Selbstständig machen als Feelgood Manager

Neue Mitarbeiterin wird beklatscht

I feel good“: Wer diese Worte liest, wird eher einen musikalischen Ohrwurm anstimmen wollen als eine sehr moderne Geschäftsidee zu denken. Dieser Beitrag wird ein neues Betätigungsfeld für eine zukunftsorientierte Existenzgründung vorstellen, das sich dem Thema ‚gut fühlen und produktiv arbeiten‘ widmet. Die Rede ist von der Selbstständigkeit als Feelgood Manager.

Es handelt sich um eine neue Geschäftsidee, die angesichts aktueller Entwicklungen ein großes Entwicklungspotenzial zu haben scheint. Wer angesichts dessen auf der Suche nach einer erfrischenden Alternative im Vergleich zu vielen ‚klassischen‘ Geschäftsideen ist, kann sich hier mit der Option ‚selbstständig machen als Feelgood Manager‘ in praxisorientierter Form befassen. Eines sollte von Beginn an klar sein: Da es noch nicht wirklich belastbare Erfahrungswerte für die berufliche Selbstständigkeit gibt, müssen Existenzgründer quasi Pionierarbeit leisten. Das bringt den großen Vorteil mit sich, dass Spielräume und Rahmenbedingungen für diese Tätigkeit aktiv gestaltet und vorgegeben werden können! Mut und unternehmerisches Risiko sind ohnehin gefragt, um sich erfolgreich selbstständig als Feelgood Manager zu machen.
 

Was macht eigentlich ein Feelgood Manager?

Viele werden mit Interesse, aber auch Ahnungslosigkeit hier mehr über das Berufsbild Feelgood Manager erfahren wollen. Daher erscheint es einleitend geboten, ein paar Worte über die Inhalte der Tätigkeit zu verlieren. So wird schnell klar, in welche Richtung die Existenzgründung zielen kann bzw. welche persönlichen und fachlichen Qualifikationen erforderlich sind.

Ein Feelgood Manager ist dafür zuständig, eine produktive Unternehmenskultur sicherzustellen, in der sich Mitarbeiter wohlfühlen und Bestleistungen vollbringen können. Zudem nutzen gerade Startup-Unternehmen die Dienste eines Feelgood Managers, um begehrte Fachkräfte langfristig zu binden. Mit diversen Maßnahmen (z.B. Organisation von Firmen-/Teamevents oder Neuordnung von Prozessen und Strukturen) arbeitet der Feelgood Manager an der wichtigen Schnittstelle zwischen Arbeitgeber/Unternehmensführung und Mitarbeitern. Es muss angesichts von zunehmenden Fällen von psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz darum gehen, Mitarbeiter aktiv bei der Verbesserung ihrer Zufriedenheit bzw. des generellen Arbeitsklimas einzubinden. Durch gemeinsame Anstrengungen kann einer neuer Spirit geschaffen werden, der zu einer stärkeren Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen beiträgt. Wer sich als Feelgood Manager selbstständig machen möchte, wird angesichts dessen Unternehmen mit Blick auf das Betriebsklima und konkrete Verbesserungspotenziale beraten und auch aktiv unterstützen. So ergibt sich die Chance, lukrative Aufträge zu erhalten, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken. Wer das Betätigungsfeld als Feelgood Manager professionell ausüben will, darf es nicht bei einer reinen, oberflächlichen Bespaßung der Mitarbeiter belassen. Schließlich möchten potenzielle Auftraggeber wissen, inwiefern sich Investitionen in diesem Bereich auszahlen!
 

Existenzgründung als Feelgood Manager: selbstständig machen mit einem Trendberuf

  • Analyse der Ausgangslage

  • Perspektiven für den Weg in die Selbstständigkeit

  • Marketing: Potenziale und Expertenwissen richtig verkaufen!

  • Voraussetzungen, um sich als Feelgood Manager selbstständig zu machen

  • Verdienst als Feelgood Manager?
     

Analyse der Ausgangslage

Immer mehr Firmen und vor allem innovative Start-ups setzen darauf, für Mitarbeiter gezielt eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Aus diesen Bemühungen hat sich der neue Beruf Feelgood Manager entwickelt. Für diese Tätigkeit, die im englischsprachigen Raum deutlich präsenter ist, sind auch die Bezeichnungen Well-Being-Beauftragter oder Corporate Culture Coordinator gebräuchlich. Gemeint ist im Grunde immer das Gleiche. Da der Feelgood Manager in Deutschland noch nicht allzu verbreitet ist, sollte überlegt werden, welche Bezeichnung für die selbstständige Tätigkeit gewählt werden kann. Es sollte auf den ersten Blick klar sein, in welche Richtung das Angebot geht. Die Neuartigkeit des Feelgood Managers hat auf der anderen Seite den Vorteil, dass sofort Neugierde geweckt wird. Dies gilt es mit einem überzeugendem Leistungsspektrum und einem selbstbewussten Marketing als Feelgood Manager konsequent zu nutzen.

Sinnvoll und langfristig vielversprechend erscheint dieses neue Berufsbild vor dem Hintergrund, dass Gesundheitsthemen in vielen Firmen mittlerweile an der Tagesordnung sind. Hinzu kommt eine zunehmende Sensibilisierung für psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz (Stichwort Burnout). Fehlzeiten sind für Unternehmen sehr teuer und können langfristige Folgen für die Produktivität haben. Angesichts dessen ist es in jeder Hinsicht günstiger, es mit einem professionellen Feelgood Manager erst gar nicht so weit kommen zu lassen.
 

Ableitungen für das Leistungsspektrum/strategische Positionierung

Die Konkurrenz in diesem Betätigungsfeld ist noch nicht sehr groß. Es wird davon ausgegangen, dass in Deutschland derzeit wenige hundert Feelgood Manager beruflich aktiv sind. Die meisten davon allerdings in einem Angestelltenverhältnis. Da es sich um einen neuen Beruf handelt, gibt es bis dato noch keine geregelte Ausbildung bzw. einschlägige Studiengänge. Schaut man allerdings auf das Anforderungsprofil für einen Feelgood Manager, so haben Personaler bzw. Wirtschaftswissenschaftler mit psychologischem Background sehr gute Karten in diesem Bereich. Beratungsleistungen in diesem Bereich lassen sich natürlich auch in Bezug auf das Coaching integrieren: Wer sich selbstständig als Coach oder Unternehmensberater machen möchte, kann das Feelgood-Management als einen modernen Teil des Leistungsspektrums anbieten. So besteht die Möglichkeit, sich von der Konkurrenz abzuheben und Kunden zugkräftige Mehrwerte bieten zu können.
 

Die innovative Arbeitswelt erfordert neue Perspektiven

Der Feelgood Manager stammt ursprünglich aus dem Silicon Valley. In hochinnovativen Start-ups gehen Gründer davon aus, der der Unternehmenserfolg sehr stark von der Unternehmenskultur abhängt. Nur wenn das Umfeld stimmt und Mitarbeiter sich frei entfalten können, ist jeder zu Höchstleistungen fähig. Zudem weisen Untersuchungen darauf hin, dass ein aktiver Feelgood Manager einen wichtigen Beitrag zum Employer Branding leisten kann. Zufriedene Mitarbeiter sind die beste Werbung in eigener Sache, um sich als attraktiver Arbeitgeber in Zeiten des Fachkräftemangels zu profilieren. Hier wird erneut deutlich, dass die Tätigkeiten als Feelgood Manager weit über das Bespaßen von Mitarbeitern hinaus geht. Sofern die Arbeit ganzheitlich und konzeptionell auf ein Ziel ausgerichtet ist, kann sie messbar zum Unternehmenserfolg beitragen.
 

Der Weg in die Selbstständigkeit als Feelgood Manager: Perspektiven

Wer sich selbstständig als Feelgood Manager machen möchte, wird sich sicherlich mit allen Möglichkeiten für diesen Schritt auseinandersetzen wollen. Jobausschreibungen auf bekannten Portalen zufolge haben Kandidaten mit passendem Qualifikationspotenzial die Chance, eine attraktive Stelle zu erhalten, wobei es sich mehrheitlich um Festanstellungen ohne Befristung handelt. Experten in diesem Bereich gehen davon aus, dass nur die wenigsten Feelgood Manager selbstständig sind. Daraus lassen sich zwei Optionen für den Weg in die berufliche Selbstständigkeit ableiten:

  1. Zunächst werden im Rahmen einer Festanstellung notwendige Erfahrungen gesammelt, ein Netzwerk kann aufgebaut werden. Aus dieser erfahrungsreichen Position heraus kann langfristig das Ziel angestrebt werden, sich als Feelgood Manager selbstständig zu machen. Diese langfristige Planung hat den Vorteil, dass der finanzielle Druck geringer ist.

  2. Sofort selbstständig machen als Feelgood Manager: Angesichts der noch geringen Konkurrenz und des steigenden Interesses von Unternehmen spricht viel für diese mutige Option. Allerdings wird es einige Überzeugungsarbeit brauchen, um potenzielle Kunden nach der Existenzgründung zu gewinnen. Aber vor dieser Herausforderung stehen alle Gründer gleichermaßen!
     

Vorteile der Selbstständigkeit als Feelgood Manager?

Angesichts der Neuartigkeit dieses Berufes kann ein gewisser ‚Überraschungseffekt‘ genutzt werden. Die Geschäftsidee ist noch nicht abgenutzt und potenzielle Geldgeber werden den Businessplan sicher mit großem Interesse lesen, wenn die (Entwicklungs)potenziale deutlich werden! Die Vorteile der Selbstständigkeit als Feelgood Manager sind auch aus Unternehmenssicht zu denken: Externer Input ist eher dazu geeignet, um den IST-Zustand objektiv zu erfassen und Verbesserungen zu erzielen. Bei einem angestellten Manager für dieses Aufgabenfeld könnte es schnell zu Interessenskonflikten bzw. einer einseitigen Betrachtung kommen. Insofern könnte es sein überzeugendes Argument sein, als externer Feelgood Manager frischen Wind in ein Unternehmen zu bringen. Schließlich spricht nichts gegen eine längerfristige Zusammenarbeit. Hinzu kommt, dass nicht wenige Unternehmen Investitionen in diesem Bereich skeptisch gegenüberstehen werden. Hier bietet die Selbstständigkeit Vorteile in Form einer flexiblen Zusammenarbeit: Bevor eine Vollzeitstelle besetzt wird, wollen kleinere Unternehmen eventuell projektbasiert testen, welche Effekte ein erfahrener Feelgood Manager erzielen kann. Das ist die Chance, um als gefragter Experte (Freelancer) durchstarten zu können.
 

Feelgood Manager: Vermarktung als gefragter Experte

Wer sich als erfolgreicher Feelgood Manager selbstständig machen möchte, muss die Chancen und Potenziale dieser Tätigkeit gegenüber Kunden beim Marketing fokussiert auf den Punkt bringen. Es liegt in der Natur dieser Geschäftsidee, dass sie sich eigentlich ausschließlich an Geschäftskunden richtet. Zu überlegen wäre im Sinne der Differenzierung, ob eine bestimmte Branche angesteuert werden soll oder ob eine breite Aufstellung als Allrounder langfristig vielversprechender ist. Potenzielle Auftraggeber wollen konkret erfahren, welchen Nutzen ein Feelgood Manager im Unternehmen stiften kann.

Ganz grundlegend kann darauf verwiesen werden, dass zufriedene Mitarbeiter bessere Leistungen erbringen. Hierzu gibt es viele Studienergebnisse, die als Fundierung angeführt werden können. Das, was empirisch sehr gut belegbar ist, erscheint ferner aus Sicht der Psychologie unmittelbar verständlich: Wenn Mitarbeiter zufrieden sind und Wertschätzung erfahren, sind sie eher bereit, etwas für das Unternehmen zurückzugeben.

Auf einer eigenen, suchmaschinenoptimierten Homepage sowie auf weiteren Marketingkanälen sollte die folgenden Potenziale selbstbewusst in den Fokus gestellt werden:

  1. Kreativität lässt sich fördern! Wenn Unternehmen Spitzenleistungen bringen sollen, brauchen sie motivierte Mitarbeiter. Ein Feelgood Manager kann die richtigen Rahmenbedingungen setzen, damit jeder Mitarbeiter kreative und innovative Höchstleistungen gerne erbringt. Ein starres Korsett hingegen wirkt wie eine Innovationsbremse!

  2. Teamspirit stärken und mehr erreichen! Wer kennt aus Erzählungen oder eigener Erfahrung nicht viele Beispiele von schlechter Stimmung im Büro. Wie soll man sich wohlfühlen, wenn jeder gegen jeden arbeitet? Mit Maßnahmen zur Teambildung und Motivationssteigerung sorgt ein Feelgood Manager dafür, dass in einem Team jeder auf ein gemeinsames Ziel hinarbeitet.

  3. Feelgood Management kann für weniger Krankmeldungen und Ausfallzeiten sorgen! Zu viel Stress ohne Ausgleich führt dazu, dass Mitarbeiter irgendwann ausfallen. Das kann je nach Posten und Personaldecke sehr schnell zu einem Problem werden. Sehr viel besser und vorausschauender ist es, als Unternehmen mit einem Feelgood Manager proaktiv vorzusorgen und es gar nicht erst so weit kommen zu lassen.

  4. Mehr Loyalität und größerer Unternehmenserfolg: In Zeiten des akuten Fachkräftemangels sind Unternehmen gut beraten, wichtige Fach- und Führungskräfte dauerhaft bei Laune zu halten. Wie das gehen und sich obendrein auszahlen kann, sollte ein individuelles Konzept in puncto Feelgood Management überzeugend aufzeigen!
     

Voraussetzungen, um sich als Feelgood Manager selbstständig zu machen

Was das Qualifikationsprofil angeht, so ähneln Ausschreibungen für Stellen als Feelgood Manager jenen von Tätigkeiten im Bereich Human Ressources. Daher sind fundierte Berufserfahrungen sicher eine wichtige Voraussetzung, um sich als Feelgood Manager selbstständig machen zu können. Auch ein Studium im Bereich der Psychologie oder Soziologie kann eine Grundlage sein, die bei potenziellen Auftraggebern Anerkennung findet. Professionelle Kenntnisse in der Personalentwicklung sind von Vorteil, um sich als gefragter Experte profilieren zu können. Generell gibt es angesichts der Neuheit dieses Berufsbildes noch keine Qualifikation, die als konkrete Voraussetzung angesehen werden kann. Umso wichtiger wird es sein, beim Marketing auf erzielte Erfolge und Möglichkeiten verweisen zu können.

Da es sich um eine spezifische Form der Unternehmensberatung handelt, wird in den meisten Fällen vor der Aufnahme der Tätigkeit eine Gewerbeanmeldung erforderlich sein. Wer allerdings ein Studium erfolgreich absolviert hat und eine gewisse Schöpfungshöhe vorweisen kann, ist eventuell in der Lage, eine freiberufliche Tätigkeit zu rechtfertigen. Dazu sind im Einzelfall die Voraussetzungen mi dem zuständigen Finanzamt zu klären.
 

Verdienstmöglichkeiten als selbstständiger Feelgood Manager?

Es handelt sich um eine neues berufliches Umfeld, sodass es noch keinen aussagekräftigen Rahmen gibt, der als Orientierungsgrenze herhalten kann. Glaubt man Angaben von Gehaltsportalen, so liegt der Verdienst pro Monat in einer Spanne zwischen 3.000 und 5.000 Euro, wobei auch deutlich höhere Spitzeneinkommen möglich erscheinen. Wer sich selbstständig macht, kann und muss angesichts der Kosten für die private Absicherung deutlich mehr verdienen. Dies setzt aber voraus, dass sich immer wieder neue Aufträge gewinnen lassen und die Honorare für die Tätigkeit hoch ausfallen. Die Höhe der Honorare wird neben regionalen Faktoren und der Unternehmensgröße stark vom eigenen Qualifikations- und Erfahrungshintergrund abhängen.

Erinnern wir uns an die eingangs erwähnte Pionierarbeit, die selbstständige Feelgood Manager leisten können: Dies gilt auch mit Blick auf die Verdienstmöglichkeiten! Wer den Schritt in die Existenzgründung wagt, wird mit seinen Vorstellungen für Honorare einen Rahmen vorgeben, an den sich spätere Konkurrenz zu halten hat. Insofern besteht die Möglichkeit, den Markt bzw. die Verdienstmöglichkeiten noch aktiv zu formen. Bei vielen anderen Geschäftsideen ist das Gefüge schon relativ festgefahren, sodass sich bedeutend kleinere Handlungsspielräume nutzen lassen.
 

Zusammenfassung für die Geschäftsidee ‚selbstständig machen als Feelgood Manager‘

  1. Es handelt sich um ein neues Berufsbild, das den Änderungen sowie komplexen Anforderungen im modernen Arbeitsleben geschuldet ist. Dahinter steckt auch eine zunehmende Sensibilisierung von Unternehmen mit Blick auf psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz

  2. Ein Feelgood Manager fungiert als Schnittstelle zwischen der Unternehmensführung und den Mitarbeitern

  3. Die Selbstständigkeit bietet den flexiblen Vorteil, skeptische Unternehmen zunächst nur mit einem Projekt im Bereich Feelgood Management zu gewinnen. Daraus kann sich langfristig eine erfolgreiche Kooperation ergeben

  4. Die Potenziale einer Fachberatung in diesem Bereich sind beim Marketing konsequent in den Fokus zu rücken: Es ist erwiesen, dass zufriedene Mitarbeiter loyaler sind und bessere Leistungen erbringen

  5. Wer sich selbstständig als Feelgood Manager machen will, braucht fundierte Berufserfahrungen im HR-Bereich

  6. Mit Blick auf die Verdienstmöglichkeiten als selbstständiger Feelgood Manager lässt sich noch kein langjähriger Vergleichsrahmen nutzen. Auf der Gegenseite besteht die Chance, hohe Honorare noch leichter durchsetzen zu können.

Was passiert mit meiner Krankenversicherung, wenn ich selbstständig bin?

Als Selbstständiger sind Sie nicht mehr ohne weiteres in Ihrer gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert. Sie müssen sich dort nun auf Antrag befreien lassen. Die künftige Beitragshöhe richtet sich hier nach Ihrem Einkommen. Die Kosten für Selbstständige betragen in 2019 zwischen ... [ weiter... ]

Weitere Artikel zu diesem Thema