Selbstständig machen als Garten- und Landschaftsbauer

Gepflegte Gärten, hochwertige Außenanlagen und nachhaltige Grünflächen sind auch im Jahr 2026 gefragter denn je – und damit auch professionelle Garten- und Landschaftsbauer. Wer handwerkliches Können mit unternehmerischem Denken verbindet, kann sich im GaLaBau eine stabile und zukunftssichere Existenz aufbauen. Doch zwischen guter Idee und erfolgreichem Betrieb liegen wichtige Entscheidungen zu Planung, Recht, Finanzen und Positionierung.
Dieser Beitrag zeigt, worauf es beim Schritt in die Selbstständigkeit als Garten- und Landschaftsbauer wirklich ankommt – praxisnah, realistisch und mit klarem Blick auf Chancen und Risiken.
Mut zum geschäftlichen grünen Daumen! Mit der hier vorgestellten Geschäftsidee „selbstständig machen als Garten- und Landschaftsbauer“ können angehende Existenzgründer beruflich in jeder Hinsicht „aufblühen“. Wer naturverbunden und gestalterisch-kreativ ist, kann mit einer Unternehmensgründung im Bereich Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau) perspektivenreiche Chancen nutzen. Gerade vor dem Hintergrund von Klimaanpassung, wachsender Bedeutung begrünter Lebensräume, steigender Nachfrage nach professioneller Pflege sowie zunehmender Investitionen in private und öffentliche Außenanlagen bietet die Branche auch langfristig stabile Marktbedingungen. Doch welche Planung ist notwendig? Welche strategischen und formalen Aspekte sind bei der Ausarbeitung des Businessplans zu beachten? Der folgende Beitrag gibt auf diese Fragen und weitere Themen praxisorientierte Antworten.
Was macht ein Garten- und Landschaftsbauer?
Garten- und Landschaftsbauer gestalten Außenbereiche und Gartenanlagen nach eigenen Ideen oder nach Plänen von Landschaftsarchitekten. Neben der Pflege und Bepflanzung von Grünflächen können auch Baumaßnahmen wie das Errichten von Wegen, Teichen oder Terrassen zum Leistungsspektrum eines GaLaBau-Unternehmens gehören. Zunehmend gefragt sind zudem Leistungen rund um klimaangepasste Gartengestaltung, etwa pflegeleichte Gärten, wassersparende Bewässerungssysteme, naturnahe Bepflanzung oder die Umgestaltung bestehender Anlagen im Hinblick auf Hitze- und Starkregenereignisse.
Was gehört alles zu Garten- und Landschaftsbau?
Zu den Kernkompetenzen vieler Garten- und Landschaftsbauer zählen Pflanz- und Erdarbeiten, Mauern, Pflasterarbeiten sowie Fassaden- und Terrassengestaltung inklusive Treppen und Sitzgelegenheiten sowie die Installation von Be- und Entwässerungsanlagen. Darüber hinaus gehören häufig regelmäßige Pflegeleistungen, saisonale Arbeiten, Baum- und Strauchschnitt sowie beratende Tätigkeiten zur nachhaltigen Nutzung und Gestaltung von Außenflächen zum Angebotsportfolio moderner GaLaBau-Unternehmen.
Das Wichtigste in aller Kürze zur Existenzgründung als Garten- und Landschaftsbauer
Die Perspektiven in diesem Bereich sind aufgrund des demografischen Wandels und des nicht zu unterschätzenden repräsentativen Charakters von Grünflächen langfristig gut. Zusätzlich sorgen Trends wie Urban Gardening, altersgerechte Gartengestaltung und steigende Anforderungen an ökologische Außenanlagen für eine stabile Nachfrage. Der Businessplan gibt den Erfolgschancen dieser Geschäftsidee ein potenzialorientiertes Gesicht, mit dem sich Banken und/oder Investoren idealerweise überzeugen lassen. Gerade im Garten- und Landschaftsbau kommt einer realistischen Liquiditätsplanung mit Blick auf saisonale Schwankungen besondere Bedeutung zu. Mehrwerte und Alleinstellungsmerkmale aus Kundensicht sind gerade im Falle einer angespannten Konkurrenzsituation eine funktionale Möglichkeit, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Der Marketing-Mix sollte von Beginn an möglichst breit aufgestellt sein, um die eigene Bekanntheit zu erhöhen und den Kundenstamm vergrößern zu können. Um sich als Garten- und Landschaftsbauer selbstständig machen zu können, ist eine Gewerbeanmeldung notwendig. Ein Meistertitel ist grundsätzlich keine formale Voraussetzung für die Gründung, kann jedoch je nach Tätigkeitsschwerpunkt und Leistungsumfang rechtlich relevant werden.
Voraussetzungen, um sich als Garten- und Landschaftsbauer selbstständig zu machen
Wer ein Unternehmen im Bereich Garten- und Landschaftsbau gründen möchte, muss vor der offiziellen Aufnahme der Tätigkeit ein Gewerbe anmelden. In der Regel ist keine spezifische Ausbildung oder Qualifikation zwingend vorgeschrieben. Je nach angebotenem Leistungsspektrum können sich jedoch besondere Nachweis- oder Eintragungspflichten ergeben, insbesondere wenn Tätigkeiten ausgeführt werden, die handwerksrechtlich als zulassungspflichtig oder handwerksähnlich eingestuft werden.
Ein Blick in die Handwerksordnung zeigt, dass der Garten- und Landschaftsbau grundsätzlich nicht zu den zulassungspflichtigen Handwerken der Anlage A zählt. Allerdings kann es bei umfangreichen Pflaster-, Mauer- oder Tiefbauarbeiten zu einer Einordnung kommen, die eine Eintragung in die Handwerksrolle erforderlich macht. Insofern bestehen nicht in jedem Fall Meisterpflicht oder Eintragungspflicht, eine frühzeitige Klärung mit der zuständigen Kammer ist jedoch dringend zu empfehlen.
Was passiert nach der Gewerbeanmeldung?
Mit der Gewerbeanmeldung als Garten- und Landschaftsbauer werden auch das Finanzamt sowie die zuständige Kammer informiert. Je nach inhaltlicher Ausrichtung des Betriebes erfolgt die Zuordnung zur Industrie- und Handelskammer oder zur Handwerkskammer. In beiden Fällen ergibt sich eine kostenpflichtige Mitgliedschaft, die sich durch Beratungsangebote, Schulungen und Informationsleistungen wirtschaftlich nutzen lässt.
Selbstständige Garten- und Landschaftsbauer müssen ihre Tätigkeit beim Finanzamt steuerlich erfassen lassen. Zudem sind Angaben zur Umsatzsteuer zu machen, sofern die Kleinunternehmerregelung nicht gewählt wird. Auch Fragen zur Einkommensteuer, zu möglichen Steuervorauszahlungen sowie zur Art der Gewinnermittlung sind in diesem Zusammenhang zu klären. Darüber hinaus wird die zuständige Berufsgenossenschaft zwecks Unfallversicherung informiert, im Regelfall die SVLFG. Diese Anmeldung ist verpflichtend und fristgebunden – auch für Einzelunternehmer ohne Mitarbeiter. Sofern Arbeitnehmer beschäftigt werden, müssen entsprechende Meldungen bei der Agentur für Arbeit sowie bei den Sozialversicherungsträgern vorgenommen werden. Fristen für die Überweisung der Sozialversicherungsbeiträge sind strikt zu beachten, da andernfalls empfindliche Säumniszuschläge drohen.
Welche Versicherungen brauchen Garten- und Landschaftsbauer?
Mit dem Ziel, finanzielle Risiken für das Unternehmen zu minimieren, sollte bereits vor Aufnahme des operativen Geschäftsbetriebes eine leistungsstarke Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Diese schützt vor Schäden und daraus resultierenden Forderungen, die bei der Arbeit in Gärten und Außenanlagen entstehen können, unabhängig davon, ob Privat- oder Geschäftskunden betreut werden.
Darüber hinaus sind – abhängig von Betriebsgröße, Tätigkeitsumfang und eingesetzten Maschinen – weitere Versicherungen sinnvoll oder notwendig, etwa eine Umweltschadenversicherung, eine Maschinen- und Werkzeugversicherung, eine Rechtsschutzversicherung sowie eine private oder betriebliche Absicherung gegen Berufsunfähigkeit.
Mit Aufnahme der Selbstständigkeit als Garten- und Landschaftsbauer entfällt meist die bisherige Versicherungspflicht. Kümmern Sie sich daher frühzeitig um die Wahl der Krankenversicherung; viele Selbstständige sind aufgrund einkommensunabhängiger Beiträge in der PKV versichert.
Ausgangsanalyse: Warum selbstständig machen als Garten- und Landschaftsbauer?
Wer sich als Garten- und Landschaftsbauer selbstständig machen möchte, kann ein insgesamt günstiges Marktumfeld mit langfristig guten Wachstumsaussichten nutzen. In der Branche selbst wird seit Jahren von stabiler Nachfrage gesprochen. Hintergrund hierfür ist in erster Linie der demografische Wandel: Viele ältere Menschen greifen auf professionelle Dienstleistungen im Bereich Garten- und Landschaftsbau zurück, wenn sie körperlich nicht mehr dazu in der Lage sind, ihre Außenanlagen selbst zu pflegen. Hinzu kommt, dass bei Berufstätigen die Work-Life-Balance zunehmend in den Mittelpunkt rückt, wodurch weniger Zeit für Gartenarbeit bleibt. Zusätzlich investieren Unternehmen, Wohnungswirtschaft und Kommunen verstärkt in gepflegte Außenanlagen, um Aufenthaltsqualität, Image und Werterhalt von Immobilien zu sichern.
Privat- oder Geschäftskunden im Fokus?
Abgesehen vom Privatkundenbereich kann natürlich auch der B2B-Sektor in den Fokus rücken. Abgesehen von Unternehmen, die Grünflächen aufgrund ihres repräsentativen Charakters pflegen lassen, rücken ebenso öffentliche Auftraggeber wie Städte oder Kommunen in den Fokus. Wer in diesem Bereich als selbstständiger Landschaftsgärtner an Aufträge kommen will, muss an öffentlichen Ausschreibungen teilnehmen. Hierbei sind vergaberechtliche Vorgaben, insbesondere nach UVgO oder VOB, zu beachten, die formale Anforderungen an Angebote, Nachweise und Fristen stellen.
Zu beachten ist zudem der oftmals anzutreffende Kostendruck in diesem Bereich, sodass Aufträge nicht um jeden Preis angenommen werden sollten. Andernfalls besteht die Gefahr, dass der Arbeitseinsatz nicht gewinnbringend, sondern lediglich kostendeckend ist. Gerade bei öffentlichen Auftraggebern ist eine saubere Nachkalkulation unerlässlich, um wirtschaftliche Risiken zu vermeiden. Langfristig kann dies sonst keine tragfähige Basis für eine erfolgreiche Existenzgründung als Garten- und Landschaftsbauer darstellen.
Zwischenfazit
Insofern muss von Beginn an Klarheit darüber herrschen, welche Zielgruppe anvisiert werden soll. Letztlich ist hierfür auch eine Standortanalyse vorzunehmen: Für welchen Bereich besteht eine nachhaltige Nachfrage? Um diese Frage fundiert beantworten zu können, ist zudem eine umfassende Analyse der Konkurrenzsituation erforderlich. Dabei sollten sowohl Preisniveau, Leistungsumfang als auch regionale Besonderheiten berücksichtigt werden.
Businessplan: Wie selbstständig machen als Garten- und Landschaftsbauer?
Im Businessplan muss die Geschäftsidee in allen Bereichen konkrete Züge annehmen, sodass die Chancen für Außenstehende schnell erkennbar werden. Nur wenn ein Businessplan auf den ersten Blick überzeugt, werden potenzielle Investoren oder Kreditgeber bereit sein, Kapital bereitzustellen. Daher sollte bei der Ausarbeitung dieses zentralen Dokuments im Gründungsprozess kein Detail dem Zufall überlassen bleiben.
Behandelt werden müssen unter anderem eine Zusammenfassung zur Gründerperson und Geschäftsidee, belastbare Daten zum Absatzmarkt und zur Wettbewerbssituation, eine Standortanalyse, ein detaillierter Investitions- und Kapitalbedarfsplan, eine Personalplanung, eine realistische Finanzierungsplanung, eine fundierte Kalkulation der Preise und Gewinnmargen sowie ein Konzept zur Marketing- und Kundengewinnung.
Besonders kritisch geprüft werden Finanzplanung, Liquiditätsreserve und Rentabilitätsvorschau. In der Regel erwarten Banken eine Vorschau für mindestens drei Jahre, wobei saisonale Schwankungen im Garten- und Landschaftsbau explizit berücksichtigt werden sollten. Auch mögliche Fördermittel, etwa öffentliche Gründerförderungen oder zinsgünstige Darlehen, sollten im Businessplan eingeplant und erläutert werden.
Leistungsspektrum & Zielgruppe für selbstständige Garten- und Landschaftsbauer
Das Leistungsspektrum eines selbstständigen Garten- und Landschaftsbauers dreht sich rund um die Pflege und Gestaltung von Garten- und Parkanlagen. Zum Qualifikationsprofil zählen insbesondere Pflanz- und Erdarbeiten sowie die Errichtung von Außenanlagen wie Mauern, Wege oder Pflasterflächen. Zudem können Sitzgelegenheiten, Sonnen- und Sichtschutz, Teiche und Fassadenelemente zum professionellen Leistungsspektrum zählen.
Darüber hinaus ist ein Garten- und Landschaftsbauer Experte für Pflanzen, Böden und Substrate. Er berät Kunden bei der Auswahl geeigneter Baustoffe wie Naturstein, Holz oder Sand. Zunehmend gefragt sind auch Beratungen zur nachhaltigen Gartengestaltung, zur Reduzierung des Pflegeaufwandes sowie zur Anpassung bestehender Anlagen an veränderte klimatische Bedingungen.
Welche Leistungen brauchen Kunden?
Neben fachlichem Können spielen die Bedürfnisse der anvisierten Zielgruppe eine zentrale Rolle für das angebotene Leistungsspektrum. Es gilt, sich mit Mehrwerten und Alleinstellungsmerkmalen von der Konkurrenz abzuheben. Ein ganzheitlicher Service aus einer Hand inklusive persönlicher und fachkundiger Beratung kann dabei einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellen.
Oft haben Kunden keine konkrete Vorstellung davon, welche Möglichkeiten der moderne Garten- und Landschaftsbau bietet. Hier kommt das Verkaufstalent des selbstständigen Garten- und Landschaftsbauers zum Tragen. Ziel ist es, Vertrauen aufzubauen, Lösungen verständlich zu erklären und beim Kunden ein klares Bild der späteren Gestaltung entstehen zu lassen.
GaLaBau-Unternehmen gründen: Wie Kunden gewinnen?
Im Idealfall spricht die sichtbare Qualität der Arbeit für sich. Wo es möglich und vom Auftraggeber erlaubt ist, können Hinweistafeln mit Kontaktdaten platziert werden. Zufriedene Kunden werden Empfehlungen aussprechen, die für den weiteren Wachstumskurs des Unternehmens von großer Bedeutung sind.
Zudem sollte das Leistungsspektrum gezielt auf langfristige Kundenbindung ausgerichtet sein. Wiederkehrende Pflegeleistungen, Wartungsverträge oder saisonale Arbeiten sorgen für planbare Umsätze und erhöhen die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens.
Wie Werbung machen als Garten- und Landschaftsbauer?
Im digitalen Zeitalter ist eine suchmaschinenoptimierte Homepage unverzichtbar, um die Sichtbarkeit des Unternehmens zu erhöhen und die Kundengewinnung zu automatisieren. Ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil mit Bewertungen, Projektfotos und aktuellen Informationen ist heute ein zentraler Erfolgsfaktor im lokalen Wettbewerb.
Neben lokalen Printanzeigen können auch Radiowerbung, regionale Online-Portale und soziale Netzwerke genutzt werden. Insbesondere Vorher-Nachher-Bilder, Projektberichte und authentische Einblicke in die tägliche Arbeit wirken vertrauensbildend. Auch Fahrzeuge des Unternehmens sollten mit Werbebotschaften und Kontaktdaten versehen sein. Zusätzlich können Online-Plattformen zur Kundengewinnung eingesetzt werden, wobei deren Wirtschaftlichkeit regelmäßig überprüft werden sollte.
Strategische Grundsatzentscheidung: Umfang der Unternehmensgründung
Wer sich als Garten- und Landschaftsbauer selbstständig machen möchte, kann dies zunächst als Einzelunternehmer tun, insbesondere wenn der Fokus auf Privatkunden liegt. Wer jedoch gewerbliche oder öffentliche Auftraggeber bedienen will, benötigt häufig Mitarbeiter und größere Kapazitäten.
Insofern beeinflussen Zielgruppe und Leistungsspektrum unmittelbar den Umfang der Unternehmensgründung. Die Wahl der Rechtsform ist dabei von zentraler Bedeutung, insbesondere im Hinblick auf Haftung, Finanzierung und Wachstumsmöglichkeiten. Auch Kooperationen mit anderen Betrieben oder Zusammenschlüsse unter einem gemeinsamen Dach können eine sinnvolle strategische Option darstellen, um Ressourcen zu bündeln und Risiken zu reduzieren.
Garten- und Landschaftsbauer: selbstständig machen im Nebenerwerb?
Auch der Einstieg im Nebenerwerb kann sinnvoll sein, um schrittweise einen Kundenstamm aufzubauen. Erfahrungsgemäß benötigt dies Zeit, sodass diese Option insbesondere in der Startphase attraktiv ist. Zu beachten ist jedoch, dass der Arbeitgeber dem Nebenerwerb zustimmen muss.
Hinzu kommt, dass der Hauptberuf in der Regel den zeitlichen Schwerpunkt bilden muss. Die häufig genannte 20-Stunden-Grenze stellt keine gesetzliche Vorgabe dar, dient jedoch als sozialversicherungsrechtlicher Richtwert. Auch eine nebenberufliche Tätigkeit muss ordnungsgemäß angemeldet und steuerlich erfasst werden.
Gefahren im Rahmen der Existenzgründung im GaLaBau
Viele Existenzgründungen scheitern an mangelnder Liquidität. Ist diese nicht mehr gegeben, lassen sich unternehmerische Handlungsspielräume nicht nutzen. Daher sollte die Kapitalausstattung vor der Gründung solide geplant werden. Auch Kreditgespräche müssen sorgfältig vorbereitet sein.
Ein zu geringes Eigenkapital kann die Bonität belasten. Ebenso ist es entscheidend, Buchhaltung und Rechnungswesen von Beginn an professionell zu organisieren. Nur auf Basis aktueller Zahlen lassen sich fundierte Entscheidungen treffen und wirtschaftliche Fehlentwicklungen frühzeitig erkennen.
Kampfpreise sind keine tragfähige Lösung
Gerade in der Startphase sollten fixe Kosten niedrig gehalten werden, um flexibel zu bleiben. Überziehungskredite sind langfristig eine teure Finanzierungsform. Niedrige Preise mögen kurzfristig Kunden anziehen, führen jedoch häufig zu wirtschaftlichen Problemen.
Kunden gewöhnen sich schnell an ein bestimmtes Preisniveau. Spätere Preiserhöhungen lassen sich nur schwer durchsetzen. Eine nachhaltige, realistische Preisstrategie ist daher von Beginn an essenziell, um die eigene wirtschaftliche Grundlage nicht zu gefährden.
Wie Preise kalkulieren als selbstständiger Garten- und Landschaftsbauer?
Eine sorgfältige Preiskalkulation bildet die Basis für eine erfolgreiche selbstständige Tätigkeit. Die Preise müssen für Kunden akzeptabel sein und gleichzeitig alle Kosten sowie einen angemessenen Unternehmerlohn abdecken.
Maßgeblich ist der Faktor Zeit: Wie viele Mitarbeiter und Stunden werden für ein Projekt benötigt? Hinzu kommen Kosten für Maschinen, Fahrzeuge, Materialien und laufende Betriebsausgaben. In der Praxis werden häufig Festpreisangebote erstellt. Dabei trägt der Unternehmer das Risiko von Zeitüberschreitungen, weshalb Erfahrung, realistische Planung und ausreichende Sicherheitszuschläge besonders wichtig sind.
Unser Fazit
Die Selbstständigkeit als Garten- und Landschaftsbauer bietet nach unserer fachlichen Einschätzung sehr solide und langfristige Perspektiven, insbesondere für Gründer, die handwerkliches Können mit unternehmerischem Denken verbinden. Die Nachfrage nach professioneller Gestaltung, Pflege und nachhaltiger Nutzung von Außenanlagen wächst kontinuierlich – sowohl im privaten als auch im gewerblichen und öffentlichen Bereich. Gleichzeitig zeigt unsere Erfahrung, dass der Erfolg in dieser Branche weniger von der reinen handwerklichen Leistung als vielmehr von klarer Positionierung, sauberer Kalkulation und professioneller Planung abhängt. Wer frühzeitig rechtliche, steuerliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen berücksichtigt und den Betrieb strategisch aufstellt, kann sich im Garten- und Landschaftsbau eine stabile, krisenfeste Existenz aufbauen.
Was passiert mit meiner Krankenversicherung, wenn ich selbstständig bin?
Als Selbstständiger oder Freiberufler sind Sie nicht mehr in Ihrer gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert. Sie müssen sich dort nun auf Antrag befreien lassen. Die künftige Beitragshöhe richtet sich nach Ihrem Einkommen. Die Kosten für Selbstständige betragen im Jahr 2026...









