen wurde begrenzt.

Für das Geschäftsmodell heißt das: Pauschale „Margen von über 10 %" oder beliebig hohe Gebühren lassen sich gegenüber Schuldnern nicht mehr durchsetzen. Die Wirtschaftlichkeit entsteht heute über Volumen, schlanke Prozesse und Automatisierung, nicht über überzogene Einzelgebühren. Das ist zugleich ein Image-Schutz, denn überhöhte Forderungen führen zu Beschwerden und beschädigen den Ruf nachhaltig.

Verdienst mit einem Inkassounternehmen

Woran verdienen Inkassounternehmen überhaupt? Genau das weist auf die Verdienstmöglichkeiten hin. Pauschalisieren lässt sich der Gewinn seriöserweise nicht, da er neben Auslastung und Kostenstruktur im Wesentlichen von der Höhe und Menge der bearbeiteten Forderungen abhängt. Vereinfacht gilt: Je höher die Forderung, desto höher die mögliche – inzwischen gedeckelte – Gebühr, an der das Inkassounternehmen verdient.

Um die Verdienstmöglichkeiten realistisch einzuschätzen, müssen eine durchschnittliche Forderungssumme und eine durchschnittliche Gebühr angesetzt werden. Entscheidend ist die Effizienz: Je mehr Zeit pro Forderung anfällt, desto weniger bleibt unterm Strich übrig. Wer mit einem Inkassounternehmen gut verdienen will, ist auf eine professionelle Organisation und eine schlanke Kostenstruktur angewiesen. Und Vorsicht: Zu hohe oder intransparente Gebühren werfen schnell ein schlechtes Licht auf das Image – auf Bewertungsportalen verbreiten sich solche Beschwerden rasch.

Bevor Sie Ihre eigenen Konditionen festlegen, lohnt es sich, den Mindestumsatz sauber zu kalkulieren, den das Inkassobüro erwirtschaften muss, um Räume, Personal, Versicherung und Gewinn zu decken:

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Wie viel Umsatz brauchen Sie wirklich?

Viele Gründer unterschätzen, wie viel Umsatz nötig ist, um ihr gewohntes Netto-Einkommen als Selbstständiger zu ersetzen. Der Rechner zeigt Ihnen die ehrliche Zahl – inklusive Krankenversicherung, Altersvorsorge und Steuern.

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Was möchten Sie netto pro Monat verdienen? Das ist der Betrag, der nach allen Steuern und Abgaben übrig bleibt.

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Anteil der Arbeitszeit, den Sie tatsächlich beim Kunden abrechnen können. Der Rest sind Akquise, Buchhaltung, Weiterbildung, Leerlauf.

Auslastung i
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Beeinflusst nur den Tagessatz, nicht den Gesamtumsatz – Ihre Kosten bleiben gleich.
Ihr notwendiger Monatsumsatz
Pro Monat
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Das entspricht einem Tagessatz von 0 €.

Jahresumsatz
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So setzt sich Ihr Umsatz zusammen

Umsatz (monatlich)0 €
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− Rücklagen für Urlaub & Leerlauf (15 %)0 €
Gewinn vor Abgaben0 €
− Krankenversicherung0 €
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− Einkommensteuer0 €
= Ihr Netto0 €
Wichtiger Hinweis: Dieses Tool ist ein unverbindliches Rechenbeispiel und ausdrücklich keine belastbare finanzielle, steuerliche oder rechtliche Orientierung. Die Berechnung arbeitet mit stark vereinfachten Annahmen (10 % Betriebskosten, 15 % Rücklagen, 15 % Altersvorsorge, 400 % Gewerbesteuer-Hebesatz, 220 Arbeitstage à 8 Stunden, keine Kirchensteuer, Soli nur in hohen Einkommensbereichen). Steuer- und SV-Werte 2025; Änderungen durch Gesetzgebung möglich. Treffen Sie auf Basis dieses Rechners keine finanziellen oder beruflichen Entscheidungen – ziehen Sie für eine verlässliche Kalkulation einen Steuerberater oder eine zugelassene Gründungsberatung hinzu.

Tücken und häufige Fehler bei der Gründung eines Inkassounternehmens

  • RDG-Registrierung unterschätzen: Ohne Sachkundenachweis, praktische Erfahrung und Eintragung ins Rechtsdienstleistungsregister darf gar nicht erst losgelegt werden – wer ohne Registrierung Inkasso betreibt, riskiert Untersagung und Bußgelder.
  • Versicherungssumme falsch kalkulieren: Die Berufshaftpflicht muss mindestens 250.000 € je Versicherungsfall abdecken; eine zu niedrige Police führt zur Ablehnung der Registrierung.
  • Gebührenrecht ignorieren: Wer mit veralteten, zu hohen Gebührensätzen kalkuliert, gerät mit dem gedeckelten Inkassorecht in Konflikt und verliert das Vertrauen der Auftraggeber.
  • Image vernachlässigen: Ein einziger Shitstorm auf Bewertungsportalen kann die mühsam aufgebaute Seriosität zunichtemachen.
  • Datenschutz unterschätzen: Inkasso bedeutet Umgang mit hochsensiblen Schuldnerdaten – DSGVO-Verstöße sind teuer und rufschädigend.

Trends in der Inkasso-Branche

  • Strengere Regulierung: Verbraucherschutz und gedeckelte Gebühren prägen das Geschäft dauerhaft – seriöse Anbieter profitieren, „schwarze Schafe" geraten unter Druck.
  • Digitalisierung & Automatisierung: Online-Portale, automatisierte Mahnläufe und Schnittstellen zu Shop- und Buchhaltungssystemen senken die Stückkosten je Forderung.
  • E-Commerce als Treiber: Mit dem Online-Handel wachsen Kleinforderungen in großer Zahl – ein Segment, das auf effiziente, automatisierte Prozesse setzt.
  • Konzentration der Branche: Bei tendenziell sinkender Anbieterzahl und hohem Forderungsvolumen gewinnt Spezialisierung (Branchen-, B2B- oder Auslandsinkasso) an Bedeutung.

Zusammenfassung: selbstständig machen mit einem Inkassounternehmen

Offene Rechnungen und Zahlungsausfälle können für Unternehmen schnell zur finanziellen Gefahr werden – es besteht Handlungsbedarf. Ein erheblicher Teil der Unternehmen nutzt bereits die Dienste von Inkassounternehmen, und das Geschäft hängt direkt von Zahlungsmoral und Konjunktur ab. Bei tendenziell rückläufiger Anbieterzahl bleibt das Forderungsvolumen hoch. Weil es sich um ein heikles Thema handelt, spielen Vertrauen und Transparenz die entscheidende Rolle: Ein professionelles Inkassounternehmen darf sein Image nicht aufs Spiel setzen, denn unseriöse Praktiken verbreiten sich über das Internet wie ein Lauffeuer. Wer sich selbstständig machen will, muss die Erlaubnis- und Registrierungspflicht nach dem RDG beachten und insbesondere persönliche Eignung, fachliche Sachkunde und die vorgeschriebene Berufshaftpflicht nachweisen.

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