Krankenkassenrechner 2026 für Selbstständige

Krankenkasse Selbstständige
Zuletzt aktualisiert: 18.05.2026

Die Krankenkasse ist für Selbstständige einer der größten monatlichen Posten – und einer der wenigen, an denen sich noch etwas drehen lässt. Egal ob Sie gerade gründen oder seit Jahren selbstständig sind: Wer in der falschen Versicherung steckt, zahlt jahrelang zu viel oder hat im Ernstfall nicht die Leistungen, die er braucht. Der Rechner gibt eine erste Orientierung: Wie hoch wäre Ihr GKV-Beitrag bei dem Gewinn, den Sie eingeben? In welcher Spanne könnte ein PKV-Tarif für Ihr Alter liegen?

Krankenkassenrechner · 2026

Ihr monatlicher Krankenkassenbeitrag als Selbstständiger

Berechnen Sie Ihren GKV-Beitrag mit allen aktuellen Werten für 2026 und sehen Sie eine grobe Schätzung möglicher PKV-Prämien für Ihr Profil.

Mindestbemessungsgrundlage 2026: 1.318,33 €. Beitragsbemessungsgrenze: 5.812,50 €.

Mit Krankengeld
Mind. 1 Kind

Krankengeld: höherer Beitragssatz (14,6 %) statt 14,0 %. Eltern zahlen ermäßigten Pflegebeitrag (3,6 % statt 4,2 %).

Gesetzliche KV (GKV)
0/ Monat
inkl. Pflegeversicherung
Krankenversicherung0 €
Zusatzbeitrag (Ø 2,9 %)0 €
Pflegeversicherung0 €
Private KV (PKV) – Schätzung
ca. 00/ Monat
Bandbreite für Ihr Alter, einkommensunabhängig
Junger, gesunder Tarif~ –
Komfort-Tarif~ –
Premium-Tarif~ –
Hinweis: Geben Sie Ihre Daten ein, um eine passende Einschätzung zu erhalten.

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Wichtiger Hinweis: Die GKV-Berechnung basiert auf den offiziellen Rechengrößen für 2026 (BBG 5.812,50 €, Mindestbemessungsgrundlage 1.318,33 €, allgemeiner Beitragssatz 14,6 %, ermäßigter Beitragssatz 14,0 %, durchschnittlicher Zusatzbeitrag 2,9 %, Pflegeversicherung 3,6 %/4,2 %). Tatsächliche Beiträge können je nach Krankenkasse abweichen. Die PKV-Schätzung ist eine Bandbreite typischer Tarife für Selbstständige; die individuelle Prämie hängt von Alter, Gesundheitszustand, Tarifumfang und Selbstbehalt ab und kann auch außerhalb dieses Korridors liegen. Eltern mit mehreren Kindern unter 25 Jahren erhalten Abschläge in der Pflegeversicherung, die hier vereinfacht nicht abgebildet sind. Diese Berechnung ersetzt keine individuelle Beratung.

Warum die Entscheidung GKV oder PKV so wichtig ist

Wer einmal in der privaten Krankenversicherung ist, kommt selten zurück in die gesetzliche. Wer in der GKV bleibt, zahlt bei steigendem Gewinn jeden Euro bis zur Beitragsbemessungsgrenze mit – ohne Arbeitgeberzuschuss. Es geht aber nicht nur um den Beitrag. Im Ernstfall macht sich der Unterschied auch medizinisch bemerkbar: Privatpatienten kommen in der Regel deutlich schneller an Facharzttermine, haben besseren Zugang zu Spezialisten und ausgewiesenen Behandlungszentren – etwa in der Onkologie, der Kardiologie oder bei seltenen Erkrankungen – und bekommen häufig auch neuere Therapien und Diagnoseverfahren erstattet, die in der GKV gar nicht oder erst nach Jahren übernommen werden.
Beide Wege haben ihre Stärken, aber sie passen nicht zu jedem.

Drei Fragen entscheiden in der Praxis fast immer: Wie alt sind Sie und wie gesund? Haben Sie eine Familie, die mitversichert werden müsste? Und wie verlässlich ist Ihr Einkommen? Aus den Antworten ergibt sich meistens schon eine klare Richtung.

Vier typische Profile – und was zu ihnen passt

Jung, gesund, ohne Familie

Mitte 20 bis Anfang 30, keine Vorerkrankungen, gerade selbstständig geworden oder schon einige Jahre dabei. In dieser Konstellation ist die PKV oft die finanziell deutlich attraktivere Wahl – einkommensunabhängige Beiträge ab rund 250 bis 400 € im Monat sind realistisch, dazu Privatpatientenstatus und kurze Wartezeiten. Aber Achtung: Die Prämien werden mit den Jahren angepasst. Wer in 30 Jahren noch in der PKV ist, zahlt vermutlich nicht mehr 250 €.

Die Selbstständige mit Familie, Partner angestellt

Wenn der Ehepartner Arbeitnehmer ist und Kinder im Haushalt sind, ist die GKV in den meisten Fällen günstiger. Partner ohne nennenswertes Einkommen und Kinder unter 25 sind in der gesetzlichen Krankenversicherung beitragsfrei mitversichert. In der PKV zahlt jedes Familienmitglied einen eigenen Beitrag – das summiert sich schnell auf vierstellige Beträge im Monat.

Der etablierte Solo-Selbstständige Mitte 40

Gut verdienend, gesund, keine Kinder zu versichern. In der GKV trifft ihn der Höchstbeitrag von rund 1.261 € im Monat – komplett selbst zu tragen. Bei guter Gesundheit kann die PKV hier deutlich günstiger ausfallen, gerade in den ersten zehn bis fünfzehn Jahren. Die Entscheidung sollte aber mit Blick auf die Beitragsentwicklung im Alter getroffen werden, nicht nur auf die aktuelle Ersparnis.

Selbstständige ab 50 oder mit Vorerkrankungen

Hier ist Vorsicht angebracht. PKV-Tarife werden bei höherem Eintrittsalter teuer, Vorerkrankungen führen zu Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen. Und der Weg zurück in die GKV ist ab Mitte 50 praktisch verschlossen. Wer in dieser Situation wechselt, sollte den Schritt nur mit einer unabhängigen Beratung gehen. Unsere Entscheidungshilfe hilft beim Abwägen.

Wenn Sie schon seit Jahren in der GKV sind und überlegen zu wechseln: Selbstständige können das jederzeit – es gibt keine Versicherungspflichtgrenze wie bei Arbeitnehmern, die den Schritt einschränkt. Wer steigende GKV-Beiträge spürt, eine Nachzahlung nach dem Steuerbescheid befürchtet oder seit Längerem mit den Leistungen unzufrieden ist, kann konkret vergleichen. Was bei einem späteren Wechsel zurück in die GKV zu beachten ist, steht in der FAQ unten.

Was die PKV verspricht – und was sie wirklich liefert

„Einkommensunabhängige Beiträge" – das ist der Hauptverkaufsbaustein der privaten Krankenversicherung. Stimmt auch, mit einem Sternchen. Die Beiträge sind unabhängig vom Einkommen, aber abhängig vom Alter beim Eintritt und vom Gesundheitszustand. Ein 25-Jähriger zahlt im selben Tarif deutlich weniger als ein 50-Jähriger.

Was Sie in der PKV typischerweise bekommen: Privatpatientenstatus beim Arzt und im Krankenhaus, schnellere Termine, oft Einzelzimmer und Chefarztbehandlung, höhere Erstattungsquoten beim Zahnarzt. Was Sie verlieren: die kostenlose Familienversicherung, die einkommensabhängige Bremse bei schlechten Jahren – und im Notfall die Möglichkeit, später zurück in die GKV zu wechseln.

Die GKV punktet umgekehrt da, wo die PKV schwach ist: bei Familien, bei schwankendem Einkommen, bei Vorerkrankungen. Wer ein gutes Jahr hat, zahlt mehr; wer ein schlechtes Jahr hat, zahlt weniger. 

Häufige Fragen zur Krankenversicherung für Selbstständige

Was kostet die GKV als Selbstständiger 2026?

Mindestens rund 278 € (mit Kindern) oder 286 € (kinderlos) im Monat – auch wenn der Gewinn niedriger liegt, weil die Krankenkasse ein fiktives Mindesteinkommen ansetzt. Maximal rund 1.261 € im Monat, sobald der Gewinn die Beitragsbemessungsgrenze von 5.812,50 € erreicht. Dazwischen zahlen freiwillig Versicherte 21,1 % bis 21,7 % ihres Gewinns inklusive Pflegeversicherung, je nach Elternstatus und Krankengeld-Wahl.

Was kostet die PKV als Selbstständiger?

Sehr unterschiedlich. Junge, gesunde Selbstständige zahlen oft 250 bis 400 € im Monat für einen soliden Tarif. Mit umfangreichen Leistungen oder höherem Eintrittsalter steigt das schnell auf 500 bis 800 €. Bei Vorerkrankungen kann es deutlich teurer werden oder es entstehen Leistungsausschlüsse. Ein konkretes, individuelles Angebot ist die einzige verlässliche Antwort.

Lohnt sich die Familienversicherung in der GKV?

Wenn Partner und Kinder mitversichert werden können, fast immer. Ein Partner ohne nennenswertes eigenes Einkommen und zwei Kinder kosten in der GKV keinen Cent zusätzlich. In der PKV zahlt jedes Familienmitglied einen eigenen Beitrag – das macht den Unterschied bei Familien meistens deutlich zugunsten der GKV.

Kann ich aus der PKV zurück in die GKV?

Nur unter engen Voraussetzungen. Wer die Selbstständigkeit aufgibt und eine sozialversicherungspflichtige Anstellung unterhalb der Versicherungspflichtgrenze (2026: 77.400 € Jahresgehalt) annimmt, kommt zurück. Oder über die Familienversicherung beim gesetzlich versicherten Ehepartner. Ab 55 wird der Weg zurück praktisch unmöglich. Vor einem PKV-Wechsel deshalb gut prüfen – die Entscheidung ist in der Regel endgültig.

Lohnt sich ein Wechsel von GKV zu PKV, wenn ich schon seit Jahren selbstständig bin?

Möglich ist der Wechsel jederzeit – Selbstständige sind nicht an die Versicherungspflichtgrenze für Arbeitnehmer gebunden. Sinnvoll ist er vor allem dann, wenn Sie gesundheitlich stabil sind, in den letzten Jahren hohe GKV-Beiträge gezahlt haben und noch genug Jahre vor sich haben, in denen sich der Wechsel rechnen kann. Ab Mitte 50 sollten Sie sehr genau rechnen, denn der Weg zurück ist dann praktisch verschlossen. Wer mit GKV-Nachzahlungen zu kämpfen hat oder mit steigenden Zusatzbeiträgen unzufrieden ist, sollte zumindest ein konkretes Vergleichsangebot einholen.

Wird der Gründungszuschuss auf den GKV-Beitrag angerechnet?

Ja. Der Gründungszuschuss zählt als beitragspflichtiges Einkommen und wird von der Krankenkasse berücksichtigt – auch wenn er im Rechner nicht extra abgefragt wird. Ob Sie überhaupt Anspruch haben, prüfen Sie mit dem Gründungszuschuss-Check in wenigen Minuten.

Brauche ich als Selbstständiger einen Krankengeldanspruch?

In der GKV haben Sie nur dann Anspruch auf Krankengeld ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit, wenn Sie den allgemeinen Beitragssatz (14,6 %) zahlen statt des ermäßigten (14,0 %). Der Differenzbetrag liegt bei etwa 8 € im Monat – für die meisten Selbstständigen ohne andere Lohnfortzahlung lohnt sich das. Wer auch die ersten sechs Wochen Krankheit abgesichert haben will, kombiniert mit einer privaten Krankentagegeldversicherung. Ihren Bedarf können Sie mit dem Krankentagegeld-Bedarfsrechner grob abschätzen.

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