Gewerbesteuerrechner

    Die Gewerbesteuer ist eine der wichtigsten Steuern für die Finanzierung der Kommunen. Grundsätzlich muss jeder Betrieb/Geschäftsmann Gewerbesteuer zahlen, sofern ein Gewerbe angemeldet und betrieben wird (bei Freiberuflern ist dies nicht der Fall). Typische Beispiele für gewerbesteuerpflichtige Betriebe sind in diesem Sinne Handwerksbetriebe, Dienstleistungen, Einzelhandelsgeschäfte oder auch Industriebetriebe. Grundlegend wird die zu zahlende Gewerbesteuer seitens der Kommunen mit Blick auf den Gewerbeertrag der Unternehmen berechnet. Der hier nutzbare Gewerbesteuerrechner erlaubt eine aussagekräftige Einschätzung der zu bewältigenden Abgaben, da neben der Höhe der Einkünfte weitere Faktoren wie die Rechtsform berücksichtigt werden. Die gesetzliche Grundlage für diese kommunale Abgabe bildet übrigens das Gewerbesteuergesetz (GewStG).


    Tipp: Privat versichert und weniger bezahlen?

    Als Selbstständiger haben Sie die Wahl: Gesetzliche oder private Krankenversicherung? Als Privatpatient kommen SIe bekanntlich in den Genuss der besten medizinischen Versorgung. Ein Grund, weswegen eine Vielzahl von Selbstständigen bereits in der PKV versichert sind. Entgegen vieler anderslautender Meinungen zahlen Sie oftmals in der Privaten Krankenversicherung viel weniger Beiträge, als in der Gesetzlichen. Dies liegt unter anderem daran, dass die Beiträge nicht anhand Ihres Einkommens festgesetzt werden. Viele Anbieter gewähren Ihnen darüber hinaus hohe Beitragsrückerstattungen, die zu einer finanziellen Entlastung führen.

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    Über die Höhe der Gewerbesteuer und weitere Einflussfaktoren

    Jede Gemeinde kann die Gewerbesteuer individuell festlegen, wobei dies konkret über den so genannten Hebesatz geschieht. Dieser Hebesatz muss bei mindestens 200 % liegen, in Großstädten beträgt der Satz üblicherweise mindestens 400 %. Für die Höhe spielen auch Standortfaktoren in der Praxis eine Rolle: So können es sich Gemeinden mit hervorragender Infrastruktur ‚erlauben‘, einen höheren Hebesatz zu veranschlagen. Unternehmen werden diesen aufgrund langfristiger Standortvorteile meistens in Kauf nehmen. Unterschiede zeigen sich auch bei Freibeträgen, die mit diesem Gewerbesteuerrechner ebenfalls berücksichtigt werden können. Hierbei spielt die Rechtsform eine Rolle: So beträgt der jährliche Freibetrag für Personengesellschaften und Einzelunternehmungen derzeit 24.500 Euro. Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaften) bekommen keinen Freibetrag. So genannte juristische Personen des öffentlichen Rechts stellen einen Sonderfall dar: Hier gilt ein Freibetrag in Höhe von 5.000 Euro. Zudem ist es möglich, mittels Kürzungen und Hinzurechnungen die zu besteuernde Ausgangsbasis zu verändern. Es ist üblich, den Gewerbeertrag auf volle Hundert Euro abzurunden. Der erhaltene Betrag, der logischerweise positiv sein muss, wird mit der Gewerbesteuer-Messzahl 3,5 % multipliziert. So erhält man einen Steuermessbetrag, auf den schließlich noch der Hebesatz der Gemeinde angewendet wird. Der hier kostenlose Gewerbesteuerrechner führt all diese Schritte aus, wozu nur wenigen Angaben notwendig sind. Das Ergebnis der Rechnung ist dann die voraussichtlich zu entrichtende Gewerbesteuer. Seit 2008 übrigens bekommen Gesellschafter von Personengesellschaften sowie Einzelunternehmer eine Summe bis zum 3,8-fachen des Gewerbesteuermessbetrages angerechnet, sodass ein Hebesatz von bis zu 380 % finanziell keine zusätzliche Belastung darstellt.
     

    Sich einen finanziellen Überblick verschaffen: Eine simple Rechnung dank Gewerbesteuerrechner

    Die Nutzung des kostenlosen Gewerbesteuerrechners erlaubt es, je nach Rechtsform und örtlichem Hebesatz eine aussagekräftige Analyse mit Blick auf die fällige Gewerbesteuer zu betreiben. Auch die oben erläuterte Steuererleichterung gemäß Paragraf 35 des Einkommenssteuergesetzes wird berücksichtigt. Einzugeben ist zunächst der Gewinn aus dem Gewerbebetrieb. Danach kann ein Hinzurechnungsbetrag berücksichtigt werden: Hierbei handelt es sich um Beträge, die bei der eigentlichen Gewinnermittlung abgesetzt werden (man denke etwa an Zinsaufwände). Details hierzu sind in Paragraf 8 des Gewerbesteuergesetzes geregelt. Kürzungsbeträge werden in Paragraf 9 des Gewerbesteuergesetzes geregelt: Hierbei handelt es sich um die Gegenoperation zu den Hinzurechnungsbeträgen (man denke etwa an Einheitswerte zum Betriebsvermögen/-besitz). Schließlich ist noch der kommunale Hebesatz anzugeben, der bei mindestens 200 % liegen muss. Um alle Freibeträge korrekt würdigen zu können, muss auch die Rechtsform vor dem Start der Berechnung gewählt werden. Die folgende Berechnung zeigt ausgehend vom Gewinnertrag des Gewerbebetriebes, wie hoch die Gewerbesteuer unter Berücksichtigung alle relevanten und individuellen Faktoren ausfallen wird.
     

    Vorteile der Nutzung dieses Gewerbesteuerrechners kompakt zusammengefasst

    • gezielte Berücksichtigung aller geltenden Freibeträge durch die Wahl der Rechtsform
    • individuelle Hinzurechnungs- und Kürzungsbeträge können berücksichtigt werden
    • der geltende Hebesatz der Gemeinde kann angegeben werden
    • zusätzliche Informationen zu den Fachbegriffen erleichtern die Orientierung
    • hohe Aussagekraft durch Würdigung individueller Werte, sofern der Gewerbeertrag korrekt berechnet wurde
    • praktisches Tool für Existenzgründer: mit diesem Rechner ist schnell ein finanzieller Überblick zwecks Planung möglich

     Titelbild: DOC Rabe Media - fotolia.com

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