Geld verdienen mit einem Flohmarktstand

Jeder kennt das: Man kann sich nicht von alten Gegenständen trennen, aber irgendwann platzen Keller, Dachboden und Schränke aus allen Nähten. Spätestens dann sind Alternativen gefragt, um das Chaos möglichst gewinnbringend (!) in Griff zu bekommen. Warum also nicht aus diesen alten Dingen Geld machen? Genau diese Option lässt sich hier in kompakter Form nachverfolgen. Nicht selten entpuppt sich so mancher Trödel als wahre Geldquelle, denn die Nachfrage bestimmt den erzielbaren Preis. Ohnehin spielt der Nachhaltigkeitsgedanke eine immer größere Rolle. Auch das spricht für die hier vorgestellte Verdienstmöglichkeit. Zu diskutieren wird sein, inwiefern es sich um eine Geschäftsidee im Sinne der beruflichen Selbstständigkeit handeln kann.

Wie kann man Geld verdienen mit einem Flohmarktstand? Hier sollen die wichtigsten Fragen, Voraussetzungen und Planungsaspekte in praxisorientierter Form beleuchtet werden. Der Begriff ‚Floh‘ deutet jedenfalls an, dass es sich eher um etwas Kleines handelt. Gilt das auch für den Verdienst als Flohmarkthändler?


Warum heißt es eigentlich Flohmarkt?

Das deutsche Wort leitet sich vom Französischen ‚marché aux puces‘ ab, wobei puce Floh bedeutet. Warum sagt man Flohmarkt? Blicken wir zur Erklärung zurück in das Paris des 18. Jahrhunderts. Auf Märkten war es üblich, gebrauchte Kleidung zu kaufen. Doch da damals noch keine Waschmaschine vorhanden war, erwarben Käufer mit der Kleidung oft auch unliebsame Flöhe. Insofern spielt dieser Begriff auf die hygienischen Zustände längst vergangener Zeiten an. Im Deutschen ist der Begriff hingegen positiv besetzt, nur die wenigsten kennen den historischen Ursprung. Die meisten werden darin eine Metapher für kleine Dinge des täglichen Lebens sehen. Flohmarkt klingt in den Ohren der meisten Menschen sicher positiver als Trödel. Das sei aber nur am Rande mit Blick auf das Marketing erwähnt.
 

Wo ist ein Flohmarkt? Wer sucht Flohmarktartikel?

Diese Fragen sind essentiell für alle, die mit einem Flohmarktstand Geld verdienen möchten. Potenzielle Kunden werden sich fragen, wo bzw. wann der nächste Flohmarkt stattfindet, um das eine oder andere Schnäppchen zu ergattern. Es wird also darum gehen müssen, Präsenz zu zeigen. Das muss aber nicht mehr zwangsläufig real mit einem Flohmarktstand sein: Das Internet bietet mit Portalen und Apps mittlerweile reichweitenstarke Möglichkeiten, um aus Trödel Geld zu machen.
 

Das Wichtigste in Kürze: Geld verdienen mit einem Flohmarktstand

  • Es handelt sich eher um einen mehr oder wenigen lukrativen Nebenverdienst als um eine Geschäftsidee im engeren Sinne.

  • Wer nur gelegentlich ein paar persönliche Dinge verkauft, wird kein Gewerbe anmelden müssen.

  • Sind allerdings Regelmäßigkeit und eine klare Gewinnerzielungsabsicht zu erkennen, kann für einen Flohmarkthändler durchaus eine Gewerbeanmeldung erforderlich sein.

  • Jenseits des Freibetrags sind die Einnahmen aus dem Verkauf mit einem Flohmarktstand zu versteuern.


Voraussetzungen, um Geld mit einem Flohmarktstand/als Flohmarkthändler verdienen zu können

Wer Geld mit einem Flohmarktstand verdienen möchte, wird ein gewisses Verhandlungsgeschick und Gespür für Preise mitbringen müssen. Damit das typische Feilschen möglich ist, sind Preise für nutzbare Verhandlungsspielräume höher anzusetzen. Um Geld mit Flohmarktartikeln verdienen zu können, müssen diese im Trend sein bzw. auf eine Nachfrage treffen. Insofern ist ein Gespür für Trends sicher hilfreich, um keine Ladenhüter anzubieten. Wer Geld mit einem Flohmarktstand verdienen möchte, wird stetig Nachschub brauchen: Woher Waren für den Flohmarkt bekommen? Da der heimische Fundus irgendwann leer ist, sind andere Bezugsquellen zu ergründen. Etwaige Standgebühren müssen sich in einem klar berechenbaren Rahmen halten, damit der Verkauf von Flohmarktartikeln letztlich gewinnbringend sein kann.


Gewerbe anmelden für einen Flohmarktstand?

Was die formalen Voraussetzungen für einen Flohmarktstand angeht, so sind die persönlichen Rahmenbedingungen im Einzelfall zu prüfen: Wer gelegentlich ein paar Teile verkauft, wird kein Gewerbe anmelden müssen. Wer jedoch mehrmals in der Woche aus Flohmärkten verkauft, agiert wie ein Unternehmer. Dann müsste für die Tätigkeit ein Gewerbe angemeldet werden. Generell ist Vorsicht als Flohmarkthändler geboten, denn die Grenze zwischen einem steuerfreien Privatkauf und gewerbsmäßigem Handel ist schnell erreicht. Insofern ist es unabdingbar, sich zu Beginn über die wirtschaftlichen Ziele im Klaren zu sein und basierend darauf alle formalen Voraussetzungen zu erfüllen (dazu weiter unten noch mehr). Handelt es sich um ein Gewerbe, ist für einen mobilen Flohmarktstand eine Reisegewerbekarte zu erwirken.
 

Ausgangsanalyse: Wie Geld verdienen mit Flohmarktstand?

Handelt es sich um eine Geschäftsidee? Ist es demnach sinnvoll davon zu sprechen, sich selbstständig als Flohmarkthändler zu machen? Die Antwort lautet eher nein, denn es handelt sich vielmehr um einen klassischen Nebenverdienst, der gerade durch die Digitalisierung neue Chancen eröffnet. Geld verdienen mit einem Flohmarktstand ist eine Option, um aus alten Dingen Bares zu machen und den Nachhaltigkeitsgedanken gewinnbringend zu leben. Wer aus dem Vorhaben, mit einem Flohmarktstand Geld zu verdienen, eine Selbstständigkeit ableiten möchte, sollte über die Gründung eines Trödelladens (https://www.selbststaendig.de/geschaeftsideen/troedelladen) nachdenken. Wer in diesem Sinne in die gewerbliche Richtung gehen möchte, wird stets für einen Nachschub an Waren sorgen müssen. Auch hier ergeben sich vielversprechende Anknüpfungspunkte zu anderen Geschäftsideen wie ‚selbstständig machen mit Wohnungsauflösungen‘ (https://www.selbststaendig.de/geschaeftsideen/wohnungsaufloesungen).
 

Flohmärkte in Deutschland

Die Statistik zeigt, dass Millionen Deutsche regelmäßig Flohmärkte aufsuchen, dies sehr gerne am Wochenende. Es geht somit primär nicht nur um den (Ver)kauf, sondern das Erlebnis Flohmarkt bei der Freizeitgestaltung. Spontankäufe sind die Regel, nur die wenigsten gehen mit einem ganz bestimmten Ziel auf einen Flohmarkt. Das würde nur Sinn machen, falls es sich um einen spezialisierten Flohmarkt handelt. Mittlerweile wird zum Teil auch neue oder B-Ware auf Flohmärkten verkauft. Hier müsste dann eine strategische Positionierung erfolgen. Wer Geld mit einem Flohmarktstand verdienen möchte, sollte auf einen gut frequentierten Markt setzen. Hier spielen die Größte des Areals und die Verkehrsanbindung sicher eine zentrale Rolle.
 

Geld verdienen mit Flohmarkt: Geht das noch ohne das Internet?

Diese Frage sollte ernsthaft diskutiert werden, denn die digitale Konkurrenz setzt auch Flohmärkten immer mehr zu. Vor allem die monatelangen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie dürften zu einer nachhaltigen Verschiebung ins Internet führen. Warum längere Wege und eine Suche auf sich nehmen, wenn gesuchte Schnäppchen nur wenige Klicks entfernt sind?
 

Der Flohmarktstand wird digital: Diese Verkaufsmöglichkeiten gibt es

Die Möglichkeit, als Flohmarkthändler Geld verdienen zu können, sollte definitiv auch digital gedacht werden! Wie lässt sich Trödel möglichst effizient an den Mann bringen? Letztlich entscheidet der Arbeitsaufwand maßgeblich über die Verdienstmöglichkeiten. Wer keinen Stand transportieren, aufbauen sowie keine Miete zahlen muss, kann seine Margen mit den Verkaufsmöglichkeiten des Internets schnell deutlich steigern. Daher gibt es vor allem wirtschaftlich sehr gute Gründe, einen digitalen Flohmarktstand ins Leben zu rufen. Hierfür können bekannte Plattformen genutzt werden, die für solche Zwecke u.a. kostenlose Kleinanzeigen anbieten. Von der Abholung vor Ort bis hin zum deutschlandweiten Versand sind viele Optionen denkbar. Darüber hinaus gibt es mittlerweile viele Apps, die für den unkomplizierten Verkauf von Flohmarktartikeln in Frage kommen. Nach der Registrierung reichen Fotos und eine kompakte Beschreibung völlig aus. Wer also als Flohmarkthändler Geld verdienen möchte, kann das komplett digital machen.
 

Marketing: Vorbereitung & Präsentation der Waren

Wo ist Flohmarkt am Wochenende? Diese Fragen stellen sich Anbieter und potenzielle Schnäppchenjäger gleichermaßen. Es sollte also ein gewisses Maß an Planungssicherheit bestehen. Wer regelmäßig Trödel mit einem Marktstand verkaufen möchte, sollte sich frühzeitig um Plätze kümmern und so für eine berechenbare Auslastung sorgen. Für den Verkauf spielt auch auf einem Flohmarkt die Warenpräsentation eine Rolle, auch wenn diese sicherlich improvisierter wirken darf: Hierin liegt schließlich der Charme eines Flohmarktes, den der digitale Verkauf nicht bieten kann. Insofern sollte überlegt werden, wie die Waren präsentiert werden können und welche Investitionen für einen Marktstand erforderlich sind. Prinzipiell kann ein großer Tapeziertisch ausreichen, zumal der Kreativität bei der Dekoration freier Lauf gelassen werden kann. Ein kleiner Pavillon als Regenschutz ist meistens im Bekanntenkreis zu organisieren.
 

Wie Flohmarktstand aufbauen?

Um auf den Wortursprung und das Marketing hier an dieser Stelle nochmal zurückzukommen: Die Ware sollte sauber und einwandfrei sein. Über Gebrauchsspuren wird sich niemand aufregend. Aber eine gebrauchte Jeans mit großen Flecken wird sicher ein Ladenhüter sein. Alle Waren sollten gut erkennbar sein. Preise sollten (auf Verhandlungsbasis) zu sehen sein. Natürlich sollte anfassen und testen erlaubt sein, schließlich erhöhen sich so die Chancen für einen Verkaufsabschluss.
 

Kommunikation ist der halbe Verkaufserfolg!

Wer als Flohmarkthändler Geld verdienen möchte, muss nicht nur verkaufen, sondern auch verhandeln/feilschen können. Eine offene und positive Art sind sehr wichtig, um auf jeden potenziellen Kunden zugehen zu können. Wer die eine oder andere persönliche Geschichte zu seinen Waren erzählen kann, wird aus der Masse sympathisch hervorstechen können. Dazu wird es auch erforderlich sein, aktiv auf Vorbeigehende einzugehen. Wer nur in Passivität hinter dem Marktstand verharrt und hofft, dass ihn keiner anspricht, wird sicher nichts für die Gewinnmaximierung tun!
 

Wie viel kann man als Flohmarkthändler verdienen?

Wer mit dieser Hinzuverdienstmöglichkeit bzw. ‚Geschäftsidee‘ liebäugelt, interessiert sich mit Sicherheit für den durchschnittlichen Verdienst mit einem Flohmarktstand. Es ist wenig verwunderlich, dass sich kaum belastbare Werte geschweige denn Statistiken finden lassen. Niemand möchte sich in die Karten bzw. das Portemonnaie schauen lassen, zumal es sich teils um steuerpflichtige Einnahmen handelt. Letztlich hängt der Verdienst mit einem Flohmarktstand von der Verkaufsintensität, den durchgesetzten Gewinnmargen und dem eigenen Verhandlungsgeschick ab. Die eigene preisliche Schmerzgrenze wird auch über den Verdienst als Flohmarkthändler entscheiden: Wer immer zu viel nachgibt und unter seiner Grenze bleibt, wird seinen Gewinn schmälern. Grundsätzlich kommt es auf die Nachfrage für die angebotenen Artikel an. Wer Trendprodukte verkauft, wird mehr zu höheren Preisen absetzen können. In dieser Hinsicht ist zu fragen, ob eine Spezialisierung auf einen bestimmten Bereich Sinn macht.
 

Rechtliches/Steuern: Was passiert mit den Einkünften vom Flohmarktverkauf?

Im Einzelfall bzw. vor der Aufnahme der Verkaufstätigkeit sollte Klarheit über die den Umfang der Verkaufstätigkeit und das Vorliegen einer gewerblichen Intention geschaffen werden. Wer nur in den Ferien eine einmalige Verkaufsaktion auf einem Flohmarkt startet, wird kein Gewerbe anmelden und in der Regel auch keine Steuern abführen müssen. Finden die Verkaufsaktivitäten regelmäßig statt, ist eine Gewerbeanmeldung unumgänglich. Um sich von der Umsatzsteuer befreien zu können, ist der Rückgriff auf die Kleinunternehmerregelung zu prüfen. Wenn als Privatperson Nebeneinkünfte bzw. Gewinne bis zu 512 Euro erzielt werden, müssen hierfür keine Steuern abgeführt werden. Alles, was über diese pauschale und den jährlichen Steuerfreibetrag hinausgeht, ist bei der jährlich einzureichenden Steuererklärung anzugeben. Die genannte Pauschale bezieht sich auf Gewinne, nicht auf Umsätze. Von den Einnahmen können also Gebühren für die Standmiete und weitere Kosten abgezogen werden. Wer jede Woche für mehrere Stunden mit einem Flohmarktstand verkauft, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Steuern abführen müssen. Es sei denn, es wird so gut wie nichts verkauft. Da das aber nicht das Ziel sein kann, sollte auch ein möglicher Nebenverdienst mit einem Flohmarktstand gut geplant werden. Dieser Beitrag hat in dieser Hinsicht die wichtigsten Handlungsfelder skizziert.
 

Zusammenfassung/FAQ für die Geschäftsidee ‚Geld verdienen mit Flohmarktstand/als Flohmarkthändler‘:


Kann man sich selbstständig machen mit einem Flohmarktstand?

Dieser Beitrag dürfte deutlich gemacht haben, dass es sich eher um einen Nebenverdienst handelt. Allerdings lässt sich eine Kombination dieser Verkaufstätigkeit mit anderen Geschäftsideen prüfen (z. B. Wohnungsauflösungen oder Trödelladen bzw. Second Hand Laden eröffnen).
 

Muss ich für einen Flohmarktstand ein Gewerbe anmelden?

Das hängt von der Regelmäßigkeit und der Klarheit Gewinnerzielungsabsicht ab. Wer oft und in organisierter Weise auf einem Flohmarkt verkauft, verhält sich wie ein Kaufmann/Unternehmer. Die Voraussetzungen für eine gewerbliche Tätigkeit wären dann gegeben. Im Einzelfall ist aber immer eine individuelle Prüfung notwendig!
 

Flohmarkt – was verkauft sich gut?

Der private Fundus an Flohmarktartikeln ist nicht als Garantie für Verkaufserfolge zu sehen. Wer sich strategisch vorbereiten möchte, kann Flohmärkte besuchen und Online-Plattformen durchsuchen. Schnell kristallisiert sich heraus, was sich momentan gut verkaufen lässt.

Quellenangabe: 
Autor: 
Mark Leissen

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