Die Energiewende erweist sich als Quelle für Geschäftsideen

Die 2011 in Folge der Atomkatastrophe von Fukushima eingeleitete Energiewende erweist sich als Jobmotor in der Bundesrepublik, wie es aus einer aktuellen Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie hervorgeht. Bis zum Jahr 2050 sollen in diesem Bereich etwa 230.000 Arbeitsplätze mit Zukunftsfähigkeit geschaffen werden. Insgesamt werden gemäß der Studie im Sektor der erneuerbaren Energien mehr Arbeitsplätze geschaffen als durch den Abbau im fossilen Bereich abgebaut werden.

Ermutigende Rahmenbedingungen für energieorientierte Existenzgründer

Die Studie prognostiziert insbesondere für kleine und innovative Unternehmen mit tragfähigen Geschäftsmodellen gute Wachstumschancen. Große Energiekonzerne haben es dagegen aufgrund mangelnder Handlungsflexibilität schwer, ihre bisherigen Geschäftsmodelle umzustellen. Nachrichten von roten Zahlen der großen Energieversorger hierzulande bestätigen diese Entwicklung. Eine große wirtschaftliche Chance für Gründer im Bereich der erneuerbaren Energien liegt darin, dass die Energieherstellung in Zukunft immer dezentraler sein wird. Daraus ergibt sich eine Vielzahl an neuen Geschäftsmodellen. Energieexperten sind der Ansicht, dass neue Geschäftsideen die nächste Phase der Energiewende beflügeln können. Momentan sind die Rahmenbedingungen auf dem Markt sehr günstig, sodass selbst kleine Unternehmen gute Chancen haben. Trotzdem müssen Gründer natürlich weiterhin ihre Hausaufgaben machen, indem sie beispielweise einen professionellen Businessplan als Basis für eine nachhaltige Geschäftsentwicklung ausarbeiten.
 

Wo Märkte im Wandel sind, haben innovative Existenzgründer gute Chancen

Generell stellt die zunehmende Dezentralisierung der Energiewirtschaft alle Akteure vor neue Herausforderungen: Wer diese annimmt und strategisch plant, kann mit innovativen Ansätzen langfristig erfolgreich sein. Natürlich gibt es für den Einstieg verschiedene Optionen, die es im Einzelfall zu prüfen gilt. Wer kein vollkommen eigenständiges Unternehmen hochziehen möchte, kann auch auf ein Franchisesystem zurückgreifen und ein vorhandenes Netz mit Ressourcen zurückgreifen. Es gilt abzuwägen, ob die damit einhergehende Begrenzung der unternehmerischen Entscheidungsfreiheit für den Existenzgründer hinnehmbar ist. Gerade im regionalen Bereich haben sich schon gut funktionierende Modelle etabliert, die perspektivenreiche wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Aussicht stellen. Gerade was den wichtigen Vertrieb angeht, so kann ein Franchisemodell schnell gut funktionierende Wege eröffnen, die bei einer eigenen Geschäftsgründung erst mühsam aufgebaut werden müssten.
 

Geschäftsausrichtung: Welche Faktoren sollten Existenzgründer fest im Blick haben?

Die angesprochenen günstigen Entwicklungsprognosen im Bereich der erneuerbaren Energien stützen sich vor allem auf die stetig steigenden Energiekosten und die langfristig gesehen wohl günstigen Finanzierungsoptionen. Ohnehin hat sich Ökostrom in technologischer Form von Photovoltaikanlagen oder Stromspeichern hierzulande längst fest etabliert, sodass dieses zukunftsorientierte Thema fast schon zum Lifestyle gehört. Auch das hohe Umweltbewusstsein der Bevölkerung sollte langfristig für attraktive Rahmenbedingungen sorgen. Viele Besitzer von Wohneigentum wollen die Chance nutzen, sich von der zentralen Stromversorgung abzukoppeln und durch eine Investition in Zukunftstechnologien auch den Wert des Wohneigentums nachhaltig steigern zu können.

Titelbild: coloures-pic – fotolia.com

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