Selbstständig machen mit Dropshipping

Zuletzt aktualisiert: 03.09.2026

Die Möglichkeiten, im Internet Geld verdienen zu können, erscheinen grenzenlos. Das gilt aber auch für die Konkurrenz, weshalb für ein profitables Geschäftsmodell von Beginn an die Basis für eine nachhaltige Entwicklung gelegt werden muss. Wie wäre es mit einem Online-Handel, bei dem keine Waren vorzufinanzieren geschweige denn zu lagern sind? Die Geschäftsidee ‚selbstständig machen mit Dropshipping‘ macht genau das möglich. Bei Dropshipping handelt es sich um ein aufstrebendes Geschäftsmodell, das in den letzten Jahren immer mehr Anhänger gefunden hat. Dieses so genannte Streckengeschäft erlaubt einen schnellen Einstieg in den E-Commerce, nennenswerte Investitionen sind nicht notwendig, sodass die Hürden für diese Geschäftsidee sehr gering sind. Die Bestellung im eigenen Online-Shop wird direkt durch den Handelspartner abgewickelt. Hier zeigt sich bereits, wo die Herausforderungen liegen, um mit Dropshipping Geld verdienen zu können. Die Qualität der Ware und die Zuverlässigkeit der Handelspartner spielen eine Schlüsselrolle.

Was ist Dropshipping?

Im Kern geht es um die Vermittlung von Waren, wobei der Dropshipper durch eine kluge Preisgestaltung attraktive Gewinnmargen erzielt. Er muss Produkte deutlich über dem Einkaufspreis an den Kunden bringen. Ursprünglich stammt dieses System für einen Online-Shop aus den USA. Der Hintergedanke ist, dass keine großen Warenbestände mehr notwendig sind, die Platz benötigen und Kapital binden. Die Bestellung erfolgt on demand, sie wird in der Regel automatisch an den angeschlossenen Händler weitergeleitet. Der Dropshipper selbst kommt als eine Art Zwischenhändler mit der Ware physisch nicht in Kontakt, ist aber für die Qualität und den Kundenservice der Ansprechpartner. Es sollte Klarheit darüber herrschen, dass jenseits der reinen Vermittlung von Produkten Arbeit anfällt. Für den Einstieg in den boomenden Online-Handel mit einem eigenen Shop ist Dropshipping ideal. Bei einem klassischen Online-Shop müssten alle Produkte vorrätig sein, was Kosten verursacht und ein großes Risiko darstellt. Es kann sein, dass sich bestimmte Produkte als Ladenhüter erweisen. Beim Dropshipping werden solche Produkte einfach virtuell aus dem Sortiment genommen, was die unternehmerische Flexibilität eindeutig erhöht.

Ist Dropshipping in Deutschland legal?

Ja, dieses Geschäftsmodell ist an sich absolut rechtskonform, da es sich um eine Vermittlungsdienstleistung handelt. Um für Rechtssicherheit zu sorgen, sollte die Kooperationen mit Händlern/Lieferanten vertraglich abgesichert werden. Es versteht sich von selbst, dass sensible Kundendaten den strengen Anforderungen des Datenschutzes unterliegen. Rechtlich ist der Dropshipper allerdings kein bloßer Vermittler, sondern Verkäufer im eigenen Namen: Gegenüber dem Kunden haftet er für Gewährleistung, Widerruf und Lieferung, auch wenn er die Ware nie in der Hand hatte.

Das Wichtigste in aller Kürze: Geld verdienen im Dropshipping im Online-Handel

  • Es ist schnell und ohne viel Kapital möglich, Dropshipper zu werden. Die Suche nach geeigneten Partnern ist der erste Schritt, um den eigenen Online-Shop ‚virtuell‘ befüllen zu können.
  • Vor Aufnahme der Verkaufstätigkeit mit Dropshipping ist ein Gewerbe anzumelden. Je nach Rechtsform und Geschäftsbetrieb greifen die Pflichten zur ordnungsgemäßen Buchführung.
  • Der Erfolg dieser Geschäftsidee steht und fällt mit der Qualität und Zuverlässigkeit von Großhändlern/Lieferanten.
  • Der Verdienst mit Dropshipping hängt von Absatzzahlen und den erzielbaren Gewinnmargen für jedes Produkt ab. Hier kann es je nach Sortiment und Zielgruppe deutliche Unterschiede geben.

Voraussetzungen, um sich selbstständig mit Dropshipping zu machen?

In formaler Hinsicht ist ein Gewerbeschein zu erwirken, bevor mit der Verkaufs- bzw. Vermittlungstätigkeit begonnen werden darf. Wer Geld mit Dropshipping verdienen möchte, sollte ein ausgeprägtes kaufmännisches Wissen und eine funktionale Software für einen eigenen Online-Shop am Start haben. Die Suche und qualitätsorientierte Auswahl von Großhändlern bzw. Herstellern ist der wichtigste Schritt, um den eigenen Webshop virtuell mit bestellbaren Waren zu füllen. Die Auswahl der Ware mit Blick auf ein stimmiges Konzept rundet die Voraussetzungen für Verkaufserfolge mit Dropshipping ab. Das Angebot muss seriös und stimmig wirken. Ein Durcheinander von unterschiedlichsten Produkten wird auf Kunden eher abschreckend wirken. Es ist notwendig, den Shop samt Produkten auf eine Zielgruppe auszurichten. Vorherige Qualitätsprüfungen und Gespräche müssen zeigen, ob langfristig eine Zusammenarbeit mit den anvisierten Händlern möglich erscheint. Große Lagerräume sind für Dropshipping nicht erforderlich, der Verkauf ‚on demand‘ kann im Grunde sofort starten. Durch die direkte Weiterleitung der Bestellung an den Händler lassen sich Lieferzeiten auf ein notwendiges Minimum reduzieren.

Gewerbeanmeldungs-Plan: persönliche Checkliste für die Anmeldung

Wer klein anfängt, prüft zunächst die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG. Sie greift, solange der Umsatz im vorangegangenen Kalenderjahr 25.000 Euro nicht überstiegen hat und im laufenden Jahr 100.000 Euro nicht übersteigt. Für Dropshipper aus dem Drittland ist sie allerdings selten der Königsweg, weil ohne Vorsteuerabzug die Einfuhrumsatzsteuer zum echten Kostenfaktor wird.

Kleinunternehmer-Rechner: Umsatzgrenzen und Wechsel prüfen

Gründungsfahrplan für den Start ins Dropshipping

Der folgende Fahrplan dient als unverbindliche Orientierung und ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung im Einzelfall.

  • Nische festlegen und Zielgruppe des Shops konkret beschreiben.
  • Wettbewerber im gewählten Segment sichten: Preise, Sortimentstiefe, Lieferzeiten.
  • Produkte auf Einkaufspreis, Versandkosten und erzielbare Marge durchrechnen.
  • Retourenanfällige Warengruppen bewusst aussortieren.
  • Mehrere Großhändler anschreiben und Musterbestellungen aufgeben.
  • Lieferzeiten, Verpackung und Reklamationsabwicklung selbst testen.
  • Kooperationsvertrag schließen: Zuständigkeit für Retouren, Gewährleistung, Datenschutz.
  • Klären, wer als Hersteller, Importeur oder EU-Verantwortlicher auftritt.
  • Zweitlieferanten für die wichtigsten Artikel aufbauen.
  • Gewerbe beim zuständigen Gewerbeamt anmelden.
  • Fragebogen zur steuerlichen Erfassung ausfüllen und Steuernummer abwarten.
  • Entscheidung Kleinunternehmerregelung oder Regelbesteuerung treffen.
  • Umsatzsteuer-Identifikationsnummer beantragen, wenn Lieferanten im EU-Ausland sitzen.
  • Prüfen, ob die Lieferkette ein Reihengeschäft ist und wo die Umsatzsteuer anfällt.
  • Mit dem Steuerberater klären, ob eine Registrierung im Bestimmungsland nötig wird.
  • Shopsystem aufsetzen und Zahlungsarten einrichten.
  • Impressum, Datenschutzerklärung, AGB und Widerrufsbelehrung erstellen lassen.
  • Lieferzeiten realistisch und artikelgenau angeben.
  • Pflichtangaben zur Produktsicherheit je Artikel hinterlegen.
  • Warnhinweise und Sicherheitsinformationen ins Deutsche übersetzen.
  • Klären, aus welchem Land die Ware tatsächlich versendet wird.
  • Zolltarifnummern der wichtigsten Artikel ermitteln.
  • Einfuhrabgaben und Pauschalzoll in die Kalkulation einrechnen.
  • Prüfen, ob der Lieferant über IOSS registriert ist.
  • Testbestellungen im eigenen Shop durchführen.
  • Kennzahlen festlegen: Marge je Artikel, Retourenquote, Deckungsbeitrag.
  • Buchhaltung von Beginn an sauber aufsetzen.
  • Kundenservice-Zeiten definieren und Reklamationswege festlegen.

Zoll-Formalitäten beim Dropshipping beachten!

Viele Produkte kommen beim Dropshipping aus Fernost. Beim Wareneinkauf aus dem Zollausland sind die jeweiligen Bestimmungen zu beachten. Vor Aufnahme der Geschäftstätigkeit sollte Klarheit über die erforderlichen Regelungen gelten, um allen steuerlichen Vorschriften gerecht werden zu können. Mit Zollgebühren und Einfuhrumsatzsteuer wird in vielen Fällen zu rechnen sein. Wichtig ist zudem, dass alle vermittelten Produkte deutschen Gesetzen und Sicherheitsanforderungen entsprechen. Rechtliche Aspekte der Produkthaftung sind in diesem Kontext zu beachten. Alles andere würden Kunden letztlich nicht akzeptieren. Ziel sollte es sein, aus Erstbestellern optimalerweise Stammkunden zu machen.

Die 150-Euro-Zollfreigrenze ist entfallen. Seit dem 1. Juli 2026 sind auch Kleinsendungen aus Drittländern abgabepflichtig; erhoben wird zunächst ein Pauschalzoll von 3 Euro je Warenkategorie in der Sendung, die Einfuhrumsatzsteuer von 19 bzw. 7 Prozent bleibt daneben bestehen. Voraussichtlich ab 2028 wird regulär nach Zolltarif verzollt. Wer seine Kalkulation noch auf zollfreie Kleinsendungen stützt, rechnet insofern mit Margen, die es nicht mehr gibt.

Produktsicherheit: Der Dropshipper wird zum Importeur

Wer Ware aus einem Drittland bezieht und sie erstmals auf den EU-Markt bringt, gilt nach der EU-Produktsicherheitsverordnung (GPSR, gilt seit dem 13. Dezember 2024) als Importeur – und trägt damit die Verantwortung für Produktsicherheit und Konformität, auch wenn der Versand direkt vom Lieferanten zum Kunden läuft und er das Produkt nie gesehen hat. Art. 19 GPSR verlangt je Angebot Herstellerangaben, einen EU-Verantwortlichen bei Herstellern außerhalb der EU, Produktidentifikatoren und Warnhinweise; liegen Sicherheitsinformationen nur auf Englisch vor, muss der Händler sie selbst übersetzen lassen. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis in den sechsstelligen Bereich. Letztlich ist das die Kehrseite des schlanken Modells: Die Ware geht am Dropshipper vorbei, die Haftung nicht.

Betriebshaftpflicht für Online-Händler: kostenloses Angebot anfordern

Umsatzsteuer: Dropshipping ist ein Reihengeschäft

Umsatzsteuerlich handelt es sich beim Dropshipping fast immer um ein Reihengeschäft: Dieselbe Ware wird nacheinander geliefert, bewegt wird sie aber nur einmal – direkt vom Großhändler zum Endkunden. Nur eine Lieferung in der Reihe ist die sogenannte bewegte Lieferung, und der Dropshipper führt sie in aller Regel nicht aus. Genau daran scheitern die Vereinfachungen OSS und IOSS in vielen Konstellationen, was zu einer Registrierungspflicht im Land des Kunden führen kann. Diese Frage gehört vor dem ersten Verkauf auf den Tisch des Steuerberaters, nicht in die Betriebsprüfung.

Umsatzsteuer-Rechner: Zahllast und Voranmeldung ermitteln

Ausgangslage: Warum selbstständig machen mit Dropshipping?

Der Online-Handel bzw. E-Commerce wächst weiter, wenn auch nicht mehr in den Sprüngen der Boomjahre. Nach Zahlen des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel (bevh, Erhebung 2025) lag der Warenumsatz im deutschen Onlinehandel bei 83,1 Milliarden Euro, zusammen mit digitalen Dienstleistungen bei 97,5 Milliarden Euro. Eine immense Produktvielfalt, günstige Preise und die ständige Verfügbarkeit haben den Online-Handel dauerhaft im Konsumverhalten verankert. Und es ist davon auszugehen, dass Online-Shopping weiterhin an Bedeutung gewinnen wird. Insofern spricht perspektivisch sehr viel dafür, mit Dropshipping Geld zu verdienen. Es kann der ideale nebenberufliche Einstieg in die Selbstständigkeit sein.

Mit welchen Produkten beim Dropshipping Geld verdienen?

Was verkauft sich im Internet am besten? Schaut man auf offizielle Statistiken, so verkaufen sich die folgenden Produkte im Internet am besten:

  • Unterhaltungselektronik
  • Mode
  • Büroartikel, Schreibwaren
  • Produkte für Freizeit und Hobby
  • Schmuck, Uhren und Accessoires
  • Möbel
  • Gesundheits- und Wellnessprodukte
  • Gartenzubehör und Heimwerkerbedarf

Wie oben bereits angedeutet, sollte jeder Dropshipper eine bestimmte Nische besetzen bzw. innerhalb der genannten Kategorien das eigene Angebot genau definieren.

Dropshipping Zielgruppe: Wer kauft online?

Nicht nur die junge Generation unter 30 kauft auch angesichts des Siegeszugs des mobilen Internets immer öfter online. Verbraucherstudien des Bundesverbands für E-Commerce und Versandhandel zeigen, dass die so genannten Silver Surfer (60+) immer öfter im Internet einkaufen. Da es sich um eine zahlungskräftige Zielgruppe handelt, sollte das Angebot auch sie ansprechen. Dropshipping muss als Geschäftsmodell definitiv nicht nur eine junge Zielgruppe ansprechen. Ältere Kunden werden zunehmend internetaffiner, sodass sich das Konsumverhalten insgesamt nachhaltig Richtung Internet verschoben hat.

Businessplan: Wie (viel) Geld verdienen mit Dropshipping?

Zu Beginn sollte Klarheit dabei herrschen, in welchem Umfang mit Dropshipping Geld verdient werden kann bzw. soll. Grundsätzlich ist darin eher ein Einstieg in die nebenberufliche Selbstständigkeit zu sehen. Falls sich die anvisierten Produkte sehr gut verkaufen lassen, spricht nichts gegen die hauptberufliche Selbstständigkeit als Dropshipper. Dafür braucht es aber ein starkes Gespür für Trends, absolut zuverlässige Partner und hohe Gewinnmargen. Die Startrisiken sind beim Dropshipping jedenfalls sehr überschaubar, denn in Vorkasse gehen Gründer nicht. Alles, was sie brauchen, sind ein funktionales Shopsystem und Lieferanten bzw. Großhändler.

Suche von Geschäftspartnern als größte Herausforderung

Irgendwoher müssen die Produkte kommen. Daher wird der erste und zugleich wichtigste Schritt für diese Geschäftsidee sein, Partner zu finden. Bei einer Internetrecherche werden angehende Gründer schnell fündig, zumal sich bereits viele internationale Großhändler auf das Dropshipping als strategisch bedeutsamen Vertriebskanal ausgerichtet haben. Diesen sehr wichtigen Schritt sollten Gründer sehr gründlich gehen. Er stellt die alles entscheidende Basis für nachhaltige Verkaufserfolge dar. Wie sich passende Partner systematisch finden und bewerten lassen, zeigt der Beitrag zum Finden von Lieferanten im Internethandel.

Vorteile von Dropshipping?

Die Vorteile von Dropshipping sollten im Businessplan zahlenbasiert sichtbar sein. Die Produkte aus dem eigenen Shop werden nur virtuell hinterlegt. Wer Dropshipper werden und schnell Geld verdienen möchte, wird keine große finanziellen Reserven aufbringen müssen. Die verkauften Waren müssen weder eingekauft noch finanziert werden. Erst mit dem verbindlichen Klick geht die Bestellung direkt an den angeschlossenen Großhändler. Es handelt sich angesichts dessen um eine Just-in-Time-Logistik, die hohe Anfangsinvestitionen und Lagerhaltungskosten überflüssig macht. Auch die Logistik muss nicht durch den Dropshipping-Anbieter sichergestellt werden, hier greift der Lieferservice des Partners. Erneut zeigt sich, wie wichtig ein qualitäts- und serviceorientierter Partner beim Dropshipping ist.

Dieses Geschäftsmodell kann direkt von Zuhause aus flexibel starten, Lagerflächen sind nicht notwendig. Sehr große Sortimente lassen sich risikolos anbieten und bei Bedarf schnell wechseln (wenn sich etwa bestimmte Produkte als Ladenhüter erweisen). Es besteht nicht die Gefahr, große Mengen nicht absetzen zu können. Durch Kooperation mit mehreren Händlern können Dropshipper ein ansprechendes Sortiment anbieten und neueste Trends schnell integrieren. Durch den überschaubaren Arbeitseinsatz handelt es sich um ein ideales Nebengewerbe, aus dem perspektivisch mehr wachsen kann.

Bei allen Vorteilen darf nicht der potenzielle Nachteil übersehen werden, dass viele Faktoren an den Geschäftspartner ausgelagert werden. Knirscht es dort gewaltig an vielen Stellen, wird das Geschäftsmodell trotz aller unbestreitbaren Vorteile schnell zum Erliegen kommen.

Marketing: Mit Reichweite & Service auf Kundenfang gehen!

Um Produkte in nennenswerter Anzahl verkaufen zu können, wird der eigene Webshop eine hohe Reichweite aufweisen müssen. Top-Rankings in Bezug auf relevante Keywords sind Pflicht, wobei diese sorgfältig analysiert werden müssen: Wonach suchen Kunden, um auf ein bestimmtes Produkt zu kommen? Weitere Kanäle wie Instagram, TikTok oder Facebook lassen sich nutzen, um die virtuelle Werbetrommel zu rühren und die Reichweite durch Netzwerkeffekte zu steigern. Auch wenn eben nicht alles selbst in der Hand des Dropshippers liegt, sollte dieser ein perfektes Serviceerlebnis sicherstellen. Dazu gehört ein verlässlicher Service, falls es zu Reklamationen kommt. Auch die Angabe von präzisen Lieferzeiten wird für die Kundenzufriedenheit eine wichtige Rolle spielen. Werden 3 Tage angegeben und der Kunde wartet mehr als 2 Wochen, wird eine negative Bewertung nicht lange auf sich warten lassen. Insofern ist es extrem wichtig, dass Dropshipper und Händler von der gleichen Informationslage aus agieren. Weitere Ansätze für die Kundengewinnung sammelt der Beitrag Kunden für den Onlineshop gewinnen.

Wie viel verdient man mit Dropshipping?

Oder anders gefragt: Kann man von Dropshipping leben? Ja, das ist durchaus im Bereich des Möglichen. Der eigens ausgearbeitete Businessplan sollte diese Frage so konkret und belastbar wie nur möglich beantworten können. Die Frage des Verdiensts hängt davon ab, wie viel Zeit Dropshipper investieren können oder wollen. Das Einstellen und Pflegen von Produkten wird Zeit erfordern, mehr aber noch der Kundenservice. Denn diesen sollten Dropshipper nicht auch noch an den Händler abgeben, sondern sich selber aktiv für die Zufriedenheit von Kunden einsetzen. Wer wissen will, welcher Umsatz nötig ist, damit am Ende ein bestimmter Betrag zum Leben übrig bleibt, rechnet das am besten rückwärts:

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Wie viel Umsatz brauchen Sie wirklich?

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Was soll Ihnen monatlich zum Leben bleiben?

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Faktoren für den Verdienst beim Dropshipping

Je mehr Marketing betrieben wird und je mehr Produkte zu attraktiven Gewinnmargen verkauft werden können, desto höher wird der Verdienst mit Dropshipping ausfallen. In der Kalkulation von Verkaufspreisen und in der Verhandlung von Einkaufspreisen liegen wesentliche Stellschrauben für den Verdienst mit Dropshipping. Mit Blick auf die Gewinne mit Dropshipping wird die Produktpalette eine zentrale Rolle spielen. Idealerweise lässt sich eine bestimmte Nische besetzen, um aus Kundensicht als favorisierter Anbieter für diesen Bereich angesehen zu werden. Ein hoher Spezialisierungsgrad in einer gefragten Nische macht es leichter, Alleinstellungsmerkmale beim Marketing als Dropshipper selbstbewusst zu formulieren.

Welche Kostenblöcke die Marge tatsächlich aufzehren, zeigt sich erst in der Durchrechnung eines einzelnen Artikels:

KostenblockFällt an beiGrößenordnungSteuerlich
Wareneinkaufjeder BestellungBasis der KalkulationBetriebsausgabe
Versand des Lieferantenjeder Bestellungje nach HerkunftslandBetriebsausgabe
PauschalzollDrittlandsendung3 Euro je WarenkategorieBetriebsausgabe
EinfuhrumsatzsteuerDrittlandsendung19 bzw. 7 ProzentVorsteuer nur bei Regelbesteuerung
Zahlungsgebührenjeder BestellungProzentsatz plus FixbetragBetriebsausgabe
RetoureRücksendungoft Totalverlust der MargeBetriebsausgabe
Shopsystem und Rechtstextelaufendmonatlicher FixkostenblockBetriebsausgabe
Werbunglaufendgrößter variabler PostenBetriebsausgabe

EÜR-Rechner: Gewinn und absetzbare Betriebsausgaben ermitteln

Achtung! Diese Risiken können den Verdienst beim Dropshipping mindern

Fehlende Marktkenntnisse und ungenaue Analysen können dazu führen, dass sich Produkte nicht mit ausreichenden Gewinnmargen verkaufen lassen. Schlechte Konditionen, die Verpflichtung zu einer Mindestabnahmemenge und schlecht verhandelte Konditionen können sich ebenfalls unmittelbar negativ auf die Einnahmesituation auswirken. Die größte Gefahr aber stellen mangelhafte Qualität und retoureanfällige Waren dar. Diese werden mehr Arbeit und Ärger verursachen als Einnahmen generieren. Daher muss die Qualität der Produkte gegeben sein. Das Retourenmanagement hat unter Wahrung der Kundenorientierung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu erfolgen. Eine mögliche Lösung wäre es, Retouren als Schnäppchen bzw. 1b Ware wieder zu verkaufen. Vertraglich und organisatorisch ist genau zu prüfen, inwiefern der kooperierende Händler Retouren übernimmt und wie Zahlungen dann (rück)abgewickelt werden.

Bleibt eine Rechnung an gewerbliche Abnehmer offen, lassen sich neben Verzugszinsen auch eine Pauschale von 40 Euro und Mahnkosten fordern. Auf beides fällt keine Umsatzsteuer an, weil es sich um Schadensersatz handelt.

Verzugszinsen-Rechner: Gesamtforderung bei säumigen Kunden

Zusammenfassung für die Geschäftsidee ‚selbstständig machen mit Dropshipping‘:

Warum selbstständig machen mit Dropshipping?

Weil der Online-Handel dauerhaft gewachsen ist und weiterhin eine bedeutende Rolle spielen wird. Im Gegensatz zu einem klassischen Online-Shop müssen keine Lagerkapazitäten geschaffen werden und es fallen keine Kosten für die Vorfinanzierung von Produkten an. Dropshipping ist eine risikoarme und hürdenlose geschäftliche Einstiegsmöglichkeit in den boomenden E-Commerce.

Wer kann sich selbstständig mit Dropshipping machen?

Im Grunde jeder, diese Geschäftsidee eignet sich auch für Quereinsteiger. Allerdings sollte kaufmännisches Grundwissen vorhanden sein und Dropshipper sollten sich mit den angebotenen Waren auskennen. Aus Sicht von Gründungshürden ist die Selbstständigkeit mit Dropshipping ideal für alle, die auch ohne enormes Startkapital neue berufliche Perspektiven aufbauen wollen. Wer aus der Arbeitslosigkeit heraus startet, prüft zusätzlich die Fördermöglichkeiten.

Gründungszuschuss: Anspruch in wenigen Schritten prüfen

Wie viel verdient man mit Dropshipping?

Das lässt sich pauschal nicht beantworten, zumal die Gewinnmargen je nach Produkt und Konditionen sehr unterschiedlich ausfallen können. Die Analyse im Businessplan sollte zeigen, inwiefern sich mit Dropshipping Geld verdienen lässt. Wer daneben ein Standbein über Online-Auktionen aufbauen will, sollte beide Vertriebswege getrennt kalkulieren.

Geschäftskonto-Vergleich für Online-Händler

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