Selbstständig machen als Schweißer

Sie beherrschen das Schweißen und wollen Ihr eigener Chef sein? Dann ist die Selbstständigkeit als Schweißer eine spannende Option – mit hoher Nachfrage, vielfältigen Einsatzgebieten und attraktiven Verdienstchancen. Ob als spezialisierter Experte oder Allrounder im Handwerk: Mit Schweißerschein, fachlicher Erfahrung und cleverer Planung stehen die Chancen gut, sich erfolgreich am Markt zu positionieren. Erfahren Sie hier, welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen, wie Sie ein Gewerbe anmelden und worauf es bei Marketing, Versicherungen und Kundenakquise wirklich ankommt.
Wie kann ich mich als Schweißer selbstständig machen? Das zeigt dieser Ratgeber in 5 Minuten Lesezeit, wobei die wichtigsten Fragen zur Selbstständigkeit als Schweißer in praxisorientierter Form beantwortet werden. Es versteht sich von selbst, dass technisches Fachwissen und Erfahrung vorhanden sein sollten, um direkt als selbstständiger Schweißer die Auftragsakquise angehen zu können. Grelles Licht, Hitze und mitunter längere Wege zu neuen Auftraggebern werden den Arbeitsalltag als selbstständiger Schweißer prägen.
Wie werde ich Schweißer?
Es handelt sich beim Schweißer nicht um einen klassischen Ausbildungsberuf, sondern eher um einen Beruf durch Weiterbildung. Schweißen ist Bestandteil zahlreicher technischer Berufe, sodass viele Existenzgründer in diesem Bereich eine Ausbildung als Karosseriebauer, Metallbauer, Anlagenbauer, Konstruktionsmechaniker o. ä. aufweisen. In diesen und weiteren Ausbildungsberufen ist das Schweißen bereits Teil der Ausbildung, insofern handelt es sich um eine fachliche Spezialisierung. Wer als selbstständiger Schweißer arbeiten möchte, muss daher den so genannten Schweißerschein erwerben. Viele Auftraggeber bzw. Partner werden diesen Qualifikationsnachweis sehen wollen, ähnlich wie bei der Stellensuche als Schweißer. Anerkannt ist in Deutschland eine Ausbildung zum Schweißer beim DVS, dem Deutschen Verband für Schweißen und verwandte Verfahren.
Was macht ein Schweißer?
Schweißer bearbeiten und verbinden Metalle und andere Materialien mit unterschiedlichen Schweißverfahren, was bei der selbstständigen Berufsausübung eine fachliche Schwerpunktsetzung ermöglicht. Auch die Kontrolle von Schweißnähten kann zum Aufgabengebiet zählen. Typischerweise arbeiten Schweißer in metallverarbeitenden Unternehmen, im Bereich Karosserie-, Brücken- und Rohrleitungsbau sowie im Heizungsbau. In diesen Kontexten werden selbstständige Schweißer ihre Kunden bzw. Kooperationen finden, ebenso im Privatkundenbereich, wenn etwa Schweißarbeiten aus Sanierungsgründen anfallen.
Das Wichtigste in Kürze zur Existenzgründung als Schweißer
- Schweißer ist kein Ausbildungsberuf im engeren Sinne: Das Verfahren wird in vielen technischen Ausbildungsberufen erlernt, für den Schweißerschein gibt es spezielle Weiterbildungen.
- Der Strukturwandel und der Wunsch nach beruflicher Selbstbestimmtheit sind für viele Schweißer ein Grund, sich selbstständig zu machen.
- Vor Aufnahme der Tätigkeit als selbstständiger Schweißer ist ein Gewerbe anzumelden.
- Für die Kunden- und Auftragsgewinnung bietet das Internet reichweitenstarke Möglichkeiten, um sich als gefragter Experte zu positionieren.
Markt und Nachfrage: Wie sind die Aussichten für selbstständige Schweißer?
Wer abwägt, sich als Schweißer selbstständig zu machen, sollte zunächst die Marktlage realistisch einschätzen. Die Fügetechnik gilt als eine der zentralen Schlüsseltechnologien des Metallhandwerks und der Industrie – vom Stahl- und Anlagenbau über den Fahrzeugbau bis zur Gebäudetechnik. In puncto Personal trifft die Branche seit einigen Jahren ein spürbarer Fachkräftemangel: Qualifizierte Schweißer mit gültigen Prüfungen nach den einschlägigen Normen sind vielerorts gesucht, was die Verhandlungsposition selbstständiger Fachkräfte verbessert.
Hinzu kommt, dass viele Betriebe Schweißleistungen mittlerweile gezielt nach außen vergeben, statt eigenes Personal vorzuhalten – gerade bei Auftragsspitzen, Spezialverfahren oder zertifizierungspflichtigen Arbeiten. Genau hier liegt die Chance für selbstständige Schweißer, die flexibel und normgerecht arbeiten. Wie tragfähig der Markt im Einzelfall ist, hängt allerdings stark vom regionalen Industriebesatz ab: In industriell dicht besiedelten Regionen ist die Nachfrage erfahrungsgemäß höher als in strukturschwachen Gegenden.
Zielumsatz-Rechner: Welchen Umsatz brauche ich als selbstständiger Schweißer?
Voraussetzungen, um sich als Schweißer selbstständig zu machen
Wer kann sich als Schweißer selbstständig machen? Die oben genannten Ausbildungsberufe sind eine solide Basis, ggf. mit einer weiteren Spezialisierung. Wer aus einem anderen Handwerksbereich kommt, kann mit einer Weiterbildung den Schweißerschein erwerben. Perspektivisch ist es auch möglich, sich zum Schweißwerkmeister weiterzubilden, um mehr Verantwortung zu übernehmen und zu einem späteren Zeitpunkt ggf. wieder einer Anstellung nachgehen zu können. Wer sich als Schweißer selbstständig machen möchte, sollte das Verfahren sicher beherrschen und idealerweise bereits gut vernetzt sein: Das wird die Auftragsakquise in der Startphase erfahrungsgemäß erheblich vereinfachen.
Wie Gewerbe anmelden als Schweißer?
Wer als Schweißer selbstständig arbeiten möchte, muss einen Gewerbeschein erwirken. Dieser formale Nachweis ist notwendig, um als Selbstständiger Aufträge annehmen zu können. Welche Nachweise im Einzelfall für die Gewerbeanmeldung als Schweißer vorzubringen sind, hängt unmittelbar vom Leistungsspektrum ab. Werden andere handwerkliche Tätigkeiten berührt und handelt es sich um sicherheitsrelevante Arbeiten, kann mit einer Meisterpflicht zu rechnen sein. Diese lässt sich auch erfüllen, indem ein Meister in leitender Position eingestellt wird. Für „einfache" Schweißarbeiten ist im Regelfall nicht mit hohen Hürden für die Gewerbeanmeldung zu rechnen. Die Kosten sind nicht einheitlich geregelt, liegen aber meistens in einem mittleren zweistelligen Bereich.
Gewerbeanmeldungs-Plan: persönliche Checkliste als PDF
Was schreiben Schweißer als Tätigkeit in die Gewerbeanmeldung?
Im Kern der Gewerbeanmeldung geht es um eine präzise Beschreibung aller Leistungen, die Kunden angeboten werden. Eine Formulierung wie das „selbstständige Setzen von industriellen Schweißnähten" kann daher funktional sein. Zu präzisieren ist noch, welche Schweißverfahren und weiteren Leistungen angeboten werden. Es kann sein, dass im Rahmen eines ganzheitlichen Handwerkerspektrums auch weitere Arbeiten angeboten werden – diese müssen ebenfalls genannt werden. Kommt es später zu einer Änderung des Leistungsspektrums, müssen selbstständige Schweißer die Anzeigepflicht beachten: Eine Gewerbeummeldung ist dann notwendig.
Gut zu wissen – Schweißerschein ist nicht gleich Schweißerschein
Der Begriff „Schweißerschein" ist umgangssprachlich. Maßgeblich sind verfahrens- und werkstoffbezogene Schweißerprüfungen nach den einschlägigen Normen (z. B. für Schmelzschweißen von Stählen). Diese Prüfungen sind befristet gültig und müssen regelmäßig verlängert bzw. wiederholt werden. Für tragende Stahl- und Aluminiumbauten verlangen Auftraggeber zudem oft, dass der Betrieb selbst nach der entsprechenden Herstellernorm zertifiziert ist – ein wichtiger Punkt bei der Auftragsannahme.
Ausgangsanalyse: Warum selbstständig machen als Schweißer?
Wer sich als Schweißer selbstständig machen möchte, sollte Klarheit über seine Motivlage erlangen und gleichzeitig die wirtschaftlichen Chancen für den anvisierten Aktionsradius prüfen. Viele angehende Existenzgründer „flüchten" aus dem Angestelltenverhältnis, da sie dieses als sehr monoton und wenig attraktiv empfinden. Der Wunsch nach mehr Abwechslung und vor allem Selbstbestimmung kann sich mit dem Schritt in die Selbstständigkeit als Schweißer umsetzen lassen. Auch in Aussicht gestellte und nicht erfüllte Aufstiegschancen können irgendwann zu dem Wunsch führen, sich als Schweißer selbstständig zu machen.
Hinzu können je nach Region auch strukturelle Gründe kommen: Gefragte Fachkräfte können sich in industriell breit aufgestellten Gegenden den „Luxus" erlauben, sich selbstständig zu machen. Eine Ausgangsanalyse muss daher eine belastbare Nachfrage für die Tätigkeit als Schweißer zeigen: Es muss genügend Unternehmen, Geschäftskunden, Kooperationspartner und ggf. auch Privatkunden geben, um den Schritt in die Selbstständigkeit gerechtfertigt ansehen zu können.
Businessplan: Wie selbstständig machen als Schweißer?
Die angesprochene Standort- und Konkurrenzanalyse muss insofern ein wichtiger Bestandteil des Businessplans sein, um die Tragfähigkeit der Selbstständigkeit als Schweißer bemessen zu können. Zudem ist zu überlegen, welche fachlichen Schwerpunkte bzw. Schweißverfahren angeboten werden sollen.
- Vorhandene Ausbildung und Schweißverfahren sichten und ehrlich einschätzen, wo die eigenen Stärken liegen.
- Erforderliche Schweißerprüfungen ablegen bzw. auf Gültigkeit prüfen und rechtzeitig verlängern.
- Klären, ob für das geplante Leistungsspektrum eine Meisterpflicht oder Betriebszertifizierung greift.
- Bestehendes Netzwerk im Industrie- und Handwerksumfeld aktivieren.
- Standort, Nachfrage und Wettbewerb im anvisierten Aktionsradius analysieren.
- Leistungsspektrum festlegen: breiter Allrounder oder spezialisierter Experte.
- Businessplan mit Finanzteil erstellen, Investitionen und Fixkosten realistisch ansetzen.
- Stundensatz kalkulieren und benötigten Mindestumsatz bestimmen.
- Fördermöglichkeiten und Finanzierung prüfen.
- Gewerbe mit präziser Tätigkeitsbeschreibung anmelden.
- Steuerliche Erfassung beim Finanzamt vornehmen, Steuernummer beantragen.
- Zuständige Berufsgenossenschaft kontaktieren (gesetzliche Unfallversicherung).
- Geschäftskonto und Buchhaltung einrichten.
- Betriebs- bzw. Berufshaftpflicht abschließen.
- Absicherung der Arbeitskraft prüfen (Berufsunfähigkeit, Krankentagegeld).
- Über Inventar- und Maschinenversicherung nachdenken.
- Krankenversicherung klären: gesetzlich oder privat.
- Ausrüstung, Schutzkleidung und ggf. Fahrzeug beschaffen.
- Suchmaschinenoptimierte Homepage und Profile auf Handwerker- und Karriereportalen aufbauen.
- Erste Aufträge gewinnen und sauber dokumentierte Referenzen aufbauen.
- Termin-, Projekt- und Rechnungsmanagement von Anfang an konsequent organisieren.
Diese Checkliste dient als unverbindliche Orientierungshilfe und bildet typische Schritte ab – sie ersetzt keine individuelle Gründungs-, Steuer- oder Rechtsberatung. Je nach Leistungsspektrum und Region können weitere Pflichten hinzukommen.
Leistungsspektrum als selbstständiger Schweißer
MIG-, MAG- und WIG-Schweißen gehören zu den Standardverfahren, die jeder selbstständige Schweißer beherrschen sollte. Es kann auch funktionieren, sich auf eines dieser Schweißverfahren zu spezialisieren oder bei den zu bearbeitenden Materialien Schwerpunkte zu setzen. Zu überlegen ist, ob eher ein breites oder ein spezialisiertes Leistungsspektrum am anvisierten Aktionsradius funktioniert. Je nach beruflichem Hintergrund ist es auch denkbar, als Metallbauer für Kunden spezielle Anfertigungen zu erstellen. Zu prüfen ist die Option, ein Unternehmen im Bereich der Metallverarbeitung zu gründen. Dieser Weg ist allerdings weitaus planungs- und kostenintensiver, sodass er nicht ohne unabhängige Gründungsberatung gegangen werden sollte.
Finanzierung der Selbstständigkeit als Schweißer
Im Finanzteil des Businessplans sollte aussagekräftig deutlich werden, welche Kosten auf den Existenzgründer zukommen. Für die professionelle Ausrüstung und auch Schutzkleidung ist mit nicht unerheblichen Kosten zu rechnen. Auch wird ein Fahrzeug notwendig sein, um von Auftraggeber zu Auftraggeber fahren zu können.
Ob eine eigene Werkstatt bzw. Geschäftsräume notwendig sind, hängt vom Umfang der Existenzgründung ab: In diesem Fall würden monatliche Fixkosten anfallen, sodass von Beginn an eine sehr solide Liquiditätsplanung vorzunehmen ist. Existenzgründer sollten angesichts dessen die Finanzierung auf eine breite Basis stellen und sämtliche Fördermöglichkeiten ausschöpfen. Diese können auf selbststaendig.de in kompakter Form nachvollzogen werden.
Fördermittelcheck: passende Zuschüsse und Förderungen finden
Tücken und häufige Fehler bei der Selbstständigkeit als Schweißer
So gut die Auftragslage auch sein mag – einige Stolperfallen tauchen bei selbstständigen Schweißern immer wieder auf. Wer sie kennt, kann ihnen von Beginn an vorbeugen:
- Abgelaufene Prüfungen: Schweißerprüfungen sind befristet. Wer Fristen verstreichen lässt, darf normgebundene Arbeiten unter Umständen nicht mehr ausführen – ein klassischer und teurer Fehler.
- Zu niedrige Stundensätze: Wer in der Startphase aus Unsicherheit zu günstig kalkuliert, vergisst oft Rüstzeiten, Fahrtwege, Material, Versicherungen und Rücklagen. Die Kalkulation muss alle Kosten tragen, nicht nur die reine Schweißzeit.
- Scheinselbstständigkeit: Wer dauerhaft fast ausschließlich für einen einzigen Auftraggeber tätig ist und in dessen Betrieb eingegliedert arbeitet, riskiert die Einstufung als scheinselbstständig – mit erheblichen Nachforderungen.
- Unterschätzte Absicherung: Gerade bei einer körperlich fordernden und mit Brand- und Verletzungsrisiken behafteten Tätigkeit wird der Versicherungsbedarf häufig zu niedrig angesetzt.
- Buchhaltung als Nebensache: Liegen gebliebene Belege, verspätete Rechnungen und fehlende Rücklagen für die Steuer bringen viele Solo-Selbstständige in Bedrängnis.
Scheinselbstständigkeits-Check: 12 Fragen zur eigenen Einordnung
Marketing: Wie Kunden gewinnen als Schweißer?
Wie bereits angesprochen, ist ein Netzwerk im relevanten Geschäftsumfeld bei der Existenzgründung sehr viel wert. Wer sich bereits einen Namen gemacht hat, wird es bei der Auftragsgewinnung oft einfacher haben. Eine suchmaschinenoptimierte Homepage und die Präsenz auf Karrierenetzwerken bieten reichweitenstarke Möglichkeiten, um sich als Schweißexperte zu profilieren. Zahlreiche Handwerkerportale bieten zudem die Chance, sein Fachwissen zu vermarkten und offene Aufträge flexibel anzunehmen.
Insofern kann die Kundengewinnung als Schweißer auf vielen Wegen funktionieren, wobei das Internet eine Schlüsselrolle spielen sollte. Nach wie vor spielt aber auch im Zeitalter der Digitalisierung Mund-zu-Mund-Propaganda eine wichtige Rolle für Handwerksexperten: Empfehlungen werden im Falle von Zuverlässigkeit und Präzisionsarbeit im Laufe der Zeit für ein gut gefülltes Auftragsbuch sorgen. Qualitätsmanagement wird sich in jeder Hinsicht für selbstständige Schweißer auszahlen.
Professionelles Terminmanagement als selbstständiger Schweißer
Es versteht sich von selbst, dass vereinbarte Termine oder auch Fristen für die Fertigstellung von Projekten eingehalten werden. Zeit- und Projektmanagement sollten daher Fähigkeiten sein, die selbstständigen Schweißern nicht fremd sind. Mittlerweile lassen sich Termine sehr gut digital mit entsprechenden Programmen steuern. An dieser Stelle ergeben sich auch direkte Anknüpfungspunkte für die Buchhaltung, die ebenfalls zu einer täglichen Pflicht gehört: Wer auf eigene Rechnung arbeitet, sollte diese korrekt ausstellen und alle Buchungen fristgerecht vornehmen.
Für unerfahrene Existenzgründer ist ein Steuerberater ratsam, zumal es beim Firmeninventar viele Aspekte für die korrekte Abschreibung (AfA) und die Absetzbarkeit bestimmter Ausgaben zu beachten gilt. Eine geeignete Buchhaltungssoftware nimmt einen Großteil der laufenden Pflichten ab – von der E-Rechnung bis zur Einnahmen-Überschuss-Rechnung.
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Wie viel verdient man als selbstständiger Schweißer?
Seriöserweise kann es auf diese Frage keine pauschale Antwort geben. Der Finanzteil des Businessplans ist der richtige Ort, um Zahlen sprechen zu lassen. Mit entsprechender Berufserfahrung sollten Stundensätze von deutlich über 50 Euro umsetzbar sein, wobei auch eine pauschale Vergütung für ein Projekt möglich sein kann. Hier sollten selbstständige Schweißer sehr genau nachrechnen, ob sich ein solcher Auftrag lohnt. Entscheidend ist letztlich nicht der nominale Stundensatz, sondern was nach Abzug von Material, Rüstzeiten, Fahrten, Versicherungen, Steuern und Rücklagen tatsächlich übrig bleibt.
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Wovon hängt der Verdienst als selbstständiger Schweißer ab?
Einen wesentlichen Einfluss auf die Höhe des Verdienstes haben die folgenden Faktoren:
- Alter, Berufserfahrung und Fachqualifikation.
- Vorzuweisende Referenzen.
- Region und regionaler Industriebesatz.
- Größe der Auftraggeber.
- Die Branche, in der sich selbstständige Schweißer hauptsächlich bewegen.
- Die Auslastung: Je mehr selbstständige Schweißer zu tun haben, desto höher kann der Verdienst am Monatsende ausfallen.
Trends: Wohin entwickelt sich das Schweißerhandwerk?
Auch ein traditionsreiches Handwerk wie das Schweißen steht nicht still. Wer die wichtigsten Entwicklungen kennt, kann sich frühzeitig positionieren:
- Automatisierung und Robotik: Schweißroboter und mechanisierte Verfahren übernehmen mittlerweile viele Serienarbeiten. Für selbstständige Schweißer verschiebt sich der Wert dadurch hin zu anspruchsvollen Einzelstücken, Reparaturen und Arbeiten, die sich nicht wirtschaftlich automatisieren lassen.
- Spezial- und Zertifizierungsarbeiten: Normgebundene und dokumentationspflichtige Schweißarbeiten sind weniger leicht ersetzbar und entsprechend gefragt.
- Leichtbau und neue Werkstoffe: Aluminium, hochfeste Stähle und Mischverbindungen gewinnen an Bedeutung – wer hier Erfahrung mitbringt, hebt sich vom Wettbewerb ab.
- Digitalisierung im Betrieb: Von der digitalen Auftrags- und Terminverwaltung über die E-Rechnung bis zur Online-Akquise wird der unternehmerische Teil zunehmend digital.
- Nachhaltigkeit und Reparatur: Statt Neukauf rückt das Instandsetzen von Bauteilen und Konstruktionen wieder stärker in den Fokus – ein dankbares Feld für flexible Einzelschweißer.
Welche Versicherungen braucht ein selbstständiger Schweißer?
Da es sich um eine körperlich nicht zu unterschätzende Arbeit handelt, sollte die Arbeitskraft bestmöglich abgesichert werden, wozu etwa eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu prüfen ist. Um sich vor möglichen Forderungen durch Schäden aus der eigenen Arbeit zu schützen, ist eine Berufshaftpflichtversicherung dringend zu empfehlen. So könnte es beim Schweißen etwa zu einem Feuer kommen oder eine fehlerhafte Schweißnaht könnte brechen, teils mit kostenintensiven Folgen.
Schutz durch eine leistungsstarke Unfallversicherung muss vorhanden sein, da sich trotz aller Sicherheitsvorkehrungen Unfälle und Verletzungen nicht zu 100 % ausschließen lassen. Je nach Umfang des Geschäftsbetriebs ist über eine Inventarversicherung nachzudenken, um nicht unerhebliche Vermögenswerte in diesem Kontext zu schützen.
Was passiert mit der Krankenversicherung als selbstständiger Schweißer?
Wer den Status „Selbstständiger" erwirbt, kann unabhängig vom tatsächlichen Gewinn in die private Krankenversicherung wechseln. Anders als im Angestelltendasein muss keine bestimmte Entgeltgrenze erreicht werden. Im Gegensatz zur freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung ist die Höhe der Einnahmen nicht via Steuerbescheid regelmäßig nachzuweisen: Für die Beiträge sind der gewählte Tarif sowie individuelle Risikofaktoren laut Gesundheitsprüfung und weitere Bausteine wie der Selbstbehalt maßgeblich.
Wer sich als Schweißer selbstständig machen will, kann vor diesem Schritt Angebote der privaten Krankenversicherung prüfen. So ist ein direkter Vergleich mit der gesetzlichen Krankenversicherung möglich. Krankentagegeld sollte unabhängig vom Versicherungssystem zum Schutz gehören, damit auch bei einem längeren, krankheitsbedingten Arbeitsausfall Zahlungen hereinkommen.
Private Krankenversicherung für Gründer: Angebote prüfen
Fazit: Hat der Beruf Schweißer Zukunft?
Oder anders gefragt: Lohnt sich der Schritt in die Selbstständigkeit als Schweißer? Ja, auch in Zeiten der voranschreitenden Automatisierung kann es sich lohnen, sich als Schweißer selbstständig zu machen. Die Technik sollte nicht als Bedrohung, sondern als leistungsstarke Erweiterung verstanden und strategisch genutzt werden. Natürlich können und wollen Schweißer viele Arbeitsschritte manuell ausführen. Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, kann sich die Investition in leistungsstarke Maschinen oder Industrieroboter auszahlen. Der Faktor Zeit kann den entscheidenden Unterschied ausmachen.
Wenn selbstständige Schweißer mit der Technik gehen und nicht stehen bleiben, dürfte es auch in Zukunft zu einer guten Auftragslage kommen. Durch den Fachkräftemangel sind sie zudem in einer guten Position, die sie als Selbstständige noch selbstbewusster und bestimmter durchsetzen können.
Stetige Weiterbildung und Investitionsbereitschaft sind wichtige Faktoren, um sich zukunftsorientiert als selbstständiger Schweißer aufzustellen. Hier kommt wieder die Notwendigkeit solider Finanzen für unternehmerische Handlungsspielräume ins Spiel: Nur mit entsprechenden Rücklagen und guter Liquidität werden selbstständige Schweißer als Unternehmer zukunfts- und wachstumsorientierte Entscheidungen treffen können.
Zusammenfassung als FAQ für die Geschäftsidee „selbstständig machen als Schweißer"
Wer braucht einen Schweißer?
Schlossereien bzw. generell metallverarbeitende Betriebe sind auf professionelle Schweißfähigkeiten angewiesen. Auch Maschinen- und Autobauer sind potenzielle Kooperationspartner für selbstständige Schweißer. Natürlich können neben dem Geschäftskundenbereich auch Privatkunden anvisiert werden: Denkbar wären u. a. Arbeiten an Rohren oder die Realisierung eines individuell gefertigten Metallzauns.
Wie kann ich mich selbstständig im Handwerk machen?
Hier wartet mit der Geschäftsidee „selbstständig machen als Schweißer" ein konkretes Beispiel in praxisorientierter Form. Beim Blick auf die Liste mit mehr als 500 Geschäftsideen sind viele weitere Handwerksberufe zu finden, mit denen man sich selbstständig machen kann. Alle Voraussetzungen wie etwa die Meisterpflicht im Handwerk werden bei jeder Geschäftsidee differenziert beleuchtet.
Wer kann sich als Schweißer selbstständig machen?
Üblicherweise machen sich Metallbauer, Karosseriebauer oder Anlagenbauer als Schweißer selbstständig, da sie das Verfahren durch ihre Ausbildung beherrschen. Mit einer speziellen Weiterbildung ist es aber auch für andere Handwerker möglich, den Schweißerschein zu erhalten. Die Fachqualifikation ist die Basis, um sich als Schweißer mit hohen Qualitätsansprüchen selbstständig machen zu können.
Was passiert mit meiner Krankenversicherung wenn ich mich selbstständig mache?
Als Selbstständige/r oder Freiberufler/in sind Sie nicht mehr automatisch in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) pflichtversichert. Sie müssen sich nun aktiv für eine Form der Krankenversicherung entscheiden. Die Beitragshöhe in der GKV orientiert sich am Einkommen. Die Kosten für Selbstständige betragen in diesem Jahr zwischen ...