Wieviel verdient man eigentlich als Selbstständiger?

Chef mit Zigarre und Geldscheinen
Zuletzt aktualisiert: 28.04.2026

Krankenkassen-Nachzahlungen vermeiden

Wie Selbstständige das Risiko hoher GKV-Nachforderungen reduzieren können.

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Gegenfrage: Wie viel verdient ein Angestellter? Eines eint die beiden Fragen, denn eine allgemeingültige Antwort kann es mit Blick auf den Status der Berufstätigkeit niemals geben. Entscheidend ist eher die Branche, in der Sie tätig sind. Selbstständig zu sein, kann bedeuten ein Eigenheim zu besitzen, einen noblen Wagen zu fahren und viermal jährlich Urlaub zu machen. Steuerberater, Vermögensberater oder Wirtschaftsprüfer landen mit diesem Lebensstil auch auf den vorderen Plätzen im Gehaltsranking. Selbstständig zu sein, kann aber auch bedeuten, morgens um 5.30 Uhr aufzustehen und abends nie vor Mitternacht ins Bett zu kommen. Kioskbesitzer, Taxifahrer oder Tankwarte leben beispielsweise dieses Leben. So viele Gesichter hat die Selbstständigkeit.

 

Zielumsatz-Rechner für Selbstständige 2026

Wie viel Umsatz brauchen Sie wirklich?

Viele Gründer unterschätzen, wie viel Umsatz nötig ist, um ihr gewohntes Netto-Einkommen als Selbstständiger zu ersetzen. Der Rechner zeigt Ihnen die ehrliche Zahl – inklusive Krankenversicherung, Altersvorsorge und Steuern.

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Ihr Wunsch-Netto-Einkommen

Was möchten Sie netto pro Monat verdienen? Das ist der Betrag, der nach allen Steuern und Abgaben übrig bleibt.

Persönliche Situation

Familienstand und Kinder beeinflussen Steuerlast und Krankenversicherung.

Versicherung und Rechtsform

Krankenversicherung und Rechtsform bestimmen wesentlich, wie viel Umsatz Sie brauchen.

Abrechenbare Auslastung

Anteil der Arbeitszeit, den Sie tatsächlich beim Kunden abrechnen können. Der Rest sind Akquise, Buchhaltung, Weiterbildung, Leerlauf.

Auslastung i
70 %
Beeinflusst nur den Tagessatz, nicht den Gesamtumsatz – Ihre Kosten bleiben gleich.
Ihr notwendiger Monatsumsatz
Pro Monat
0

Das entspricht einem Tagessatz von 0 €.

Jahresumsatz
0 €
Tagessatz
0 €
Multiplikator

So setzt sich Ihr Umsatz zusammen

Umsatz (monatlich)0 €
− Betriebskosten (10 %)0 €
− Rücklagen für Urlaub & Leerlauf (15 %)0 €
Gewinn vor Abgaben0 €
− Krankenversicherung0 €
− Altersvorsorge (15 %)0 €
− Einkommensteuer0 €
= Ihr Netto0 €
Wichtiger Hinweis: Dieses Tool ist ein unverbindliches Rechenbeispiel und ausdrücklich keine belastbare finanzielle, steuerliche oder rechtliche Orientierung. Die Berechnung arbeitet mit stark vereinfachten Annahmen (10 % Betriebskosten, 15 % Rücklagen, 15 % Altersvorsorge, 400 % Gewerbesteuer-Hebesatz, 220 Arbeitstage à 8 Stunden, keine Kirchensteuer, Soli nur in hohen Einkommensbereichen). Steuer- und SV-Werte 2025; Änderungen durch Gesetzgebung möglich. Treffen Sie auf Basis dieses Rechners keine finanziellen oder beruflichen Entscheidungen – ziehen Sie für eine verlässliche Kalkulation einen Steuerberater oder eine zugelassene Gründungsberatung hinzu.

 

Ein Selbstständiger verdient das, was er verlangt

Die Vorstellung ist schön, aber gespickt von Utopie. Wer glaubt, dass ein Selbstständiger einen Betrag X in den Ring wirft – bzw. in das Angebot an einen Kunden schreibt – und diesen dann diskussionslos bekommt, der irrt sich. Richtig ist, dass es mehrere Parameter gibt, die den Lohn eines Selbstständigen beeinflussen. Das sind

  1. Festlegungen und Empfehlungen tariflicher Art,
  2. wirtschaftliche Kalkulationen, die alle Ausgaben eines Selbstständigen beinhalten
  3. und letztlich auch das Verhandlungsgeschick des Selbstständigen.
     

Recherchieren in validen Quellen ist das A und O

Um sich innerhalb dieser Rahmenbedingungen auf dem Weg zur eigenen Verdienstgestaltung zu bewegen, ist es wichtig, zu recherchieren (1). Was sind marktübliche Preise? Welche Festlegungen tariflicher Art gibt es? All diese Informationen sind interessant und nötig, um den eigenen Preis festlegen zu können. Aber Achtung: Wer im Internet recherchiert, findet auch viele Finde-deinen-Preis-Hinweise von Selbstständigen, die schlichtweg falsch rechnen. Berufsverbände sind die bessere Recherchequelle, wenn es um Marktpreise geht.
 

Richtig kalkulieren heißt: die Einnahmen müssen die Ausgaben übersteigen

Anschließend begeben Sie sich auf die Kalkulationsebene (2). Bedenken Sie, dass Sie Versicherungen wie Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung aus eigener Tasche bezahlen müssen. Auch die Absicherung bei Krankheit und die Vorsorge fürs Alter kommen hinzu. Weitere berufsspezifische Absicherungsmodelle sind ebenfalls nötig – wie beispielsweise eine Berufshaftpflichtversicherung. Daneben sind Steuern (u.a. Einkommenssteuer, Kirchensteuer) zu begleichen. Auch Betriebskosten fallen an – für Büro, Geschäftsauto, Fahrtkosten, Software, Hardware, etc. Wer seine Ausgaben genau kennt, kann berechnen, wie viel Einnahmen zu erwirtschaften sind. Bei der Berechnung des eigenen Bedarfs bzw. der Umlage der Einnahmen auf Arbeitstage und Arbeitszeiten, dürfen Sie keinesfalls mit 365 Arbeitstagen und 24 Stunden-Schichten rechnen. Wochenenden, Urlaube, Krankheitstage sind ebenso von der Summe der Arbeitstage abzuziehen wie Zeit für Schlafen, Essen und Privatleben den 24-Stunden-Arbeitstag schmälern.
 

Wer selbstbewusst verhandelt, bekommt das gewünschte Honorar

Ein entscheidender Faktor für den Lohn des Selbstständigen sind (3) das Verhandlungsgeschick und das Selbstbewusstsein, seinen eigenen Wert zu kennen und zu vertreten. Wer ausgestattet mit gut recherchierten Marktpreisen und einer soliden Einnahmen-Ausgaben-Kalkulation ein Angebot abgibt, der sollte sich weitestgehend daran halten. Direkt bei der Angebotsabgabe einen kleinen finanziellen Puffer zu kalkulieren, um dem Kunden die Möglichkeit zu geben, zu verhandeln, ist in der Dienstleistungsbranche durchaus üblich. Im reinen Produktvertrieb ist das ebenfalls nicht unüblich. Das „Runterhandeln“ muss sich in einem vertretbaren Rahmen bewegen, der in Abhängigkeit vom Gesamtpreis gesteckt wird. Das eigene Limit muss bekannt sein und eingehalten werden. Schließlich haben Sie den Preis auch festgesetzt, weil Sie wissen, dass Ihre Leistung es wert ist.

Selbstständig und gesetzlich versichert? So können Sie Nachzahlungen vermeiden

Viele Selbstständige kennen die Situation: Jedes Jahr kommt Post von der Krankenkasse. Die Beiträge werden zunächst auf Basis geschätzter Einkünfte festgesetzt. Fällt der Gewinn später höher aus, erfolgt eine rückwirkende Anpassung – Nachforderungen können die Folge sein.

Doch es gibt eine Möglichkeit, Beiträge unabhängig vom Einkommen kalkulieren zu lassen und langfristig mehr Planungssicherheit zu gewinnen. 

Jetzt prüfen, welche Alternative für Sie sinnvoll ist


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