Mehr Umsatz als Ernährungsberater: 4 Tipps für den lokalen Durchbruch

Frau berät Kundin über Ernährung

Der Beruf des Ernährungsberaters ist nicht geschützt. Das hat zwar zum einen den Vorteil, dass Sie sich auch als Quereinsteiger gute berufliche Chancen eröffnen können. Doch der Nachteil ist, dass praktisch jeder in diesem Beruf tätig werden darf. Aufgrund dessen tummelt sich das ein oder andere schwarze Schaf in der Branche und diejenigen, die gute und fundierte Arbeit leisten, müssen sich davon abgrenzen. Nur so gelingt es, sich einen seriösen Namen zumachen. Der Beruf des Ernährungsberaters bringt es mit sich, dass Sie sich mit Menschen beschäftigen. Wenn Sie vorhaben, bei Ihnen vor Ort in Kontakt mit potentiellen neuen Kunden zu kommen, dann ist dieser Beitrag mit Tipps für den lokalen Durchbruch genau richtig.
 

Tipp 1: Gehen Sie strategische Kooperationen ein

Die Ernährungsberatung ist oft Bestandteil eines umfassenden Regenerationsprozesses oder eines Abnehmprogramms. Bewegung und Ernährung müssen Hand in Hand gehen, um nachhaltig Erfolge zu erzielen. Letztlich geht es darum, eine neue Ernährungsweise und mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren. Wenn Sie selbst keine Bewegungsprogramme anbieten, sollten Sie eine Kooperation eingehen.

  • Gibt es in Ihrem Ort ein Fitnessstudio und/oder einen Sportverein, der die Angebotspalette durch eine Ernährungsberatung erweitern möchte?

  • Oder kennen Sie einen Fitnesstrainer oder eine Fitnesstrainerin, die auf der Suche nach einem Kooperationspartner in Sachen Ernährung ist? Im Team treten Sie gleich viel professioneller auf und können ein Komplettpaket anbieten. Damit erreichen Sie eine neue Zielgruppe.

  • Schreiben Sie örtliche Krankenkassen und Ärzte an.

  • Organisationen und Verbände rund um den Themenbereich Ernährung, Körper und Gesundheit eignen sich zu Kooperationen

  • Große und kleine Firmen haben den Mehrwert von betrieblicher Gesundheitsförderung entdeckt. Welche Unternehmen in Ihrem Ort kommen für eine Kooperation in Frage? Diese Themen könnten für Betriebe interessant sein:

    • Beratung für Schichtarbeiter

    • Gesundes Frühstück im Büro

    • Beratung Küchenausstattung

    • Beratung zu Verpflegungsangeboten unabhängig von Cateringfirmen

    • Gesundheitstag im Betrieb

    • Beratungen zu Zertifizierungen „Qualitätsstandards für die Betriebsverpflegung“

    • Ernährung und Stress

Wer quer denkt, kommt oft weiter. Das gilt insbesondere auch für Kooperationen. Einige mögliche strategische Partnerschaften zeigen sich nicht gleich auf den ersten Blick. Überprüfen Sie sachlich, welche Firmen und Selbstständigen in Ihrem Ort erfolgreich sind und denken Sie darüber nach, inwieweit eine Kooperation mit ihnen passen könnte. Die folgende Liste soll als Inspiration dazu dienen, selbst einige kreative Partnerschaften zu durchdenken:

  • Hebammenpraxis

  • Bioladen, Reformhaus

  • Sportgerätehersteller

  • Sportbekleidungsgeschäft

  • Co-Working-Spaces

  • Gemeinschaftsbüros mit mehreren Firmen
     

Tipp 2: Bieten Sie Workshops an

Nicht jeder möchte sich sofort auf einen mehrwöchigen Ernährungskurs einlassen. Workshops sind deshalb eine gute Möglichkeit, sich mit Kunden bekanntzumachen. Die Neuzugänge können Ihr Konzept in aller Ruhe überprüfen und ausprobieren, ob sie mit dem von Ihnen propagierten Ernährungsansatz zurechtkommen. Auf einem Workshop lassen sich zudem Arbeitsmaterialien herstellen, die Sie per Cross-Selling für eine kleine Gebühr verkaufen können. Diese Produkte sind übrigens auch geeignet, um sie online zu vertreiben. Alles, was Sie dazu tun müssen ist, diese in ein geeignetes Format umzuwandeln und auf den einschlägigen Plattformen als E-Book anzubieten. Alternativ geht es natürlich auch, den eigenen Shop auf Ihrer Internetseite einzurichten, auf der Sie die entsprechenden Textprodukte auflisten.
 

Tipp 3: Gehen Sie auf lokale Messen

Sie kennt noch niemand? Das ist kein Problem, solange Sie die Herausforderung annehmen und sich präsentieren. Messen sind dazu eine ideale Plattform. Falls es in Ihrer Umgebung eine Messe für Gesundheit und Ernährung gibt, sollten Sie auf jeden Fall einen Stand mieten, um sich dort mit Ihren Angeboten der Öffentlichkeit vorzustellen. Überlegen Sie gut, welche Give-Aways Sie auf dem Stand bereithalten. Kleine Snacks sind eine gute Option, bleiben aber nicht im Gedächtnis. Eine Ernährungsfibel, ein Besteckset, ein Taschenmesser oder ein Trinkbecher mit Ihren Kontaktdaten ist sinnvoller.

Messen sind dazu geeignet, ihre Kompetenzen in den Mittelpunkt zu rücken. Es kommt darauf an, einen Eindruck zu hinterlassen und aus der Masse hervorzustechen. Das gelingt am besten, wenn Sie etwas zeigen oder vorführen. Wie wäre es zum Beispiel, die besten gesunden Smoothies zu mixen und zum Verzehr anzubieten? Das geht schnell und kommt bestimmt gut an. Bieten sie Ihre selbst gemixten gesunden Getränke in einem stabilen Mehrwegbecher an, auf dem ihr Werbelogo prangt, erinnern sich die Besucher auch nach der Veranstaltung noch an Sie.
 

Tipp 4: Eigenwerbung im Supermarkt

Ähnlich wie auf einer Messe können Sie im Supermarkt Menschen vor Ort als potentielle neue Kunden ansprechen. Kennen Sie die kleinen Marktstände, an denen Häppchen oder Getränke kostenfrei angeboten werden? Genau damit könnten auch Sie im Supermarkt punkten. Wichtig ist, ein stimmiges Konzept zu erarbeiten und dieses mit der Supermarktleitung abzusprechen. Als Ernährungsberaterin eignet sich beispielsweise ein Stand in der Frischeabteilung. Hier können Sie mit leckeren Rezepttipps, köstlichen und gesunden Snacks und Tipps für mehr Energie im Alltag interessierte Personen erreichen.
 

Fazit: Die Chancen im eigenen Umfeld ergreifen

Es ist gar nicht so schwer, als Ernährungsberaterin neue Kunden zu finden, die für mehr Umsatz sorgen. Sie erreichen neue Zielgruppen, wenn Sie neue Angebote konzipieren und wenn Sie sichtbar werden. Auf lokaler Ebene gelingt Ihnen das, indem Sie buchstäblich auf die Straße gehen und auf sich aufmerksam machen. Mit gesunden Häppchen, praktischen Tipps für den Alltag und individuell passenden Kursangeboten erreichen Sie potenzielle Kunden auf dem direkten Weg. Der wichtigste Tipp, den wir für sie haben ist, geduldig zu sein und beharrlich auf Ihr Ziel hinzuarbeiten.

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