Selbstständig machen mit dem Verkauf von Masken

Existenzgründung mit einem ‚filtering face piece‘? Was vor wenigen Monaten noch keinem etwas gesagt hat, ist mittlerweile in bzw. vor aller Munde: Die Rede ist von FFP2 oder OP-Masken, die der omnipräsente Ausweis für die Corona-Pandemie im Lebensalltag geworden sind. Durch die zeitweilig vorgeschriebene Pflicht und die weltweit hohe Nachfrage liegt es nahe, die Geschäftsideeselbstständig machen mit Verkauf von Masken‘ zu prüfen.

Genau das soll in diesem Beitrag geschehen, und zwar über die Zeit der Pandemie hinaus. Schließlich sollte eine Existenzgründung auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sein. Die Zeiten, in denen sich schnelles Geld mit Masken verdienen lässt, dürfte ohnehin vorbei sein. Ein näherer Blick auf die Ausgangslage ist geboten, um mit dem Verkauf von Masken Geld verdienen zu können. Praxisorientierte Tipps, mit denen Gründer direkt aktiv werden können, runden diesen Ratgeber zur ‚Selbstständigkeit mit dem Verkauf von Masken‘ ab.
 

Um welche Masken soll es gehen?

Es wird bei dieser Geschäftsidee von Beginn an darum gehen müssen, langfristig zu denken und den Fokus nicht nur auf Masken zu legen. Durch weltweite Entwicklungen, neue Verordnungen und ein geändertes Konsumverhalten erscheint strategische Flexibilität für die Geschäftsidee ‚selbstständig machen mit dem Verkauf von Masken‘ extrem wichtig.

Anvisiert werden muss ein Markt bzw. eine belastbare Nachfrage, die nach Corona bleiben wird. Insofern kann die Krise als Chance genutzt werden, um am Markt mit einer mutigen Existenzgründung Fuß zu fassen. Klarheit muss auch darüber herrschen, welche Arten von Masken verkauft werden sollen (und können). Sollen es textile und individualisierbare Alltagsmasken sein oder die besser schützenden OP-Masken bzw. FFP2-Masken? Oder soll es sich um Spezialanfertigungen für Brillenträger oder Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen handeln? Oder vielleicht um spezielle Masken für Kinder und Jugendliche? Alleine diese wenigen Fragen zeigen, dass eine differenzierte Betrachtung von Beginn an notwendig sein wird.
 

Das Wichtigste in Kürze: selbstständig machen mit Verkauf von Masken

  • Wer nicht nur eine kurzfristige Einnahmequelle prüfen möchten, sollte mit Blick auf den Verkauf von Masken von Beginn an langfristig denken.

  • Über den Aufbau einer Marke oder einer gefragten Spezialisierung können die Produkte eine hohe Bekanntheit und große Reichweite aufweisen.

  • Je nach Art der Maske kommt es beim Verkauf auf eine gesetzeskonforme Klassifizierung an, um sich vor möglichen Abmahnungen zu schützen.

  • Grundkenntnisse in der Materie sollten vorhanden oder erworben werden, um beim Kauf oder auch der Herstellung von Masken notwendige Qualitätsstandards umsetzen zu können.


Voraussetzungen, um sich mit dem Verkauf von Masken selbstständig zu machen

Wer Masken verkaufen will, muss die Voraussetzungen für den Einkauf oder die Herstellung schaffen. Mit ausgewählten Vertriebskanälen (vorzugsweise Webshop oder große Handelsplattformen) lassen sich Masken reichweitenstark verkaufen, je nach Zielen und Ausrichtung sogar weltweit. Bevor der Verkauf aufgenommen werden darf, muss ein Gewerbe angemeldet werden. Von einer klaren und dauerhaften Gewinnerzielungsabsicht ist beim Verkauf von Masken auszugehen. Gewerbesteuer ist ab einem jährlichen Freibetrag von 24.500 Euro abzuführen, wobei Existenzgründer je nach gewählter Rechtsform die gesetzlichen Vorgaben der Buchführung zu erfüllen haben.
 

Wer darf FFP2 Masken verkaufen?

Die Voraussetzungen für den Verkauf von Masken hängen stark von deren Art ab. Daher ist es wichtig, in dieser Hinsicht Klarheit für die notwendige Planungssicherheit zu erlangen. Stoffmasken bzw. so genannte Community-Masken lassen sich ohne besondere Erlaubnis verkaufen, solange sie nicht mit falschen Versprechungen etwa als persönliche Schutzausrüstung verkauft werden. FFP2-Masken dürfen von Gewerbetreibenden nur als solche bzw. als persönliche Schutzausrüstung verkauft werden, wenn die formalen Anforderungen erfüllt werden. Dazu zählt die CE-Kennzeichnung in Anlehnung an die PSA-Verordnung (2016/45). Wer sich selbstständig mit dem Verkauf von Masken machen möchte, muss insbesondere bei FFP2-Masken Produktkennzeichnungspflichten strikt beachten. Die Masken müssen entsprechend der Richtlinie kennzeichnet sein. Eine Prüfstellennummer muss auf den Masken zu finden sein und Käufer müssen die Möglichkeit haben, sich an den Hersteller zu wenden. Zudem sind immer wieder Nachrichten von Fälschungen der CE-Kennzeichnung im Umlauf. Die Qualität der Masken ist von essentieller Bedeutung: Daher sollte beim Kauf Wert auf eine unabhängige Überprüfung gelegt werden.
 

Tipp für Existenzgründer im Behördendschungel:

Es wird im Regelfall erforderlich sein, beim Verkauf von Produkten als persönliche Schutzausrichtung die zuständige Marktüberwachungsbehörde zu kontaktieren. Das können angehende Gründer direkt hier (https://webgate.ec.europa.eu/icsms/public/authoritySearch.jsp?locale=de) umsetzen, um die persönlichen Voraussetzungen fundiert zu klären.

Ausgangsanalyse: Warum selbstständig machen mit Verkauf von Masken?

Vor dem weltweiten Ausbruch des Coronavirus kannte man Masken nur aus dem medizinischen Bereich und von meist belächelten Fernsehbildern aus asiatischen Großstädten. Dort nämlich waren Masken auch vor der Pandemie bereits ein Teil der Kultur, um andere und sich bei fehlendem Mindestabstand schützen zu können. Das zeigt, dass es durch einen nachhaltigen Wandel auch in Deutschland zukünftig in der Grippesaison zu einem vermehrten Tragen von Masken kommen wird. Das spricht auch für einen Markt nach der Pandemie. Wer sich selbstständig mit dem Verkauf von Masken machen möchte, sollte sich auf keinen Fall auf die Pflicht zum Tragen verlassen. Irgendwann werden Verordnungen hinfällig, dann geht es um die Freiwilligkeit. Durch Verschärfungen der Maskenpflicht haben Stoffmasken wahrscheinlich keine große Zukunft. Medizinische Produkte dürften ich auch zukünftig weitaus besser vermarkten lassen.
 

Maskenhandel: Ist das große Geschäft schon vorbei?

Auch wenn die deutsche Wirtschaft 2020 kräftig eingebrochen ist, so ist im Außenhandel mit dem Einkauf von Masken eine beachtliche Größe entstanden. Statistiker haben berechnet, dass alleine 2020 Masken im Wert von mehr als 6 Milliarden Euro importiert worden sind. Es handelt sich also um einen umsatzstarken Markt, der zunächst von weltweiter Knappheit und fehlenden Produktionskapazitäten in Deutschland geprägt war. Beides hat sich mittlerweile geändert, sodass auch die Preise und Gewinnmargen für Masken gefallen sind. Diese wesentliche betriebswirtschaftliche Größe müssen Gründer definitiv auf der Rechnung haben. Mittlerweile ist die Konkurrenz auch in Form von Supermärkten und vielen Webshops groß: Masken sind zu einem omnipräsenten, aber auch stark gefragten Alltagsgut geworden. In diesem Kontext muss die eigene Geschäftsidee möglichst klug platziert werden, um aus der Masse hervorstechen zu können.
 

Tipp für Existenzgründer: Beratung für diese Geschäftsidee

Start-ups oder Einzelunternehmer können sich vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte beraten lassen, wenn sie Fragen zu medizinischen Produkten haben. Falls neben Masken auch neue medizinische Produkte in der Entwicklung sind, kann ein Antrag auf Sonderzulassung geprüft werden.
 

Businessplan: Wie selbstständig machen mit Verkauf von Masken?

Die Pandemie und wirtschaftliche Krise werden vorübergehen. Das eigene Geschäftsmodell soll aber am Markt Bestand haben, wozu eine tragfähige Strategie auszuarbeiten ist. Grundsätzlich darf bereits nicht bei der Ausrichtung der Fehler begangen werden, sich nur auf die Pandemiesituation zu stützen. Es muss um einen zukunftsfähigen Markt und eine anhaltende Nachfrage für Masken und auch andere Produkte gehen. Insofern sollten sich Gründer überlegen, welche andere Art von Produkten sie entwickeln und verkaufen wollen. Prinzipiell müssen Gründer mit der Ausarbeitung des Businessplans die Frage beantworten, ob sie Masken ‚nur‘ einkaufen und weiterverkaufen oder selbst in Deutschland oder anderswo produzieren wollen. Letzteres wäre planungs- und kostentechnisch mit wesentlich höheren Hürden verbunden: Diese können nur genommen werden, wenn das Geschäftsmodell mit dem Businessplan direkt von Beginn an ganzheitlich aufgestellt wird.
 

Welcher Markt bleibt nach der Krise?

Idealerweise gelingt es Gründern, mit dem Verkauf von Masken eine starke Marke ins Leben zu rufen. Durch ein breit ausgestelltes Produktportfolio lässt sich nicht nur die Einnahmebasis erhöhen, sondern auch die wahrgenommene Kompetenz erhöhen (z. B. als Ansprechpartner für gesundheitsorientierte Alltagsprodukte). Der Aufbau einer bekannten Marke kann der Schlüssel für zukünftiges Wachstum sein. Es werden sich immer wieder neue Produkte auf den Markt bringen lassen, die vom Image und der Bekanntheit der Marke profitieren werden. Auch hier wird erneut deutlich, dass der Fokus nicht nur auf Masken liegen sollte.
 

Nischenstrategie prüfen: Welche Optionen für Spezialisierungen gibt es?

In einem derart umkämpften und dynamischen Markt sind innovative Ideen gefragt, um der Konkurrenz den oftmals entscheidenden Schritt voraus sein zu können. Mittlerweile werden Masken in vielen Formen und Designs verkauft: Hier liegt ein enormes Individualisierungspotenzial. Zu denken ist auch an bestimmte Zielgruppen: Unlängst werden schon Masken entwickelt, die bei Brillenträgern das Beschlagen der Gläser verhindern sollen. Zu denken wäre an weitere, innovative Konstruktionen, die Personen mit Luftproblemen das Atmen und einer schützenden Maske erleichtern können.
 

Arbeitsschutz: selbstständig machen mit Verkauf von Masken

Bei der Spezialisierung ist auch an bestimmte Berufsgruppen zu denken, die jeden Tag aus gesundheitlichen Gründen Masken tragen müssen. Dabei geht es nicht nur um den medizinischen Bereich, sondern um den Arbeitsschutz. Atemwege müssen überall dort geschützt werden, wo kleinste oder gesundheitsschädliche Partikel nicht eingeatmet werden dürfen. Hier wird deutlich, dass diese Geschäftsidee keineswegs nur in einer weltweiten Pandemie profitabel sein muss. Es gilt, eine eigene Nische zu finden und diese qualitäts- und serviceorientiert zu bedienen!

Welche Formen der Businessplan auch immer annehmen mag: Er sollte von Beginn an auf strategische Flexibilität angelegt sein. Es gilt, den Markt und sich ergebende Chancen und auch Risiken (!) genau zu beobachten und sich mit agilen Geschäftsprozessen bestmöglich darauf einstellen zu können.
 

Wo Masken verkaufen? Marketing & Vertrieb

Viele potenziellen Kunden werden sich die Frage ‚Wo Maske kaufen?‘ stellen oder direkt danach googeln. Wer Geld mit dem Verkauf von Masken und anderen Produkten aus dem zu definierenden Portfolio verdienen möchte, wird also beim Marketing auf Reichweite setzen müssen. Ein Webshop muss auf relevante Keywords optimiert werden und Top-Rankings erzielen, um von potenziellen Kunden in die nähere bzw. erste Wahl zu kommen. Neben attraktiven Preisen, kompromissloser Qualität kann auch der Service aus Kundensicht ein entscheidender Grund sein. Natürlich sollen die Masken und weitere Produkte so attraktiv wie möglich angepriesen werden, aber nur im Rahmen der gesetzlich zulässigen Möglichkeiten.
 

Produktbeschreibungen müssen rechtlich halten, was sie versprechen!

Was als persönliche Schutzausrüstung deklariert wird, muss allen Standards entsprechen und alle Vorgaben erfüllen können. Wer sich selbstständig mit dem Verkauf von Masken machen möchte, sollte sich gründlich vorbereiten und besonders bei Produktbeschreibungen auf jedes Detail Wert legen. Unachtsamkeiten können schnell zu kostenintensiven Abmahnungen führen. Schlimmer noch: Machen schlechte Nachrichten die Runde, kann das Image sehr schnell einen Totalschaden erleiden. Das wäre Gift für das erklärte Ziel, eine Marke aufzubauen. Angesichts dessen kann es sinnvoll sein, einen erfahrenen Fachanwalt hinzuziehen und ihm Texte zur Prüfung einzureichen.
 

Wie viel verdient man mit dem Verkauf von Masken?

Diese Frage sollten angehende Existenzgründer bzw. Gewerbetreibende im Finanzteil des Businessplans anhand realistischer Szenarien selber einschätzen können. Jedenfalls dürften in den Jahren 2020/2021 die preisrelevanten Marktmechanismen deutlich geworden sein. Zu Beginn der Pandemie waren Masken weltweit Mangelware, die Preise und vor allem Gewinnmargen entsprechend hoch. Das hat sich in wenigen Monaten deutlich geändert: Vor allem China hat den Markt mit Milliarden von Masken geflutet und so die Preise fallen lassen. Es versteht sich von selbst, dass eine FFP2-Maske für 0,79 Euro aus dem Discounter eine geringere Gewinnmarge eröffnet als anfänglich bis zu 10 Mal so hohe Preise.

Dennoch kann auch bei einem Preis pro Maske unter einem Euro bei hohen Stückzahlen ein attraktiver Gewinn möglich sein. Werden große Mengen eingekauft und schnell wieder verkauft, lassen sich selbst mit niedrigeren Preisen ansprechende Gewinnmargen erzielen. Dafür wird es angesichts des Massenmarktes allerdings erforderlich sein, die Kostenstruktur des eigenen Vertriebs so schlank wie nur möglich zu halten. Die Gewinnmarge wird als kalkulatorische Größe also entscheidend für den Verdienst mit Masken sein. Die Maske darf bei Gründern niemals vor die Augen rutschen: Sie müssen alle Zahlen und Entwicklungen stets im Blick behalten, um bei Bedarf frühzeitig auf erkennbare Entwicklungen reagieren zu können.
 

Zusammenfassung/FAQ für die Geschäftsidee ‚selbstständig machen mit Verkauf von Masken‘:

  1. Warum selbstständig machen mit Verkauf von Masken?

Weil es auch jenseits der Pandemie eine (bleibende) Nachfrage für diverse Masken geben wird und internationale Absatzmärkte erschlossen werden können, ggf. mit dem verkaufsfördernden Qualitätslabel ‚made in Germany‘. Das Tragen von Masken kann auch hierzulande (zumindest saisonal) ein gewisser Standard werden.

  1. Masken verkaufen: Welche Voraussetzungen sind zu beachten?

Vor Aufnahme der Geschäftstätigkeit ist ein Gewerbe anzumelden. Sofern verkaufte Masken als persönliche Schutzausrüstung deklariert werden, müssen sie alle gesetzlichen Normen erfüllen. Dieser Beitrag zeigt Gründern, worauf zu achten ist und an welche Stellen sie sich im Zweifel wenden können.

  1. Wer kauft Schutzmasken auch jenseits einer weltweiten Pandemie?

Wer diese Frage im Businessplan überzeugend beantwortet, kann die Basis für eine nachhaltige Geschäftsidee legen. Zu denken ist an den großen Bereich des Arbeitsschutzes, denn in vielen Bereichen gehört das Tragen einer Schutzmaske zum Standard. In diesem Bereich lassen sich auch internationale Märkte anvisieren, was für die Nachhaltigkeit dieser Geschäftsidee spricht.

 

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