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Welche Unterlagen braucht die Bank für eine Finanzierungsanfrage?

Stempel Bonität auf Kontoauszug

Es gibt diverse Gründe, warum Sie sich mit einer Finanzierungsanfrage an eine Bank wenden. Möglicherweise planen Sie gerade eine Firmengründung, liebäugeln mit größeren Investitionen in Produktionsstätten oder Fuhrpark oder planen, ein neues Produkt ins Portfolio aufzunehmen. Auch dafür ist in aller Regel zunächst ein Mehraufwand an Finanzen nötig, der sich später amortisieren sollte. Grundsätzlich gibt es zwar Parallelen mit Blick auf die Unterlagen, die eine Bank für eine Finanzierungsanfrage von Ihnen grundsätzlich möchte. Allerdings gibt es auch stets eine bankspezifische Wunschliste, die Banken Ihnen bei einer Finanzierungsanfrage auferlegen können.
 

Diese Unterlagen gehören in den meisten Fällen zur Finanzierungsanfrage

Mit Blick auf eine Finanzierungsanfrage wird deutlich, dass die Anfrage eines Angestellten anders behandelt wird als die Anfrage einen Selbstständigen. Beide müssen Ihre persönlichen Daten bei der Finanzierungsanfrage übermitteln. Daneben sind diese Unterlagen erforderlich.

Diese Unterlagen braucht ein Angestellter

Ein Antragssteller mit einem festen Anstellungsvertrag muss Lohn- und Gehaltsabrechnungen vorlegen. Manchmal sind Kontoauszüge oder eine ausgefüllte Selbstauskunft erwünscht. Mit Blick auf diese Daten erstellt die Bank eine Einnahmen-Ausgaben-Übersicht mit den Werten des Festangestellten. So zeigt sich schnell, ob der Finanzierungsanfrage eine Zu- oder Absage folgt.

Diese Unterlagen brauchen Sie als Selbstständiger

Sie als Selbstständiger haben von Grund auf schlechtere Karten bei der Bank, weil Sie kein festes Einkommen nachweisen können, sondern Schwankungen im Auftragsvolumen bei Ihnen häufig an der Tagesordnung sind. Nun gilt es die betriebswirtschaftliche Situation dazulegen – mithilfe von betriebswirtschaftlichen Auswertungen, der Einnahmen-Überschuss- oder Verlust- und Gewinnrechnung sowie anhand von Kontoauszügen.
 

Diese Faktoren können eine Finanzierungsanfrage ins Positive lenken

Natürlich ist Ihre finanzielle Situation entscheidend mit Blick auf die Zu- oder Absage einer Finanzierungsfrage. Allerdings gibt es auch Stellschrauben, die Sie direkt beeinflussen können:

  • Kreditdetails anpassen. Stellen Sie Ihre Kreditanfrage so, dass Sie zu Ihrer finanziellen Unternehmenssituation passt. Das heißt, dass aus Ihren Finanzen hervorgehen muss, dass Sie den Kredit regelmäßig bedienen können. Wählen Sie eine kurze Laufzeit – das verkürzt auch die risikoreiche Zeit für die Bank, die befürchtet, dass Sie keine Aufträge mehr generieren und den Kredit nicht zurückzahlen können.

  • Sicherheiten bieten. Offerieren Sie die Möglichkeit von Sicherheiten. Das kann bedeuten, dass ein zweiter Kreditnehmer in die Finanzierungsanfrage aufgenommen wird. Können Sie den Kredit nicht mehr bedienen, wird der zweite Kreditnehmer per Kreditvertrag zum Schuldner. Auch eine Bürgschaft hat eine ähnliche Funktion und ist möglich. Immobilien oder Lebensversicherungen als Sicherheit anzugeben, sorgt für positivere Stimmung bei der Bank und ggf. für bessere Kreditkonditionen.

  • Sorgen Sie für Transparenz. Wenn Sie eine Finanzierungsanfrage an Ihre Bank richten, dann sollten Sie dem potentiellen Geldgeber auch verraten, wofür Sie das Geld benötigen. Das hat einen ähnlichen Effekt wie die Angabe eines Verwendungszwecks beim Privatkredit. Planen Sie eine größere Investition in Maschinerie oder eine Produktionsstätte, helfen Sie der Bank mit einem ausgearbeiteten Finanzplan. Diesen sollten Sie ohnehin aufstellen, um sich darüber klar zu werden, wie und wann Sie die Amortisierung der Investition planen.

  • Kreditvariante umsichtig wählen. Grundsätzlich zu unterscheiden ist an dieser Stelle in einen Konsumentenkredit, mit dem ein Konsumwert angeschafft wird, oder in einen Betriebsmittelkredit. Letzterer ist deutlich beliebter bei der Bank, weil ein Gegenwert vorhanden ist.

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