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Selbstständig machen mit einem Imbiss

Den Traum von der Selbstständigkeit hegen viele Zeitgenossen. Leben können ihn indes bei weitem nicht alle Interessenten. Die Selbstständigkeit mit einem Imbissbetrieb kann aber durchaus funktionieren, allerdings benötigen Sie in jedem Fall eine gute Planung und das richtige Gespür fürs Geschäft. Bevor Sie aber überhaupt starten können, müssen Sie Ihr Gewerbe anmelden; dies muss spätestens vier Wochen vor der Eröffnung Ihres Geschäfts erfolgen. Zudem müssen Sie einen Unterrichtsnachweis der IHK über hygienische Bestimmungen vorlegen. Ausserdem sollten Sie sich entsprechende Kenntnisse über die steuerlichen Bestimmungen in der Gastronomie sowie über die Ausschüttung von Alkohol (§ 12 des Gaststättengesetzes) aneignen. Sollten Sie sich für einen Imbisswagen entscheiden, benötigen Sie zudem eine besondere Reisegewerbekarte (§ 55 GewO).
 

Die Existenzgründung mit einem Imbiss erfolgreich planen:
Kostenminimierung ist ein Schlüssel zum Erfolg

Behalten Sie von Anfang an Ihre Kosten im Blick. Alleine schon die Erstausstattung schlägt mächtig zu Buche. So benötigen Sie beispielsweise zwingend eine Doppelfritteuse, einen Grill mit Backofen, ein Hähnchengrill und zum Beispiel einen Salamander zum Überbacken. Wenn Sie einen Imbisswagen betreiben, sollten Sie auch Kosten für eine entsprechende TÜV Abnahme einkalkulieren. Neben diesen einmaligen Gründungskosten müssen Sie in Ihrem Finanzierungsplan auch die monatlichen Kostenfaktoren berücksichtigen. Hierbei handelt es sich in erster Linie um Aufwendungen für Pacht sowie Energie (Strom, Gas), um Gebühren für zum Beispiel einen Stellplatz (nur Imbisswagen), für Verbände, Genossenschaften oder auch gastronomische Vereinigungen, für Instandhaltung und Reparaturen sowie für Personal. Letzteren Punkt können Sie natürlich durch die eigene Arbeitskraft massiv reduzieren. Es wäre aber ein Trugschluss davon auszugehen, dass Sie komplett ohne Personal auskommen. Zumindest eine Reinigungskraft und ein, zwei Aushilfen werden Sie einstellen müssen. Lassen Sie die Kosten aber niemals ausufern. Gerade wenn Sie in der Gastronomie Geld verdienen möchten, führt der Erfolg letztlich auch immer über eine Kostenminimierung.


Der Standort ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg



Auch der Standort ist ein entscheidender Faktor im Hinblick auf das Geld verdienen. Selbst wenn sich die Pacht auf den ersten Blick als äußerst günstig darstellt, sollten Sie nicht direkt den Pachtvertrag unterschreiben, sondern erst einmal das nahe Umfeld unter die Lupe nehmen. Eine Imbissstube in einem reinen Wohngebiet findet dabei zwar sicherlich Resonanz im nahen Umfeld, aber Ihre "Nachbarn" greifen sicherlich nicht jede Woche mehrmals auf Ihre Angebote zurück. Im reinen Gewerbegebiet sind Sie oftmals zu abhängig vom Wohlwollen der hier arbeitenden Menschen bzw. der Unternehmen. Zudem werden viele Firmen aller Voraussicht nach eigene Kantinen unterhalten. Ein Standort in Mischgebieten erscheint hier als die beste Alternative. Wenn Sie sich für einen Imbisswagen entscheiden sollten, ist ein Standplatz in der Nähe von belebten Bereichen, von Großparkplätzen mit Einzelhandelsanbindung oder zum Beispiel von Massenveranstaltungen grundsätzlich empfehlenswert. Können Sie lange Öffnungszeiten gewährleisten, kann sich auch ein Standplatz bzw. Standort in unmittelbarer Nähe von Diskotheken oder reinen Schankbetrieben als lukrativ erweisen. Weitere wichtige Faktoren sind eine den Gegebenheiten entsprechende günstige Pacht und das Vorhandensein von Parkmöglichkeiten.
 

Tipps zur Kundengewinnung und Kundenbindung

Geht es um die Kundengewinnung und auch die Kundenbindung, sollten Sie in erster Linie für die nötige Aufmerksamkeit sorgen. Denn: Sie müssen bei einem nachhaltigen Geschäftsbau Ihren Imbiss nicht nur eröffnen, sondern vor allem einen entsprechenden Bekanntheitsgrad erreichen, um Kunden gewinnen zu können. Hier stehen Ihnen verschiedene Optionen für die Steigerung der Aufmerksamkeit bzw. des Bekanntheitsgrades zur Verfügung: - Gemäß des digitalen Zeitalters sollte Sie auf gar keinen Fall auf den Aufbau einer entsprechenden Internet-Präsenz verzichten. Schließlich stellt das Internet die aktuell wohl wichtigste Informationsquelle dar. Gerade ein günstiger Mittagstisch oder explizite Bestellangebote können hier schnell für Aufmerksamkeit und somit für Kundschaft sorgen. - Vernachlässigen Sie trotzdem nicht die klassische Imbisswerbung rund um Hauswurfsendungen, Aushängen, Flyern oder Anzeigen in lokalen Zeitungen und Vereinszeitschriften. Gerade im näheren Umfeld können Sie so explizit auf Ihre Leistungen hinweisen. - Sprechen Sie auch - per Brief oder E-Mail - umliegende Unternehmen an. Mit entsprechenden Vergünstigungen oder auch Gruppentarifen haben Sie gute Chancen, die Mitarbeiter in der Mittagspause in Ihren Imbiss zu locken. - Des Weiteren ist es immer ratsam, Rabatt- oder Gewinnspielaktionen zu veranstalten. Potenzielle Kunden beachten Aktivitäten dieser Art in besonderem Maße.


Mundpropaganda: Ein guter Service wird gerne weiter empfohlen

Verlieren Sie aber niemals bei allen Marketing- bzw. Werbebemühen Ihre Kernkompetenz aus den Augen: die Qualität Ihrer angebotenen Speisen muss grundsätzlich stimmen, ansonsten sind alle begleitenden Maßnahmen auf Dauer ohne Wirkung. Gehen Sie bei der Zusammenstellung der Speisekarten auf Ihre Kunden ein und folgen Sie bedarfsgerechten Trends. Bieten Sie beispielsweise auch zwei oder drei Gerichte für Vegetarier an oder führen Sie kulinarische "Motto-Tage" ein. In diesem Zusammenhang nimmt aber auch die Servicequalität einen übergeordneten Stellenwert ein. Der Eindruck, der dabei hinterlassen wird, ist meistens prägend. Vor allem, da der Service sowohl im positiven als auch im negativen Sinne oftmals Gegenstand von Mundpropaganda ist. Reden Sie mit Ihren Kunden, bleiben Sie nett und freundlich und sorgen Sie für eine angenehme Atmosphäre (Einrichtung, liebevolle Dekoration, Sauberkeit etc.) in Ihrem Imbiss. Schmackhaftes Essen, guter Service, Wohlfühlatmosphäre und Kostenminimierung - das sind die Zutaten, um sich erfolgreich mit einem Imbiss selbstständig zu machen.

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