Buchführung

    buchfuehrung
    © Bacho Foto - fotolia.com

    Die Buchführung sollte immer vollständig und up to date sein. Hier werden alle Einnahmen und Ausgaben festgehalten. Das ist nicht nur für den Existenzgründer selbst wichtig, auch das Finanzamt interessiert sich dafür.


    Einfache Buchführung


    Die einfache Buchführung ist in der Regel nur für kleinere Betriebe mit leicht überschaubaren Geschäftsprozessen empfehlenswert. Dazu zählen beispielsweise Freiberufler und Einzelunternehmen mit einem Angestellten. Zu beachten: Die einfache Buchführung ist nur für Unternehmen gestattet, die nicht buchführungspflichtig sind.


    Doppelte Buchführung


    Sind die Geschäftsprozesse nicht mehr ganz so leicht zu überschauen, empfiehlt sich die doppelte Buchführung. Zudem ist sie für Unternehmen Pflicht, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen:

    • Kaufleute (Einzelkaufmann, OHG, KG) = alle Unternehmer, die ein selbstständiges Handeslgewerbe betreiben
    • Kapitalgesellschaften (GmbH, AG)
    • Nicht-Kaufleute mit
      - Umsätzen von mehr als 500.000 Euro im Kalenderjahr, oder
      - Gewinn aus Gewerbebetrieb von mehr als 50.000 Euro im Wirtschaftsjahr
    • Nicht-Kaufleute, die sich freiwillig ins Handelsregister eintragen lassen
    • Land- und Forstwirte ab bestimmten Grenzen
      von Umsatz, Betriebsvermögen, Fläche und
      Gewinn


    Buchführungskursus oder doch zum Steuerberater?

    Für Existenzgründer, die ihre Buchhaltung selbst erledigen wollen, empfiehlt sich in jedem Fall ein Buchführungskursus. Dieser kann beispielsweise bei der zuständigen Kammer belegt werden. Wer die Buchführung lieber abgeben möchte, beauftragt einen Steuerberater oder ein Buchführungsbüro. Zu beachten: Verantwortlich bleibt immer der Unternehmer bzw. die Unternehmerin. Die Grundsätze und Pflichten einer vorschriftsmäßigen Buchführung sollten daher zum Basiswissen eines jeden Existenzgründers gehören.


    Jahreserfolgsrechnung


    Abgesehen von der Tatsache, dass jede Unternehmensführung wissen sollte, ob Gewinne oder Verluste erzielt wurden, ist jede/r Unternehmer/Unternehmerin – unabhängig von der Rechtsform – dazu verpflichtet, eine Jahreserfolgsrechnung zu erstellen.

    Das verlangen u.a.
    - das Handelsgesetzbuch
    - das Finanzamt (Denn auf der Grundlage der Gewinnermittlung werden die Steuern wie Körperschafts-, Gewerbe-, Umsatz- und Einkommensteuer festgesetzt.)
    - die Krankenkassen
    - Banken, und
    - falls vorhanden private Geldgeber
     

    Zu den Jahreserfolgsrechnungen gehören:

    Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR)

    Für kleinere Unternehmen mit leicht überschaubaren Geschäftsprozessen, die zudem eine einfache Buchführung betreiben dürfen.

    - Freiberufler
    - Einzelunternehmen (für die nicht die Bilanzierungsvorschriften gelten)
    - Gewerbetreibende bis 500.000 Euro Umsatz oder 50.000 Euro Gewinn

    Eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung ist eine einfache Gegenüberstellung von betrieblichen Einnahmen und Ausgaben. Für die EÜR muss ein amtlicher Vordruck verwendet werden.
     

    Gewinn- und Verlustrechnung plus Bilanz

    Für Kapitalgesellschaften und für Unternehmen, die zur doppelten Buchführung verpflichtet sind.

    Das könnte Sie auch interessieren...

    Was ist die Einnahmen-Überschussrechnung?

    Für viele angehende Existenzgründer respektive Freiberufler bereitet vor allem die Buchhaltung vielfältige Probleme, da in diesem Bereich zumeist Fachwissen und wichtige Erfahrungswerte fehlen. Wer aber seine Bücher bzw. Konten und Zahlungsvorgänge nicht stets im Überblick hat, wird am Ende des Jahres eine böse zeit- und nervenraubende Überraschung erleben: Um die Steuererklärung bzw.

    Wie viel Buchführung muss sein? Eine Hilfestellung für Selbstständige

    Die Pflicht der Buchführung ist für viele Selbständige ein lästiges Übel und oftmals auch eine Last, mit der viele überfordert sind. Doch was gilt es dabei eigentlich genau für Selbständige zu beachten?

    Die Rechtsform "Einzelunternehmen"

    Existenzgründer, die alleine ihr Geschäft vorantreiben, gründen quasi automatisch ein Einzelunternehmen, wobei auch weitere Rechtsformen zur Verfügung stehen. Im Übrigen fallen auch Freiberufler unter die Rechtsform Einzelunternehmen. Diese Rechtsform eignet sich ideal, um den Einstieg in die Selbstständigkeit zu meistern.