Nachzahlungspflicht für Selbstständige: GKV fordert nun auch rückwirkend Beiträge!

Viele gesetzlich krankenversicherte Selbstständige wissen noch nicht, welche konkreten Auswirkungen die vorläufige Festsetzung der Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung hat. Die Auswirkungen werden spätestens spürbar sein, wenn Post von der gesetzlichen Krankenkasse mit der Forderung einer kräftigen Nachzahlung ankommt. Hieraus können sich je nach Finanzlage akute Engpässe ergeben, sofern freiwillig Versicherte nicht ständig ihr aktuelles durchschnittliches Einkommen im Hinterkopf haben. In der privaten Krankenversicherung sind solche ‚Rechenspiele‘ nicht zu erwarten: Die Beiträge richten sich völlig unabhängig vom Einkommen nach individuellen Gesundheits- und Leistungsmerkmalen.
 

Bitte nachzahlen! Was sich seit 2018 in der GKV geändert hat

Wer als Selbstständiger in der gesetzlichen Krankenkasse bleiben will, kann dies als freiwillig Versicherter tun. Die Beiträge richten sich bis maximal zur Beitragsbemessungsgrenze nach dem Einkommen, das mit dem Steuerbescheid nachzuweisen ist.

Seit 2018 ist es so, dass nach der obligatorischen Vorlage des Einkommenssteuerbescheides die Beiträge für die Vergangenheit korrigiert werden. Ist das Einkommen deutlich gestiegen, ist mit hohen Nachzahlungen zu rechnen. Wer hierfür keine Reserven eingeplant hat, steht eventuell vor einem Finanzierungsproblem. Die aktuellen Beiträge werden dann vorläufig für die Zukunft als Berechnungsgrundlage herangezogen. Steigt das Einkommen auch in den kommenden Jahren, so ist mit weiteren Rückzahlungen zu rechnen. Rückzahlungen kommen nur in Betracht, wenn das Einkommen sinken sollte. Aber das kann nicht im Sinn eines selbst vorgegebenen Wachstumskurses sein. Zu den zu berücksichtigenden Einnahmen für die Beitragsberechnung zählt nicht nur das Arbeitseinkommen aus selbstständiger Tätigkeit. Auch etwaige Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sind zu berücksichtigen, wodurch der Höchstsatz schnell erreicht ist. Spätestens dann ist die private Krankversicherung auch aus Kostengründen eine prüfenswerte Alternative! Die vorläufige Festsetzung gilt nicht für Versicherte, die ein Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze erzielen. Es sei denn, sie geben zu einem späteren Zeitpunkt mittels Steuernachweis an, wieder unter dieser Grenze zu liegen.


Durch die vorläufige Festsetzung fehlt finanzielle Planbarkeit

Einkommensschwankungen liegen in der Natur der Selbstständigkeit, da viele Geschäftsmodelle saisonalen Schwankungen unterliegen und nicht über das ganze Jahr gesehen mit einer konstanten Auftragslage zu rechnen ist. Insofern zahlen Selbstständige womöglich aktuell einen Beitrag, der die Ertragskraft nicht widerspiegelt. Gerade Nachzahlungen sind ein Ärgernis. Vor allem, wenn sie in einer Phase mit geringeren Einkünften fällig werden. Die vorläufige Beitragsfestsetzung mag den Vorteil mit sich bringen, dass es zu Erstattungen kommen kann. Letztlich aber verliert der aktuell zu entrichtende Wert an Aussagekraft, da durch die Überprüfung in jährlichen Abstanden im wahrsten Wortsinne mit einer erheblichen Verzerrung zu rechnen ist.
 

Viele Selbstständige zahlen als "Privatpatienten" sogar geringere Beiträge

Wer die aufgezeigten Rechenspiele umgehen und mit weitestgehend stabilen Beiträgen kalkulieren möchte, ist als Selbstständiger in der privaten Krankenversicherung besser aufgehoben. Besser im wahrsten Sinne des Wortes, da die Qualität der individuell abgestimmten Gesundheitsversorgung erwiesenermaßen höher ist. Nicht umsonst hat der Gesetzgeber unter anderem Beamte und Selbstständige von der Versicherungspflicht befreit. Als Privatpatient kommen Sie in den Genuss der besten medizinischen Versorgung. Privatversicherte benötigen kein "TSGV-Gesetz", um überhaupt einen Termin bei einem Facharzt zu bekommen! Schnelle Terminvergaben und kurze Wartezeiten beim Arzt sind Gang und Gebe und ein Privileg vieler privatversicherten Selbstständigen.

In der PKV sind außer in Bezug auf den sehr sinnvollen Baustein ‚Krankentagegeld‘ keine Einkommensnachweise zu erbringen, sodass die Beiträge anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht mit dem Verdienst steigen werden. Im Gegenteil: Wer gesund ist und über einen längeren Zeitraum keine Leistungen in Anspruch nehmen muss, kann mit Erstattungen rechnen. Für die Höhe des Beitrags sind alleine der Gesundheitszustand und die gewählten Leistungsmerkmale entscheidend.

Die Kosten für einen Tarif in der PKV lassen sich durch wählbare Bausteine und die Höhe des jährlichen Selbstbehaltes gezielt beeinflussen. Altersrückstellungen in den Beiträgen für die private Krankenversicherung sorgen auch in langfristiger Hinsicht für berechenbare Verhältnisse ohne hohe Rückzahlungen.


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