Selbstständig machen mit einem Pop-up-Store (Laden auf Zeit)

Ein Geschäft bewusst nur für einen kurzen Zeitraum eröffnen? Das klingt nach allem, außer nach einer konventionellen Geschäftsidee. Und so ist es auch, wenn sichGründer mit einem Pop-up- Store selbstständig machen. Diese Geschäftsidee ist ideal für Existenzgründer, die einebesondere Herausforderung suchen,nie still stehen wollen/können und sich immer wieder neu erfinden möchten.

Das Sterben der Innenstädte ist schon lange ein Thema, das durch die Corona-Pandemie und die Folgen der Lockdowns nachhaltig befeuert wurde. Nicht erst seit der Krise ist klar, dass derHandel innovative Konzepte für die Konkurrenz desstark wachsenden E-Commerce braucht:selbstständig machen mit einem Pop-up-Store bzw. Laden auf Zeit kann eine unkonventionelle Lösung sein. Insofern gilt es, die Lehrbücher der Betriebswirtschaftslehre ein wenig beiseite zu legen und offen für neue Geschäftsmodelle im Handel zu sein. Das bedeutet natürlich nicht, dass keine Planung für die Eröffnung eines Pop-up-Store notwendig ist. Konkret soll es in diesem Ratgeber um folgende Themen gehen:

  • Pop-up-Store eröffnen: Voraussetzungen

  • Ausgangsanalyse: Warum selbstständig machen mit Pop-up-Verkauf?

  • Laden auf Zeit eröffnen: Vorteile der Geschäftsidee

  • Businessplan für Pop-up-Store: Diese Themen sind wichtig

  • Verdienst: Welchen Gewinn wirft ein Pop-up-Store ab?


Was bedeutet Pop-up-Store?

Der Kern dieser Geschäftsidee ist es, einen Laden auf Zeit zu eröffnen. Solche Läden werden Pop-up oder auch Guerilla-Stores genannt. Wie lange der Laden auf Zeit geöffnet ist, hängt von der Location, den Produkten, der Zielgruppe und messbaren Verkaufserfolgen ab. Von wenigen Tagen bis hin zu Monaten ist alles möglich. Das Angebot (Verkauf von Waren oder die Nutzung von Dienstleistungen) ist in jedem Fall zeitlich begrenzt. Das so erzeugte Gefühl von Verknappung kann ein entscheidender Vorteil beim Marketing sein, wie wir weiter unten noch sehen werden. Nimmt man die englische Wortbedeutet wörtlich, so taucht ein Laden auf Zeit plötzlich auf, also mit einem gewissen Überraschungseffekt für die anvisierte Zielgruppe. Das bringt natürlich die Herausforderung der gezielten Kommunikation beim Marketing mit sich. Je ungewöhnlicher die verkauften Produkte oder angebotenen Dienstleistungen sind, desto ausgefallener kann die Location sein. Da es nicht nur bei einem Pop-up-Store bleiben wird, werden Gründer immer wieder auf der Suche nach neuen Locations sein müssen (auch wenn gerade erst irgendwo ein Laden auf Zeit eröffnet wurde).
 

Voraussetzungen, um einen Pop-up Store eröffnen zu können

Spontaneität und Flexibilität bei der Eröffnung von zeitlich begrenzten Ladenlokalen bedeuten nicht, sich nicht an die formalen Pflichten rund um die Existenzgründung halten zu müssen. Wer einen Pop-up-Store eröffnet, muss ein Gewerbe anmelden. Bei der Schließung und Wiederöffnung an einem neuen Standort ist eine erneute Gewerbeanmeldung oder eine Ummeldung erforderlich. Auch wenn es sich um wechselnde Standorte handelt, ist von einem stehenden Gewerbe auszugehen. Die Notwendigkeit einer Reisegewerbekarte käme in Betracht, falls irgendwo ein ständig wechselnder Marktstand eröffnet werden soll. In der Regel ist unter einem Pop-up-Store aber eine Immobilie als Lokalität gemeint. Es versteht sich von selbst, dass sich Gründer mit den Produkten und der Branche auskennen sollten. Sie müssen mit einem Pop-up-Store den Nerv der Zeit treffen und ein begrenztes, aber durchaus zahlungswilliges Publikum ansprechen.
 

Nachweise der persönlichen und fachlichen Eignung frühzeitig prüfen

Je nach Produkt oder Art der Dienstleistung müssen Gründer prüfen, welche persönlichen und auch fachlichen Voraussetzungen/Qualifikationen Sie als Nachweis bei der Gewerbeanmeldung zu erfüllen haben. Falls es sich um einen gastronomischen Betrieb handelt, ist die Notwendigkeit von Kenntnissen der Hygieneverordnung und ggf. einer Konzession zu prüfen. Die Flexibilität und Wandelbarkeit dieses Geschäftsmodells bringen es mit sich, ständig für die Richtigkeit der formalen Rahmenbedingungen zu sorgen. Gründer, die einen bzw. ständig wechselnde Läden auf Zeit öffnen wollen, sollten sich Gedanken für die Rechtsform als Rahmen machen, zumal dieser für Fragen der Haftung und somit Risikominimierung eine wichtige Rolle spielt. Die Buchführung wird nach der steuerlichen Erfassung der geschäftlichen Tätigkeit beim Finanzamt eine tägliche Rolle für Existenzgründer spielen.

Ausgangsanalyse: Warum mit Pop-up-Store/Verkauf selbstständig machen?

Bereits vor der Akutphase der Corona-Pandemie war in den Nachrichten häufig vom Sterben der Innenstädte in Deutschland die Rede. In vielen Städten mehren sich leere Ladenlokale, die Zahl der Insolvenzen (auch größerer Ketten) ist in den letzten Jahren gestiegen. Offizielle Zahlen belegen, dass der traditionelle (!) Handel in den Innenstädten in den letzten Jahren auf einem absteigenden Ast war. Eine IFH-Studie aus dem Jahr 2016 geht von einem Frequenzverlust von etwa 20 % in den Innenstädten durch die digitale Konkurrenz aus, Tendenz steigend. In Kombination mit einem Rückgang der Bevölkerung vielerorts ist dieser deutliche Frequenzrückgang zu einer Bedrohung für den Handel in Innenstädten geworden. Der Begriff ‚Sterben der Innenstädte‘ ist insofern zu einem Begriff für viele freie Gewerbeflächen geworden. Hierin liegt aber gerade die Chance für die Geschäftsidee ‚selbstständig machen mit Pop-up-Store‘. Es gibt unzählige Möglichkeiten teils in bester Lage, um einen Laden auf Zeit zu eröffnen. Insofern kann dieses Konzept eine Antwort auf den Niedergang der Innenstädte sein.
 

Gefragt sind Konzepte, die den Handel wieder interessant machen!

Viele Branchenexperten sind sich sicher, dass der Handel sich neu erfinden muss ( https://www.absatzwirtschaft.de/pop-up-stores-als-temporaere-kundeninspiration-14772/ ). Warum nicht mit Läden auf Zeit, bei denen unkonventionellste Locations zu einem Erfolg führen können? In jedem Fall macht der Online-Handel immer mehr kleinen Geschäften zu schaffen. Wer sich von der traditionellen Form des fest etablierten Handels verabschieden möchte, kann mit der Eröffnung eines Pop-up-Stores eine Neuinterpretation mit vielversprechenden Aussichten wagen. In der Branche wird die Zukunft von großen Einkaufsmeilen und den Markt beherrschenden Filialisten mittlerweile sehr kritisch gesehen. Wer sich mit einem Pop-up-Store selbstständig macht, kann sich wie ein Chamäleon den örtlichen Gegebenheiten perfekt anpassen und immer wieder neue Chancen für den Verkauf gezielt suchen. Zudem liegt in Pop-up-Store ein besonderer Reiz: Sie können Innenstädte beleben und immer wieder neue Impulse setzen. Das kann der alteingesessene Handel irgendwann mit dem immer gleichen Angebot sicherlich nicht mehr.
 

Inspiration für die eigenen Geschäftspläne gefällig?

Als Vorreiter für angesagte Pop-up-Store gilt die Modebranche, da dieses Geschäftsmodell dem Lagerverkauf recht nahe kommt. 2004 eröffnet das Label ‚Comme des garçons‘ seinen ersten Laden auf Zeit in Deutschland. Als Ladenlokale dienten unterschiedlichste Locations wie etwa Büchereien, an denen bewusst nichts geändert wurde. Das spart Geld für die Einrichtung und sorgt für ein außergewöhnliches Einkaufserlebnis, wie es der konventionelle Handel nicht bieten kann. Für die Warenpräsentation wurden etwa Wasserleitungen genutzt. So steht nicht der Laden an sich, sondern das Produkt bzw. die Marke gezielt im Fokus. Hierin ist die große Chance dieser Geschäftsidee zu sehen, auch mit Blick auf die Vermarktung von eigenen Produkten.

Die Idee für Pop-up-Stores wurde übrigens bereits vor mehr als 20 Jahren aus der Not heraus geboren. 1999 eröffnete der Geschäftsführer Russel Miller in Tokio einen angesagten Klamottenladen. Dieser wurde von Kunden förmlich überrannt, sodass es schnell nichts mehr zu verkaufen gab. Der Geschäftsführer entschloss sich, zu schließen, den Warenbestand wieder aufzufüllen und an einem anderen Standort wieder begrenzt zu öffnen. Das Konzept des Pop-up-Verkaufs konnte in den folgenden Jahren immer mehr Anhänger finden.


Welche Vorteile bietet der Pop-up-Verkauf?

Viele Vorteile dieser Geschäftsidee sind bereits bis hierhin angeklungen. In erster Linie bietet die Geschäftsidee ‚selbstständig machen mit Pop-up-Store‘ die Möglichkeit, neue Verkaufsimpulse durch abwechslungsreiche Einkaufserlebnisse für Kunden zu setzen. Ein Laden auf Zeit ist ideal, um mit wenig Risiken und überschaubaren Kosten ein Geschäftsmodell offline zu testen und damit die Marke bekannter zu machen. Ideal ist ein Laden auf Zeit, um eine Geschäftsidee/Produkte zu testen und mit gewonnenen Erkenntnissen an einem anderen Standort zu optimieren. Es spricht nichts dagegen, mehrere Pop-up-Stores gleichzeitig zu eröffnen, was natürlich entsprechende Ressourcen voraussetzt. Wie gemacht ist diese Geschäftsidee, um saisonale Märkte bzw. Bedürfnisse von Kunden zu befriedigen. In betriebswirtschaftlicher Hinsicht ist die schlanke Kostenstruktur ein elementarer Vorteil, um strategisch jederzeit flexibel zu bleiben. Eine ständige Ladenpräsenz verschlingt viel Geld, ein temporär angemieteter Laden nur für eine bestimmten Zeitraum. Und an freistehenden Gewerbeimmobilien mangelt es an vielen Standorten nicht, wobei auch unkonventionelle Locations sehr gut funktionieren können. In allen Bereichen des Handels sind Produktlebenszyklen kürzer geworden, der Geschmack von Kunden ändert sich schneller denn je. Was liegt da näher, als beispielsweise einen Gastronomiebetrieb nach einer gewissen Zeit woanders aufpoppen zu lassen, wenn sich die Kunden ‚sattgegessen‘ haben?
 

Businessplan für Pop-up-Store: Diese Themen sind wichtig

Zunächst ist Klarheit herzustellen: Hier geht es darum, in Pop-up-Stores eine eigenständige Geschäftsidee zu sehen. Denkbar wäre es auch, Läden auf Zeit als Marketinginstrument für ein bereits vorhandenes Geschäft zu nutzen.
 

Die Suche nach Standorten als ständige Herausforderung

Es liegt in der Natur dieser Geschäftsidee, dass ständig neue Standorte zu suchen sind. Gründer sollten auf entsprechenden Plattformen suchen oder Kooperationen in einem bestimmten Gebiet prüfen. Bei der vertraglichen Fixierung ist Wert auf größtmögliche Flexibilität zu legen. Denn es kann sein, dass die Dauer der Öffnung des Ladenlokals zu Beginn noch nicht absehbar ist. Da geeignete Locations einen erfolgskritischen Faktor darstellen, sollte der anvisierte Standort mit Blick auf die Attraktivität von Gewerbeflächen/Immobilien genau im Businessplan analysiert werden.
 

Logistik, Verkaufsabwicklung und Warenbeschaffung

Auch ein Laden auf Zeit muss mit Ware und Personal für den Verkauf ausgestattet sein. Insofern sind diese erforderlichen Ressourcen im Businessplan genau zu planen. Woher soll das Personal stammen? Ist es bereit, flexibel den Standort zu wechseln? Wo können Waren gelagert werden? Was die Ladeneinrichtung angeht, so ist meistens mit keinen großen Kosten zu rechnen. Für ein besonderes Einkaufserlebnis sind einfach die örtlichen Möglichkeiten zu nutzen, um unkonventionell zu erscheinen und den Fokus auf die Produkte zu legen. Improvisieren wird eine wichtige Tugend sein, die Gründer bei dieser Geschäftsidee an den Tag legen sollten.
 

Marketing: Wie Kunden gewinnen für Pop-up-Store?

Wer sich näher mit dieser Geschäftsidee befasst, wird sehr viele Parallelen zum Guerilla-Marketing sehen. Es muss bei allen Marketingmaßnahmen darum gehen, kurzfristig gezielt Aufmerksamkeit zu erzeugen. Je nach Produkt oder Dienstleistung können auch sehr unkonventionelle Mittel zum Einsatz kommen. Es muss darum, Emotionen anzusprechen und ein Gefühl von Verknappung bewusst zu erzeugen. Das gelingt bei einem Pop-up-Store alleine durch die Tatsache, dass er nur kurze Zeit geöffnet haben wird. So wird bei potenziellen Kunden der Jagdinstinkt geweckt: ‚Da muss ich unbedingt hin‘! Das Internet bzw. Social-Media-Kanäle sind wie gemacht, um die anvisierte Zielgruppe anzusprechen. Denn letztlich sollte das Angebot exklusiv und nicht beliebig wirken. Es muss einen Reiz haben. Zudem ist zu bedenken, dass ein kleiner Laden nicht überrannt werden sollte, schließlich steht auch das Einkaufserlebnis im Fokus.
 

Mit der notwendigen Reichweite von sich reden machen

Beim Marketing bzw. der notwendigen PR kann ein sehr traditioneller Mechanismus auch bei der dieser modernen Geschäftsidee funktionieren: Mund-zu-Mund-Propaganda, die immer öfter auch digital durch Likes oder Teilen eine enorme Reichweite erzielen kann. Je nach Reichweite und Aktivierungspotenzial muss der Pop-up-Store nicht unbedingt in einer stark frequentierten Einkaufsstraße liegen. Gründer haben die Chance, bei dieser Geschäftsidee Lagen und Standorte auf Zeit zu testen und so das Geschäftskonzept mit diesen realen Erfahrungswerten immer wieder flexibel zu optimieren. In jedem Fall ist Kommunikation bei dieser Geschäftsidee sehr wichtig: Sobald der Laden auf Zeit eröffnet ist, müssen Kunden davon wissen!
 

Verdienst: Wie viel Gewinn wirft ein Pop-up-Store ab?

Diese Frage müssen angehende Gründer mit den Zahlenspielen und Berechnungen im Finanzteil des Businessplans selber beantworten können. Je nach Produkt oder Dienstleistung und entsprechenden Gewinnmargen kann der Verdienst sehr unterschiedliche Höhen annehmen. Es kommt auch darauf an, wie groß der Pop-up-Store ist und ob Gründer mehrere solcher Läden auf Zeit gleichzeitig betreiben. Von der Flexibilität und der schlanken Kostenstruktur her bringt diese Geschäftsidee von der betriebswirtschaftlichen Theorie her alles mit, um einen hohen Verdienst erzielen zu können. Das setzt aber natürlich voraus, dass alle Prozesse stimmen und immer wieder neue Standorte gefunden werden. Leerlauf bei Verkaufsaktivitäten wird sich unmittelbar negativ auf die Gewinne auswirken, die sich beim Pop-up-Verkauf erzielen lassen.
 

Zusammenfassung/FAQ für die Geschäftsidee ‚selbstständig machen mit Pop-up-Store‘:

  1. Warum selbstständig machen mit Pop-up-Verkauf?

Weil es sich um ein vielversprechendes Verkaufskonzept handelt, das den stationären Handel mit verkaufsfördernden Impulsen wieder beleben kann. Zudem ist durch die zeitliche Begrenzung an ein hohes Maß an strategischer Anpassungsfähigkeit nutzbar. In diesem Ratgeber wurden zudem viele Vorteile vorgestellt, die klar für die Potenziale dieser Geschäftsidee sprechen.
 

  1. Was hat es mit Guerilla-Marketing auf sich?

Hiermit sind unkonventionelle Aktionen oder Marketinginstrumente gemeint, um die anvisierte Zielgruppe auf sich aufmerksam zu machen. Klar ist, dass Kunden vor der Eröffnung vom Pop-up-Store hören können müssen. Der sofortige Hinweis auf die zeitliche Begrenzung führt zur wahrgenommenen Verknappung, die hochgradig verkaufsfördernd sein kann.
 

  1. Vor welche Herausforderung stellt diese Geschäftsidee Gründer?

Selbstständige werden ständig improvisieren und sich immer wieder neu erfinden müssen. Dazu sollten sie sich ausdrücklich berufen fühlen. Zudem wird es eine ständige Herausforderung sein, immer wieder neue Locations zu finden und ggf. mehrere Läden auf Zeit gleichzeitig zu führen.

Quellenangabe: 
  • Pop-up-Verkauf und Kundeninspiration, siehe https://www.absatzwirtschaft.de/pop-up-stores-als-temporaere-kundeninspiration-14772/ [zuletzt verwendet am 5.3.2021].
  • Über das Konzept Pop-up-Store, siehe https://www.wirtschaftsforum.de/news/das-konzept-von-pop-up-stores-produktexklusivitaet-und-verkaufsflaechen-auf-zeit [zuletzt verwendet am 5.3.2021].
  • Über das Sterben der deutschen Innenstädte, siehe https://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/plusminus-corona-innenstadt-100.html [zuletzt verwendet am 5.3.2021].

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