So steigern Sie Ihren Umsatz als Trockenbauer

Mann trägt Rigipswand

In jeder Branche, vor allem jedoch im Handwerk, gibt es heutzutage viele kleine und mittelständische Betriebe. Das ist gut, da es die Wirtschaft der entsprechenden Region ankurbelt. Doch dieses große Angebot birgt für die Unternehmer ein Problem: Wie sollen sie ihren Umsatz konstant auf einem erfolgreichen Niveau halten? Welche Möglichkeiten gibt es für Trockenbauer, ihren Umsatz langfristig zu steigern? Denn nur mit einem gleichbleibend hohen Umsatz können sich Unternehmen im Handwerk halten. Deshalb gibt folgender Artikel Tipps zur Umsatzsteigerung speziell für Trockenbauer.
 

Das Ziel: Kundenbindung

Für jeden Selbstständigen ist es von zentraler Bedeutung, ein klares Ziel im Hinblick auf den Umsatz zu formulieren. In manchen Branchen benötigen Kunden nur einmalige Leistungen von Dienstleistern. Im Handwerk ist es häufig so, dass Kunden regelmäßig Leistungen in Anspruch nehmen. Deshalb gilt es hier, die Kunden langfristig an das Unternehmen zu binden. Hierfür sind einige grundlegende Verhaltensweisen unabdingbar:

  1. Guter Service. Wenn Kunden sich gut aufgehoben und gut beraten fühlen, sind sie eher bereit, dem Unternehmen erneut Vertrauen entgegen zu bringen. Haben sie hingegen das Gefühl, dass der Service mangelhaft ist, werden sie mit hoher Wahrscheinlichkeit den Trockenbauer wechseln. Deshalb sollten Sie Ihren Kunden stets mit Rat und Tat zur Seite stehen und ihnen bei Fragen und Problemen helfen.

  2. Gute Erreichbarkeit. Kunden, die Monate auf einen Termin warten müssen, werden den Dienstleister wechseln. Denn in der Regel sind Kunden ungeduldig. Natürlich können Sie nicht jedem Kunden sofort am nächsten Tag einen Termin anbieten – dennoch sollten die Wartezeiten überschaubar sein. Wenn dann noch der Service stimmt, werden Kunden Sie gern wieder beauftragen.

  3. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ihre angebotenen Leistungen haben selbstverständlich ihren Preis. Stets sollte dieser allerdings einem Vergleich mit Konkurrenten standhalten. Denn viele Kunden sind geneigt, den günstigsten Anbieter einer Leistung zu beauftragen. Kostet Ihr Service mehr Geld, müssen Sie gut begründen können, warum dies so ist. Die Qualität der Materialien oder ein anderer „Unique selling point“, kurz USP, kann eine mögliche Begründung sein. Auch Arbeit am Wochenende oder nachts erhöht natürlich die Preise für die Kunden.

Eine gute Kundenbindung hat zudem den Vorteil der Mundpropaganda. Wer zufrieden mit einem Service ist, erzählt das im Verwandten- oder Freundeskreis und so gewinnen Sie neue Kunden. Hierzu kann es sich als hilfreich erweisen, Kunden nach Beendigung des Auftrags Visitenkarten zur Verfügung zu stellen, die diese direkt weitergeben können. Kundenbindung erzeugt also Kundenakquise. Gute Geschäftsleute behalten dies stets im Hinterkopf.

Tipp: Sollte ein Kunde einmal kündigen, kann ein klärendes Gespräch sinnvoll sein. Wenn Sie Ihren Kunden zurückgewinnen möchten, ist es sogar unumgänglich. In jedem Fall lernen Sie, was ein anderer Trockenbauer besser macht.


Für die Kundenakquise auf Digitalisierung setzen

Neben der Mundpropaganda bestehen weitere Möglichkeiten, neue Kunden zu finden. Immer mehr spielt sich in diesem Bereich heute online ab. Eine eigene Website gehört für Firmen beispielsweise zur absoluten Grundausstattung. Hier erfahren potenzielle Kunden die Geschäftszeiten, Kontaktdaten sowie das Leistungsspektrum. Auch ein Eintrag des Unternehmens bei Google kann neue Kunden anlocken. Hier können zufriedene (allerdings auch weniger zufriedene) Kunden die Firma bewerten. Mögliche Neukunden profitieren von den Erfahrungen der anderen und entscheiden sich vielleicht gerade aufgrund einer Bewertung für den Auftrag. Ein weiteres hilfreiches Tool können Profile in den sozialen Medien sein. Je nach Zielgruppe eignen sich entsprechend unterschiedliche Portale. Facebook, Instagram und Twitter zählen heute zu klassischen Varianten beim Social Media Marketing. Hier kann Ihr Unternehmen sich positionieren, Einblicke hinter die Kulissen gewähren und Angebote und Aktionen promoten.

Tipp: Neue Kunden freuen sich über Rabattangebote! Zehn oder 15 Prozent Rabatt auf den ersten Auftrag können Wunder bewirken.

Im Bereich Social Media hängt vieles davon ab, wie regelmäßig Sie die Kanäle bespielen. Denn die Algorithmen der Portale spielen Inhalte besser aus, wenn regelmäßig Dinge gepostet werden. Wenn Sie also nur ein Mal pro Monat ein Posting verfassen, wird dieses weniger Menschen erreichen als ein wöchentlicher Beitrag.

Zusätzlich zu allgemein gehaltenen Plattformen können branchenspezifische Websites dabei helfen, neue Kunden zu finden. Dort haben Sie als Unternehmen die Möglichkeit, sich zu registrieren. Sie können dann selbst Angebote schalten oder sich direkt auf Gesuche von Kunden bewerben. Der Auftrag kommt dann in den meisten Fällen ganz klassisch und offline zwischen Ihnen und dem Kunden zustande.

 

Kostenpflichtige Angebote

Diese sind ein weiterer Bereich im Rahmen der digitalisierten Kundenakquise. Sie sind vergleichbar mit kostenpflichtigen Zeitungsannoncen. Online können Sie bei verschiedenen Portalen und Suchmaschinen Anzeigen schalten oder ihre Beiträge als „sponsored post“ hervorheben lassen. Diese Services kosten allerdings zwischen einem und 15 Euro pro Beitrag, weshalb sie mit Bedacht einzusetzen sind. Kostenpflichtige Zusatzangebote lohnen sich insbesondere für große Unternehmen, die viele Menschen erreichen müssen. Auch Unternehmen, die in einer Google-Suche nicht auf der ersten Seite erscheinen, können eine Werbeanzeige schalten. Diese werden nämlich stets oberhalb der Suchergebenisse platziert, sodass Suchende sie als Erstes sehen.

Grundsätzlich ist es ratsam, zunächst kostenfreie Optionen auszuschöpfen, bevor Geld in Werbeanzeigen fließt. Denn jeder Euro, der in Werbung investiert wird, muss auch wieder eingenommen werden – und mindert den Gewinn.

 

Sich von der Konkurrenz abheben

Bereits im Prozess der Neugründung befassen sich Unternehmer mit der Konkurrenz. Nicht umsonst steht die Konkurrenzanalyse sogar in jedem Businessplan. Dieser Schritt ist sehr sinnvoll, um festzustellen, wo das Unternehmen sich inhaltlich positioniert. Auch im weiteren Verlauf ist es unabdingbar, sich regelmäßig mit der Konkurrenz zu beschäftigen. Einige Fragen sind dabei zu stellen:

  • Was bietet das eigene Unternehmen, was andere nicht bieten?

  • Was bieten andere Unternehmen, was das eigene nicht bietet?

  • Welchen Vorteil haben Kunden beim eigenen Unternehmen im Gegensatz zu anderen?

  • Wie erfolgreich sind die Konkurrenten mit ihrer Strategie?

  • Was lockt Kunden zu anderen Unternehmen?

  • Was lockt Kunden zum eigenen Unternehmen?

Diese Fragen helfen dabei, die eigene Position herauszuarbeiten. Auch Punkte, die verbesserungswürdig sind, werden so präsenter. Im zweiten Schritt erarbeiten Unternehmen dann einen Plan, was sie ändern möchten. Was wollen Sie von anderen Unternehmen übernehmen? Was ist unbedingt beizubehalten, weil es Sie von anderen abhebt? Welche Leistungen sollten Sie anbieten, welche nicht? Hier ist auch wichtig, sich mit den eigenen Daten auseinanderzusetzen. Für welche Leistungen beauftragen Kunden Sie? Gibt es Leistungen, die Kunden im letzten Jahr, in den letzten zwei, fünf oder zehn Jahren gar nicht in Anspruch genommen haben? Wenn ja, warum ist das der Fall?

Wenn Sie diese Punkte geklärt haben, können Sie damit starten, an Ihrer eigenen Arbeit etwas zu verändern. Denn neben der Kundenakquise ist es immens wichtig, an sich selbst zu arbeiten. So werden Sie für potenzielle Kunden attraktiver. Natürlich müssen Sie die Änderungen dann auch an die Kunden kommunizieren – dabei hilft wieder die Digitalisierung.

 

Sich auf die eigentliche Arbeit konzentrieren

Gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen ist es häufig so, dass viele Arbeiten auf wenig Schultern zu verteilen sind. Da macht der Geschäftsführer die Steuern und der Geselle die Terminplanung. Das kostet Zeit, die Sie sonst für Ihre tatsächliche Arbeit nutzen könnten. Deshalb wägen Selbstständige hier gekonnt ab: Welche Aufgaben müssen selbst übernommen werden und welche können Sie getrost delegieren? Lohnt es sich, für bestimmte Bereiche weitere Mitarbeiter einzustellen?

Ein Steuerberater kann sich das ganze Jahr über um Ihre Steuern kümmern. Ob Umsatzsteuervoranmeldung, Gewerbesteuer oder Einkommensteuer-Jahreserklärung – er ist der Fachmann und berät Sie kompetent. Diese Unterstützung führt dazu, dass sie ganze Tage zur Verfügung haben, um weitere Kundenaufträge zu bearbeiten.

Außerdem kann es sinnvoll sein, jemanden für Termine und Kundenkommunikation einzustellen. Dieser Mitarbeiter plant Termine für Sie und Ihre fachlichen Mitarbeiter, verschickt Rechnungen und Mahnungen und kümmert sich auch um die Kommunikation mit Lieferanten und Geschäftspartnern. Auch dies entlastet sie nachhaltig.

Beide Bereiche sollten Trockenbauer bestenfalls delegieren, da sie in erster Linie wertvolle Arbeitszeit rauben. Diese sollten Handwerker bestenfalls stets mit ihrer eigentlichen Arbeit füllen, um so möglichst viel Geld einzunehmen.

Was passiert mit meiner Krankenversicherung, wenn ich selbstständig bin?

 

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