Selbstständig machen mit einem Flughafentransfer

Selbstständig machen mit Flughafentransfer – diese Idee für eine Existenzgründung wird Ihre Kunden in jeder Hinsicht bewegen! Hier können ambitionierte Existenzgründer nachlesen, welche formalen Erfordernisse besonders mit Blick auf das relevante Personenbeförderungsgesetz zu beachten sind. 2019 erst zeigte ein Gerichtsurteil gegen die App von Uber, dass das Personenbeförderungsgesetz in Deutschland eine hohe Hürde darstellt.

Die Koffer sind gepackt, die Urlaubs- oder Geschäftsreise kann starten. Doch nun stellt sich je nach Ausgangspunkt und Entfernung zum Flughafen die Frage: Wie komme ich bequem und stressfrei zum Flughafen? Diese Frage zeigt schon, dass für die Geschäftsidee ‚selbstständig machen mit Flughafentransfer (Shuttleservice)‘ potenziell eine hohe Nachfrage vorhanden ist. Hoch deshalb, da die Deutschen Reiseweltmeister sind und die Fluggastzahlen an deutschen Flughäfen steigen. Auf der anderen Seite kommen auch immer mehr Gäste in Deutschland an, um hier Urlaub zu machen. Insofern ist es durchaus lohnenswert, der Frage ‚Kann ich mit Flughafentransfer Geld verdienen?‘ in praxisorientierter Kompaktheit nachzugehen.
 

Alle Optionen für die Selbstständigkeit prüfen!

Zweifelsohne ist die Gründung eines Shuttleservices in der Nähe der beiden Geschäftsideen ‚selbstständig machen als Taxiunternehmer‘ und ‚selbstständig machen als Chauffeur‘ einzuordnen. Wer sich im Vorfeld der Existenzgründung im Bereich der Personenbeförderung ganzheitlich informieren möchte, sollte auch einen Blick in diese beiden Porträts hier auf selbststaendig.de werfen.
 

Existenzgründung mit Flughafentransfer: selbstständig machen mit Personenbeförderung

  • Analyse der Ausgangslage

  • Businessplan: Das muss drinstehen!

  • Wie Kunden gewinnen für Flughafentransfer?

  • Voraussetzungen, um einen Flughafentransfern gründen zu dürfen?

  • Wie viel Gewinn wirft ein Flughafentransfer ab?

  • Eine Geschäftsidee für die Existenzgründung im Ausland?

     

Analyse der Ausgangslage

Der Dreh- und Angelpunkt dieser Geschäftsidee ist die Frage, wie potenzielle Kunden zum Flughafen gelangen können oder wollen. Grundsätzlich ist zwischen Privatkunden (Urlaubern) und Geschäftskunden (also Unternehmen bzw. Geschäftsreisenden) zu unterscheiden. Daher sollte bereits zu einem frühen Zeitpunkt Klarheit über die strategische Ausrichtung auf eine Zielgruppe herrschen.
 

Welche Chancen bietet der Standort für einen Shuttleservice?

Wo kann ein Flughafentransfer zu einem Erfolg werden? Vor allem muss auch eine Standortanalyse diesbezüglich belastbare Antworten geben: Wie viele Konkurrenzunternehmen gibt es bereits? Auf welche Zielgruppe haben sich diese ausgerichtet? Welche Leistungen und Preise bietet die Konkurrenz ab? Für den Erfolg dieser Geschäftsidee spielt sicher auch die alternative Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln eine große Rolle. Bei vielen Urlaubsreisen ist die Anreise per Bahn im Reisepreis bereits inbegriffen. Wer aber mit zwei Kindern und viel Gepäck morgens um 4 Uhr am Flughafen schon eingetroffen sein muss, wird sich eher für einen stressfreien und zuverlässigen Flughafentransfer entscheiden. Vor allem, wenn dieser große Fahrzeuge bietet, in denen alle Insassen und viel Gepäck problemlos Platz finden können. Hier zeigt sich schon, dass beim Marketing Mehrwerte aus Kundensicht konsequent in den Mittelpunkt zu stellen sind. Die Option, einen Flughafentransfer zu buchen, sollte aus Kundensicht (egal in Bezug auf welche Zielgruppe) als eindeutig überlegene Variante erscheinen. Aus eigener Lebenserfahrung wissen wir, dass der Stressfaktor ein ganz wesentliches Motiv sein kann. Denn wer möchte schon total genervt am Flughafen ankommen und sich den Start in eine wohl verdiente Auszeit so vermiesen?
 

Darf ich als Privatperson Kunden befördern?

Wer mit der Geschäftsidee ‚selbstständig machen mit Flughafentransfer‘ eine langfristige Existenzgründung anstrebt, muss sich frühzeitig mit den formalen Hürden bzw. Rahmenbedingungen auseinandersetzen. Denn es ist nicht möglich, ohne Erlaubnis und Gewerbeanmeldung einfach so als Privatperson Fahrgäste zu befördern. Die jüngsten Gerichtsurteile geben Uber, die diesen Service in Deutschland verbieten, zeigen, dass der Markt zum Schutz der Taxiunternehmen recht reglementiert ist. Es handelt sich bei einem Flughafentransfer eben nicht um ein Taxiunternehmen. Es sei denn, es soll ein solches mit entsprechendem Leistungsspektrum eröffnet werden. Während Taxifahrer in der Lage sind, unterwegs per Funk Aufträge anzunehmen, wäre dies bei einem Shuttleservice für den Flughafentransfer nicht möglich. Es gilt die so genannte Rückkehrpflicht, was im operativen Geschäftsbetrieb zu einer gewissen Unflexibilität für einen Shuttleservice führt. Diese Rückkehrpflicht zur Basis ist es übrigens, die die Richter in Bezug auf Uber als nicht gegeben ansahen. Daher ist dieses Geschäftsmodell nicht mit dem deutschen Personenbeförderungsgesetz vereinbar. Eine ganzheitliche Planung (ggf. mit externer Fachberatung) muss angesichts dieses mahnenden Beispiels sicherstellen, dass das Geschäftsmodell für einen professionellen Flughafentransfer rechtskonform ist. Der Businessplan gibt einen ganzheitlichen Rahmen vor, um die Geschäftsidee in allen Bereichen zielfokussiert voranzutreiben.
 

Ein Blick in die Zukunft…

…legt nahe, dass strategische Anpassungsfähigkeit wichtig für eine erfolgreiche Geschäftsausrichtung sein wird. Es bleibt abzuwarten, ob in Zukunft an der Vormachtstellung von Taxiunternehmen mit Blick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen gerüttelt wird. Hieraus könnten sich durchaus neue Chancen für den Flughafentransfer ergeben. Individuelle Mobilitätslösungen werden in Zukunft auch angesichts des Klimawandels eine größere strategische Rolle im Bereich der Personenbeförderung spielen. Insofern gilt es, sich in der Kundenwahrnehmung als umweltfreundliche Alternative zu platzieren. Dies kann etwa mit sehr modernen, emissionsarmen Fahrzeugen gelingen. In Zukunft können auch zukunftsweisende Antriebsarten wie Elektromotor oder Hybridfahrzeuge in dieser Hinsicht neue Potenziale im wahrsten Wortsinn erfahrbar machen.
 

Businessplan für Flughafentransfer-Gründung

Wie komme ich als Urlauber oder Geschäftsreisender pünktlich und möglichst bequem zum Flughafen? Diese Frage sollte der Businessplan überzeugend beantworten können. Das Geschäftskonzept sowie der geschäftliche Aktionsradius sind überzeugend und vor allem potenzialorientiert auf den Punkt zu bringen. Es sollte möglichst anhand belastbarer Zahlen gezeigt werden, mit welcher zukünftigen Nachfrage zu rechnen ist und inwiefern das eigene Geschäftsmodell der Konkurrenz überlegen ist. Ein besonderes Augenmerk wird der Preiskalkulation für Strecken/Entfernungen zukommen, da dieser Faktor für die Gewinnsituation entscheidend ist. Es liegt in der Natur der Sache, dass bei langen Shuttlefahrten pro Tag nur wenige Kunden befördert werden können. Entsprechend hoch müssen die Kosten ausfallen, für Kunden aber noch bezahlbar/akzeptabel sein.

Generell muss der Geschäftsumfang im Businessplan konkrete und vor allem kostenorientierte Züge annehmen: Wie hoch sind die Investitionen für Fahrzeuge? Wie viele Fahrzeuge sind anzuschaffen? Welche Größe und Wirtschaftlichkeit müssen diese aufweisen? Um flexibler agieren und die einmaligen Investitionskosten so gering wie möglich zu halten, sind moderne Leasingoptionen zu bevorzugen. Die vertraglichen Details sind aber sehr genau zu prüfen. Ebenso die optimalerweise langfristige Vorteilhaftigkeit der Leasingkonditionen gegenüber einem Kauf. Der Kapitalbedarf muss im eigenen Interesse so konkret wie möglich beziffert werden. Demgegenüber sollten im Finanzteil auf der Habenseite realistische Szenarien für einfahrbare Umsätze stehen. Diese Zahlen werden entscheidend sein, um potenzielle Geldgeber und/oder Investoren gewinnen zu können. Der Finanzteil wird also entscheidend sein, um eine klare Profitabilität des Geschäftsmodells erkennbar werden zu lassen.
 

Geschäftlichen Fokus ausweiten?!

Die Vermarktung als Flughafentransfer legt den Fokus der Geschäftstätigkeit bereits fest. Daher ist zu überlegen, ob eine Vermarktung als Shuttleservice je nach Standort und Fahrzeugflotte nicht sinnvoller ist. Je nachdem, welche Ziele in der Nähe sind, könnte ein solcher Shuttleservice auch andere Ziele ansteuern. Zu denken ist etwa an Fahrten zwischen dem Flughafen und nahegelegenen Messegeländen. An solchen Standorten lässt sich das ganze Jahr über eine hohe Auslastung sicherstellen. Mit dem zentralen Ziel, eine hohe Auslastung sicherzustellen, sind auch Kooperationen mit Partnern vor Ort zu prüfen (je nach auserkorener Zielgruppe). Zu denken ist an Unternehmen, die Mitarbeiter regelmäßig ins Ausland schicken oder von dort Gäste einfliegen lassen. Zu denken ist auch an Reisebüros, die Kunden mit einem sehr persönlichen und individuellen Service begeistern wollen. Aber Vorsicht: Wer im Bereich der Personenbeförderung Aufträge von Partnern zugespielt bekommt, begibt sich schnell in die Gefahr einer Scheinselbstständigkeit. Ziel einer eigenbestimmten Existenzgründung sollte es nicht sein, zu Dumpingpreisen als Subunternehmer fremdbestimmt durch die Gegend zu fahren. Weisungsgebundenheit, also die Einbindung in Strukturen und Prozesse, ist als eindeutiges Merkmal der Scheinselbstständigkeit zu sehen.
 

Wie Kunden gewinnen für Flughafentransfer?

Jenseits von vor Ort prüfbaren Kooperationen gilt es vor allem im Internet auf Reichweite zu setzen und Präsenz zu zeigen. Wenn Kunden nach ‚Flughafentransfer in XX‘ googeln, sollte die eigene suchmaschinenoptimierte Homepage im Idealfall an erster Stelle erscheinen. Gezielte Maßnahmen im Bereich Local SEO werden gerade für Unternehmen mit klar abgrenzbarem Aktionsradius strategisch immer bedeutsamer. Sofern der Flughafentransfer zuverlässig und reibungslos läuft, werden Empfehlungen von Kunden dafür sorgen, dass es zu neuen oder auch zu wiederholten Buchungen kommt. Zuverlässigkeit und ein überzeugendes Serviceerlebnis werden wichtige Zutaten sein, um mit hoher Qualität in Verbindung gebracht zu werden. Das wiederum ist eine wichtige Grundvoraussetzung, um gegenüber Kunden auch höhere Preise rechtfertigen zu können. Je nach Ausrichtung auf eine bestimmte Zielgruppe sind beim Marketing überzeugende Mehrwerte in den Fokus zu rücken. Gründer müssen sich also fragen, welche Ansprüche Kunden in Bezug auf einen Shuttleservice haben und wie diese durch das Marketing direkt angesprochen werden können.
 

Voraussetzungen, um mit Flughafentransfer Geld zu verdienen?

Vom Geschäftsmodell und insbesondere von den Abläufen her hat eine klare Abtrennung vom Taxigewerbe zu erfolgen. Dieser Aspekt ist besonders mit Blick auf die Auftragsakquise von zentraler Bedeutung. Wer einen Flughafentransfer gründet, wird vorherige Buchungen entgegennehmen müssen. Spontane Fahrten sind die große Ausnahme, zumal durch die Rückkehrpflicht per Funk keine Aufträge angenommen werden dürfen. Die Rückkehrpflicht sieht vom Gesetz her vor, dass Aufträge nur am Betriebssitz entgegengenommen werden dürfen. Ist das nicht erwünscht, muss über ein Taxiunternehmen als Alternative nachgedacht werden. Die Absprache von Terminen bringt aber den Vorteil mit sich, dass Einnahmen und Tagesabläufe besser planbar sind.

Wer mit der Beförderung von Personen mit einem Flughafentransfer Geld verdienen möchte, muss ein Gewerbe anmelden. Um das tun zu können, muss der Gründer seine persönliche Eignung nachweisen. Dies kann durch einen Zentralregisterauszug, einen Nachweis über die finanzielle Leistungsfähigkeit und ein polizeiliches Führungszeugnis geschehen. Um die Erlaubnis für einen solchen Gewerbebetrieb zu erhalten, müssen alle Fahrzeuge nach Gesetzesvorgaben versichert werden. Je nach Geschäftsmodell und Fahrzeugflotte muss pro Fahrzeug ein gewisse Summe an Kapital nachgewiesen werden, womit wir wieder bei der finanziellen Leistungsfähigkeit des Gründers sind. Was die Sicherheit der eingesetzten Fahrzeuge für den Flughafentransfer angeht, so müssen diese jährlich einer TÜV-Untersuchung unterworfen werden. Insofern wird klar, dass abgesehen von Treibstoff, Versicherungen und Kosten für Reparaturen mit nicht unerheblichen Ausgaben buchstäblich zu rechnen ist. Spätestens hier wird klar, warum ein Flughafentransfer für Kunden eigentlich nicht für unter 50 Euro zu haben sein kann…
 

Wie viel verdient man mit Flughafentransfer?

Die Frage, wie viel Gewinn ein Flughafentransfer abwirft, sollte bereits im Businessplan möglichst präzise vom Gründer selbst beantwortet werden können. Geht man von einem durchschnittlichen Preis pro Transfer und einer bestimmten Anzahl an Fahrten aus, so lässt sich eine Prognose für einen Monatsumsatz erstellen. Zieht man hiervon sämtliche Kosten ab, so wird der Gewinn sichtbar. Generell muss gerade in diesem erfolgskritischen Bereich das kaufmännische Können des Existenzgründers zum Tragen kommen. Je ganzheitlicher und gewinnorientierter (von Kunden akzeptierte!) Preise kalkuliert werden, desto mehr Gewinne kann ein Flughafentransfer einfahren.
 

Beispiel zur Herleitung eines Monatsumsatzes

Wer mit durchschnittlich 6 Fahrten à 70 Euro rechnet, erzielt einen Tagesumsatz von 420 Euro. Geht man von 28 Geschäftstagen aus, so ergäben sich für einen Monat knapp 12.000 Umsatz. An dieser Stelle wird sehr deutlich, dass eine schlanke Kostenstruktur einen unmittelbaren Einfluss auf den Verdienst mit einem Shuttleservice haben wird. Durch steigende Benzinpreise wird die Gewinnmarge in Zukunft aber eher sinken, zumal nicht alle Kostensteigerungen zu 100 % an Kunden weitergegeben werden können. Auch wenn sehr effiziente Fahrzeuge teurer in der Anschaffung/im Unterhalt sind, werden sie langfristig gerechnet einen wichtigen Beitrag zu einer schlanken Kostenstruktur leisten.
 

Praxistipp: Warum Schätzungen nicht allzu hoch ausfallen sollten

Die gewerbliche Tätigkeit ist natürlich auch beim Finanzamt anzumelden. Schätzungen sind anzugeben, um Vorauszahlungen für Lohn- oder Umsatzsteuer beziffern zu können. Bei allem Enthusiasmus sollten Gründer die Umsätze nicht zu optimistisch ansetzen, da sich hieraus womöglich zu hohe Vorauszahlungen ergeben, die einen unmittelbar negativen Einfluss auf die überlebenswichtige Liquidität des Betriebes haben können.


Option für eine Existenzgründung im Ausland?

Im Zuge der Reiselust können Existenzgründer selber vom Fernweh gepackt werden und für diese Geschäftsidee eine Gründung im Ausland anvisieren. Das ist prinzipiell sicher möglich, aber eine sehr genaue Analyse vor Ort ist im Zielland ist erforderlich. Gerade die Konkurrenzsituation und die formalen Rahmenbedingungen müssten sehr klar begutachtet werden, um verlässliche Aussagen über den möglichen Erfolg eines Geschäftsmodell treffen zu können. In Deutschland mag der Markt sehr reglementiert sein. Das sorgt auf der anderen Seite aber für klare und planbare Bedingungen, die in dieser klaren Form im Ausland nicht immer nutzbar sein werden.
 

Zusammenfassung:

  1. Wie komme ich zum Flughafen, ohne Stress und pünktlich? Wer diese Frage service- und gewinnorientiert im Businessplan aus Kundensicht beantwortet, kann die Existenzgründung mit einem Flughafentransferservice zum Erfolg werden lassen

  2. Je nach Standort und Zielgruppe bietet es sich an, den geschäftlichen Fokus der Personenbeförderung auszuweiten. Der Begriff Shuttleservice wäre dann zielführender

  3. Um Kunden für einen Shuttleservice zu gewinnen, spielt ein suchmaschinenoptimierter Internetauftritt eine Schlüsselrolle: Wonach suchen potenzielle Kunden?

  4. Wer sich mit Flughafentransfer selbstständig machen will, muss die Rahmenbedingungen des Personenbeförderungsgesetzes beachten

  5. Der Verdienst mit einem Flughafentransfern (Shuttleservice) steht und fällt mit der Kalkulation von Preisen, der Auslastung der Flotte und der Kostenstruktur des Betriebes.

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